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Ansprache Lesen
Der vollständige Text der Freitagsansprache, strukturiert und durchsuchbar.
Zusammenfassung
Die wichtigsten Punkte kompakt zusammengefasst (Deutsch & Urdu).
Für Kinder
Kindgerecht erklärte Inhalte mit einem spaßigen Mini-Quiz.
To Dos
Praktische Umsetzung als Checkliste.
Quiz (Deutsch)
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Quiz (Urdu)
Teste dein Wissen mit Fragen in Urdu.
Aktionsplan
Wöchentlicher Umsetzungsplan vom Missionary Incharge Büro basierend auf der Khutba
Freitagsansprache mit deutscher Übersetzung als Audio sowie Subtitles
MTA GermanyDeutsche Übersetzung
In der Freitagsansprache vom 10. April 2026 sagte Seine Heiligkeit Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (aba):
Einleitung: Das Bestreben zur Etablierung der Einheit Gottes
Ich werde einige Begebenheiten anführen, die aufzeigen, wie der Verheißene Messias (as) in der Nachfolge seines Meisters bestrebt war, die Einheit Gottes zu etablieren. Ich werde sein praktisches Vorbild, seine Ratschläge an seine Anhänger sowie die Art und Weise, wie er sie erzog, darlegen.
Hadhrat Musleh Mau'ud (ra) berichtet, der Verheißene Messias (as) pflegte zu erzählen: Der Sohn eines Mannes verstarb, und ein Freund suchte ihn auf, um sein Beileid auszusprechen. Daraufhin brach der Vater in lautes Weinen aus und sagte zu ihm, dass Gott ihm großes Unrecht angetan habe, als hätte Gott, der Erhabene, ihm ein vermeintliches Recht verwehrt. Während er die Worte des Verheißenen Messias (as) wiedergab, führte er weiter aus: Man sollte doch einmal darüber nachdenken, welches Recht der Diener gegenüber Gott, dem Erhabenen, überhaupt geltend machen kann.
Der Mensch hat keinen Anspruch gegenüber Gott
Ich wundere mich stets über jene Menschen, die auf ihre Gebete, ihr Fasten, ihre Zakat [Almosen], ihre Hadsch [Pilgerfahrt] sowie auf ihre Rechtschaffenheit und Reinheit derart stolz sind, dass sie bei der geringsten Prüfung laut aufschreien, Gott, der Erhabene, habe ihnen Unrecht getan. Im Gegensatz dazu stand jener indische Dichter, der Alkoholiker war und dem Glauben gegenüber völlig achtlos handelte. In einem Moment der Wahrheit empfing er, trotz seiner Alkoholsucht, eine Eingebung von Allah in sein Herz, sodass er ausrief: „Das Leben, das Er gab, war ohnehin Seine Gabe. Die Wahrheit ist, dass Sein Recht nie ganz erfüllt wurde.“
Daher sollte sich der Mensch stets vergegenwärtigen, dass alle Segnungen und Kinder, die wir erhalten haben, uns einzig und allein durch die Gnade Allahs, des Erhabenen, zuteilwurden. Dies erfordert, dass wir uns fortwährend vor Allah, dem Erhabenen, verneigen, Seine Einheit durch all unsere Worte und Taten zum Ausdruck bringen und niemals auch nur den geringsten Hauch von Schirk in uns aufkommen lassen. Wir dürfen niemals dem Glauben verfallen, dass wir irgendeinen Anspruch gegenüber Allah, dem Erhabenen, hätten. Durch ein wenig Gottesdienst ist noch lange kein Recht abgegolten; vielmehr tun wir dies zu unserem eigenen Nutzen. Der erwähnte Dichter drückt also genau dies aus: Allah, der Erhabene, hat uns das Leben geschenkt, Er hat uns erschaffen, und wir sind in diese Welt gekommen; doch das Ausmaß an Dankbarkeit, das wir Ihm eigentlich erweisen müssten, können wir niemals aufbringen.
Vorbildliche Geduld bei persönlichen Schicksalsschlägen
In gleicher Weise schildert Hadhrat Musleh Mau'ud (ra) die Reaktion des Verheißenen Messias (as) auf den Tod eines seiner eigenen Söhne. Er erzählt, dass der Verheißene Messias (as) Mubarak Ahmad – er war sein jüngster Sohn – überaus liebte und ihn während seiner Krankheit intensiv pflegte. Deswegen dachte selbst Hadhrat Khalifatul Masih I (ra), dass es für den Verheißenen Messias (as) ein gewaltiger Schock sein würde, falls Mubarak Ahmad stürbe. In den letzten Momenten fühlte Hadhrat Maulawi Sahib seinen Puls und bat den Verheißenen Messias (as), Moschus zu bringen. Als sein Puls aussetzte, überwältigte ihn der Gedanke, wie tief der Schmerz des Verheißenen Messias (as) über diesen Verlust sein würde, derart, dass er – also Hadhrat Khalifatul Masih I (ra) – aus dem Stand zu Boden stürzte. Allein die Vorstellung, wie sehr der Verheißene Messias (as) darunter leiden würde, traf ihn so schwer.
Als der Verheißene Messias (as) jedoch erfuhr, dass Mubarak Ahmad verstorben war, begann er sogleich mit äußerster Geduld Briefe an Freunde zu schreiben, in denen er mitteilte, dass Mubarak Ahmad von uns gegangen sei und man darüber jedoch nicht bestürzt sein dürfe. Es sei der Wille Allahs, des Erhabenen, gewesen, den wir in Geduld ertragen müssten. Daraufhin trat er heraus und hielt mit einem Lächeln auf den Lippen eine Ansprache, in der er erklärte, dass die göttliche Offenbarung bezüglich Mubarak Ahmad in Erfüllung gegangen sei. Diesbezüglich lautet ein Vers von ihm: „Der Rufende ist der Allerliebste; opfere Ihm dein Leben, oh Herz.“
Gottvertrauen in politischen und militärischen Angelegenheiten
In ähnlicher Weise berichtet Hadhrat Musleh Mau'ud (ra) an einer anderen Stelle über das Leben des Verheißenen Messias (as): „Eine Sache habe ich wiederholt vom Verheißenen Messias (as) gehört. Wenn er den abgesetzten Sultan der Türkei, Abdul Hamid Khan, erwähnte, pflegte er zu sagen, dass ihm eine bestimmte Aussage von ihm außerordentlich gefalle. Obwohl viele seiner Ansichten und Handlungen falsch waren, betonte er stets, dass ihm diese eine Sache sehr gefiel. Als nämlich die Frage nach einem Krieg mit Griechenland aufkam, brachten die Minister zahlreiche Vorwände vor. Eigentlich war es die Absicht Sultan Abdul Hamids, in den Krieg zu ziehen, doch die Minister wollten dies nicht, weshalb sie viele Einwände erhoben. Schließlich sagten sie, dass diese und jene Dinge für den Krieg zwar bereitstünden, wiesen dann jedoch auf eine wesentliche Angelegenheit hin, für die keine Vorkehrungen getroffen worden seien. Sie beteuerten zwar, sie seien bereit, fügten aber hinzu, dass dieser Mangel bestünde und es deswegen sehr schwierig sei, Krieg zu führen. Man kann es so verstehen – und wahrscheinlich drückten sie es genau so aus –, dass alle europäischen Mächte derzeit vereint seien, um Griechenland zu unterstützen, und sie dagegen kein Mittel hätten. Der Verheißene Messias (as) pflegte zu erzählen, dass Sultan Abdul Hamid, als die Minister ihren Rat vorlegten, auf die Schwierigkeiten hinwiesen und anmerkten, dass für eine bestimmte Sache keine Vorkehrungen getroffen worden seien, antwortete: „Man sollte auch einen Platz für Gott freilassen.“
Der Verheißene Messias (as) erfreute sich sehr an dieser Äußerung von Sultan Abdul Hamid und betonte immer wieder, wie sehr es ihm gefiel, dass er sein Vertrauen auf Gott setzte.
