MTA Mediathek & Podcast
Ansprache Lesen
Der vollständige Text der Freitagsansprache, strukturiert und durchsuchbar.
Zusammenfassung
Die wichtigsten Punkte kompakt zusammengefasst (Deutsch & Urdu).
Für Kinder
Kindgerecht erklärte Inhalte mit einem spaßigen Mini-Quiz.
To Dos
Praktische Umsetzung als Checkliste.
Quiz (Deutsch)
Teste dein Wissen zur Ansprache mit Fragen auf Deutsch.
Quiz (Urdu)
Teste dein Wissen mit Fragen in Urdu.
Aktionsplan
Wöchentlicher Umsetzungsplan vom Missionary Incharge Büro basierend auf der Khutba
Freitagsansprache mit deutscher Übersetzung als Audio sowie Subtitles
MTA GermanyDeutsche Übersetzung
وَفِیۡۤ اَمۡوَالِہِمۡ حَقٌّ لِّلسَّآئِلِ وَالۡمَحۡرُوۡمِ
Der erste Vers, den ich rezitiert habe, ist aus der Sure Al-Baqarah. Die Übersetzung lautet: „Die ihr Gut im Wege Allahs hingeben bei Nacht und Tag, heimlich und öffentlich, ihr Lohn ist bei ihrem Herrn; keine Furcht soll über sie kommen noch sollen sie trauern.“
Der zweite Vers ist aus der Sure Adh-Dhariyat. Allah sagt: „Und in ihrem Vermögen war ein Anteil für den, der bat, wie für den, der es nicht konnte.“
Das Vorbild der Großzügigkeit des Heiligen ProphetenSAW
Heute werde ich einige Ahadith über das Vorbild der Großzügigkeit des Heiligen ProphetenSAW erwähnen. Diese Überlieferungen zeigen, wie er die Gläubigen diesbezüglich immer wieder darauf aufmerksam machte und wie seine eigene Praxis aussah. In den zuvor rezitierten sowie in vielen anderen Versen hat Allah darauf hingewiesen, die Rechte Allahs und der Mitmenschen zu erfüllen sowie die religiösen Bedürfnisse und die Bedürfnisse der Bedürftigen zu stillen. Gemäß diesem Gebot hat der Heilige ProphetSAW die wahren Gläubigen ebenfalls darauf aufmerksam gemacht. Vor allem aber hat er uns sein eigenes Vorbild präsentiert und durch sein Beispiel ein praktisches Bild der Gebote Allahs vermittelt. Es war also nicht nur eine einzige moralische Eigenschaft, sondern jeder Moment seines Lebens stimmte mit dem Heiligen Qur'an überein. Daher sagte Hadhrat AishaRA über seine Eigenschaften: „كَانَ خُلُقُهُ الْقُرْآنَ“. Das bedeutet, dass seine Moralvorstellungen genau dem Qur'an entsprachen. Welche Eigenschaft man auch betrachtet, er war das höchste Vorbild dafür, und es kann kein besseres Beispiel erbracht werden. Wie ich jedoch bereits sagte, werde ich heute Überlieferungen bezüglich seiner Eigenschaft der Großzügigkeit und Freigebigkeit vorstellen.
Gebete gegen Geiz und Trägheit
Hadhrat AnasRA berichtet, dass der Heilige ProphetSAW mit folgenden Worten zu beten pflegte:
اللَّهُمَّ إِنِّي أَعُوذُ بِكَ مِنَ الْبُخْلِ وَالْكَسَلِ وَأَرْذَلِ الْعُمُرِ وَعَذَابِ الْقَبْرِ وَفِتْنَةِ الْمَحْيَا وَالْمَمَاتِ
„O Allah, ich suche Zuflucht bei Dir vor Geiz, vor Trägheit, vor dem schlimmsten Alter, vor der Strafe des Grabes sowie vor der Prüfung des Lebens und des Todes.“ Ebenso gibt es diesbezüglich ein weiteres Gebet. Es wird ebenfalls von Hadhrat AnasRA überliefert, der sagte, dass der Heilige ProphetSAW folgendes Gebet sprach:
اللَّهُمَّ إِنِّي أَعُوذُ بِكَ مِنَ الْهَمِّ وَالْحَزَنِ وَالْعَجْزِ وَالْكَسَلِ وَالْجُبْنِ وَالْبُخْلِ وَضَلَعِ الدَّيْنِ وَغَلَبَةِ الرِّجَالِ
„O Allah, ich suche Zuflucht bei Dir vor Sorge und Trauer, vor Hilflosigkeit und Trägheit, vor Feigheit und Geiz, vor der Übermacht von Schulden und vor der Unterdrückung durch Menschen.“
Der Rat zum großzügigen Ausgeben
Ebenso gab er den Gläubigen diesen Rat bezüglich des Ausgebens auf dem Weg Allahs und der Hilfe für die Mitmenschen. Hadhrat AsmaRA berichtet, dass der Heilige ProphetSAW zu ihr sagte: „Halte den Beutel nicht verschlossen. Öffne ihn, andernfalls wird auch dir vorenthalten werden.“ Das bedeutet: Verschließe nicht die Öffnung des Gefäßes, in dem du dein Vermögen aufbewahrst, sondern gib je nach Bedarf aus und hilf anderen. In einer anderen Überlieferung lauten die Worte: „Zähle nicht ständig, sonst wird Allah dir auch nur abgezählt geben.“ Das heißt: Wenn Allah dich beschenkt hat, dann erfülle die Pflicht der Dankbarkeit. Und die Pflicht der Dankbarkeit besteht darin, anderen zu helfen; dann wird Allah dir noch mehr gewähren.
Es wird von Hadhrat Abu HurairaRA überliefert, dass der Heilige ProphetSAW sagte: „Der Großzügige ist Allah nahe, dem Paradies nahe, den Menschen nahe und fern vom Feuer. Der Geizhals hingegen ist Allah fern, dem Paradies fern, den Menschen fern und dem Feuer nahe. Ein unwissender, aber großzügiger Mensch ist Allah, dem Erhabenen, lieber als ein geiziger Mensch.“ Wenn jemand ein Gottesdiener ist, aber geizt, zieht Allah im Vergleich dazu einen Menschen, der zwar unwissend, jedoch großzügig ist, vor und liebt ihn mehr.
Ebenso berichtete Hadhrat Abu Bakr SiddiqRA, dass der Heilige ProphetSAW sagte: „Weder ein Betrüger noch ein Geizhals noch jemand, der zu sehr seine Wohltaten vorhält, wird ins Paradies eintreten.“ Dies betrifft drei Arten von Menschen: den betrügerischen Menschen, den geizigen Menschen und jemanden, der wegen einer Sache ständig seine Gefälligkeiten vorhält – solche Menschen werden nicht ins Paradies eintreten.
Die Eigenschaften eines wahren Gläubigen
Ebenso gibt es eine Überlieferung von Hadhrat Abu HurairaRA, der berichtete, dass der Gesandte AllahsSAW sagte: „Ein Gläubiger ist schlicht und großzügig, während ein Frevler betrügerisch und niederträchtig ist.“ Mit ‚schlicht‘ ist nicht das gemeint, was manche Leute in unserer Sprache darunter verstehen, nämlich jemand mit wenig Verstand. Vielmehr heißt es über den Gläubigen, dass er an Scharfsinn sehr weit fortgeschritten ist, und der Scharfsinn eines Gläubigen ist von großer Bedeutung; man sollte davor auf der Hut sein. Hier ist vielmehr gemeint, dass er Streitereien aus dem Weg geht, großmütig, sehr offenherzig, bei den Menschen beliebt und ehrbar ist. Dies also ist das Zeichen eines Gläubigen und ein Maßstab für uns, um uns selbst zu überprüfen.
