Khutba Review - Freitag, 1. Mai 2026

Khutba Review

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Ansprache Lesen

Der vollständige Text der Freitagsansprache, strukturiert und durchsuchbar.

Zusammenfassung

Die wichtigsten Punkte kompakt zusammengefasst (Deutsch & Urdu).

Für Kinder

Kindgerecht erklärte Inhalte mit einem spaßigen Mini-Quiz.

To Dos

Praktische Umsetzung als Checkliste.

Quiz (Deutsch)

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Aktionsplan

Wöchentlicher Umsetzungsplan vom Missionary Incharge Büro basierend auf der Khutba

Freitagsansprache mit deutscher Übersetzung als Audio sowie Subtitles

MTA Germany

Deutsche Übersetzung

In der Freitagsansprache vom 01. Mai 2026 sagte Seine Heiligkeit Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (aba):

Einleitung: Der Charakter des Verheißenen Messias

Heute möchte ich einige Begebenheiten aus dem Leben des wahrhaftigen Dieners des Heiligen Propheten, des Verheißenen Messias, schildern und seinen Charakter beleuchten. Sie verdeutlichen, wie er die Wahrheit um jeden Preis lebte, strikt an ihr festhielt und in diesem Zusammenhang selbst seine Gegner herausforderte. Als Erstes werde ich die Antwort des Verheißenen Messias auf die Anschuldigungen eines seiner größten Gegner, Muhammad Hussain Batalvi Sahib, präsentieren, der ihn beschuldigte, ein Ungläubiger und ein Erzlügner zu sein. Es handelt sich um eine derart offene und unmissverständliche Antwort nebst Herausforderung, dass jemand, der die Sache objektiv und gerecht betrachtet, diesen Anschuldigungen niemals Glauben schenken könnte. Doch wer sich die Augen verbindet, kann das Licht nicht sehen. Genau dies ist auch der Zustand der heutigen Maulawis.

Die Auseinandersetzung mit Muhammad Hussain Batalvi

Einst schrieb Muhammad Hussain Batalvi Sahib einen Brief an den Verheißenen Messias und bezeichnete ihn darin unter anderem als Feind der Religion, als Feind des Islam, als Ungläubigen und als Erzlügner. Gott bewahre. In seiner ausführlichen Antwort auf diesen Brief schrieb der Verheißene Messias (as): „Wenn Sie als aufrichtiger Wahrheitssucher meine Lebensgeschichte betrachten würden, könnte sich Ihnen durch unwiderlegbare Beweise offenbaren, dass Gott mich stets vor der Unreinheit der Lüge bewahrt hat. Dies ging so weit, dass mein Leben und meine Ehre vor britischen Gerichten mitunter derart in Gefahr gerieten, dass kein einziger Anwalt mir einen anderen Rat gab, als mich der Lüge zu bedienen.“ Alle meinten, dass er es nur mit einer Lüge schaffen könne. „Doch durch die Befähigung Allahs bin ich bereit gewesen, für die Wahrheit auf mein Leben und meine Ehre zu verzichten. In finanziellen Rechtsstreitigkeiten habe ich oft allein um der Wahrheit willen große Verluste in Kauf genommen und vielfach, rein aus Furcht vor Allah, gegen meinen eigenen Vater und meinen Bruder ausgesagt, ohne die Wahrheit jemals preiszugeben.“

Er führt weiter aus: „Ich habe ein ganzes Leben in diesem Dorf und auch in Batala – also in Qadian und Batala – verbracht. Doch wer kann beweisen, dass jemals eine Lüge über meine Lippen gekommen ist? Wenn ich es also von Anfang an allein um Allahs willen strikt vermieden habe, über Menschen zu lügen, und mein Leben sowie mein Vermögen wiederholt für die Wahrheit geopfert habe, warum sollte ich dann eine Lüge über Allah erfinden?“ Batalvi Sahib hatte in diesem Brief zudem behauptet, Lügen und Betrügen seien ihm so sehr zur zweiten Natur geworden, als wären sie ein fester Bestandteil seines Wesens. Gott bewahre. Dabei handelte es sich in Wirklichkeit um eine offensichtliche Lüge und Verleumdung durch den Maulawi Sahib selbst – ein Vorwurf, für den er keinen Beweis besaß.

Die Antwort auf die Vorwürfe der Lüge und des Unglaubens

So entgegnete der Verheißene Messias in seiner Antwort: „Shaikh Sahib! Ein Mensch, der gottesfürchtig und von rechtschaffener Abstammung ist, wagt es erstens nicht, seinen Bruder ohne gründliche Untersuchung einer Sünde oder des Unglaubens zu bezichtigen. Tut er es dennoch, so erbringt er einen derart lückenlosen Beweis, dass es für die Betrachter gleichsam wie am helllichten Tag wird. Wenn Sie also diese beiden genannten Eigenschaften besitzen, so beschwöre ich Sie bei jenem allmächtigen und glorreichen Gott – bei dessen Anrufung auch der Heilige Prophet (saw) stets aufmerksam zu antworten pflegte –, dass Sie diese beiden Arten von Bosheit, die Sie mir zuschreiben, an mir beweisen. Erstens, dass ich ein Feind des Islam und ein Ungläubiger sei, und zweitens, dass Lügen meine Gewohnheit sei.“