Das Ehrgefühl für die göttliche Einheit
Um das Ehrgefühl des Verheißenen Messias (as) hinsichtlich der Einheit Gottes zu veranschaulichen, schreibt Hadhrat Sahibzada Mirza Bashir Ahmad Sahib: „Munshi Zafar Ahmad Sahib aus Kapurthala teilte mir schriftlich mit, dass der Verheißene Messias (as) an Schwindelanfällen litt. Man hatte von einem Arzt gehört, der über eine besondere Begabung in diesem Bereich verfügte. Er galt als großer Experte in der Behandlung von Schwindel, weshalb man ihn rufen ließ. Man übersandte ihm das Fahrgeld und ließ ihn durch eine Nachricht von weit her anreisen. Er untersuchte Hudhur und sagte: ‚Ich werde Sie in zwei Tagen heilen, das ist doch keine große Sache, in zwei Tagen mache ich Sie gesund.‘ Als Hudhur dies hörte, ging er hinein und schrieb eine kurze Notiz an Hadhrat Maulawi Nooruddin Sahib: ‚Ich möchte mich auf gar keinen Fall von dieser Person behandeln lassen; erhebt er etwa den Anspruch, Gott zu sein? Gebt ihm das Fahrgeld zurück, zahlt ihm zusätzlich fünfundzwanzig Rupien und entlasst ihn.‘ Genau so wurde verfahren.“
Bedingungen für die Annahme von Gebeten
Ebenso schreibt Hadhrat Mufti Muhammad Sadiq Sahib bei der Beschreibung der Biografie des Verheißenen Messias (as): „Der Verheißene Messias (as) pflegte zu sagen, dass Gott jene liebt, die für Seine Erhabenheit und Seine Ehre großen Eifer hegen. Solche Menschen beschreiten einen schmalen Pfad, und nicht jeder Beliebige kann mit ihnen gehen. Solange man keinen Eifer für Gott empfindet, kann der Mensch keine spirituelle Freude erlangen. Solange der Mensch in seinem Herzen keinen aufrichtigen, persönlichen Eifer für Allah hegt und sich nicht von der Verunreinigung durch sein eigenes Ego sowie von dem Gedanken an weltliche Vorteile und Profite befreit, wird keiner seiner Gottesdienste und keine seiner Spenden angenommen. Dies ist etwas überaus Wichtiges. Solange der Mensch sich nicht von der Verunreinigung durch sein eigenes Ego sowie von dem Gedanken an weltliche Vorteile und Profite befreit, wird keiner seiner Gottesdienste und keine seiner Spenden angenommen. Wer Eifer für Gott hegt, übertrifft seine Mitmenschen. Solche Menschen empfangen weitreichende Segnungen von Gott.“
Für die Erhörung von Gebeten ist es also unerlässlich, dass man eine vollkommene Überzeugung und einen festen Glauben an die Einheit Gottes besitzt, und dass die Bitte darum, Seine Liebe zu erlangen, an erster Stelle steht. Jene, die schreiben, sie hätten unentwegt gebetet, dies und jenes getan, freiwillige Gebete verrichtet und Spenden gegeben, doch ihr Gebet sei nicht erhört worden – sie sollten über diesen Punkt tiefgehend nachdenken. Diese Anleitung hat der Verheißene Messias (as) gegeben.
Der Verheißene Messias als Fahnenträger des Tauhid
Hadhrat Mirza Bashir Ahmad Sahib erwähnt an einer Stelle bezüglich der Biografie des Verheißenen Messias (as), dass Gott diese Liebe des Verheißenen Messias (as) mit einer Wertschätzung belohnte, wie es Seiner grenzenlosen Barmherzigkeit gebührt und Seiner einzigartigen Anerkennung würdig ist. So wendet sich Allah an ihn und spricht:
أَنْتَ مِنِّي بِمَنْزِلَةِ تَوْحِيدِي وَتَفْرِيدِي، أَنْتَ مِنِّي بِمَنْزِلَةِ وَلَدِي، إِنِّي مَعَكَ يَا ابْنَ رَسُولِ اللَّهِ
Das bedeutet: Da du in diesem Zeitalter der Fahnenträger Meiner Einheit bist und den verlorenen Schatz der Einheit Gottes wieder in der Welt etablierst, bist du Mir, oh muhammedanischer Messias, ebenso lieb wie Meine Einheit und Einzigartigkeit. Und da die Christen durch Lügen und Erdichtungen ihren Messias zu einem leiblichen Sohn Gottes gemacht haben, erforderte Mein Ehrgefühl, dass Ich dich mit einer solchen Liebe bedenke, wie sie Nachkommen zusteht, damit der Welt offenkundig wird, dass sogar die Schüler von Muhammad, dem Gesandten Allahs (saw), den Rang der Kinder Gottes erreichen können. Und da du Tag und Nacht darin versunken bist, der Religion Meines geliebten Muhammad Mustafa (saw) zu dienen, und in seiner Liebe aufgehst, zeichne Ich dich in der Eigenschaft als spiritueller Sohn dieses Meines Geliebten mit der Medaille Meiner unvergänglichen Liebe und Meiner ständigen Begleitung aus. Dies ist die Bedeutung der Offenbarung, die der Verheißene Messias (as) empfing und die ich soeben verlesen habe.
Das „Brechen des Kreuzes“ und der Tod Jesu
Im Zusammenhang seiner Biografie schreibt Mirza Bashir Ahmad Sahib an einer Stelle, dass der große Sinn und Zweck der Entsendung des Verheißenen Messias (as) der Dienst am Islam und die Etablierung der Einheit Gottes war. In jener Zeit fand die wahre Einheit Gottes ihren größten Gegner im Christentum. Auch heute ist dies in einigen Regionen noch der Fall, wo unter dem Deckmantel des Monotheismus ein gefährlicher Schirk gelehrt wird und Jesus von Nazareth – Gott bewahre – zum Sohn Gottes erklärt und somit an die Seite des absolut Einzigen Gottes gestellt wird.