In einer Überlieferung berichtet Mutarrif von seinem Vater: „Ich kam zum Heiligen ProphetenSAW, als er gerade ‚اَلۡہٰکُمُ التَّکَاثُرُ‘ rezitierte. Er sagte: ‚Der Sohn Adams sagt: »Mein Besitz, mein Besitz.«‘“ Das heißt, der wohlhabende Mensch sagt: „Das ist mein Besitz, mein Besitz.“ Der Prophet sagte weiter: „O Sohn Adams, dein Besitz ist doch nur das, was du gegessen und aufgebraucht hast, was du getragen und abgenutzt hast oder was du als Almosen (Sadaqa) gegeben und vorausgeschickt hast.“ Er sagte also, der beste Besitz sei zwar jener, den man ausgegeben hat, aber noch besser sei jener Besitz, den man als Almosen gegeben hat. Man hat ihn vor Allah dargebracht, um die Rechte Seiner Diener zu erfüllen, und ihn auf Seinem Weg ausgegeben. Dies ist das Vermögen, das man im Jenseits um ein Vielfaches vermehrt zurückerhalten wird. Deshalb hat Allah gesagt, dass sie, wie in dem Vers erwähnt, keine Furcht haben werden und auch nicht traurig sein werden, denn jene Opfer, die sie erbracht haben, die Großzügigkeit, die sie gezeigt haben, und der Besitz, den sie für andere ausgegeben haben, werden ihnen im Jenseits zuteilwerden.
Erlaubter Neid und die Prioritäten beim Geben
Hadhrat Abdullah bin Mas’udRA pflegte zu sagen, dass der Heilige ProphetSAW sagte: „Es ist nur in zwei Dingen erlaubt, jemanden zu beneiden: Einerseits eine Person, der Allah Reichtum gewährt und ihr dann die Kraft gibt, ihn am rechten Platz bedingungslos auszugeben. Und andererseits eine Person, der Allah Weisheit verliehen hat, sodass sie danach richtet, danach handelt und sie auch andere lehrt.“
Bei einer anderen Gelegenheit gab er einen Ratschlag, den Hadhrat Abu UmamaRA überliefert. Er berichtet, dass der Gesandte AllahsSAW sagte: „O Sohn Adams, deinen überschüssigen Besitz auszugeben ist besser für dich.“ Das heißt, erfülle zweifellos deine Bedürfnisse mit dem Besitz, den Allah dir gegeben hat, aber den Besitz, der darüber hinausgeht, den solltest du ausgeben. „Ihn zurückzuhalten, ist schlecht für dich. Es wird dir jedoch nicht vorgeworfen werden, wenn du nur so viel behältst, wie du benötigst.“ Man wird dich nicht danach fragen, für welche erfüllten Bedürfnisse du das Vermögen behalten hast. „Und beginne bei demjenigen, dessen Versorgung in deiner Verantwortung liegt.“ Die Vorgehensweise beim Ausgeben ist folgende: Die Personen, für die du verantwortlich bist – deine Kinder, deine Frau, deine armen Verwandten oder diejenigen, deren Versorgung dir obliegt –, haben das erste Recht, durch dein Vermögen unterstützt zu werden. Und weiter sagte er: „Die obere Hand ist besser als die untere Hand.“
Hadhrat Abdullah bin Mas’udRA berichtete, dass der Heilige ProphetSAW fragte: „Wer von euch ist so, dass ihm der Besitz seines Erben lieber ist als sein eigener Besitz?“ Gibt es eine Person, die sagen würde, dass ihr der Besitz, den sie ihrem Erben hinterlässt, lieber sei als jener, den sie bei sich behält oder für sich selbst ausgibt? Die Leute antworteten: „O Gesandter Allahs, unter uns gibt es niemanden, dem sein eigener Besitz nicht am liebsten wäre. Was wir bei uns haben, ist uns in jedem Fall lieber.“ Daraufhin sagte er: „Sein eigener Besitz ist also jener, den er vorausgeschickt hat, und der Besitz seines Erben ist jener, den er zurückgelassen hat.“ Was du vorausgeschickt hast, was du auf dem Weg Allahs ausgegeben hast, womit du den Armen geholfen hast, das ist am besten. Dafür wirst du letztendlich belohnt werden, wie Allah im Heiligen Qur'an gesagt hat.
Vertrauen auf Allah und das Beispiel BilalsRA und AishasRA
Über die eigene Praxis des Heiligen ProphetenSAW bezüglich des bedingungslos Ausgebens von Vermögen und des Vertrauens auf Allah berichtet Hadhrat Abdullah bin Mas’udRA Folgendes: Der Heilige ProphetSAW kam zu BilalRA, bei dem sich ein Haufen Datteln befand. Er fragte: „Bilal, was ist das?“ Hadhrat BilalRA antwortete: „O Gesandter Allahs, das habe ich für Sie und für Ihre Gäste aufbewahrt.“ Er fragte: „Fürchtest du nicht, dass diesen Vorrat der heiße Wind der Hölle treffen könnte?“ Dann riet er Bilal: „O Bilal, gib weiter aus und fürchte im Beisein des Herrn des Thrones weder Armut noch Hunger.“
Ferner gibt es bezüglich seines eigenen Vorbildes in dieser Hinsicht ein weiteres Beispiel. Hadhrat AishaRA berichtet, dass sie eine Ziege schlachten ließ, deren Fleisch unter den Armen verteilt wurde, wobei sie etwas davon auch für den Verzehr zu Hause zurückbehielt. Der Heilige ProphetSAW fragte, wie viel Fleisch übrig geblieben sei. Hadhrat AishaRA antwortete, dass nur der vordere Lauf übrig sei – das Vorderbein der Ziege. Als er dies hörte, sagte der Heilige ProphetSAW: „Der gesamte Besitz, den du verteilt hast, ist übriggeblieben, außer diesem vorderen Lauf, denn er hat niemandem genutzt, sondern du hast ihn für unser Essen behalten. Im Jenseits wird dir nur das nützen, was du ausgegeben (gespendet) hast.“
Hadhrat MuawiyaRA sagte in einer Ansprache: „Ich hörte den Heiligen ProphetenSAW sagen: ‚Ich bin nur der Verteiler, während Allah allein der Gebende ist.‘“ Die Eigenschaft der Großzügigkeit und Freigebigkeit war in der gesegneten Person des Gesandten AllahsSAW bereits vor seiner Berufung im höchsten Maße vorhanden. Und wie wir lesen, wurde dies von seiner ehrwürdigen Gattin, Hadhrat KhadijaRA, genau in jenem Moment bezeugt, als die erste Offenbarung auf den Heiligen ProphetenSAW herabgesandt wurde und er beunruhigt nach Hause kam. Damals sagte Hadhrat KhadijaRA: „Es gibt keinen Grund zur Sorge. Bei Allah, Allah wird Sie niemals zugrunde gehen lassen. Sie pflegen die Verwandtschaftsbande, tragen die Last der Schwachen, vollbringen jene guten Taten, die selten geworden sind, erweisen Gastfreundschaft und helfen bei wahren Notsituationen.“
Die Unvereinbarkeit von Glauben und Geiz
Ferner gibt es einen Hadith, in dem Hadhrat Abu Sa’id al-KhudriRA berichtete, dass der Gesandte AllahsSAW sagte: „Zwei Eigenschaften können in einem Gläubigen nicht vereint sein: Geiz und schlechtes Benehmen.“ Das heißt, in einem Gläubigen wird weder Geiz noch schlechter Charakter zu finden sein. Dies ist ebenfalls ein Maßstab, um sich selbst zu überprüfen. Als er dann anwies, sich vor Geiz zu hüten, sagte er gemäß einer Überlieferung von Hadhrat Jabir bin AbdullahRA: „Der Heilige Gesandte AllahsSAW sagte: ‚Hütet euch vor Ungerechtigkeit, denn wahrlich, Ungerechtigkeit wird zu Finsternissen am Tag des Jüngsten Gerichts führen. Und hütet euch vor Geiz und Gier, denn wahrlich, der Geiz hat diejenigen vernichtet, die vor euch waren. Dieser Geiz stachelte sie an, sodass sie Blut vergossen und verbotene Dinge für erlaubt erklärten.‘“
Hadhrat Abu HurairaRA berichtete, dass der Gesandte AllahsSAW sagte: „In einem Diener können niemals der Staub auf dem Weg Allahs und der Rauch der Hölle zusammentreffen. Und niemals können in dem Herzen eines Dieners Gier, Geiz und Glaube vereint sein.“ Wie bereits zuvor in einer Überlieferung erwähnt wurde, kann ein habgieriger, lüsterner und geiziger Mensch niemals ein Gläubiger sein. Dies sind also die Maßstäbe: Wenn man ein Gläubiger sein will, muss man sich sowohl vor Habsucht als auch vor Gier und vor Geiz hüten.