Er erhebt also zwei Vorwürfe: Zum einen, dass er ein Ungläubiger und kein Muslim sei – gut, das soll er beweisen. Zum anderen, dass er ein Lügner sei – auch das soll er beweisen. Er schreibt weiter: „Der Heilige Prophet (saw) sagte: ‚Wer in seinen Worten am wahrhaftigsten ist, der ist auch in seinen Träumen am wahrhaftigsten.‘“ In dieser Überlieferung hat der Heilige Prophet (saw) als Zeichen eines Wahrhaftigen festgelegt, dass die Wahrheit in seinen Träumen vorherrscht. Und Sie – also der Maulawi Sahib – haben soeben behauptet, dass Sie an den Propheten (saw) glauben. Wenn Sie dies also nicht aus Heuchelei gesagt haben und wahrhaftig an den Heiligen Propheten (saw) glauben und wissen, dass der Heilige Prophet (saw) in seiner Aussage wahrhaftig ist, dann lassen Sie uns einander auf diese Weise prüfen, um festzustellen, wer nach diesem Maßstab als wahrhaftig erwiesen wird und in wessen Natur die Lüge liegt. Ebenso sagt Allah, der Erhabene, im Heiligen Qur’an:

لَہُمُ الۡبُشۡرٰی فِی الۡحَیٰوۃِ الدُّنۡیَا

Das bedeutet, dass für sie schon in diesem irdischen Leben die Belohnung feststeht, frohe Botschaften von Gott zu erhalten. Es ist also ein besonderes Merkmal der Gläubigen, dass im Vergleich zu anderen ihre Träume wahr werden. Da Sie soeben behauptet haben, auch an den Qur’an zu glauben: Gut, lassen Sie uns versuchen, über den Heiligen Qur’an herauszufinden, wer die Merkmale eines Gläubigen aufweist.

Die Herausforderung an den Widersacher

Das Verfahren könnte so aussehen, dass eine Versammlung in Batala, Lahore oder Amritsar einberufen wird, zu der die Zeugen der Träume beider Gruppen kommen sollten, und dann sollte der Widersacher desjenigen, der in seinen Träumen durch sichere und schlüssige Beweise sich als wahrhaftiger erwiesen hat, ein Lügner, der Antichrist, der größte Ungläubige und der Verfluchte sein – oder welcher Name auch immer vorgeschlagen wird – und diesen Titel sollte er sofort erhalten. Und wenn Sie nicht in der Lage sind, Beweise aus der Vergangenheit vorzulegen, dann akzeptiere ich das, und ich gebe Ihnen sechs Monate Zeit, um Ihre Träume, die Dinge über das Ungesehene enthalten, in einigen Zeitungen zu veröffentlichen. Und ich werde mich damit begnügen, Ihnen nicht nur Beweise aus der Vergangenheit zu liefern, sondern werde auch meine Träume Ihren Träumen gegenüberstellen, so Gott will. Und so wie Sie behaupten, dass Sie an den Qur’an und an den Propheten (saw) glauben, so beanspruche auch ich, an diesen geliebten Propheten (saw) und dieses geliebte Buch, den Heiligen Qur’an, mit Leib und Seele zu glauben. Nun wird durch dieses Zeichen geprüft, wer in seinem Anspruch wahrhaftig ist und wer ein Lügner.

Wenn ich durch dieses Zeichen, das der Heilige Prophet (saw) und der Heilige Qur’an verkündet haben, besiegt werde, dann sind Sie wahrhaftig und ich bin ein Leugner, Antichrist, Ungläubiger, Teufel, Lügner und Ketzer. In diesem Fall werden sich alle Ihre irrigen Verdächtigungen als richtig und wahr erweisen, als hätte ich in den „Barahin-e Ahmadiyya“ einen Betrug umgesetzt, das Geld der Leute verzehrt und den Reichtum der Leute veruntreut, indem ich versprach, Gebete zu sprechen, ja, als hätte ich in unrechtmäßigen Gewinnen geschwelgt. Aber wenn diese Gnade Gottes, des Allmächtigen, die den Gläubigen, Rechtschaffenen und Aufrechten gebührt, mich zu einem Wahrhaftigen werden lässt, dann sollten Sie sagen, dass alle diese Titel Ihrem majestätischen Ruhm der Gelehrsamkeit entsprechen; indes werden Sie auch dann noch einen Fluchtweg haben.

Die göttliche Prophezeiung der Demütigung

Sie haben mich so sehr verletzt und beunruhigt. Ich habe Geduld walten lassen, aber Sie hatten nicht die geringste Angst vor dem Allmächtigen, der Ihr Inneres kennt. Er teilte mir in Form einer Prophezeiung über Sie und die Ihnen Gleichgesinnten mit:

إِنِّي مُهِينٌ مَنْ أَرَادَ إِهَانَتَكَ

Das bedeutet: „Ich werde denjenigen demütigen, der daran denkt, dich zu demütigen.“ Sie sollten also sicher sein, dass die Zeit nahe ist, in der Gott, der Allmächtige, Sie hinsichtlich all dieser Verleumdungen als Lügner entlarven wird und Ihnen all diese Verleumdungen und Schmähungen auferlegen wird, die den Menschen auferlegt werden, die lügen und betrügen. Sie behaupten, dass Sie an den Qur’an und den Propheten (saw) glauben. Wenn Sie also wahrhaftig sind in dieser Aussage, dann lassen Sie uns das Feld betreten, um dies zu prüfen; sodass Gott, der Allmächtige, zwischen uns und Ihnen entscheiden kann, und derjenige, der ein Lügner und ein Antichrist ist, dessen Gesicht soll schwarz sein.Und eine Sache, um die Wahrheit zu unterstützen, kommt soeben aus meinem Herzen, und diese kann ich nicht aufhalten. Denn diese kommt nicht von meiner Seele, sondern ist eine Eingebung von meinem Herrn und kommt in aller Vehemenz und sie lautet: Wenn Sie mich zu einem Ungläubigen erklärt haben und die Lüge zu einem Merkmal meines Wesens deklariert haben, dann, bei Allah, dem Erhabenen, kommen Sie gemäß der oben genannten Methode sofort zu mir, sodass wir sehen, wer gemäß dem Heiligen Qur’an und den Aussagen des Heiligen Propheten (saw) ein Lügner, Antichrist und Ungläubiger ist.