Aus diesem Grund verspürte der Verheißene Messias (as) einen gewaltigen Eifer gegen das Christentum, und ohnehin wird das Hauptwerk seines Amtes als Messias in den Überlieferungen als das „Brechen des Kreuzes“ beschrieben. Deshalb legte er extremen Wert auf den Tod von Hadhrat Isa (as), denn allein durch den Beweis dieser einen Tatsache wird dem Christentum ein Ende gesetzt. Das heißt, als Konsequenz des Todes des Messias bleibt weder seine Göttlichkeit bestehen, noch bleibt eine Spur der Dreifaltigkeit übrig, noch kann die Lehre der Sühne auf ihren schwachen Beinen stehen bleiben.
Zweifellos ist der Glaube an den Tod des Jesus von Nazareth naturgemäß auch eine erste Stufe, um die Wahrhaftigkeit des Verheißenen Messias selbst zu belegen. Doch die tatsächliche Bedeutung dieser Frage, weshalb der Verheißene Messias (as) so großen Nachdruck darauf legte, bezog sich auf die Widerlegung – er verwendete hier das Hindi-Wort „Khandan“, was „widerlegen“ bedeutet –, also auf die Widerlegung des gegenwärtigen Christentums. So pflegte er oft zu sagen: „Lasst den Messias sterben, denn darin liegt das Leben des Islam.“ Wenn unsere anderen muslimischen Brüder diesen Punkt doch nur verstünden und zumindest gegen das Christentum auf unserer Seite stünden! Den Anspruch des Verheißenen Messias (as) zu akzeptieren oder nicht, steht auf einem anderen Blatt, aber sie sollten hier wenigstens zustimmen, wo doch die Überlegenheit des Islam bewiesen wird.
Die falschen Überzeugungen des Christentums und deren weltweite Verbreitung in jener Zeit lasteten so schwer auf dem Herzen des Verheißenen Messias (as), dass er an einer Stelle voller Schmerz und Qual in großer Erhabenheit ausruft: „Ich bin in jedem Moment in der Sorge, dass auf irgendeine Weise eine Entscheidung zwischen uns und den Christen herbeigeführt wird. Mein Herz blutet durch die Irreführung der Totenverehrung, und meine Seele befindet sich in unbeschreiblicher Bedrängnis. Was könnte tieferen Herzschmerz verursachen, als dass ein schwacher Mensch zu einem Gott gemacht wird und eine Handvoll Staub als der Herr aller Welten betrachtet wird? Ich wäre vor Kummer längst zugrunde gegangen, hätte mir mein Meister und mein mächtiger und starker Gott nicht den Trost gespendet, dass letztlich die Einheit Gottes siegen wird.“
Der Verheißene Messias (as) sagt: „Gott, der Allmächtige, weiß – und Er ist der beste aller Zeugen –, dass das Erste, was mir auf Seinem Weg gewährt wurde, ein rechtschaffenes Herz war, das heißt, ein solches Herz, das keine wirkliche Bindung zu irgendetwas außer dem Gott der Ehre und Herrlichkeit hatte. Es gab eine Zeit, in der ich jung war, und jetzt bin ich alt geworden, aber zu keiner Zeit in meinem Leben hatte ich eine echte Bindung an jemanden außer dem Gott der Ehre und Herrlichkeit. Aufgrund dieser leidenschaftlichen Liebe konnte ich mich mit keiner Religion anfreunden, deren Lehren mit der Majestät und der Einheit Gottes im Konflikt standen oder Ihn mit irgendeiner Form von Beleidigung belegten. Deshalb konnte ich den christlichen Glauben nicht gutheißen, denn in jenem finden wir auf jeder seiner Stufen eine Beleidigung des Gottes der Ehre und Herrlichkeit. Er hat einen demütigen Menschen vergöttert, der sich nicht einmal selbst helfen konnte, und ihn als den Schöpfer der Himmel und der Erde erachtet.“
Erziehung der Gefährten
Hadhrat Mufti Fazal-ur-Rehman Sahib Muhajir berichtet, dass in seinem Haus nacheinander zwei Mädchen geboren wurden, die – zur Zeit dieser Erzählung – beide durch Allahs Gnade noch am Leben sind. Danach wurde ein Junge geboren, der weder sprechen noch hören konnte. Der erste Junge war meistens krank, der zweite jedoch war intelligent und gesund. Wie erwähnt, war der erste Sohn oft krank und konnte weder sprechen noch hören. Dann wurde ein zweiter Junge geboren, der völlig gesund war. Seine Angewohnheiten sowie sein Aussehen waren so herzerwärmend, dass er schon im jungen Alter alle Hausarbeiten erledigte und mit nur einer kleinen Geste verstand, worum es ging. Er berichtet: Er war ein sehr aufgeweckter und äußerst intelligenter Junge. Aus diesen Gründen wuchs meine Liebe zu ihm enorm.
Der erste Junge, der krank war, verstarb im Alter von vier Jahren. Der zweite Junge, der so intelligent war, erkrankte im Alter von viereinhalb Jahren an Typhus. Ich bemühte mich sehr um seine Behandlung, doch es zeigte sich keinerlei Besserung. Als seine Krankheit fünfzehn Tage andauerte, bekam er eine Gehirnentzündung – eine der Meningitis ähnelnde Krankheit, bei der die Hirnhäute anschwellen. Ich schrieb eine Bitte um Gebete an Hudhur, dass dies mein sehr geliebter Junge sei und er dafür beten möge, dass er gerettet werde. Daraufhin antwortete er: „Ich werde, so Allah will, beten, doch wenn es eine unabänderliche Vorherbestimmung ist, lässt sie sich nicht abwenden.“ Das schrieb er als Zusatz. Als ich dies las, wurde mir gewiss, dass dieses Kind nicht überleben könne.
Am vierten Tag war sein Zustand überaus kritisch, und Hudhur sollte an jenem Tag zu einer Anhörung nach Gurdaspur reisen. Da ich den Verheißenen Messias (as) bei jedem Gerichtstermin begleitete, fand ich mich ebenfalls ein, um mitzukommen. Als er aus dem Haus trat, wandte er sich zuerst an mich und fragte: „Wie geht es deinem Kind?“ Ich erwiderte: „Hudhur, kommen Sie und sehen Sie selbst, das Haus ist gleich nebenan. Sehen Sie, er ist in einem sehr schlechten Zustand.“ Als er ins Haus kam und das Kind sah, sagte er: „Er ist sehr krank. Fahre heute nicht nach Gurdaspur, komme heute nicht mit uns.“ Er brach zu seiner Reise auf, und am nächsten Tag gegen vier Uhr verstarb das Kind. Am darauffolgenden Tag kehrte Hudhur um zehn Uhr aus Gurdaspur zurück. Als ich davon hörte, trat ich ebenfalls vor, um ihm zur Begrüßung die Hand zu reichen. Auf meinem Arm trug ich das kleine Mädchen, das jünger als dieser Junge war.