Es wird von Hadhrat Abu HurairaRA überliefert, dass der Heilige ProphetSAW sagte: „Es gibt keinen Tag, an dem nicht zwei Engel herabsteigen, wenn die Diener morgens erwachen. Einer von ihnen spricht: ‚O Allah, gib dem Spendenden Ersatz‘, und der andere spricht: ‚O Allah, lass das Vermögen des Habsüchtigen zugrunde gehen.‘“ Das heißt: Gewähre demjenigen, der ausgibt, im Gegenzug noch mehr, und lass das Vermögen jenes Menschen, der geizt und knausrig ist, vernichtet werden. Auch in dieser Welt liegt in solchem Reichtum kein Segen. Das sehen wir oft, und viele Menschen äußern dies; und im Jenseits wird ihm dieses Vermögen ebenfalls keinerlei Nutzen bringen. Allah hat an einer Stelle gesagt, dass Er denjenigen belohnt, der aus Liebe zu Ihm auf Seinem Weg ausgibt.
Die außerordentliche Großzügigkeit im Ramadan
Hadhrat Anas bin MalikRA berichtet, dass der Heilige Prophet AllahsSAW von allen Menschen der schönste, der großzügigste und der mutigste war. Ebenso gibt es eine Überlieferung, in der Hadhrat AnasRA berichtet, dass der Gesandte AllahsSAW fragte: „Soll ich euch nicht von demjenigen berichten, der großzügiger ist als alle Großzügigen?“ Dann sagte er: „Allah ist großzügiger als alle Großzügigen, und ich bin der Großzügigste unter den Kindern Adams.“ In der Welt, unter den Menschen, bin ich der Großzügigste.
Ebenso wird von Hadhrat Ibn AbbasRA überliefert, dass der Gesandte AllahsSAW hinsichtlich des Guten und des Wohls von allen Menschen der Großzügigste war, und im Monat Ramadan pflegte er am großzügigsten zu sein. GabrielAS traf ihn jedes Jahr im Ramadan, bis der Ramadan vorüber war. Der Gesandte AllahsSAW rezitierte ihm den Qur'an. Wenn Gabriel ihn traf, war der Gesandte AllahsSAW in Großzügigkeit und guten Taten eifriger als ein starker Wind. Er gab aus, als ob ein starker Wind oder Sturm gekommen wäre.
Denselben Sachverhalt erwähnte Hadhrat Musleh Mau'udRA in einer Khutba so: „Wenn er Großzügigkeit walten ließ, dann in höchstem Maße, sodass die Gefährten sogar berichteten, dass er insbesondere im Ramadan so großzügig war, wie ein starker Sturm weht. Und dennoch handelte er stets nach ‚لَا تُبَذِّرۡ تَبۡذِیۡرًا‘, das heißt, er ließ die Großzügigkeit nicht sinnlos und vergebens werden, noch setzte er sie unangebracht ein.“ Er besaß Großzügigkeit, doch das Gebot Allahs, des Erhabenen, lautet auch, nicht zu verschwenden und nicht grundlos zu vergeuden. Allah, der Erhabene, hat Verschwendung verboten.
Der Unterschied zwischen Verschwendung und wahrer Großzügigkeit
Hatim Tais Großzügigkeit existierte zwar, doch sie war unangebracht. Hatim Tai wird als sehr freigiebig bezeichnet, aber seine Freigebigkeit entsprach nicht dem Anlass; sie geschah ohne Nachdenken. Denn das glich einer Großzügigkeit nach dem Sprichwort: „Fatiha im Süßwarenladen auf Kosten des Großvaters“. Es war nicht sein eigenes Geld. Welches Recht hatte er über das Vermögen seines Vaters, dass er es verteilte? Über Hatim Tai wird berichtet, dass Großzügigkeit von Kindheit an in seiner Natur lag. Schließlich sah sein Vater, dass er ständig sein Vermögen verschleuderte, und schickte ihn nach draußen, um die Kamele zu hüten. Eines Tages sah er, dass drei Männer kamen; es waren drei große Dichter. Sie sahen ihn auf ihrer Reise. Zu ihrer Bewirtung opferte er drei Kamele. Sie sagten, sie seien drei Männer, ein einziges Kamel reiche völlig aus. Er jedoch erwiderte: „Nein, wenn ich nur eins schlachte, wären die anderen beiden nur Mitesser.“ Es war das Vermögen seines Vaters, also umsonst für ihn, weshalb er alle drei Kamele für sie schlachtete. Wahrscheinlich blieb etwas übrig, das dann verkam, oder er gab es jemand anderem – wie dem auch sei. Dem Vater missfiel es sehr, dass sein Vermögen derart vergeudet wurde.
Der Reichtum jedoch, der zum Heiligen ProphetenSAW gelangte, war sein eigenes Vermögen, und er gab es gemäß der qur'anischen Führung den Umständen entsprechend aus. Hier wurden nun jene Ahadith verdeutlicht, in denen er sagte, man solle bedingungslos ausgeben. Das bedeutet: Gib der Situation entsprechend aus, und dann sollte es keinerlei Zögern geben. Es bedeutet nicht, dass man, wenn drei Leute in die Wildnis kommen, drei Kamele schlachtet und deren Fleisch später verdirbt. Denn dort gibt es ja sonst niemanden, der es essen könnte. Sicherlich haben sie in der Wildnis niemanden weiter angetroffen. Und selbst wenn sie welche getroffen hätten, dann nur wenige Leute. Dennoch muss eine beträchtliche Menge an Fleisch übriggeblieben und verdorben sein. Das bringt überhaupt keinen Nutzen. Man muss also je nach Umständen ausgeben. Wenn ihr auf dem Weg Allahs, des Erhabenen, ausgeben möchtet und es der Situation entsprechend tut, dann seid unbesorgt, denn das Versprechen Allahs, des Erhabenen, lautet, wie Er in dem Vers gesagt hat, dass sie weder Furcht noch Trauer haben werden. Jedenfalls sagte Hadhrat Musleh Mau'udRA, dass der Heilige ProphetSAW im Gegensatz dazu einerseits derart großzügig war, dass, wie berichtet wird, die Gefährten sagten, er sei in den Tagen des Ramadan so freigiebig gewesen, als ob ein heftiger Sturm wehte; andererseits gab er aber stets bedacht und überlegt aus.