Wahrhaftigkeit als Beweis in Zeiten der Not

In diesem Zusammenhang führte der Verheißene Messias auch an, dass darüber hinaus noch etwas anderes als Prüfung der Wahrhaftigen diene, das Gott Selbst herbeiführe: Manchmal gerät ein Mensch in eine solche Notlage, dass er keinen anderen Ausweg zur Rettung und zum Erfolg sieht als die Lüge. Genau dann wird er geprüft, ob in seiner Natur Wahrhaftigkeit oder Lüge verwurzelt sei. Der Maulawi Sahib hatte doch geschrieben, dass Lüge und Falschheit in seiner Natur lägen. Daraufhin entgegnete er (as), dass sich eben in Zeiten der Prüfung zeige, ob jemand aufrichtig sei oder ein Lügner – ob in einer derart kritischen Situation die Wahrheit über seine Lippen komme oder ob er aus Angst um sein Leben, seine Ehre und sein Vermögen zur Lüge greife.

Solche Situationen sind meiner Wenigkeit schon mehrfach widerfahren. Doch die ausführliche Schilderung jener würde den Rahmen sprengen. Deshalb präsentiere ich nur drei Beispiele mit der Absicht, dass – falls der Maulawi Sahib jemals auch nur ansatzweise ähnlichen Prüfungen der Wahrhaftigkeit ausgesetzt gewesen sei – er ihn bei Allah beschwöre, diese mitsamt ihren Beweisen unbedingt zu veröffentlichen. So würde klar, dass dies nicht nur eine leere Behauptung sei, sondern dass er selbst in den Fängen von Prüfung und Leid die Wahrheit nicht preisgegeben und niemals gelogen habe. Er solle diesen Anspruch erheben und sich dem Vergleich stellen. Der Verheißene Messias nannte einige eigene Erlebnisse; drei davon werde ich als Beispiele anführen.

Erstes Beispiel: Der Rechtsstreit nach dem Tod des Vaters

Er sagte: „Erstens gehört dazu folgendes Ereignis: Nach dem Tod meines Vaters reichte Mirza Azam Baig Sahib aus Lahore im Namen der Mitbesitzer von Qadian beim Bezirksgericht eine Klage auf Inbesitznahme gegen mich und meinen verstorbenen Bruder Mirza Ghulam Qadir ein. Ich wusste ganz offensichtlich, dass diese Mitbesitzer kein echtes Interesse an dem Eigentum hatten, da es ein verlorener Besitz war, der bereits während der Sikh-Herrschaft zugrunde gegangen war. Mein Vater hatte ganz allein in Gerichtsverfahren fast achttausend Rupien an Kosten und Verlusten auf sich genommen, um diesen Besitz und andere Dörfer zurückzugewinnen – Verfahren, an denen sich diese Mitbesitzer nicht mit einem einzigen Cent beteiligt hatten. Während dieser Gerichtsprozesse betete ich also um den Sieg und empfing folgende Offenbarung:

أُجِيبُ كُلَّ دُعَائِكَ إِلَّا فِي شُرَكَائِكَ

Das bedeutet: Ich werde jedes deiner Gebete erhören, außer im Hinblick auf deine Mitbesitzer. Dieses Gebet, das du sprichst, wird nicht erhört werden. Als ich diese Offenbarung erhielt, versammelte ich meinen Bruder und alle männlichen und weiblichen Verwandten – von denen einige heute noch am Leben sind – und erklärte ihnen ganz offen, dass sie den Rechtsstreit mit den Mitbesitzern nicht weiterführen sollten, da dies gegen den göttlichen Willen sei. Allah wollte nicht, dass wir diesen Prozess führen. Doch sie wollten davon nichts wissen und scheiterten letztendlich. Ich meinerseits zeigte Standhaftigkeit, selbst auf die Gefahr hin, einen Verlust von Tausenden von Rupien zu erleiden. Ich nahm den finanziellen Verlust in Kauf, blieb aber in dieser Sache standhaft. Da Allah mich davon abgehalten hatte, stritt ich vor Gericht nicht. All jene, die mir heute feindlich gesinnt sind, können bezeugen, dass ich diesen Prozess nicht geführt habe. Da die gesamte Verwaltung der Ländereien in den Händen meines Bruders lag, redete ich ihm immer wieder zu, doch er hörte nicht auf mich und erlitt schließlich Schaden. Sie verloren den Prozess.“

Zweites Beispiel: Der Post-Fall und die Falle eines Christen

Als zweites Beispiel führte er an: „Es mögen schätzungsweise fünfzehn oder sechzehn Jahre – vielleicht auch etwas mehr – vergangen sein, als dieser Demütige zur Verteidigung des Islam gegen die Arya Samaj ein Manuskript zum Druck an die Druckerei eines Christen namens Rallia Ram sandte. Dieser war auch Anwalt, lebte in Amritsar und gab zudem eine Zeitung heraus. Ich schickte den Text in Form eines Päckchens, das an beiden Enden offen war, und legte diesem Päckchen auch einen Brief bei. Da der Brief Worte enthielt, die für den Islam und gegen die Falschheit anderer Religionen sprachen, und zudem die nachdrückliche Aufforderung enthielt, den Artikel zu drucken, entbrannte dieser Christ aus religiöser Feindschaft vor Wut. Zufälligerweise bot sich ihm die Gelegenheit für einen feindseligen Angriff: Das Beilegen eines separaten Briefes in ein solches Päckchen stellte rechtlich ein Vergehen dar, wovon dieser Demütige jedoch keinerlei Kenntnis hatte. Die Strafe für ein solches Vergehen sah nach den damaligen Postgesetzen eine Geldstrafe von fünfhundert Rupien oder eine Haftstrafe von bis zu sechs Monaten vor. So trat er als Informant auf und veranlasste die Postbeamten, Klage gegen diesen Demütigen einzureichen. Noch bevor ich überhaupt von diesem Verfahren erfuhr, offenbarte mir Gott, der Erhabene, in einem Traum, dass der Anwalt Rallia Ram eine Schlange geschickt habe, um mich zu beißen, ich sie jedoch wie einen Fisch gebraten zurückgeworfen hätte. Ich wusste, dass dies ein Hinweis darauf war, dass die Art und Weise, wie dieser Fall letztlich vor Gericht entschieden wurde, zu einem Präzedenzfall werden würde, der Anwälten von Nutzen sein könnte. Kurzum, ich wurde wegen dieses Vergehens in die Bezirkshauptstadt Gurdaspur vorgeladen. Alle Anwälte, die für diesen Fall konsultiert wurden, gaben ausnahmslos den Rat, dass es keinen anderen Weg als den der Lüge gebe. Sie empfahlen mir auszusagen, ich hätte den Brief nicht in das Päckchen gelegt; Rallia Ram müsse ihn selbst hineingelegt haben. Mut zusprechend sagten sie auch, dass so eine Aussage durch Zeugenaussagen zu einer Entscheidung führen würde und ein Freispruch durch zwei oder vier falsche Zeugen möglich wäre. Ansonsten sei der Fall äußerst schwierig und einen anderen Ausweg gäbe es nicht. Nun, ich habe ihnen allen geantwortet, dass ich die Wahrheit unter keinen Umständen aufgeben würde, ich würde mich dem stellen, was kommen sollte.“