Als Hudhur mich sah, sagte er: „Der Tod deines Kindes schmerzt mich sehr, aber ich hatte das Gefühl, dass deine Liebe zu ihm die Schwelle des Schirk erreicht hatte; deshalb erschien es unmöglich, dass er am Leben bleibt. Wie dem auch sei, ich habe viel für dein Kind gebetet. Allah wird dir einen vortrefflichen Ersatz gewähren, und dieser wird hören und sprechen können.“ Das bedeutet, Er wird ein neues, völlig gesundes Kind schenken, das hören und sprechen kann. Daraufhin erzählt er, dass Fazal Kareem geboren wurde – einer seiner Söhne hieß Fazal Kareem. Dann wurde Abdul Hafeez geboren. Danach gab es zwei Fehlgeburten, beides waren Jungen, aber jedenfalls wurden zwei Kinder lebend geboren. Danach wurde ein weiterer Sohn geboren, dann Abdullah, dann Abdul Kareem, und schließlich Ahmad. Durch die Gnade Gottes wurden danach insgesamt fünf Kinder geboren, und alle sind am Leben und erreichten ein hohes Alter. Er lehrte also auch seinen Gefährten stets die Einheit Gottes und betete zu seiner Ermunterung für ihn, woraufhin Allah dieses erhörte und ihn mit fünf Söhnen segnete.
Der Verheißene Messias (as) sagt: „Es ist Allahs Wille, alle Seelen der verschiedenen Gegenden der Welt – sei es aus Europa oder Asien – und welche von rechtschaffener Natur sind, durch Tauhid [die Einheit Gottes] anzuziehen und Seine Diener in der einzig wahren Religion zu versammeln. Dies ist die Absicht Gottes, die zu verwirklichen ich in die Welt gesandt wurde. So folgt diesem Ziel, aber in Milde, durch hohe Moral und innige Gebete“. Weiter sagt er: „Meine ganze Freude und der eigentliche Zweck meiner Entsendung bestehen darin, dass die Einheit Allahs und die Ehre des Heiligen Propheten (saw) in der Welt etabliert werden.“
Namen als Ausdruck der Gottverbundenheit
Hadhrat Peer Iftikhar Ahmad Sahib beschreibt den Charakter des Verheißenen Messias (as) und erzählt, dass es einen Diener des Verheißenen Messias (as) namens Peeran Ditta gab. Er berichtet, dass sie alle ihn bei diesem Namen nannten, doch wenn Hudhur (as) ihn rief, sagte er „Peeri Ditta“. Peeri Ditta. Nicht Peeran Ditta, sondern Peeri Ditta – was so viel bedeutet wie: „Von meinem Meister Allah gegeben“. Dies ist jene tiefe Einheit Gottes, zu der Allah, der Erhabene, sich an Hudhur wendet und spricht:
خُذُوا التَّوْحِيدَ التَّوْحِيدَ يَا أَبْنَاءَ الْفَارِسِ
„O Söhne von Persien, haltet fest an der Einheit Gottes, haltet fest an der Einheit Gottes!“ Daher sollte die Nachkommenschaft, vielmehr jeder Anhänger und jeder, der das Bai’at ablegt, diese Offenbarung für sein eigenes Fortbestehen und seine innere Entwicklung stets vor Augen haben. Indem sie das Bai’at abgelegt haben, sind alle unter seinem Namen vereint, zählen zu seinen Kindern und gehören zu seiner Nachkommenschaft. Wenn sie an der Einheit Gottes festhalten, werden sie in Religion und Welt Ehre erlangen; andernfalls nützt weder eine Blutsverwandtschaft noch das bloße Ablegen des Bai’at irgendetwas.
Die Ablehnung von Schirk im Verhalten
Hafiz Muhammad Ibrahim Sahib (ra) berichtet: „Als ich zusammen mit Hakeem Abdul Aziz und Hakeem Ata Muhammad Sahib das erste Mal beim Verheißenen Messias (as) vorstellig wurde, hielt sich Hudhur in jenen Tagen ebenfalls in Gurdaspur auf. Als Hudhur gerade dabei war, das Zimmer zu verlassen, standen wir drei in der Nähe der Tür. Hakeem Abdul Aziz Sahib und ich entboten den Friedensgruß und schüttelten Hudhur die Hand, doch Bruder Ata Muhammad Sahib warf sich dem Verheißenen Messias (as) zu Füßen. Hudhur packte ihn am Arm, hob ihn auf und sagte: ‚Allah hat mich in dieser Zeit doch gerade deshalb entsandt, um eben diesen Schirk auszulöschen. Das Küssen der Füße ist Schirk.‘ Danach reichte er auch ihm die Hand.“
Auf gleiche Weise berichtet Hadhrat Mirza Bashir Sahib, dass Qazi Muhammad Yusuf Sahib aus Peschawar ihm in einem Brief mitteilte: „Als ich in der Anfangszeit nach Qadian reiste, stellte ein Mann seinen Jungen während einer Audienz Hudhur vor. Als der Junge vortrat, um Hudhur die Hand zu schütteln, wollte er aus Ehrerbietung die Füße Hudhurs berühren. Daraufhin hielt ihn Hudhur mit seinen gesegneten Händen davon ab, und ich sah, dass sein Gesicht rot anlief und er in großem Eifer sprach: ‚Die Propheten kommen in die Welt, um den Schirk auszulöschen. Und auch unsere Aufgabe ist es, den Schirk zu vernichten, und nicht, ihn zu etablieren.‘“
Die Thematik der Bilder und Fotografien
Der Verheißene Messias (as) sagt: „Ich bin strikt dagegen, dass jemand ein Foto von mir macht.“ Hierdurch wird auch die Thematik der Bilder geklärt. Viele Menschen bewahren auf unangebrachte Weise Bilder von sich selbst, vom Verheißenen Messias (as) sowie von ihren Angehörigen und Verwandten auf, weswegen ich dies anspreche.
Er (as) sagt: „Ich bin strikt dagegen, dass jemand ein Foto von mir macht und es, Götzendienern gleich, mit sich trägt oder veröffentlicht. Keineswegs habe ich die Anweisung gegeben, dass jemand dies tun soll. Es gibt niemanden, der den Götzendienst und die Bildverehrung vehementer ablehnt als ich. Ich habe jedoch festgestellt, dass die Menschen in Europa zunächst das Bild des Autors sehen wollen, bevor sie ein Buch zu lesen beginnen. Das liegt darin begründet, dass das Wissen über die Physiognomie in Europa recht weit entwickelt ist und die meisten von ihnen schon beim Betrachten eines Bildes erkennen können, ob der Anspruchsteller wahrhaftig ist oder ein Lügner. Diese Menschen können aufgrund der Tausenden von Meilen nicht zu mir kommen, nicht in mein Gesicht schauen. Somit können die Weisen dieser Länder über meinen inneren Zustand nachsinnen, wenn sie mein Bild betrachtet haben. Es gibt viele, die mir aus Europa und Amerika Briefe geschrieben haben, und in ihren Briefen haben sie geschrieben, dass sie mein Bild sorgfältig studiert haben, und auf der Grundlage der Kunst des Gesichtslesens waren sie gezwungen, anzuerkennen, dass dies nicht das Bild eines Lügners sein kann. Nachdem eine amerikanische Frau mein Bild gesehen hatte, sagte sie …“.