Die Bereitschaft, alles für Allah zu geben
Es wird von Hadhrat Abdullah bin UmarRA überliefert, dass der Gesandte AllahsSAW sagte: „Wenn ich Gold in der Größe der Berge von Tihamah besäße – also der Küstengebirgskette Arabiens –, so würde ich es gänzlich unter euch verteilen, und ihr würdet mich weder als Lügner noch als Geizhals vorfinden.“
Es gibt eine Überlieferung, in der Hadhrat Abu DharrRA berichtet: „Ich ging mit dem Heiligen ProphetenSAW über das Feld von Medina, als der Berg Uhud vor uns auftauchte. Er sagte: ‚Abu Dharr!‘ Ich antwortete: ‚Ich bin zu Diensten, o Gesandter Allahs.‘ Er sagte: ‚Es würde mich nicht erfreuen, wenn ich Gold im Ausmaß dieses Uhud hätte und die dritte Nacht vergehen würde und ich auch nur noch einen einzigen Dinar davon besäße – außer etwas, das ich zurückgelegt habe, um Schulden zu begleichen –, vielmehr würde ich es gewiss unter den Dienern Allahs in diese und in jene und in jene Richtung ausgeben.‘ Das bedeutet, nach rechts, nach links und nach hinten. Er lief weiter und sagte dann: ‚Diejenigen, die sehr wohlhabend sind, werden am Tag des Jüngsten Gerichts die Mittellosen sein.‘ Also Wohlhabende, die ständig Geld anhäufen und es nicht für Bedürftige und Arme ausgeben, werden am Tag des Jüngsten Gerichts mittellos sein. Es sei denn, es handelt sich um jemanden, der so, so und so ausgibt.‘ Derjenige, der ausgibt, wird am Tag des Gerichts nicht mittellos sein, das heißt: nach rechts, nach links und nach hinten. ‚Und solche Menschen sind sehr wenige.‘“ Er sagte, es gebe nur sehr wenige solcher Menschen, die auf diese Weise auf dem Weg Allahs, des Erhabenen, ausgeben. Jene Wohlhabenden, die nicht geizen, sondern als wohlhabende Gläubige auf dem Weg Allahs, des Erhabenen, gar furchtlos ausgeben – Allah, der Erhabene, beschenkt sie in der Folge noch mehr.
Es wird von Hadhrat AnasRA überliefert, dass ein Mann den ProphetenSAW um alle Ziegen bat, die sich zwischen zwei Bergen befanden, und er schenkte sie ihm. Daraufhin kehrte dieser zu seinem Volk zurück und rief: „O mein Volk, nehmt den Islam an! Bei Gott, MuhammadSAW gibt derart großzügig, dass keine Angst mehr vor Armut bleibt.“
Hadhrat AnasRA sagte, dass manchmal jemand den Islam nur aus weltlichen Motiven annahm, aber kaum hatte er den Islam angenommen, wurde der Islam ihm lieber als die Welt und alles, was darin ist. Hadhrat Anas bin MalikRA berichtet, dass der Heilige ProphetSAW nie etwas für den nächsten Tag aufzusparen pflegte.
Die Dringlichkeit des Spendens von Sadaqa
Hadhrat Utba bin HarithRA berichtete: „Der ProphetSAW leitete uns im Asr-Gebet. Danach eilte er schnell nach Hause und kam kurz darauf wieder heraus.“ Der Überlieferer berichtet: „Ich fragte ihn, oder jemand anderes fragte ihn, woraufhin er antwortete: ‚Ich hatte im Haus ein Stück Gold vom Sadaqa-Vermögen zurückgelassen. Es gefiel mir nicht, dass es die ganze Nacht bei mir bliebe. Deshalb habe ich es verteilt.‘“
Hadhrat Umme SalamaRA berichtet: „Der Gesandte AllahsSAW kam zu mir, und die Farbe seines Gesichts hatte sich verändert. Hadhrat Umme SalamaRA sagte: ‚Ich dachte, dass dies aufgrund von Beschwerden oder Schmerzen der Fall sei.‘ Sie sagt: ‚Ich fragte: ‚O Gesandter Allahs, ich sehe, dass die Farbe Ihres Gesichts verändert ist. Liegt das an irgendwelchen Beschwerden?‘ Er antwortete: ‚Nein, es ist wegen dieser sieben Dinar, die wir am Abend erhalten haben. Die Nacht ist vergangen, und we haben sie nicht ausgegeben. Ich hatte sie auf der Ecke des Bettes vergessen, und als ich mich daran erinnerte, machte ich mir große Sorgen deswegen.‘“
Es wird von Hadhrat UqbaRA überliefert, dass er sagte: „Ich betete in Medina das Asr-Gebet hinter dem ProphetenSAW. Als er das Gebet beendete, stand er eilig auf und schritt über die Schultern der Menschen hinweg auf die Gemächer seiner ehrwürdigen Gattinnen zu. Die Leute erschraken über diese Eile. Dann kam er wieder zu ihnen heraus und sah, dass sie über seine Eile verwundert waren. Daraufhin sagte der ProphetSAW: ‚Ich hatte noch etwas Gold, an das ich mich erinnerte, und ich wollte nicht, dass es meine Aufmerksamkeit vom Gedenken Allahs ablenkt. Deshalb habe ich angewiesen, es zu verteilen.‘“
Der Verheißene MessiasAS sagt: „Der Zustand des Heiligen ProphetenSAW war derart, dass er alles, was er besaß, großzügig weggab. Einmal befand sich in seinem Haus eine Goldmünze, die er nahm und verteilte.“ Bezugnehmend auf genau dieses Ereignis hat Hadhrat Musleh Mau'udRA an einer Stelle Folgendes geschrieben: „Einmal traf Geld aus Almosen ein, und während er es verteilte, fiel ein Dinar in eine Ecke, und er vergaß, ihn aufzuheben. Als er sich nach dem Gebet daran erinnerte, eilte er hastig nach Hause und stieg dabei über die Menschen hinweg. Die Gefährten fragten: ‚O Gesandter Allahs, was war der Grund?‘ Er antwortete: ‚Es war so und so ein Dinar übriggeblieben, der nicht verteilt worden war. Ich wollte ihn so schnell wie möglich ebenfalls verteilen.‘ Kurzum, trotz Reichtums und Wohlstands zeigte er eine solche Großzügigkeit und Bedürfnislosigkeit, dass man nur staunen kann. Alles, was er erhielt, verteilte er auf dem Weg Allahs.“
Die Verteilung des Reichtums aus Bahrain
Hadhrat AnasRA berichtet, dass Reichtum aus Bahrain zum ProphetenSAW gebracht wurde. Er sagte: „Legt ihn in die Moschee.“ Dies war der größte Reichtum, der jemals zum Gesandten AllahsSAW gebracht wurde. Der Gesandte AllahsSAW kam zum Gebet heraus, und er schenkte diesem keine Beachtung; er sah nicht einmal dorthin. Als er das Gebet beendet hatte, kam er zu diesem Reichtum und gab ihn jedem, den er sah. In der Zwischenzeit kam Hadhrat AbbasRA zu ihm und sagte: „O Gesandter Allahs, gebt auch mir, denn ich habe am Tag von Badr mein Sühnegeld gezahlt, und auch das Sühnegeld für Aqil.“ Dies war der Neffe von Hadhrat Abbas, Aqil bin Abu Talib. Der Gesandte AllahsSAW sagte zu ihm: „Nimm dir davon.“ Daraufhin füllte dieser sein Tuch mit beiden Händen. Dann versuchte er, es hochzuheben, aber er konnte es nicht tragen. Also sagte er: „O Gesandter Allahs, befehlen Sie jemandem, es mir aufzuladen.“ Der Gesandte AllahsSAW sagte: „Nein, das geht nicht.“ Daraufhin bat Abbas: „Dann laden Sie es hoch und legen Sie es auf mich.“ Doch der ProphetSAW entgegnete: „Nein, das auch nicht.“ Daraufhin entfernte er etwas davon und versuchte dann, es hochzuheben. Als er es immer noch nicht heben konnte, sagte er erneut: „O Gesandter Allahs, befehlen Sie jemandem, es mir aufzuladen.“ Er sagte: „Nein.“ Da sagte er: „Dann laden Sie es selbst hoch und legen Sie es mir auf.“ Er sagte: „Nein.“ Daraufhin entfernte er noch etwas mehr davon, hob es auf seine Schulter und ging.