Der Sieg der Wahrheit vor dem britischen Gericht

Das heißt, man wird sehen, was passiert, aber ich werde nicht lügen. „Am selben Tag oder am nächsten Tag wurde ich vor ein britisches Gericht geladen und ein Postbeamter trat als offizieller Kläger gegen mich auf. Der Richter schrieb meine Aussage eigenhändig auf und fragte mich zuerst, ob ich diesen Brief in das Päckchen gelegt hätte, ob der Brief und das Päckchen von mir stammten. Daraufhin habe ich ohne Unterlass geantwortet, dass es sich um meinen Brief und mein Paket handele, dass ich den Brief in dieses Paket verschickt hätte, dies aber nicht böswillig getan hätte, um der Regierung Steuerausfälle zu bescheren.“ Er tat es also nicht, um den Staat zu schädigen und das Geld für eine Briefmarke zu sparen. „Vielmehr hätte ich dies getan, weil der Brief und der Artikel für mich zusammengehörten, auch weil er keine persönlichen Belange zum Gegenstand hätte.“ Es stand absolut nichts Persönliches darin. „Sobald er dies hörte, wandte Gott, der Allmächtige, das Herz dieses Engländers mir zu.“ Der Richter war ein Brite. „Der Postbeamte machte viel Lärm und hielt lange Reden auf Englisch, die ich nicht verstand. Ich verstand nur so viel, dass der Richter nach jeder Rede auf Englisch mit den Worten „Nein, Nein!“ das Anliegen abwies. Als der klagende Beamte schließlich alle seine Gründe dargelegt und seine Ausführungen beendet hatte, wandte sich der Richter der Urteilsverkündung zu und sagte mir, nachdem er vielleicht eine oder anderthalb Zeilen geschrieben hatte, dass ich frei sei. Als ich das hörte, verließ ich den Gerichtssaal und dankte meinem wahren Wohltäter“ – also Allah, dem Allmächtigen – „der mir den Sieg über einen englischen Beamten gewährt hatte.“ Denn auch der Kläger der Gegenseite, der den Fall für die Behörde führte, war ein Brite. „Und ich weiß sehr wohl, dass Gott, der Allmächtige, mich damals durch den Segen der Wahrheit vor diesem Unglück bewahrt hatte. Vor diesem Fall hatte ich einen Traum, in dem ein Mann mit seiner Hand versuchte, mir meine Mütze abzunehmen. Ich sagte: ‚Was tust du da?‘ Er ließ die Mütze auf meinem Kopf und sagte: ‚Schon gut, schon gut.‘“

Drittes Beispiel: Der Prozess gegen Deputy Shankar Das

Dann führt er als drittes Beispiel an: „Ein weiteres Beispiel ist, dass mein Sohn Sultan Ahmad gegen einen Hindu klagte, der ein Haus auf unserem Grundstück gebaut hatte. Er verlangte, dass dieses Haus abgerissen werden sollte. Es lagen Umstände vor, die mit Gewissheit dazu führen würden, dass die Klage abgewiesen würde, und im Falle der Abweisung der Klage hätte nicht nur Sultan Ahmad, sondern auch ich einen Verlust von Eigentum in Kauf nehmen müssen. Die gegnerische Gruppe nutzte die Gelegenheit, dass ich meine Zeugenaussage abgeben musste,“ – sie sagten also: ›Gut, wir machen ihn zum Zeugen. Was er sagt, werden wir akzeptieren. – „und ich ging nach Batala und wohnte im Haus von Babu Fateh-ud-Din, der Postamtsleiter im Tehsil Batala war. Der Fall wurde von einem hinduistischen Richter verhandelt, an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnere, wobei ich noch weiß, dass er an einem Bein gelähmt war. Zu jener Zeit kam der Anwalt von Sultan Ahmad zu mir und sagte: „Jetzt ist die Zeit für den Prozess gekommen. Was werden Sie sagen?“ D. h. ich gehe. Es gibt gar keinen Grund mehr, den Prozess zu führen. Wenn Sie die Wahrheit sagen, ist der Fall ohnehin beendet.“ Er fügte hinzu: Dann sagte er: „In diesem Fall brauchen Sie nicht vor Gericht zu ziehen, ich werde die Klage zurückziehen.“ Also ruinierte ich diesen Fall mit meinen eigenen Händen, weil ich mich der Wahrheit verpflichtet sah. Ich erachtete den finanziellen Verlust als irrelevant, als ich die Wahrhaftigkeit in den Vordergrund stellte, nur um das Wohlgefallen Allahs zu gewinnen. Diese letzten zwei Beispiele sind nicht unbewiesen. Zeugen des ersten Vorfalls sind Rechtsanwalt Shaikh Ali Ahmad aus Gurdaspur und Sardar Muhammad Hayat Khan Sahib CSI; auch müsste die Akte des Falles noch im Büro in Gurdaspur liegen. Die Zeugen des zweiten Vorfalls sind Babu Fateh-ud-Din, der Anwalt selbst, an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnere, und auch der Richter, den ich erwähnt habe und der jetzt wahrscheinlich in Ludhiana stationiert ist. Wahrscheinlich fand dieser Fall vor etwa sieben Jahren einen Abschluss. Ja, ich erinnere mich, dass Nabiy Bakhsh Patwari aus Batala auch ein Zeuge für diesen Fall ist.