Nachdem sie das Bild gesehen hatte, schrieb sie dem Verheißenen Messias (as): „dass dies das Bildnis des Yasu sei; das heißt, von Jesus, Frieden sei auf ihm. Zu diesem Zwecke und in diesem Umfang habe ich bewusst über die Einführung dieser Praxis geschwiegen.“ [Barahin-e-Ahmadiyya Teil 5, S. 616] Deshalb habe ich das Fotografieren gestattet; würde dadurch jedoch Schirk verbreitet werden, wäre es absolut verboten.
Er (as) sagte: وَإِنَّمَا الْأَعْمَالُ بِالنِّيَّاتِ [Und Handlungen werden nach ihren Absichten beurteilt] „Außerdem glaube ich nicht, dass das Zeichnen von Portraits kategorisch verboten ist. Aus dem Heiligen Qur’an geht hervor, dass eine Gruppe von Dschinn für Hadhrat Salomo Portraits angefertigt hat. Die Israeliten besaßen lange Zeit Bilder von Propheten, einschließlich eines des Heiligen Propheten, (saw). Auch Gabriel, (as), zeigte dem Heiligen Propheten, (saw), auf einem Seidentuch das Bildnis von Hadhrat Aischa. Und auf natürlichen Wegen werden unter Wasser die Bildnisse von Tieren auf Steinen eingeprägt.“ [Barahin-e-Ahmadiyya Teil 5, S. 616 f.] In Gebieten, wo Erdbeben auftreten, werden die in den Bergen begrabenen Überreste wie Bilder abgebildet.
„Zudem war der Apparat, der jetzt zum Fotografieren verwendet wird (d. h. die Kamera), zur Zeit des Heiligen Propheten, (saw), noch nicht erfunden worden. Es handelt sich um einen sehr nützlichen Apparat, mit dem auch einige Krankheiten diagnostiziert werden können.“ [Barahin-e-Ahmadiyya Teil 5, S. 617] Es geht also nicht nur um Fotografien an sich, sondern er wies darauf hin, dass dadurch auch Krankheiten diagnostiziert werden können. Heute hat sich dieses System ja noch viel weiter entwickelt. Damals gab es bereits das Röntgen.
Er (as) sagt: „Zudem wurde ein weiterer Apparat erfunden, einer, mit dem Bilder aller Knochen eines Menschen aufgenommen werden können, um so Krankheiten wie Rheuma und Gicht diagnostizieren zu können und die Art der Krankheit zu bestimmen.“ [Barahin-e-Ahmadiyya Teil 5, S. 617] Heutzutage gibt es ja Scanning, MRT und viele weitere moderne Verfahren. Er erklärte den Nutzen dieser Geräte in dem Maß, wie sie in jener Zeit existierten, als äußerst wertvoll. Daher ist es auch falsch zu behaupten, man dürfe sich diesen überhaupt nicht aussetzen. Der Zweck muss jedoch aufrichtig sein. وَإِنَّمَا الْأَعْمَالُ بِالنِّيَّاتِ [Und Handlungen werden nach ihren Absichten beurteilt] Dann ist es in Ordnung. Es sollte kein Schirk geben.
Er sagte weiter: „Gleichermaßen hat die Fotografie der Wissenschaft viel Nutzen gebracht.“ Durch ganz normale Fotografien sind diese hervorgekommen. „Einige Europäer haben die Bildnisse aller bekannten Lebewesen, einschließlich vieler Insektenarten und aller Arten von Vögeln und Tieren usw., in ihren Büchern veröffentlicht, was dem Wissenszuwachs zuträglich war.“ Heutzutage gibt es diverse Fernsehsender wie beispielsweise National Geographic, die durch ihre Filmaufnahmen äußerst detaillierte Berichte über Tiere liefern. Wie dem auch sei, er stellt fest, dass dadurch der wissenschaftliche Fortschritt gefördert wurde. „Ist es also denkbar, dass Gott – Der den Erwerb von Wissen fördert – den Einsatz eines Instruments verbieten würde, das bei der Diagnose schwerer Krankheiten hilft und das weisen Menschen hilft, Rechtleitung zu erlangen? All dies sind weithin verbreitete absurde Vorstellungen.“
Die Heuchelei der Gegner und die Gefahr von Neuerungen
Zu behaupten, Fotos seien verboten, ist schlichtweg falsch. Voraussetzung ist jedoch eine aufrichtige Absicht. Er sagte: „Warum werfen die Maulawis unseres Landes nicht alle Münzen, Rupien, zwei Annas, vier Annas und acht Annas, die das Bildnis des königlichen Antlitzes tragen, aus ihren Taschen und Häusern weg?“ Wenn diese Maulawis, die derart extrem eingestellt sind, unsere Münzen, Rupien und Banknoten besitzen, auf denen Bilder von Königen abgedruckt sind, warum werfen sie diese nicht aus ihren Häusern? Warum tragen sie diese in ihren Taschen mit sich herum? „Sind auf diesen Münzen keine Bilder abgebildet? Bedauerlich ist, dass sie den Gegnern die Möglichkeit geben, über den Islam zu spotten, indem sie mutwillig unangemessene Dinge von sich geben. Der Islam hat frivole Bestrebungen und solche, die dem Götzendienst zuträglich sind, verboten, und nicht Bestrebungen, die das menschliche Wissen fördern, bei der Diagnose von Krankheiten helfen und weise Menschen der Rechtleitung näher bringen.
