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Khutba Review

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Ansprache Lesen

Der vollständige Text der Freitagsansprache, strukturiert und durchsuchbar.

Zusammenfassung

Die wichtigsten Punkte kompakt zusammengefasst (Deutsch & Urdu).

Für Kinder

Kindgerecht erklärte Inhalte mit einem spaßigen Mini-Quiz.

To Dos

Praktische Umsetzung als Checkliste.

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Quiz (Urdu)

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Aktionsplan

Wöchentlicher Umsetzungsplan vom Missionary Incharge Büro basierend auf der Khutba

Freitagsansprache mit deutscher Übersetzung als Audio sowie Subtitles

MTA Germany

Deutsche Übersetzung

In der Freitagsansprache vom 14. August 2026 sagte Seine Heiligkeit Hadhrat Mirza Masroor AhmadABA:

Die Bedeutung der Dankbarkeit und die Lehren des Verheißenen MessiasAS

In den vergangenen Khutbas habe ich von den Lehren bezüglich der Dankbarkeit gesprochen, die der Heilige ProphetSAW uns vermittelt hat, sowie von dem herausragenden Vorbild, das er in dieser Hinsicht etablierte. Heute werde ich näher darauf eingehen, wie sein wahrhaftiger Diener in der heutigen Zeit diese hohen Maßstäbe verinnerlicht und bei unterschiedlichsten Anlässen in verschiedenen Kontexten dargelegt hat. Ebenso werde ich seine eigene praktische Umsetzung beleuchten: Wie er den Kindern im eigenen Heim diesbezüglich Ratschläge erteilte und welche Erwartungen er an einen Ahmadi richtete. All diese Aspekte bilden für uns in der heutigen Zeit eine Richtschnur.

Der Verheißene MessiasAS legt die Bedeutung und die tiefere Weisheit dar, die dem Dank an Allah für Seine Gaben innewohnt, und führt aus:

„Der Mensch wird oft stolz, sobald er eine hohe Stellung erreicht. Dabei könnte er gerade in einer solchen Phase unzählige gute Taten verrichten und der Menschheit von großem Nutzen sein. Allah spricht im Qur'an:

لَئِنۡ شَکَرۡتُمۡ لَاَزِیۡدَنَّکُمۡ وَلَئِنۡ کَفَرۡتُمۡ اِنَّ عَذَابِیۡ لَشَدِیۡدٌ

Das bedeutet: Wenn ihr Mir Dank erweist, mehre Ich Meine Wohltaten an euch noch weiter, seid ihr jedoch undankbar, so ist Meine Strafe wahrlich überaus streng. Dies bedeutet: Wenn dem Menschen die Wohltaten Allahs zuteilwerden, obliegt es ihm, Dankbarkeit zu zeigen und sich um das Wohlergehen seiner Mitmenschen zu bemühen. Handelt jemand jedoch gegenteilig und beginnt stattdessen, Unrecht auszuüben, so entzieht Allah ihm jene Gaben und sucht ihn mit einer Strafe heim.“

An einer anderen Stelle führt der Verheißene MessiasAS aus:

„Der Dank an Allah steht an allererster Stelle – Er, der uns das Leben, Gesundheit, körperliches Wohlbefinden und Frieden geschenkt sowie die Mittel zur Verbreitung des Glaubens zur Verfügung gestellt hat. Die Wahrheit ist: Sollte man jemals den Versuch unternehmen, diese unzähligen Gaben Allahs aufzuzählen, so wäre es schlichtweg unmöglich, all Seine Gnaden und Wohltaten auch nur annähernd zu erfassen.“

Bei einer weiteren Gelegenheit erklärte er:

„Die Muslime sollten Allah zutiefst dankbar sein, dass Er ihnen eine solche Religion gewährt hat, die sowohl in intellektueller als auch in praktischer Hinsicht vollkommen frei von jeglicher Art des Verderbens, von verabscheuungswürdigen Elementen und jeglicher Form der Verworfenheit ist. Betrachtet der Mensch dies mit Reflexion und Nachsinnen, so wird er erkennen, dass in Wahrheit einzig und allein Allah all des Lobes und dieser erhabenen Eigenschaften würdig ist. Weder ein Mensch noch irgendein anderes Geschöpf hat tatsächlich und im eigentlichen Sinne einen Anspruch auf Lobpreisung.