Die Herausforderung an die Gelehrsamkeit der Maulawis

Nun, o Herr Shaikh, – Er (as) spricht den Maulawi Sahib direkt an und sagt: wenn Sie auch nur ein Beispiel dieser Art von Not vorlegen können, bei dem Sie den Verlust Ihres Lebens, Ihrer Ehre und Ihres Reichtums in Kauf genommen haben, weil Sie die Wahrheit gesagt haben, dann haben Sie die Wahrheit nicht verlassen; und Sie kümmern sich nicht um Ihren Reichtum, um Ihr Leben und alles andere. Also präsentieren Sie, um Gottes Willen, dieses Ereignis und legen Sie vollkommene Beweise dafür vor. Ansonsten glaube ich, dass die meisten Mullahs und Kleriker dieser Zeit nur reden können, wobei sie, im Übrigen, bereit sind, den Glauben für einen Pfennig zu verkaufen. Ja, unser Heiliger Prophet (saw) hat die Maulawis der Endzeit als die schlimmsten Kreaturen bezeichnet. Und Ihr nunmehr verstorbener Reformer Sahib Nawab Siddiq Hassan Khan hat in „Ḥiǧaǧu l-kirāma“ eingeräumt, dass wir uns in der Endzeit befinden. Wenn man also die Askese und Frömmigkeit solcher Maulawis ohne Beweis akzeptiert, dann hat dies zur Folge, dass man die Worte des Heiligen Propheten (saw) leugnet. Also legen Sie ein Beispiel vor, und wenn Sie keines vorlegen können, dann ist bewiesen, dass Sie nur behaupten, die Wahrheit zu sagen; wobei keine Behauptung es wert ist, ohne Prüfung akzeptiert zu werden. Gott, der Allmächtige, kennt Ihr Inneres, Er weiß, ob Sie jemals in die Unreinheit der Lüge und Verleumdung verwickelt waren oder nicht; – Das weiß ich nicht – Allah weiß es. Das Wissen über das Verborgene kennt nur Er. – oder diejenigen sind darüber im Bilde, die mit Ihrer Situation vertraut sind. Wer in der Not wahrhaftig ist und die Wahrheit nicht verlässt, dessen Wahrhaftigkeit ist versiegelt. Wenn Sie dieses Siegel besitzen, bringen Sie es dar, ansonsten fürchten Sie Gott, den Allmächtige, damit Er den Schleier nicht von Ihnen entfernt.

Die Hintergründe des Falls Shankar Das

Zu dem Fall, der erwähnt wurde – den Mirza Sultan Ahmad Sahib wegen des Abrisses eines Hauses eingereicht hatte – steht in den Details auch, dass: Ein Hindu namens Deputy Shankar Das im Staat Jammu ein Regierungsamt innehatte. In Qadian besetzte er auf der östlichen Seite der Masjid Aqsa ein brachliegendes Grundstück und baute darauf ein Haus, wo später die Büros der Sadr Anjuman Ahmadiyya errichtet wurden. Mirza Sultan Ahmad Sahib hatte Klage erhoben, und zwar eine Klage auf Abriss des Hauses. Doch in der Klageschrift befand sich ein Punkt, der nicht den Tatsachen entsprach und dessen Nachweis zur Abweisung der Klage geführt hätte. Dadurch wäre nicht nur Mirza Sultan Ahmad Sahib, sondern dem Verheißenen Messias selbst ein Schaden entstanden, da die Eigentumsrechte an diesem Land verloren gegangen wären. Das Land gehörte der gegnerischen Partei – also Shankar Das – zwar nicht, aber er hatte es in Besitz genommen. Er war nicht der rechtmäßige Eigentümer, hatte das Grundstück jedoch besetzt. Aus rechtlichem Kalkül oder reiner Feindseligkeit wollten diese Leute genau das ausnutzen. Daher ließen sie den Verheißenen Messias als Zeugen vorladen. Trotz ihrer erbitterten Feindschaft wussten sie genau, dass Hadhrat Mirza Sahib nicht lügen und vor Gericht bezeugen würde, dass sich das Grundstück tatsächlich im Besitz der Gegenpartei befand und dieser Zustand bereits seit einiger Zeit andauerte. Und genauso geschah es: Als Sahibzada Mirza Sultan Ahmad Sahib erfuhr, dass die Gegenpartei den Verheißenen Messias als Zeugen vorgeladen hatte, wusste er ebenfalls, dass Hudhur (as) niemals lügen würde. Aus diesem Grund zog er die Klage schlichtweg zurück.