Trotz alledem gefällt es mir keineswegs, dass Personen meiner Jamaat ihre Zeit damit zubringen, regelmäßig mein Foto zu veröffentlichen, ohne dass eine unvermeidliche, dringende Notwendigkeit dafür bestünde, …“ Wenn ein edles Ziel dahintersteht, ist es in Ordnung, doch macht diese Bilder nicht zu einer Einnahmequelle. „Weil auf diese Weise Neuerungen langsam Wurzeln schlagen, welche dann im Götzendienst gipfeln können. Deshalb ermahne ich auch hier meine Jamaat, so weit wie möglich auf solche Handlungen zu verzichten. Bei einigen Leuten habe ich Karten gesehen, auf deren Rückseite in einer Ecke mein Bildnis zu sehen ist. Ich bin strikt gegen solche Veröffentlichungen. Ich möchte nicht, dass sich jemand in meiner Jamaat einer solchen Tat schuldig macht. Es ist eine Sache, etwas für eine legitime und nützliche Sache zu tun, und eine ganz andere, so wie die Hindus zu werden, welche die Bildnisse ihrer Ältesten an die Wände hängen. Immer wieder konnte beobachtet werden, wie solch triviale Taten in Götzendienst und schweren Fehlern endeten, wie jenen, die unter den Hindus und Christen Einzug gehalten haben. Und ich erwarte, dass jeder, der meine Ermahnungen mit Ehre und Respekt betrachtet und mein wahrer Anhänger ist, sich von nun an von solchen Taten fernhalten wird; andernfalls wird davon ausgegangen, dass er sich gegen meine Anweisungen richtet und sich dreist in Belange der Scharia einmischt.“
Deshalb müssen wir sehr genau prüfen, welche Absicht wir mit dem Aufhängen eines Bildes verfolgen. Die Absicht darf in keiner Weise in Richtung Schirk weisen. Bildern den Friedensgruß auszusprechen oder sich vor ihnen zu verbeugen, ist eine durch und durch polytheistische Vorstellung. Genauso verhält es sich ja auch bei den Hindus: Sie hängen alte Bilder der Verstorbenen auf und legen obendrein Girlanden darum. Bei manchen, sogar vereinzelt in unseren Reihen, hat sich mancherorts der Brauch eingeschlichen, dass sie große Bilder ihrer verstorbenen Verwandten anfertigen und dann, wenn sie ein Familienfoto machen, diesen Rahmen neben sich aufstellen. Sie sagen dann, dies sei das Bild ihrer verstorbenen Ältesten und auch sie seien nun auf dem Foto mit dabei. Er hat dargelegt, dass all dies Schirk ist. Das sind fehlerhafte Ansichten, es sind Neuerungen, und man muss sich davon fernhalten. Mir liegen Berichte vor, wonach sich einige Menschen sogar auf Hochzeitsbildern auf diese Weise ablichten lassen. Bilder lediglich für gute Zwecke oder als Erinnerung für die eigenen Fotoalben aufzunehmen, ist zulässig. Doch daraus eine Neuerung zu machen, sie bloß aufzuhängen, um sie dann zu betrachten und sie morgens nach dem Aufstehen zu grüßen – diese Dinge sind grundfalsch, genau wie der Verheißene Messias (as) es gesagt hat.
Religiöse Notwendigkeit vs. kommerzieller Missbrauch
Hadhrat Sufi Ghulam Muhammad Sahib berichtet, dass einige Menschen aus Amerika und Europa den Wunsch äußerten, sie wollten das Bild des Ansprucherhebers, des Verheißenen Messias (as), sehen. Aus diesem Grund wurde ein Foto von Hudhur aufgenommen. Hier lebte ein Araber namens Abdul Muhiy; er ließ zahlreiche Postkarten drucken, auf denen das Abbild von Hudhur zu sehen war. Er veröffentlichte darauf das Bild. Als Hudhur erfuhr, dass sein Bild auf Postkarten gedruckt worden war, zeigte er große Missbilligung und sagte: „Wir haben unser Bild oder Foto für eine religiöse Notwendigkeit aufnehmen lassen. Wir befürworten es in keiner Weise, dass unser Bild zu einer Einkommensquelle gemacht wird, was zwangsläufig zum Schirk führt.“ Daraufhin wurden jene Karten vernichtet.
Die Gefahr der Visualisierung von Schöpfung
Hadhrat Maulana Ghulam Rasul Sahib Rajeki berichtet: „Als ich das Bai’at des Verheißenen Messias (as) ablegte, schrieb ich an Seine Heiligkeit, dass ich gewisse Gebetsübungen zu rezitieren pflegte. Zudem erwähnte ich, dass – seit ich durch das Bai’at hergekommen sei und es andernorts geistliche Führer gäbe, deren Anhänger auf ihre Anweisung hin ihr Bild in der Vorstellung festigen – mir der Gedanke kam: Wenn schon die Jünger gewöhnlicher Meister das Bild ihres Lehrers verinnerlichen, warum sollte ich dann nicht das Bild meines Führers und Meisters, der der Verheißene Messias (as) Gottes und der Verheißene Mahdi ist, in mir festigen? Das bedeutet, sein Bild im Herzen in der Vorstellung zu verankern und jeden Tag durch diese Vorstellung zu versuchen, meine Ziele zu erreichen. Eure Vorstellung wäre doch viel segensreicher, nützlicher und angemessener als die Vorstellung all dieser Meister. Ihr seid doch der Verheißene Messias, während ich bei den übrigen Meistern und Fakiren nicht einmal weiß, ob sie überhaupt berechtigt sind. Die Menschen tragen deren Vorstellung mit sich herum; warum sollte ich dann nicht Eure Vorstellung jederzeit in meinem Herzen tragen?
Als ich dies dem Verheißenen Messias (as) schrieb“, erzählt Rajeki Sahib, „erhielt ich einen von Hadhrat Maulawi Abdul Kareem Sahib handgeschriebenen Brief im Namen des Verheißenen Messias (as). Darin hieß es, dass das Visualisieren einer Schöpfung zu nichts anderem als zum Schirk führe. Aus dieser Vorstellung, die Sie pflegen, wird nichts anderes als Schirk hervorgehen. Für das Gedenken an Allah ist der Name Allahs völlig ausreichend. Und als Segensgruß sollte jenes Durood rezitiert werden, auf dem das Siegel der Sunna des Heiligen Propheten (saw) ruht.“ Nach dem Erhalt dieses Briefes gab ich sogleich die Vorstellung auf und stellte auch die bisherigen Gebetsrezitationen umgehend ein.
Wahre Versorgung durch Gottesfurcht
Hadhrat Master Syed Nazir Ahmad Sahib erzählt: Der verstorbene Syed Fazal Shah Sahib, ein Auswanderer nach Qadian, berichtete mir, dass ein Freund einmal den Verheißenen Messias (as) bezüglich der Alchemie befragte. Hudhur (as) antwortete darauf, dass die Alchemisten auf der Suche nach Versorgung ziellos umherirren, jedoch nicht jene richtigen Mittel nutzen, die Allah rechtmäßig für den Erwerb von Versorgung festgelegt hat. Alchemisten erreichen nicht den Rang des Gottvertrauens; genau deshalb verlassen sie die korrekten und legitimen Wege und erschaffen sich selbst einen eigenen Pfad. Sie wissen nicht, dass Gott spricht:
فِی السَّمَآءِ رِزۡقُکُمۡ وَمَا تُوۡعَدُوۡنَ
Wir betrachten solche Unglückseligen als die größten Polytheisten. Gott teilt dem Gläubigen in Seinem edlen und heiligen Wort ein alchemistisches Rezept mit; wenn er danach handelt, gewährt Allah ihm die Versorgung vom Himmel, so wie Er es versprochen hat. Diese wird jedoch nur jenen zuteil, die sich Ihm aufrichtig zuwenden. Er sagt, dass Er dem Gläubigen ein alchemistisches Rezept mitteilt, durch dessen Befolgung der Mensch zu einem wahren Alchemisten wird, und Gott all seine Bedürfnisse höchstselbst stillt. So spricht Gott:
وَمَنۡ یَّتَّقِ اللّٰہَ یَجۡعَلۡ لَّہٗ مَخۡرَجًا۔ وَّیَرۡزُقۡہُ مِنۡ حَیۡثُ لَا یَحۡتَسِبُ
Sieh nur, wenn dem Gottesfürchtigen die Segnungen aller Welten gewährt werden, auf wen sollte er dann noch angewiesen sein? Denjenigen, die Gottesfurcht an den Tag legen, für sie erschafft Allah solche Mittel und gewährt ihnen aus Quellen Versorgung, von denen sie es nicht einmal erahnt hätten. So sagte er, wenn einem die Segnungen der Welt zuteilwerden, auf wen sollte der Gottesfürchtige dann noch angewiesen sein? Ich sage, wenn die Alchemisten jene Zeit, die sie in der Alchemie vergeuden, für ihren Schöpfer aufwenden würden, so würden sie all ihre Herzenswünsche erfüllt bekommen, unter der Bedingung, dass sie sich wahrhaftig auf der Gottesfurcht festigen.