Wenn der Mensch die Angelegenheit frei von jedweder eigennützigen Beimischung betrachtet, so wird ihm intuitiv ersichtlich, dass jemand, der als lobenswert erachtet wird, diesen Anspruch nur aus bestimmten Gründen haben kann:

  • Entweder deshalb, weil er in einer Zeit, als absolut nichts existierte und auch nicht die geringste Kunde von irgendeiner Existenz vorhanden war, den Menschen erschuf;
  • oder aber aus dem Grund, dass er in jener Zeit vollkommener Nichtexistenz – in der vollkommen unbekannt war, welche Voraussetzungen für das Dasein, das Überleben, die Erhaltung der Gesundheit und den Fortbestand des Lebens überhaupt vonnöten sind – all diese Mittel vollumfänglich bereitstellte;
  • oder weil er in Zeiten, in denen eine Vielzahl von Katastrophen hätten hereinbrechen können, Gnade erwies und Schutz gewährte;
  • oder aber er verdient das Lob deshalb, weil er die Mühen des Arbeitenden niemals zunichtemacht, sondern dessen Rechte vielmehr in vollkommenem Maße erfüllt. Zwar gleicht die Erfüllung der Rechte eines Arbeiters oberflächlich betrachtet lediglich einer simplen Entlohnung, doch auch derjenige, der diese Rechte vollständig gewährt, ist zweifellos ein Wohltäter.“

Dies sind also die verschiedenen Aspekte: Wenn all diese Dinge nicht vorhanden sind und er dann zu Hilfe kommt, dann gebührt ihm Lobpreisung. Er führte weiter aus:

„Dies sind die allerhöchsten Eigenschaften, die jemanden des Lobes und der Preisung würdig machen. Denkt man nun gründlich darüber nach, wird offensichtlich, dass nur Allah all dieses Lobes würdig ist.“

Diese drei oder vier Punkte, die ich soeben dargelegt habe, verdeutlichen, wie er betonte, dass allein Allah diesen Anspruch erhebt, da Er diese Eigenschaften in absoluter Vollkommenheit besitzt. Niemand sonst vereint diese Eigenschaften in sich; es gibt weder eine andere Person noch irgendein anderes Wesen, das über derartige Attribute verfügt.

Ein Segen für die Endzeit: Die Herabsendung eines himmlischen Lichts

Indem der Verheißene MessiasAS anschließend die Aufmerksamkeit darauf lenkt, Allah für die Renaissance des Islam und die Gründung der Ahmadiyya zu danken, erklärt er:

„O ihr Verständigen und Weitsichtigen! Wundert euch nicht darüber, dass Gott, der Allmächtige, in dieser Zeit der Not und in diesen Tagen tiefer Finsternis ein himmlisches Licht herabgesandt hat. Er hat einen Diener im Interesse des allgemeinen Wohls auserwählt und ihn mit dem Auftrag in die Welt gesandt, das Wort des Islam zu erhöhen, das Licht des Propheten, des Besten aller Menschen, zu verbreiten, die Muslime zu stärken und ihre inneren Zustände zu reinigen und zu erneuern. Wirklich verwunderlich wäre es gewesen, wenn der Gott, der der Beschützer des Islam ist – und der verheißen hat, dass Er immer der Hüter der Lehre des Qur’an bleiben und niemals zulassen wird, dass sie erkaltet, kraftlos oder lichtlos wird – angesichts dieser Dunkelheit und angesichts der inneren wie äußeren Verderbnis tatenlos geblieben wäre und Sein festes Versprechen, das Er in Seinem heiligen Wort auf nachdrückliche Weise gegeben hat, vergessen hätte.“

Das Geschenk also, das Allah gesandt hat, entspricht exakt Seinem göttlichen Versprechen, weshalb es daran absolut keinen Grund zur Verwunderung gibt. Verwunderung wäre einzig und allein dann geboten gewesen, wenn Allah dieses Versprechen nicht erfüllt hätte und der stetige Niedergang innerhalb des Islam einfach weitergegangen wäre.