Die Verwandlung des Hauses in einen Teil der Moschee

Die Geschichte dieses imposanten, palastartigen Hauses ist jedenfalls jene, dass es als das Haus des Deputy Shankar Das bekannt war, welcher, wie ich bereits erwähnt habe, ein extrem fanatischer Gegner war. Durch dieses hohe Gebäude wurde auch die Privatsphäre der angrenzenden Häuser des Verheißenen Messias (as) beeinträchtigt. Dies war ein weiterer Grund, den Prozess gegen ihn zu führen. Das Ausmaß seiner Feindschaft zeigte sich darin, dass dieser Deputy sich vor seine Haustür setzte und die Gläubigen beschimpfte, wenn sie zum Gebet in die Aqsa-Moschee gingen. Er wandte die verschiedensten Methoden an, um ihnen Schmerz und Leid zuzufügen. Wenn die Gepeinigten mit ihren Beschwerden zu ihrem Meister, dem Verheißenen Messias (as), kamen, sprach er ihnen mit großer Entschlossenheit und majestätischer Würde Mut zu und sagte: „Übt euch in Geduld. Niemand kann vor dem königlichen Lager bestehen. Er hat dort zwar seinen Stützpunkt errichtet, aber unser Lager ist das königliche Lager, das Lager Allahs, vor dem niemand standhalten kann.“

Dann sahen die sehenden und hörenden Zeugen, wie das blühende Zuhause dieses Deputy Sahib zu verfallen begann. Letztendlich verließ auch er diesen Ort, sei es aufgrund von Krankheit oder aus anderen Gründen. Dieses Gebäude wurde später von Hadhrat Shaikh Yaqub Ali Sahib Irfani erworben. Im Jahr 1932 wurden dort die Büros der Sadr Anjuman Ahmadiyya eingerichtet. Hadhrat Musleh Mau’ud (ra) weihte das Gebäude ein. Es ist jedenfalls ein Zeichen der Allmacht Gottes, dass jener Mann, der noch gestern voller Hochmut keinen einzigen Betenden an seinem Haus vorbei zur Moschee gehen ließ, nun durch die göttliche Bestimmung erleben musste, wie sein Name und seine Spur ausgelöscht wurden und wie eben dieses Haus und das gesamte Areal zu einer Moschee wurden – es ist heute ein Teil der Aqsa-Moschee. Dies ist der unermessliche Segen jener Zeugenaussage des Verheißenen Messias (as), die auf vollkommener Integrität und Wahrhaftigkeit beruhte. Er gab die Wahrheit nicht auf. Im Gegenzug kümmerte er sich weder um das Ansehen und die Würde seiner Familie noch um den Verlust von Ländereien und Besitz. Es war, als hätte er all dies mit eigenen Händen geopfert. Doch Gott nahm dieses Opfer auf eine solche Weise an, verlieh ihm solch eine Erhabenheit und solchen Segen, dass dieser Ort heute direkt unterhalb des Minarat-ul-Masih als eine Stätte zur Anbetung des Einen, Einzigen Gottes floriert.

Die Perspektive des Anwalts im Post-Fall

Hadhrat Musleh Mau’ud (ra) berichtet über den Anwalt, der diesen Fall vertrat: In jener Zeit wurden die meisten seiner Gerichtsverfahren vom Anwalt Shaikh Ali Ahmad Sahib aus Gurdaspur geführt. Da er das reine Leben des Verheißenen Messias (as) beobachtet hatte, hegte er – obwohl er kein Ahmadi war – auch nach dessen Anspruch auf das Prophetentum weiterhin große Hochachtung und eine sehr gute Meinung über ihn. Er sagte zu ihm: „Es gibt ja ohnehin keinen anderen Zeugen, und zudem bezieht sich dieser Brief inhaltlich auf ebenjenen Artikel, der der Gegenstand des Post-Falls war.“ Hadhrat Musleh Mau’ud (ra) erläutert hier die Details des Post-Falls und führt weiter aus: „Man könnte den Brief einfach als Teil des Flugblatt-Verfahrens betrachten. Aus diesem Grund könnten sie ohne zu lügen aussagen: ‚Ich habe lediglich ein Flugblatt verschickt und gar keinen Brief beigelegt.‘“ Der Verheißene Messias (as) lehnte es ab und sagte: „Das ist nicht möglich. Das widerspricht den feinsten Nuancen der Wahrhaftigkeit. Ich hatte nämlich einen Brief hineingelegt, der zwar thematisch Teil des Artikels, aber eben doch auch ein eigenständiger Brief war. Deshalb werde ich aussagen, dass ich einen Brief hineingelegt habe. Wie könnte ich etwas leugnen, das ich getan habe?“ Als er vor Gericht erschien und das Gericht ihn fragte, ob er dem Artikel einen Brief beigelegt habe, antwortete er mit „Ja“. Diese Aufrichtigkeit wirkte derart auf andere, insbesondere das Gericht, dass es ihn freisprach und erklärte: „Für ein derart formales Vergehen kann ein solch rechtschaffener Mann nicht bestraft werden.“

Das Zeugnis von Shaikh Ali Ahmad Sahib

In Bezug auf denselben Anwalt dieses Post-Falls schreibt Hadhrat Shaikh Yaqub Ali Sahib Irfani: „Der Anwalt Shaikh Ali Ahmad Sahib erzählte mir persönlich …“ Dies ist nun die eigene Schilderung des Anwalts, die er gegenüber Shaikh Yaqub Ali Sahib Irfani machte. Als er ihm die Ereignisse dieses Falls schilderte, sagte er: „Dieses Verfahren wurde zum letzten Mal in Dinanagar verhandelt. Ich hatte inständig gehofft, Mirza Sahib möge abstreiten, diesen Brief hineingelegt zu haben. Meiner Ansicht nach konnte es keinen rechtsgültigen Beweis dafür geben, dass der Brief tatsächlich aus demselben Päckchen stammte. Es gab darüber nie eine Zeugenaussage, und aufgrund der religiösen Differenzen war die Aussage von Lala Rallia Ram selbst vor Gericht nicht verwertbar. Doch je mehr ich darauf beharrte, desto entschiedener lehnte Mirza Sahib ab. Ich betonte immer wieder, dass das Ergebnis nicht gut ausfallen werde und völlig unnötig ein Schandfleck auf einer angesehenen Familie haften bleiben würde, wenn sie in einem Strafverfahren verurteilt würde. Zu diesem Zeitpunkt sprach alles gegen ihn. Aber der Verheißene Messias (as) lehnte ab. Er nahm meinen Rat nicht an.“