Die befreiende Botschaft des wahren Tauhid
Wie sehr seine Worte über die Einheit Gottes und sein diesbezüliches Vorbild auf Menschen mit rechtschaffener Natur wirkten – dazu hat Hadhrat Mirza Bashir Ahmad Sahib die Überlieferung eines aufrichtigen Weisen angeführt. Mir Abdur Rehman Sahib, Range Officer aus Baramulla in Kaschmir, teilte mir schriftlich mit, dass sein Vater zunächst Hanafi und später Ahl-e-Hadith war. Er erzählt, dass sein Vater damals seinem Freund, dem verstorbenen Maulawi Muhammad Hassan Sahib aus Asnoor, zu sagen pflegte: „Wir beanspruchen nun für uns, große Monotheisten zu sein. Es ist jedoch gut möglich, dass eine andere Jamaat hervortritt, die auch uns als Götzendiener einstuft.“
Mein Vater pflegte zu sagen: „Und genau so kam es; denn wir hielten Hadhrat Isa (as) für jemanden, der Tote lebendig macht und Vögel erschafft. Als jedoch meine Ohren folgendes Gedicht des Verheißenen Messias (as) hörten: ‚Er ist der Gott der meisten Vögel, / Bravo zu dieser deiner Gotteserkenntnis. / Maulawi Sahib, ist das etwa der Tauhid? / Sprich die Wahrheit, welchem Dämon folgst du nach?‘, kam ich in diesem Moment zur Besinnung, ließ euch beide Brüder bei eurem Onkel mütterlicherseits in Srinagar zurück, wanderte zu Fuß nach Qadian und wurde dort mit dem Bai’at gesegnet. Genau diese eine Sache hatte mir die Botschaft übermittelt.“
Dankbarkeit zuerst dem Schöpfer
Hadhrat Maulana Ghulam Rasul Rajeki berichtet: Es war wohl im Jahr 1901. Einmal war ich in der heiligen Gegenwart des Verheißenen Messias (as) anwesend, als Hudhur (as) eine Ansprache über die Einheit Gottes hielt. Dabei merkte er an, dass manche Menschen für den Gefallen eines anderen „JazakAllah“ sagen, ohne zuvor „Alhamdulillah“ zu sprechen. Betrachtet man dies jedoch mit tiefem Blick, so birgt dieser Ausdruck im Lichte der wahren Erkenntnis in gewisser Weise ebenfalls einen Aspekt des Schirk in sich. Denn sowohl die Person des Wohltäters als auch jene Sache, durch die er zum Wohltäter wurde, sind in Wahrheit Geschöpfe, die von Allah erschaffen wurden. Deshalb sollte derjenige, dem ein Gefallen getan wurde, bevor er „JazakAllah“ sagt, Allah preisen und rühmen und bei Erhalt des Gefallens „Alhamdulillah“ sprechen. Aus Sicht der tieferen Erkenntnis und der Realität ist es nämlich essentiell, dass zuerst dem Schöpfer aller Ursachen gedankt wird. Danach kann man auch der betreffenden Person „JazakAllah“ sagen.
Die letzte Reise nach Lahore und der unermüdliche Dienst
Hadhrat Bhai Abdur Rehman Sahib Qadiani schreibt in einem Artikel, der die Details der letzten Reise des Verheißenen Messias (as) nach Lahore schildert: „Der Tag brach an, die Organisatoren begannen mit den Vorbereitungen für den Empfang, und nach und nach trafen die Kutschen der geehrten Gäste und Edelleute ein. Doch der Gesundheitszustand von Hadhrat – der Verheißene Messias (as) sollte dort eine Rede halten – blieb unverändert; er war erschöpft und schwach. Die Schwäche und Ermattung waren derart massiv, dass angesichts dessen absolut keine Hoffnung bestand, dass Hudhur eine Rede halten könnte. Aus eben diesem Gedanken heraus sandte Hudhur Hadhrat Maulana Nooruddin Sahib (ra) die Anweisung, dass er für die eintreffenden Gäste Vorbereitungen für ein spirituelles Mahl treffen möge. So begann Hadhrat Maulawi Sahib pünchtlich mit der Ansprache, doch nur kurze Zeit später ging jener leuchtende Mond und die strahlende Sonne höchstpersönlich über uns auf. Das heißt, der Verheißene Messias (as) erschien kurz darauf höchstselbst. Hadhrat Maulana Nooruddin Sahib beendete seine Rede. Und der von Licht erfüllte Hudhur stand auf und richtete sich an die Anwesenden.“
Obwohl einerseits der Zustand der Krankheit so schwer war, dass das bloße Stehen schwerfiel, hielt er, als er erschien, drei Stunden lang eine kraftvolle, mit tiefer Weisheit, Wissen und Erkenntnis gefüllte Ansprache, sodass nicht nur die eigenen Leute, sondern selbst die Fremden ihn bewunderten. Sie hörten derart gebannt zu, als wären sie verzaubert. Und sie empfanden einen solchen Genuss an dieser spirituellen Tafel, dass sie dies sogar von der physischen Nahrung unabhängig machte. Die Rede Hudhurs floss derart dahin, dass es schwierig war, sich Notizen zu machen. Und in seiner Ausdrucksweise lag eine solche Kraft und Erhabenheit, dass man in der voll besetzten Versammlung nicht einmal die Atembewegung von irgendjemandem wahrnahm. Hudhur sprach mit einer solchen Leidenschaft, dass er sich im Eifer der Rede selbst den Zuhörern immer weiter näherte. Ich sah mit meinen eigenen Augen und bemerkte deutlich, wie Hudhur sich mehrfach einige Schritte vom Tisch nach vorne bewegte. Er stand nicht so da, dass er den Tisch vor sich hatte, vielmehr befand sich der Tisch hinter ihm. Das bedeutet, der aufgestellte Tisch war nicht so positioniert, dass er dahinterstand und redete, sondern er stand davor und hielt seine Ansprache. Daher ging er während der Rede im Eifer ein oder zwei Schritte nach vorne.