Ferner sagt er:

„Ja, ich sage: Wenn es Anlass zum Erstaunen gäbe, dann wäre es eher dies gewesen, dass die deutliche und klare Prophezeiung jenes reinen Propheten – dass Gott zu Beginn eines jeden Jahrhunderts einen Reformer erwecken wird, der Seine Religion erneuert – unerfüllt geblieben wäre. Somit ist dies wahrlich kein Moment des Staunens, sondern vielmehr ein Moment des tausendfachen Dankes und die Zeit, den eigenen Glauben und die Gewissheit zu stärken.“

Und so können wir beobachten, dass bis zum Erscheinen des Verheißenen MessiasAS in jedem Jahrhundert in verschiedenen Völkern Mujaddideen erschienen. Allah hat ihn sodann als den Mujaddid für das letzte Jahrtausend gesandt und ihm den Rang des Verheißenen Messias und des Verheißenen Mahdi verliehen. Er erklärt:

„Es ist ein Augenblick, um Glaube und Überzeugung zu vertiefen, denn Gott hat durch Seine Gnade und Barmherzigkeit Sein Versprechen eingelöst – nicht eine Minute hat Er in der Erfüllung der Prophezeiung Seines Propheten verstreichen lassen. Und Er hat nicht nur diese Prophezeiung erfüllt, sondern auch die Tore zu zahllosen weiteren Prophezeiungen und außergewöhnlichen Zeichen geöffnet, die sich in der Zukunft erfüllen werden.“

Durch das Erscheinen des Verheißenen MessiasAS ließ Allah noch viele weitere Prophezeiungen in Erfüllung gehen. Er sagt:

„Wenn ihr Gläubige seid, dann dankt Gott! Verbeugt euch in Dankbarkeit, denn ihr seid jene Generation, der jene verheißene Zeit zuteilgeworden ist – jene Ära, auf die eure Ahnen sehnsüchtig gewartet haben, in deren Erwartung zahllose Seelen ihr Leben ausgehaucht haben.“

Die Muslime der Vergangenheit, die Gelehrten, die frommen Vorfahren – sie alle verbrachten ihr Leben im Warten auf die Ankunft des Verheißenen Messias, doch es war ihnen nicht vergönnt, ihn zu erleben. Er betonte:

„Nun liegt es an euch, diesen Augenblick zu würdigen oder zu verwerfen, daraus Nutzen zu ziehen oder ihn achtlos liegenzulassen. Ich werde diese Sache immer wieder verkünden – und ich kann mich nicht davon zurückhalten, sie zu verkünden –, dass ich ebenjener bin, der zur festgesetzten Zeit für die Reformation der Menschheit gesandt wurde – das Versprechen hat Allah in meiner Person erfüllt –, damit die Religion von Neuem fest in den Herzen verankert werde.“

Wenn doch nur seine Gegner und all jene Muslime, die ihn ablehnen, diese elementare Wahrheit begreifen würden; und sie Allah Dankbarkeit erweisen mögen, den von Ihm Entsandten akzeptieren und sich in der rettenden Kette der Einheit zusammenfinden mögen, damit sie jenen Schwierigkeiten entkommen mögen, welche die muslimische Welt heutzutage heimsuchen.

Das Erkennen der Wahrheit: Das Beispiel von Munshi Abdul Haq

Einen Wahrheitssuchenden ansprechend sagte der Verheißene MessiasAS:

„Dankt Gott, dass Er genau zur rechten Zeit Seinen Beistand gewährt hat und diese Gemeinschaft gegründet hat. Daher ist es angemessen, diese Gnade, die euch zuteilgeworden ist, nicht achtlos zu vergeuden. Betrachtet sie vielmehr mit dem tiefsten Respekt und schätzt die Hilfe und Unterstützung, die euch gewährt wurde, in höchstem Maße. Behaltet stets die tiefe Gewissheit: Ohne den Beistand Gottes und ohne dass Er einen befähigt zu sprechen, ist kein Mensch jemals in der Lage, eine Angelegenheit mit vollkommener Aufrichtigkeit und ganzer Kraft darzulegen. Ohne Ihn findet man weder Beweise – nur mit der Hilfe Allahs lassen sich Argumente finden – noch kann man wirksam sprechen. Auch ist es der besonderen Huld Allahs zu verdanken, dass infolge dieser Redeweise diejenigen, die die Kapazität zur Frömmigkeit in sich tragen, jene Person erkennen, die, ausgestattet mit göttlicher Kraft und Stärke und erfüllt vom Heiligen Geist, spricht.“

Es ist also die Huld Allahs, dass die Menschen den von Ihm Entsandten überhaupt erkennen können.

„Folglich ist es eine große Wohltat Allahs an euch, dass Er euch mit dieser Fähigkeit ausgestattet und euch erkennende Augen verliehen hat.“

Dem Wahrheitssuchenden gegenüber betonte er also:

„Da du auf der Suche nach der Wahrheit bist, musst du Allah unendlich dankbar dafür sein, dass Er dir diesen Verstand gewährt hat.“

Es gibt etliche Menschen, die sich selbst für große Gelehrte halten, denen es jedoch gänzlich an Verstand mangelt. Sie steigern sich unablässig in ihrer Feindschaft, doch du solltest zutiefst dankbar sein, dass Allah dir diesen Verstand geschenkt hat. Dies ist ein unermesslicher Segen Allahs. Er erklärte weiter:

„Hätte Er diese Gnade nicht erwiesen, wärst du einer von jenen gewesen, die von Schleiern umgeben sind und Schmähungen äußern.”

Diejenigen also, die diesen Weg angenommen haben, sind wahrlich vom Glück begünstigt.

„Das, was dich angezogen hat, ist gänzlich die Huld Gottes.“

Daraufhin führte er ein Beispiel an:

„Seht euch doch Mian Abdul Haq an! Hätte die Huld Gottes ihm nicht beigestanden, wie hätte er sich aus jenem Umfeld des Luxus und der Vergnügungen befreien können?“

Mit dem Beispiel von Mian Abdul Haq meint er hier Munshi Abdul Haq. Er stammte aus Kasur, war Student und studierte zu jener Zeit für seinen Bachelor-Abschluss. Obwohl er gebürtiger Muslim war, war er drei Jahre vor dieser Schilderung zum Christentum konvertiert. Nachdem er jedoch die Zeitung Al-Hakam und einige Schriften des Verheißenen MessiasAS gelesen hatte, richtete er ein Gesuch an ihn. Darin brachte er zum Ausdruck, dass er die Wahrheit und Wahrhaftigkeit des Islam in der Praxis sehen möchte.

„Ich habe im Islam nichts [Überzeugendes] erfahren, möchte ihn jedoch nun in der Praxis erleben.“ Dies schrieb er an den Verheißenen MessiasAS. Daraufhin antwortete ihm der Verheißene MessiasAS, dass er mindestens für zwei Monate hierher nach Qadian kommen solle.

Folglich entschloss er sich zur Reise nach Qadian, der Stätte des Friedens, ging dorthin – dies geschah im Jahre 1901 –, traf ein und blieb in seiner Gesellschaft. Das Besondere ist, dass sich viele Ratgebende um ihn versammelten, als er sich entschloss, zu gehen, und ihm rieten: „Geh nicht nach Qadian.“ Sie verbaten ihm ausdrücklich: „Geh nicht nach Qadian.“ Jemand beleidigte ihn sogar, obwohl Beleidigungen in ihrer eigenen Religion verboten sind und auch generell den Prinzipien von Kultur und Anstand widersprechen. Dennoch obsiegte die Huld Gottes über alle Dinge und zog ihn dorthin. Die Ursachen des Bösen konnten ihn nicht erreichen – zu jener Zeit war er noch unverheiratet.

Der Verheißene MessiasAS merkt an, dass manchmal allein durch eine Heirat enorme Schwierigkeiten entstehen können.