Als er wegging, schaute der Gesandte AllahsSAW ihm ununterbrochen nach, bis er aus unseren Blicken verschwunden war. Bei jeder Gelegenheit mahnte er die Gefährten zur Mäßigung. „In Ordnung, ich gebe es dir. Nehmt es, aber mit Maß.“ Selbst wenn es ein naher Verwandter ist, sollte es in Maßen sein. Nimm so viel, wie du benötigst. Man sollte nicht zu viel nehmen. Am Ende dieses Hadith hat der Überlieferer auch geschrieben, dass der Heilige ProphetSAW sich über dessen Gier wunderte. Dies ist jedoch nur der eigene Eindruck des Überlieferers. Es kann sein, dass der Heilige ProphetSAW nicht deshalb hinsah, weil er sich über dessen Gier wunderte, sondern weil der Heilige ProphetSAW sich an die Zeit der Armut erinnerte, die der frühere Zustand der Gefährten gewesen war. Und während er darüber nachdachte, sah er ihm lange nach – wie diese Menschen einst Opfer erbrachten, wie sie eine Zeit der Armut durchlebten, und wie Allah uns heute beschenkt. Verschiedene Kommentatoren haben dies ebenfalls als die persönliche Annahme des Überlieferers eingestuft. Es war nicht so, dass der Heilige ProphetSAW sich wunderte, warum er gierig war; vielmehr haben die Kommentatoren geschrieben, dass es sich um andere Gedanken gehandelt habe.
Die Bescheidenheit und das Schenken von Gewändern
Hadhrat Jabir bin AbdullahRA berichtet, dass es niemals vorkam, dass man den Gesandten AllahsSAW um etwas bat und er „Nein“ sagte. Hadhrat Sahl bin Sa’dRA sagt, dass der Gesandte AllahsSAW sehr bescheiden war; wann immer er um etwas gebeten wurde, gewährte er es.
Ibn Abi Khaithamah überliefert von Hadhrat AliRA: Wenn Hadhrat AliRA die Eigenschaften des Gesandten AllahsSAW beschrieb, pflegte er zu sagen, dass er im Geben großzügiger war als alle anderen Menschen. Hadhrat Sahl bin Sa’dRA berichtet, dass eine Frau eine „Burda“ – eine bestimmte Art von Umhang – brachte und sagte: „O Gesandter Allahs, ich habe dies mit meinen eigenen Händen gewebt, damit ich es Ihnen anziehe.“ Der ProphetSAW nahm ihn entgegen, als bräuchte er ihn gerade. Dann kam er zu uns, und er hatte eben jenen Umhang als Untergewand angelegt und umgebunden. Ein Anwesender sagte: „O Gesandter Allahs, gebt mir diesen Umhang zum Anziehen.“ Er sagte: „Gut.“ Der ProphetSAW blieb noch eine Weile in der Versammlung sitzen. Dann ging er hinein, faltete den Umhang und schickte ihn diesem Mann. Er selbst wechselte seine Kleidung und kam in einem anderen Gewand. Die Leute sagten zu dem Mann: „Du hast nicht gut daran getan, ihn darum zu bitten. Du weißt doch, dass er einen Bittenden nicht abweist.“ Daraufhin sagte der Mann: „Bei Allah, ich habe ihn nur aus dem Grund erbeten, damit er mein Leichentuch wird, wenn ich sterbe.“ Es steht geschrieben, dass Hadhrat SahlRA sagte, derselbe Umhang wurde später als sein Leichentuch verwendet.
In einer Überlieferung berichtet Hadhrat Miswar bin Makhrama: „Der Gesandte AllahsSAW verteilte einige Gewänder und gab Makhrama keins.“ Makhrama sagte zu seinem Sohn: „O mein Sohn, komm mit mir zum Gesandten AllahsSAW.“ „Ich ging mit ihm“, überlieferte sein Sohn Miswar. Er sagte: „Geh hinein und rufe ihn zu mir heraus.“ Er erzählt weiter: „Ich war noch klein. Ich ging hinein, rief ihn und teilte ihm mit, dass mein Vater gekommen sei. Er trat zu ihm hinaus, und in seiner Hand hielt er eines dieser Gewänder. Er sagte: ‚Ich habe dieses für dich aufbewahrt. Du warst doch mit einer Beschwerde gekommen, nicht wahr?‘ Bevor er jedoch seine Beschwerde äußern konnte, übergab er ihm das Gewand und sagte: ‚Ich habe dieses für dich aufbewahrt.‘“ Der Überlieferer berichtet, dass er Makhrama ansah und sprach: „Dieses Gewand ist für dich.“ Makhrama freute sich darüber. In einer anderen Überlieferung heißt es, dass der ProphetSAW die Stimme von Hadhrat MakhramaRA erkannte und heraustrat. Anstatt dass der Sohn hineinging, trat er selbst heraus. Er hatte ein Gewand bei sich, zeigte ihm dessen Vorzüge und sagte: „Ich habe dieses für dich aufbewahrt. Ich habe dieses für dich aufbewahrt.“
Milde gegenüber Unhöflichkeit
Es wird von Hadhrat Anas bin MalikRA überliefert: „Ich ging mit dem Gesandten AllahsSAW mit, und er trug einen Umhang aus Nadschran mit einem rauen Rand. Ein Beduine kam auf ihn zu und zog heftig an seinem Umhang. Ich schaute auf die eine Seite des Halses des Gesandten AllahsSAW und sah, dass der Rand dieses Umhangs durch das heftige Ziehen eine Spur an seinem Hals hinterlassen hatte. Dann sagte er: ‚O Muhammad, befehlen Sie, dass man auch mir etwas von Allahs Reichtum gibt, der bei Ihnen ist.‘ Der Gesandte AllahsSAW wandte sich ihm zu, lachte und wies an, ihm etwas zu geben.“