Der Anwalt berichtet weiter: „In der Befürchtung, dass es mir große Schande vonseiten der Familie einbringen würde, wenn der Fall unter meiner Führung verloren ginge, nutzte ich die Beharrlichkeit von Hadhrat Mirza Sahib aus.“ Als der Verheißene Messias (as) erklärte, dass er die Aussage nicht verweigern werde, sagte der Anwalt: „Dann nutzte ich dies aus und sagte: Wenn Sie nicht auf mich hören, dann werde ich das Mandat nicht weiterführen und kann Sie nicht länger verteidigen.“ Mein Gedanke [der des Anwalts] war, dass es in dem Prozess zu einer Verurteilung käme und die Schuld dann bei ihm bliebe, weil er gegen den Rat seines Anwalts gehandelt hatte. Auch der Anwalt war fest davon überzeugt, dass der Verheißene Messias (as) verurteilt würde. Und falls es zu einer Strafe käme, würden die Leute fragen: ‚Was war das für ein Anwalt, der den Fall nicht ordnungsgemäß präsentieren konnte?‘ Er sagt weiter: „Aus Angst um meinen Ruf drückte ich meinen Unmut aus, erschien nicht zur Verhandlung, und der Fall wurde in meiner Abwesenheit verhandelt. Ich sagte mir: Gut, dann nehme ich eben gar nicht erst teil.“ Der Anwalt berichtet jedoch selbst: „Meine Verwunderung kannte keine Grenzen. Als das Verfahren eingestellt wurde, tat es mir leid.“ Er fügte hinzu: „Es tat mir leid, dass ich den Erfolg umsonst hätte für mich beanspruchen können, aber nun war die Zeit verstrichen.“ Shaikh Ali Ahmad Sahib pflegte bei der Schilderung dieses Ereignisses die Standhaftigkeit und Wahrhaftigkeit des Verheißenen Messias (as) außerordentlich zu loben.“ Seine Verbindung zu dieser Familie blieb bis an sein Lebensende bestehen. Der Verheißene Messias pflegte generell in jedem Rechtsstreit seinen Rat einzuholen und brachte ihm stets großen Respekt entgegen.

Wahrhaftigkeit im Umgang mit Pächtern und Arbeitern

Unter Bezugnahme auf diese verschiedenen Gerichtsverfahren berichtet Hadhrat Shaikh Nur Ahmad Sahib: „Mein Vater und mein Onkel väterlicherseits pflegten zu erzählen, dass unser Dorf zum Lehnsgebiet von Mirza Sahib gehörte. Eine Zeit lang fungierte er als Bevollmächtigter seines Vaters, und so kam es, dass er auch mit uns zusammen bei mehreren Gerichtsterminen erschien. Er wählte stets den Pfad der Wahrheit, völlig unabhängig davon, wie viel Schaden für den eigenen Fall dadurch auch entstehen mochte. Kurzum, er ließ die Wahrheit niemals aus den Händen gleiten. Er ließ die Lüge nicht einmal in seine Nähe kommen.“

Hadhrat Mian Allah Yar Sahib berichtet, dass es einmal – als der Verheißene Messias etwa fünfundzwanzig bis dreißig Jahre alt war – zu einem Rechtsstreit zwischen seinem ehrwürdigen Vater und dessen Pächtern wegen des Fällens von Bäumen kam. Der Standpunkt seines ehrwürdigen Vaters war, dass sie als Landbesitzer logischerweise auch Eigentümer der Bäume seien. Daher reichte er Klage gegen die Pächter ein und schickte seinen Sohn nach Gurdaspur, um das Verfahren zu führen. In seiner Begleitung befanden sich zwei Zeugen. Als der Verheißene Messias den Kanal überquert hatte und das Dorf Pattnanwala erreichte, setzte er sich unterwegs hin, um sich ein wenig auszuruhen. Er wandte sich an seine Begleiter und sagte: „Mein verehrter Vater übt hier einfach Zwang aus. Bäume sind doch letztlich wie die Ernte. Das sind arme Leute, was macht es schon, wenn sie diese gefällt haben? Ich jedenfalls kann vor Gericht nicht aussagen, dass die Bäume ausschließlich uns gehören; gewiss, uns mag ein Anteil zustehen.“

Auch die Pächter setzten ein grenzenloses Vertrauen in ihn. Als der Richter die Pächter nach dem wahren Sachverhalt fragte, antworteten diejenigen, die dort seit Generationen als Landarbeiter tätig waren, ohne zu zögern: „Fragen Sie doch Mirza Sahib selbst.“ Das bedeutet, die Landarbeiter oder Pächter sagten dem Richter: „Fragen Sie ihn doch selbst. Wozu wollen Sie unsere Aussage aufnehmen? Wir wissen ganz genau, dass Mirza Sahib nicht lügen wird.“ Also befragte der Richter ihn. Er antwortete: „Meiner Ansicht nach sind die Bäume wie die Ernte. So wie uns ein Anteil an der Ernte zusteht, so steht er uns auch an den Bäumen zu.“ Aufgrund dieser ehrlichen Aussage entschied der Richter zugunsten der Pächter. Als er danach nach Qadian zurückkehrte, fragte Hadhrat Mirza Ghulam Murtaza Sahib einen der Begleiter, wie das Urteil ausgefallen sei. Dieser erwiderte: „Ich stand draußen. Mirza Sahib ist hineingegangen; von ihm werden Sie es erfahren.“ Daraufhin wurde er gerufen. Er schilderte die gesamte Begebenheit ungemindert und ohne Übertreibung. Als sein ehrwürdiger Vater dies hörte, geriet er in großen Zorn und war sehr wütend auf ihn.