„Hätte er in dieser Phase eine Frau genommen, wäre eine große Prüfung auf ihn zugekommen, doch Gott beschützte ihn in jeder erdenklichen Hinsicht. Die Huld Gottes kommt nicht aus dem Nichts hervor. Das ist die Huld Allahs. Daran ist nichts Neues. Wem Er sie erweist, den bewahrt Er in jeder Situation. Verlasst euch nicht auf den Gedanken, dass ihr Muslime seid. Vielmehr ist der Islam eine unermessliche Gabe, schätzt ihn und seid dankbar dafür. In ihm verbirgt sich eine tiefgreifende Philosophie, die man nicht allein durch Lippenbekenntnisse verinnerlicht.“

Sich bloß als Muslim zu bezeichnen, löst das Problem keineswegs. Man muss die Prinzipien, die Taten und die Lehren wahrhaftig in die Tat umsetzen.

Dankbarkeit für aufrichtige Gefährten und die Loyalität der Gemeinschaft

Seinen Dank an diejenigen ausdrückend, die der Ahmadiyya aufrichtige Zuneigung und tiefe Liebe entgegenbringen, schreibt der Verheißene MessiasAS:

„An dieser Stelle kann ich nicht umhin, zu erwähnen und Gott dafür zu danken, dass Seine Gnade und Seine Barmherzigkeit mich nicht allein gelassen haben. Diejenigen, die das Band der Brüderlichkeit mit mir knüpfen und in diese Bewegung eintreten, die Gott, der Allmächtige, mit Seiner eigenen Hand gegründet hat, sind auf wunderbare Weise mit den Farben der Liebe und Loyalität geschmückt. Es war nicht durch irgendeine Anstrengung von mir, sondern aus Seiner ganz besonderen Gunst, dass Gott, der Allmächtige, mir diese von Aufrichtigkeit erfüllten Seelen geschenkt hat“

Hier lobt er die Aufrichtigen, die die Ahmadiyya angenommen haben, mit den Worten, dass ihm eben diese von Aufrichtigkeit erfüllten Seelen geschenkt wurden.

„An erster Stelle verspüre ich das Bedürfnis, einen geistigen Bruder zu erwähnen: Maulana Hakeem NooruddinRA, dessen Name wie sein Licht des Aufrichtigen klingt. Sein Engagement für den Islam, das er durch aufopferungsvolle Verwendung seines ehrlich verdienten Vermögens zeigt, erfüllt mich mit Bewunderung. Seine Opfer hätte ich mir selbst gewünscht, leisten zu können.“

Bedenken wir, wie immens viel er selbst bereits für den Islam opferte, und dennoch erklärt er, dass ihn der Anblick der Opferbereitschaft von Hadhrat Maulana Nooruddin Sahib mit der Sehnsucht erfüllte, er selbst könne ebenfalls solch enorme finanzielle Dienste leisten.

„In seinem Herzen tobt eine leidenschaftliche Glut zur Unterstützung der Religion, bei deren Vorstellung mir ein Bild der Allmacht Gottes vor Augen tritt, wie Er seine Diener zu sich zieht. Sein ganzes Vermögen, seine ganze Kraft, alles, was er besitzt, steht bereit zum Dienst für Gott und Seinen Gesandten.“

Hierbei spricht er über den Ersten Kalifen. Er fügt hinzu:

„Ich weiß aus Erfahrung, dass er nicht nur bereit ist, sein Vermögen, sondern auch Leben und Ehre auf diesem Weg zu opfern. (...) Hätte ich es erlaubt, so hätte er alles auf diesem Weg aufgegeben, um – ganz wie seine spirituelle Gemeinschaft – die Pflicht der physischen Gemeinschaft zu erfüllen und jederzeit in meiner Begleitung zu bleiben.”

Er wäre dauerhaft an seiner Seite geblieben. Als er dies aussprach, schrieb man das Jahr 1890; es war gegen Ende 1890, als er dies in seinem Buch „Fath-e-Islam“ schrieb. Später ließ Hadhrat Hakeem NooruddinRA alles hinter sich, begab sich vollständig in seine Dienste und blieb fortan stetig an seiner Seite.