Die Details hierzu werden an einer anderen Stelle folgendermaßen beschrieben: Hadhrat Abu HurairaRA berichtet, dass der Heilige ProphetSAW bei uns in der Versammlung zu sitzen und sich zu unterhalten pflegte. Wenn er dann aufstand, standen auch wir auf, bis er in sein Haus ging – in das Haus einer seiner Ehefrauen. Er berichtet: „Eines Tages sprach er zu uns. Als er aufstand, erhoben wir uns ebenfalls. Wir sahen einen Beduinen, der ihn packte und an seinem Umhang zog. Dadurch rötete sich sein Hals.“ Hadhrat Abu HurairaRA berichtet weiter, dass der Umhang des Heiligen ProphetenSAW sehr rau war. Als sich der Heilige ProphetSAW ihm zuwandte, sagte dieser Beduine zu ihm: „Laden Sie Gut auf meine beiden Kamele, denn Sie geben es weder aus Ihrem eigenen Reichtum noch aus dem Reichtum Ihres Vaters.“
Er sprach sehr unverschämt. Der Überlieferer berichtet, dass der Heilige ProphetSAW daraufhin erwiderte: „Nein, und ich bitte Allah um Vergebung. Nein, und ich bitte Allah um Vergebung. Nein, und ich bitte Allah um Vergebung.“ Er machte also Istighfar und sagte „Nein“. Es war nicht so, dass er es ihm nicht geben wollte. Er knüpfte es an eine Bedingung: „Ich werde dir solange nichts geben, bis du mir dein Ziehen vergolten hast. Dafür, dass du an meinem Umhang gezogen und meinen Hals verletzt hast, gib mir Vergeltung.“ Der Beduine entgegnete jedes Mal: „Bei Allah, ich werde dafür keine Vergeltung leisten.“ Er sagte: „Nein, ich leiste keine Vergeltung.“ Er sagte: „Weil Sie Schlechtes nicht mit Schlechtem vergelten.“ Er wandte diesen Trick an – er war auch schlau, der Beduine –, weil er Schlechtes nicht mit Schlechtem vergalt, kam Vergeltung nicht in Frage. „Ich habe etwas Schlechtes getan, aber Sie werden doch nichts Schlechtes tun.“ Daraufhin lachte der Heilige ProphetSAW und wies Hadhrat UmarRA an, das eine seiner beiden Kamele mit Gerste und das andere mit Datteln zu beladen. Beide wurden voll beladen. Er gab ihm nicht nur Gut, sondern vergab ihm auch seinen Übergriff.
Erfüllung von Versprechen und großzügige Rückzahlung
Hadhrat Jabir bin AbdullahRA berichtet, dass der Gesandte AllahsSAW sagte: „Wenn der Reichtum aus Bahrain zu uns gelangt, werde ich dir so und so und so viel geben.“ Er sprach dies, während er beide Hände zusammenfügte. Doch bevor der Reichtum aus Bahrain eintraf, verstarb der ProphetSAW. Nach ihm gelangte dieser Reichtum dann zu Hadhrat Abu BakrRA. Er befahl einem Ausrufer zu verkünden, dass jeder, dem der ProphetSAW ein Versprechen gegeben hatte oder dem er noch etwas schuldete, vortreten möge. Daraufhin stand ich auf und sagte: „Der ProphetSAW hatte gesagt, dass er mir, wenn der Reichtum aus Bahrain eintreffe, so und so viel geben werde.“ Daraufhin füllte Hadhrat Abu BakrRA eine Handvoll. Er fügte beide Hände zusammen und schöpfte eine Handvoll. Dann sagte er zu mir: „Zähle dies.“ Also zählte ich es, und es ergab fünfhundert. Dann sagte er: „Nimm noch das Doppelte davon.“ Hadhrat Ala bin HadhramiRA, den der Gesandte AllahsSAW als Statthalter über Bahrain eingesetzt hatte, sandte diesen Reichtum aus Bahrain. Auch nach dem Heiligen ProphetenSAW blieb Hadhrat Ala in diesem Amt.
Harun bin Riyab berichtet, dass einmal siebzigtausend Dirham beim ProphetenSAW ankamen. Dies war der größte Reichtum, der jemals zum ProphetenSAW kam. Dann wurde dieses Vermögen auf einer Matte platziert. Danach stand der Heilige ProphetSAW auf, um es zu verteilen, und keinen Bittenden, der kam, ließ er mit leeren Händen zurückkehren, bis er das gesamte Vermögen vollständig verteilt hatte. So steht es in dieser Überlieferung. Es kam auch schon Vermögen, das größer als dieses war. Wahrscheinlich war es nach dem Wissensstand des Überlieferers das größte Vermögen, oder zum Zeitpunkt, als diese Überlieferung berichtet wurde, war es bis dahin das größte Vermögen. Denn in der vorangegangenen Überlieferung war der Reichtum aus Bahrain viel größer als dieses.
Es wird von Hadhrat Abu HurairaRA überliefert, dass eine Person zum Heiligen ProphetenSAW kam und ihn um etwas bat. Der Gesandte AllahsSAW lieh sich einen halben Wasq Getreide und gab es ihm. Ein Wasq entspricht etwa sechzig Sa', und ein Sa' entspricht zweieinhalb Ser. Als die Person, von der es geliehen war, später kam, um es zurückzufordern, gewährte er ihm einen ganzen Wasq und sagte: „Die eine Hälfte ist zur Begleichung der Schulden und die andere Hälfte ist für dich als Geschenk.“ Dies ist die vorbildliche Art, Schulden zurückzuzahlen. Er hatte einen halben Wasq Getreide von ihm geliehen und weitergegeben. Dem Gläubiger gab er jedoch einen ganzen Wasq. Das ist die vorbildliche Art der Schuldenrückzahlung, nicht jedoch, dass man bei der Rückzahlung der ursprünglichen Schuld Ausflchte und Verzögerungen sucht.
Die Geschichte von den zehn Dirham und der Sklavin
Es wird von Hadhrat Sahl bin Sa'd Sa'idiRA überliefert, dass für den Heiligen ProphetenSAW ein schwarzer Wollmantel angefertigt wurde. Eines Tages kam er diesen Mantel tragend zu den Gefährten. Er sagte: „Seht ihr nicht, wie schön er ist?“ Ein Beduine sagte: „O Gesandter Allahs, mögen meine Eltern für Sie geopfert sein, schenken Sie mir diesen Mantel.“ Und es geschah niemals, dass der Gesandte AllahsSAW um etwas gebeten wurde und er „Nein“ sagte. Der Heilige ProphetSAW legte seinen Mantel ab und gab ihn ihm. Es gibt eine sehr schöne Überlieferung.