Fazit: Die Verpflichtung zur Wahrheit

Wie dem auch sei, ich habe hiermit einige Begebenheiten dargelegt, die die Wahrhaftigkeit des Verheißenen Messias bezeugen. Ein einziges Ereignis war recht umfangreich, nämlich die Vorwürfe eines unaufrichtigen Maulawis gegen ihn, auf die er so detailliert geantwortet hat. Er hat jedenfalls stets der Wahrheit den absoluten Vorrang gegeben und ist der Lüge nicht einmal nahegekommen. Aus diesem Grund hat er auch seinen Anhängern immer wieder nahegelegt, stets an der Wahrheit festzuhalten. Sogar in den Bedingungen der Bai’at ist verankert, dass wir die Lüge hassen und der Wahrhaftigkeit treu bleiben werden. Daher ist es unsere Pflicht, dieses Merkmal der Wahrhaftigkeit zu unserem besonderen Erkennungszeichen zu machen. Möge Allah uns die Fähigkeit dazu verleihen.

MaulawisIslamische Geistliche oder Gelehrte, oft im Text im Kontext von Gegnern der Ahmadiyya verwendet.
Bai’atDas Treuegelöbnis, das ein Mitglied der Ahmadiyya Muslim Jamaat gegenüber dem Kalifen ablegt.
Qur'anDas heilige Buch des Islam, das die wörtliche Offenbarung Gottes an den Heiligen Propheten Muhammad (saw) enthält.
HadithEine Überlieferung der Aussagen, Taten oder Billigungen des Heiligen Propheten Muhammad (saw).
Barahin-e AhmadiyyaEin monumentales Werk des Verheißenen Messias (as) zur Verteidigung des Islam gegen Angriffe anderer Religionen.
Sadr Anjuman AhmadiyyaEin zentrales Gremium zur Verwaltung der religiösen und administrativen Angelegenheiten der Jamaat.
AntichristBezieht sich im religiösen Kontext auf den Dajjal, eine Figur der Endzeit, die durch Lüge und Täuschung gekennzeichnet ist.
Themen:
WahrhaftigkeitDer Verheißene Messias (as)RechtschaffenheitWiderlegung von AnschuldigungenVertrauen in AllahBedingungen der Bai’atVorbildcharakter des Heiligen Propheten (saw)Gerechtigkeit vor Gericht

Aktionsplan Missionary Incharge Büro

Wöchentlicher Umsetzungsplan basierend auf der Khutba

Die Wahrheitsliebe des Verheißenen MessiasAS

Der Verheißene MessiasAS schreibt:
…, dass Gott, der Allmächtige, mich immer vor der Unreinheit der Lügen beschützt hat; und dies sogar so weit, dass ich in den englischen Gerichten, wo mein Leben und meine Ehre in Gefahr waren und kein Anwalt mir irgendeinen Rat geben konnte, als zu sagen, ich solle Gebrauch machen von Lügen, mit der Hilfe Allahs, des Allmächtigen, mein Leben und meine Ehre für die Wahrheit geopfert habe. Manchmal habe ich, nur um der Wahrheit willen, in finanziellen Angelegenheiten große Verluste erlitten, und manchmal habe ich nur aus Furcht vor Gott, dem Allmächtigen, gegen meinen Vater und meinen Bruder ausgesagt, die Wahrheit nicht aufgebend.”

Der Heilige ProphetSAW sagt:
Der jenige, der in seinen Träumen wahrhaftig ist, ist auch derjenige, der in seinen Worten wahrhaftig ist.“

In diesem Hadith hat der Heilige ProphetSAW das Zeichen einer wahrhaftigen Person gegeben, und das besteht darin, dass in seinen Träumen die Wahrheit vorherrscht… Und das ist es, was Allah, der Allmächtige, im Heiligen Qur’an sagt:
لَہُمُ الۡبُشۡرٰی فِی الۡحَیٰوۃِ الدُّنۡیَا
Das heißt, es ist eine Eigenschaft der Gläubigen, dass ihre Träume eher in Erfüllung gehen als die von anderen.

Der Verheißene MessiasAS hat seine Anhänger stets dazu angehalten, an der Wahrheit festzuhalten. Auch in den Bedingungen der Baiʿat ist festgehalten, dass wir die Lüge verabscheuen und auf der Wahrheit standhaft bleiben werden.

Umsetzungsplan für diese Woche

1
Ich werde mich weder vor der Unzufriedenheit anderer noch vor irgendeinem Verlust fürchten und unter allen Umständen an der Wahrheit festhalten.
2
Ich werde in mir selbst eine Abneigung gegen jede Form der Unwahrheit entwickeln.
3
Ich werde zu Allāh beten, dass Er mir die Kraft verleiht, die Wahrheit zu sagen, und mir eine Abneigung gegen die Lüge schenkt.
4
In diesem Zusammenhang werde ich auch an Huzoor-e-AnwarABA schreiben und um Gebete bitten.

Tatplan der Woche

Checkliste für den Alltag

  • Achte diese Woche streng darauf, in jeder Lebenslage die absolute Wahrheit zu sagen, selbst wenn dir daraus ein persönlicher oder finanzieller Nachteil entstehen könnte.
  • Reflektiere täglich über die Bedingungen der Bai’at und setze dir zum Ziel, die Eigenschaft der Wahrhaftigkeit zu deinem besonderen Erkennungszeichen zu machen.
  • Handele in Konfliktsituationen oder bei Meinungsverschiedenheiten stets gerecht und bevorzuge die Wahrheit gegenüber dem eigenen Vorteil oder dem deiner Familie.
  • Lies in dieser Woche Berichte über die Standhaftigkeit des Verheißenen Messias (as) in Krisenzeiten, um dein eigenes Vertrauen in den Beistand Allahs zu stärken.

Khutba für Kinder

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