Rahmaniyyat: Die unendlichen physischen und spirituellen Gaben Gottes

Im Kontext der Eigenschaft der Gnade Allahs (Rahmaniyyat) und der damit einhergehenden physischen sowie spirituellen Wohltaten erklärte der Verheißene MessiasAS:

„Abertausend von Dank und Lobpreisung gebührt jenem allmächtigen Wesen, Das Seine Allmacht demonstrierte, indem Es alle Seelen und Körper erschuf, ohne dass eine zuvor bestehende Materie oder Substanz existierte, durch Seinen Befehl und Beschluss alle Seelen und Körper erschuf und als Zeichen Seiner urewigen Gnadenfülle allen heiligen Propheten, ohne dass sie einen Lehrer oder Mentor hatten, höchstselbst Wissen und Weisheit verlieh.“

Das bedeutet: Jene Propheten, die Allah entsendet, versieht Er von Sich aus mit tiefgreifender Lehre, übernimmt höchstpersönlich deren spirituelle Erziehung und offenbart ihnen Seine erhabenen Gebote. Er sagte weiter:

„Heilig ist Allah! Wie gnadenreich und gütig dieses Wesen doch ist, welches ohne jeglichen Verdienst unsererseits alle nur erdenklichen Bedürfnisse uns schwacher Wesen Selbst befriedigt! Für unseren physischen Erhalt bestimmte Er die Sonne, den Mond, die Wolken und den Wind. Und zum Zwecke unserer spirituellen Versorgung sandte Er die Tora, die Evangelien, den Qur'an sowie alle anderen himmlischen Bücher zur rechten Zeit herab.“

Daraufhin spricht er folgendes innige Gebet:

„Tausend Dank gebührt Dir, mein Herr, der Du uns Selbst den Weg zu Deiner Erkenntnis gewiesen hast und uns mittels Deiner heiligen Bücher vor Verfehlungen und Irrungen unseres Verstandes und unserer Vernunft bewahrt hast. Und Friede und Segen seien auf dem König der Propheten, Muhammad MustafaSAW, sowie auf seine Nachkommen und seine Gefährten.

Durch ihn hat Allah eine abgeirrte Welt auf den geraden Weg zurückgeführt; jener Meister und Heiland, der die irregegangene Menschheit auf den rechten Pfad zurückholte; jener leutselige Wohltäter, der die Menschen von dem Unheil des Schirk und der Götzen befreite; jenes (göttliche) Licht und jener Verteiler des (göttlichen) Lichtes, der die Welt mit dem Licht der Einheit Gottes erhellte; jener Arzt und Heiler der Menschheit, der den siechen Herzen verhalf, den Pfad der Rechtschaffenheit zu beschreiten; jener Gnädige und Empfänger von Gnade, der die Toten mit dem Elixier des Lebens erweckte.“

Das bezieht sich auf jene Menschen, die im spirituellen Sinne vollkommen tot waren. Jener Barmherzige und Gütige, der für seine Umma Kummer ertrug und Leid erduldete. – Er trug den Schmerz für die Umma, da diese Gemeinschaft zusehends zugrunde ging. Aus diesem Grund entsandte Allah in dieser Zeit den Verheißenen MessiasAS, und er [der ProphetSAW] nahm unermessliches Leid auf sich. – Jener Kühne und Tapfere, der uns aus dem Rachen des Todes befreite; - Zunächst entsandte Allah den ProphetenSAW, um die Welt zu reformieren, und später sandte Er dessen wahrhaften Diener. Er führt dies in Bezug auf den Gesandten AllahsSAW an und bezeichnet ihn als den tapferen Helden, der uns vor dem sicheren Tod bewahrte. - Jener sanftmütige und selbstlose Mensch, der sich in vollkommener Ergebenheit vor seinem Herrn verbeugte und das eigene Ego auslöschte; - hiermit ist der Gesandte AllahsSAW gemeint – jener vollkommene Verfechter der Einheit Gottes und Ozean der Weisheit, dem allein die Majestät Gottes behagte und alles andere widerstrebte; jenes Wunder der göttlichen Allmacht, das, obgleich ohne Bildung, alle anderen in Bezug auf göttliches Wissen übertraf und ein jedes Volk mit seinen Fehlern und Irrtümern konfrontierte.“ Dies ist die erhabene Beschreibung des Gesandten AllahsSAW. Anfänglich führte er das Beispiel der Tora und des Evangeliums an – speziell für jene Völker, die durch diese beiden Schriften kurzzeitig den rechten Weg fanden. Doch als danach unweigerlich erneut der moralische und spirituelle Verfall auf der Welt Einzug hielt, war es einzig und allein das gesegnete Wesen des Gesandten AllahsSAW, das von Allah entsandt wurde und das es vollbrachte, die getrennten Diener wieder innig mit ihrem Schöpfer zu vereinen.