Die Ansprache Hudhurs fand im Innenhof des Hauses von Dr. Syed Muhammad Hussain Shah Sahib statt, höchstens zehn Tage vor Hudhurs Ableben. Sie wurde etwa zehn Tage vorher gehalten, und man pflegte sich an sie unter den Begriffen der Vollendung der Verkündigung und des Abschlusses der Beweisführung zu erinnern. Der Dialog mit dem englischen Experten für Astronomie hatte zuvor bereits im oberen Stockwerk des Hauses von Khawaja Kamaluddin Sahib stattgefunden; das heißt, es war eine sehr stark auf Tabligh fokussierte Reise. Neben diesen Reden hielt Hudhur noch mehrere kleinere und größere Ansprachen.
Die abschließende Botschaft und das Vermächtnis
Weiter schreibt er, dass in der Zwischenzeit, während das Buch „Paigham-e-Sulhu“ verfasst wurde, einige Hindu-Frauen als Delegation erschienen, mit der Absicht, Hudhur zu sehen. Zu dieser Zeit weilte Hudhur im Hause von Dr. Syed Muhammad Hussain Shah Sahib. Da Hudhur sehr beschäftigt war, wollte er sie bald wieder verabschieden. Doch sie brachten Entschuldigungen vor, beharrten darauf und baten darum, dass er ihnen einen Ratschlag geben möge. Sie baten auf eine solche Weise, dass Hudhur trotz seiner immensen Beschäftigung ihrer Bitte nachkam, sie die Einheit Gottes lehrte, den Götzendienst untersagte und sie nachdrücklich zum Beten zu Gott ermahnte. Dieses Ereignis ereignete sich in den allerletzten ein oder zwei Tagen. Tatsächlich wollten jene Frauen noch viel länger verweilen und noch sehr viel mehr aus der gesegneten Sprache Hudhurs hören, doch aufgrund der extremen Auslastung Hudhurs mussten sie gezwungenermaßen schweren Herzens rasch wieder gehen.
Ebenso ist eine weitere Rede Hudhurs besonders berühmt und unter den Dienern in aller Munde – sowohl wegen mancher ihrer Sätze als auch, weil sie seine letzte war. In ihr sagte Hudhur: „Lasst den Messias sterben, denn darin liegt das Leben des Islam. Lasst den muhammedanischen Messias kommen, denn genau darin liegt die Größe des Islam.“ Dies war sein brennender Eifer zur Etablierung der Einheit Gottes. Trotz Krankheit und großer Beschäftigung hat er keine Mühen gescheut, um die Botschaft des Islam und der Einheit Gottes zu übermitteln. Die Botschaft dieser Einheit Gottes zu überbringen und größte Anstrengungen zu unternehmen, sie zu einem festen Bestandteil des eigenen Lebens zu machen – genau das ist heute die Aufgabe der Diener des muhammedanischen Messias. Möge Allah uns die Fähigkeit verleihen, diese Aufgabe zu erfüllen.
Gebete für die Weltlage und die muslimische Umma
Was die Zustände der Welt und insbesondere die der muslimischen Welt betrifft, so weiß jeder, was geschieht; es bedarf vieler Gebete. Von einem Waffenstillstand wird zwar gesprochen, aber er scheint nicht von Dauer zu sein. Vielmehr haben sich bereits Risse darin gebildet. Die israelische Regierung versucht, irgendwie den Libanon anzugreifen, um die Iraner zu provozieren, damit diese eine Antwort geben. Nun haben sogar einige europäische Politiker dieses Vorgehen verurteilt. Wenigstens hat man die Stimme erhoben; ein gewisses Maß an Moral haben diese Leute zumindest zum Ausdruck gebracht, aber dabei wird es auch bleiben. Sie besitzen nur so viel Moral. Weder wollen sie sich darüber hinaus bemühen, noch haben sie den Mut oder die Kraft dazu. Wie dem auch sei, wir sollten beten, dass Allah, der Erhabene, sich der muslimischen Welt erbarmt.
Aktionsplan Missionary Incharge Büro
Wöchentlicher Umsetzungsplan basierend auf der Khutba
Die Bemühungen Und Das Praktische Vorbild Des Verheißenen Messias (AS) Für Die Etablierung Der Einheit Gottes (Tauhid)
وَمَنۡ یَّتَّقِ اللّٰہَ یَجۡعَلۡ لَّہٗ مَخۡرَجًا ۙوَّیَرۡزُقۡہُ مِنۡ حَیۡثُ لَا یَحۡتَسِبُ ؕ
Schaut, wenn dem Gläubigen die Gaben aller Welten zuteil werden, wessen bleibt er dann bedürftig?
خُذُوا التَّوْحِيْدَ التَّوْحِيْدَ يَا ابْنَاءَ الْفَارِس
Haltet fest an der Einheit, haltet fest an der Einheit, O Söhne Persiens.
Diese Offenbarung sollte [nicht nur] seine Nachkommenschaft, sondern jeder Anhänger und jeder Bai‘at-Leistende für seinen eigenen Verbleib und Fortschritt stets vor Augen halten. Durch das Ablegen des Treuegelübdes zählen wir alle zu seinen Söhnen. (…) Wenn wir an der Einheit Gottes festhalten, werden wir sowohl in religiöser als auch weltlicher Hinsicht Ehre erhalten, andernfalls nützt weder eine leibliche Verwandtschaft noch das reine Ablegen des Bai‘at.
Lasset Jesus, den Messias sterben
Hierin liegt das Leben des Islams
Lasset den Messias MuhammadsSAW erscheinen
Hierin liegt die Erhabenheit des Islams
Die Verbreitung der Botschaft der Einheit Gottes und die vollkommene Anstrengung es als Teil des eigenen Lebens werden zu lassen ist heute die Aufgabe der Diener des Messias MuhammadsSAW!
Umsetzungsplan für diese Woche
Tatplan der Woche
Checkliste für den Alltag
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✓Achte diese Woche besonders darauf, bei jedem Gefallen zuerst 'Alhamdulillah' zu sagen, um Gott als Urheber aller Gaben zu preisen, bevor du 'JazakAllah' zur Person sagst.
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✓Überprüfe dein Zuhause auf Fotos oder Bilder von Verstorbenen oder religiösen Persönlichkeiten und stelle sicher, dass diese nicht auf eine Weise ausgestellt sind, die an Götzendienst oder Schirk erinnert.
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✓Schließe die muslimische Welt, insbesondere die Menschen in Krisengebieten wie dem Libanon und Iran, intensiv in deine täglichen Gebete ein.
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✓Setze dir das Ziel, die Argumente zum Tod von Hadhrat Isa (as) zu studieren, um die Einheit Gottes (Tauhid) gegenüber anderen Religionen besser begründen zu können.