Hadhrat Ibn UmarRA berichtet, dass der Heilige ProphetSAW von einem Stoffverkäufer ein Hemd für vier Dirham kaufte. Als der Heilige ProphetSAW mit diesem Hemd heraustrat, sagte ein Mann von den Ansar: „O Gesandter AllahsSAW, gewähren Sie mir dieses Hemd. Möge Allah Sie in die Gewänder des Paradieses kleiden.“ Er zog das Hemd aus und gab es ihm. Dann ging er zu dem Ladenbesitzer und kaufte für vier Dirham ein weiteres Hemd. Es blieben ihm noch zwei Dirham. Er hatte damals zehn Dirham; für vier kaufte er das erste Hemd, dann für vier das zweite. Zwei Dirham blieben übrig. Als er sich auf dem Rückweg befand, sah er unterwegs eine Sklavin weinen. Er fragte sie nach dem Grund für ihr Weinen. Sie antwortete: „O Gesandter Allahs, meine Herrschaften hatten mir zwei Dirham gegeben, damit ich Mehl kaufe, aber sie sind mir irgendwo heruntergefallen und verloren gegangen.“ Der Heilige ProphetSAW schenkte ihr die verbleibenden zwei Dirham. Sie drehte sich um und begann erneut zu weinen. Er fragte sie, warum sie nun weine, da sie die zwei Dirham habe und doch hingehen könne, um Mehl zu kaufen. Sie sagte: „Ich fürchte, dass sie mich nun schlagen werden, weil ich so lange weg war und [sie nicht wissen,] wo ich wohl geblieben bin.“
Er ging mit ihr zu den Leuten ihres Hauses und grüßte sie mit dem Salam. Sie erkannten seine Stimme, schwiegen jedoch, anstatt zu antworten. Er grüßte erneut, doch die Hausbewohner blieben abermals still. Er grüßte ein drittes Mal. Da beantworteten sie seinen Gruß. Er fragte sie: „Habt ihr den Gruß beim ersten Mal nicht gehört?“ Sie antworteten: „Wir hatten ihn gehört, aber wir wünschten uns, dass Sie weiterhin Frieden auf uns herabsenden und uns immer wieder grüßen. Friede sei mit Ihnen.“ Dies war der innige Wunsch der Gefährten. Dann sagten sie: „O Gesandter Allahs, unsere Eltern seien für Sie geopfert, was führt Sie her?“ Er sagte: „Dieses Mädchen fürchtete sich davor, dass ihr sie schlagen würdet.“ Der Herr dieser Sklavin sagte: „Weil Sie mit ihr gekommen sind, habe ich diese Sklavin um Allahs willen freigelassen.“ Der Heilige ProphetSAW überbrachte ihnen die frohe Botschaft von Gutem und vom Paradies und sagte dann: „Allah hat in diese zehn Dirham großen Segen gelegt, denn Allah hat dadurch Seinem Propheten ein Hemd angezogen, ebenfalls einem Ansari ein Hemd angezogen und ihretwegen sogar eine Sklavin befreien lassen.“
Belehrung von Bittstellern
Hadhrat UsmanRA überreichte dem Heiligen ProphetenSAW eine Weintraube als Geschenk. Es wird auch berichtet, dass es ein Bund Datteln war. Zuerst heißt es an einer Stelle Trauben, an einer anderen Datteln; jedenfalls wird gesagt, dass dann ein Bittender kam, woraufhin der ProphetSAW sie diesem gab. Dann kaufte Hadhrat UsmanRA diesen für einen Dirham zurück – jene Traube bzw. dieses Bündel, das er gebracht hatte, das wohl von besonderer Sorte war, gute Datteln –, er kaufte es für einen Dirham von jenem Bittenden ab und überreichte es erneut dem Heiligen ProphetenSAW. Danach kam jener Bittende abermals, und er gab es ihm erneut. Und dies geschah auf die gleiche Weise dreimal. Hadhrat UsmanRA kaufte es, überreichte es dem Heiligen ProphetenSAW, jener kam und bat erneut, und er gab es ihm wieder. Schließlich sagte der Heilige ProphetSAW sanft zu diesem Bittenden: „O du, bist du ein Bettler oder ein Händler? Du bist gekommen, um zu bitten; Bittende verhalten sich nicht so. Du verdienst sogar Dirham, du treibst regelrecht Handel.“ Er lehnte ihn nicht ab, ermahnte ihn jedoch auf sehr weise Art, dass sein Verhalten nicht angemessen sei.
Die Bekehrung von Zaid bin Sa’nah
Hadhrat Abdullah bin SalamRA berichtet, dass Zaid bin Sa’nah sagte, als Allah der Segensreiche und Erhabene ihn rechtleiten wollte: „Alle Zeichen des Prophetentums erkannte ich im gesegneten Gesicht MuhammadsSAW, außer zwei Dingen, von denen ich nicht wusste, ob sie in ihm vorhanden waren oder nicht. Eines davon war, dass die Milde dieses Propheten seinen Zorn überwiegen werde. Das Zweite war, dass er umso mehr an Milde und Nachsicht zunehmen würde, je anmaßender man ihm begegnete. Ich suchte stets nach einer Gelegenheit, um auch diese Zeichen auf die Probe zu stellen.“
Nun, das Prüfen ist eine Sache, aber die Gelegenheit ergab sich folgendermaßen: Zaid bin Sa’nah erzählte: „Eines Tages trat der Heilige ProphetSAW aus dem Haus, und Ali bin Abu Talib war bei ihm. In diesem Moment kam ein Reiter an, der wie ein Beduine, also ein Dorfbewohner, aussah. Dieser sagte: ‚O Gesandter Allahs, die Leute des Dorfes – Basra, des Stammes Soundso – sind Muslime geworden. Und ich hatte ihnen versprochen, dass sie reichlich Versorgung erhalten würden, wenn sie den Islam annähmen. Nun jedoch leiden sie aufgrund von mangelndem Regen unter Dürre und großer Not. O Gesandter Allahs, ich fürchte, dass sie wegen Gier und Habsucht den Islam wieder verlassen könnten, genauso wie sie ihn aus dem Verlangen nach reichlicher Versorgung angenommen hatten. Wenn Sie so gnädig wären und es für angemessen hielten, so senden Sie ihnen etwas, um ihnen zu helfen und sie zu trösten.‘“
Der Heilige ProphetSAW sah den Mann an. Hadhrat AliRA, der den Heiligen ProphetenSAW begleitete, entgegnete ebenfalls, dass zu jenem Zeitpunkt nichts vorhanden sei, das man sofort zur Hilfe entsenden könnte. Zaid bin Sa’nah erzählte: „Ich näherte mich dem Heiligen ProphetenSAW, sah zu, ich stand ganz nah, und sagte: ‚O MuhammadSAW, können Sie Datteln aus dem Garten des Stammes Soundso unter der Bedingung einer festgelegten Menge und einer festgelegten Frist verkaufen?‘“ Der Heilige ProphetSAW sagte: „O Jude“ – dieser Sa’nah war ein Jude –, „unter der Bedingung einer festgelegten Menge und Frist kann ich zwar Datteln verkaufen, aber ich kann nicht die Bedingung akzeptieren, dass diese Datteln exakt aus dem Garten des Stammes Soundso sein werden.“ Ich sagte: „Einverstanden.“ Also schloss er das Geschäft mit mir ab. Ich öffnete meinen Beutel und gab ihm achtzig Misqal Gold als Vorauszahlung dafür, dass er mir zu einem bestimmten Zeitpunkt so und so viele Datteln übergeben würde. Ein Misqal entspricht etwa 4,25 Gramm. Der ProphetSAW übergab dieses Gold dem Mann, der um Hilfe gebeten hatte, und sagte: „Verteile dies gerecht unter diesen von Leid betroffenen Menschen und hilf ihnen damit.“
Zaid bin Sa’nah erzählte: „Es blieben noch zwei oder drei Tage von der vereinbarten Frist übrig, als ich zu ihm kam, ihn am Kragen packte, an seinem Umhang zog und mich voller Wut vor ihm aufbaute und rief: ‚O MuhammadSAW, willst du mein Recht nicht erfüllen? Bei Allah, ich kenne diese Gewohnheit der Nachkommen von Abdul-Muttalib sehr gut, dass sie im Zurückzahlen von Schulden sehr schlecht sind, und auch deine Angewohnheit des Hinauszögerns ist mir bekannt!‘“
Obwohl diese Option gar nicht bestand, aber jedenfalls war er damals ein Feind, es herrschte Feindschaft im Herzen, oder er wollte den Propheten prüfen; wie dem auch sei, er tat es. „Und damit habe ich Erfahrung“, begann er zu sagen. Er berichtet weiter: „In diesem Moment sah ich Umar, der ganz in der Nähe stand, an. Vor Wut rollten seine Augen wie ein rotierender Kreisel. Er, also Hadhrat UmarRA, warf mir einen durchdringenden, zornigen Blick zu und sagte: ‚O Feind Allahs, du wagst es, so zum Gesandten AllahsSAW zu sprechen, wie ich es gerade höre, und ihm mit solcher Respektlosigkeit zu begegnen, wie ich es gerade sehe? Bei Gott, Der ihn mit der Wahrheit gesandt hat, wenn ich nicht aus Ehrfurcht vor ihm zurückschreckte, würde ich dir mit meinem Schwert den Kopf abschlagen!‘“
Er erzählte weiter: „Währenddessen sah der Gesandte AllahsSAW Umar mit großer Gelassenheit und Ruhe an, lächelte und sagte: ‚O Umar, anstatt dieser Wut wären wir beide viel eher dessen würdig, dass du mich zu einer guten Rückzahlung anhältst und ihn dazu ermahnst, seine Forderung auf gute Weise zu stellen. O Umar, nimm ihn mit, gib ihm sein Recht und gib ihm sogar zwanzig Sa‘ mehr Datteln.‘ Ich fragte: ‚O Umar, wofür ist dieser Überschuss?‘ Er antwortete: ‚Der Heilige ProphetSAW hat mir befohlen, dir als Ausgleich für die Härte, die ich gezeigt habe, mehr zu zahlen.‘ Ich fragte Umar: ‚Wissen Sie, wer ich bin?‘ Umar sagte: ‚Nr, wer sind Sie?‘ Ich sagte: ‚Ich bin Zaid bin Sa’nah.‘ Umar fragte: ‚Der große Gelehrte der Juden?‘ Ich antwortete: ‚Ja, der Gelehrte der Juden.‘
Daraufhin fragte Umar: ‚Warum haben Sie, als solch ein großer Gelehrter, diese Art der Respektlosigkeit gegenüber dem Gesandten AllahsSAW gewählt?‘ Ich antwortete: ‚O Umar, als ich ihn sah, erkannte ich in ihm alle Zeichen des Prophetentums bis auf zwei, über die ich keine Gewissheit hatte: Erstens, ob die Milde dieses Propheten seinen Zorn überwiegt, und zweitens, ob er umso mehr Milde und Nachsicht zeigt, je mehr man ihm mit Bitterkeit und Anmaßung begegnet. Also habe ich diese beiden Aspekte auf die Probe gestellt.
O Umar, ich mache Sie zum Zeugen, dass ich Allah freudig als meinen Herrn, den Islam als meine Religion und MuhammadSAW als meinen Propheten annehme. Und ich mache Sie zum Zeugen, dass die Hälfte meines Vermögens – denn ich bin ein wohlhabender Mann – als Sadaqa für die Umma von Muhammad bestimmt ist.‘ Daraufhin sagte Umar: ‚Sagen Sie, für einen Teil der Umma von Muhammad, denn die gesamte Umma ist unzählig. Wie könnte das Vermögen für sie alle ausreichen?‘ Ich sagte: ‚Gut, es ist als Sadaqa für einen Teil von ihnen.‘
Daraufhin erschien ZaidRA vor dem Heiligen ProphetenSAW und erklärte: ‚Ibezeuge, dass es niemanden gibt, der anbetungswürdig ist außer Allah, und dass MuhammadSAW der Diener Allahs und Sein Gesandter ist. Daran glaube ich.‘“
Auf diese Weise bezeugte ZaidRA die Wahrheit und legte das Bai’at (Treuegelübde) ab. Er nahm an vielen Schlachten an der Seite des Heiligen Propheten teil, bis ZaidRA schließlich auf dem Rückweg von der Schlacht von Tabuk verstarb. Er war ein jüdischer Gelehrter, hatte ein reines Wesen und nahm den Islam an, nachdem er ihn gesehen und alle Zeichen erkannt hatte. Dies ist der erhabene Charakter des Heiligen ProphetenSAW, dass er nicht nur durch Aufnahme eines Darlehens ein ganzes Volk vor dem Hunger rettete, sondern durch seine moralischen Charaktereigenschaften auch einen jüdischen Gelehrten zum Muslim machte.
[„O Allah, schütte Deine Gnade aus über Muhammad und den Anhängern Muhammads, und schenke Segen und Frieden; wahrlich, Du bist preiswürdig, erhaben.“]
Tatplan der Woche
Checkliste für den Alltag
-
✓Analysiere dein Einkommen und spende diese Woche bewusst einen Teil deines überschüssigen Vermögens für Bedürftige.
-
✓Bete regelmäßig das in der Khutba erwähnte Bittgebet, um Zuflucht vor Geiz, Trägheit und Sorgen zu suchen.
-
✓Reagiere auf Unhöflichkeit oder Provokationen von Mitmenschen mit Geduld und Sanftmut statt mit Verärgerung.
-
✓Achte bei der Rückzahlung von Schulden oder der Erfüllung von Gefälligkeiten darauf, dies großzügig und ohne Ausflüchte zu tun.
-
✓Priorisiere die Versorgung deiner Familie und Verwandten, bevor du finanzielle Mittel für andere Zwecke einsetzt.
Aktionsplan Missionary Incharge Büro
Wöchentlicher Umsetzungsplan basierend auf der Khutba
Die Freigebigkeit Und Großzügigkeit Des Heiligen ProphetenSAW
und in ihrem Vermögen war ein Anteil für den, der bat, wie für den, der es nicht konnte.
Sure Adh-Dhariyat, 51:20
Der Heilige ProphetSAW pflegte in folgenden Worten zu Gott zu beten:
اللّٰهُمَّ إِنِّيْ أَعُوْذُ بِكَ مِنَ الْبُخْلِ وَالْكَسَلِ وَأَرْذَلِ الْعُمُرِ وَعَذَابِ الْقَبْرِ وَفِتْنَةِ الْمَحْيَا وَالْمَمَاتِ
O Allah! Ich suche Zuflucht bei Dir vor Geiz, Trägheit, vor einem hinfälligen Greisenalter sowie der Strafe des Grabes und der Prüfung des Lebens und des Todes.
Hadhrat Abu HurairahRA berichtet, dass der Heilige ProphetSAW sagte:
„In einem Menschen können niemals der Staub auf dem Wege Allahs sowie der Rauch der Hölle vereint sein; noch können in einem Menschen jemals Gier und Geiz und Glauben vereint sein.“
Wie bereits in einer vorherigen Überlieferung dargelegt wurde, kann eine habgierige und geizige Person niemals ein wahrer Gläubiger sein. Dies ist also das Niveau. Wenn man ein Gläubiger werden möchte, dann muss man sich vor Habgier und Geiz sowie Gier schützen.