Weiterhin spricht der Verheißene MessiasAS:

„O Herr aller Welten! Es ist mir unmöglich, Dir für alle Deine Gunstbeweise zu danken. Du bist sehr barmherzig und mitfühlend, und die Gnadengaben, die Du mir gewährt hast, sind unzählig. Vergib mir meine Sünden, damit ich nicht ins Verderben gerate. Erfülle mein Herz mit aufrichtiger Liebe zu Dir, damit ich Leben erhalte. Bedecke meine Fehler und erlaube mir, solche Taten zu volbringen, die zur Quelle Deines Wohlgefallens werden. Ich suche Zuflucht bei Deinem edlen Antlitz, damit mich Deine Strafe nicht ereilt. Sei mir gnädig und bewahre mich vor dem Unglück im Diesseits wie im Jenseits. Denn alle Gnade und Barmherzigkeit liegt in Deiner Hand. Amin, und nochmals Amin.“

Ferner schreibt der Verheißene MessiasAS:

„Tausendfacher Dank an den gnädigen Herrn, Der uns eine Religion gewährt hat, die ein solches Mittel ist, um die Erkenntnis Gottes und Gottesfurcht zu erlangen, welches in keiner anderen Zeit angefunden wurde; und Tausende von Segnungen mögen auf dem makellosen Propheten sein, durch den wir in diese heilige Religion eingetreten sind; und Tausende von Gnaden mögen den Gefährten des edlen Propheten zuteil werden, die diesen Garten mit ihrem Blut bewässert haben.“

Standhaftigkeit bei Prüfungen und der Umgang mit Anfeindungen

An einer weiteren Stelle führte er aus:

„Diejenigen, die in Seinen Augen wahrhaft rechtschaffen und von tiefster Aufrichtigkeit geprägt sind, mussten seit jeher unaufhörlich Schmerzen durch die zügellosen Zungen und gewaltsamen Hände der Unwissenden ertragen.“

Diejenigen, die vor Allah wahrhaft aufrichtig und gerecht sind, sich wahrhaftig an den Glauben klammern und Allah gegenüber treu ergeben sind, leiden stetig durch die Worte und Taten der Ignoranten, so, wie heutzutage auch die Ahmadis an einigen Orten derartige Leiden erdulden müssen.

Da dies die altbewährte Praxis Allahs von jeher ist, sollten wir, wenn wir durch Verwandte oder Fremde, durch unsere eigenen Leute oder von Außenstehenden Leid erfahren, Ihm tiefsten Dank aussprechen und uns darüber freuen, dass wir in den Augen des wahren Geliebten wenigstens als würdig erachtet wurden, um auf Seinem Weg diese Prüfungen zu durchleiden. Wenn uns auf dem Wege Allahs Leiden zugefügt werden, so ist dies unsere wahre Glückseligkeit, wir sollten darüber von Freude erfüllt sein und Allah dafür von Herzen danken, denn auf Allahs Weg werden jene von Leid geprüft und gequält, die Allah wahrlich liebt. Demzufolge ist das Erdulden von Schmerz auf diese Weise unsere größte Gnade und Glückseligkeit.

Doch wenn wir auf der anderen Seite feststellen, dass einige erbitterte Feinde der Religion es in ihren abwegigen Erfindungen nicht nur dabei belassen, uns Leid zuzufügen, sondern gezielt unbedarfte und unwissende Menschen ins Verderben eines aufgewiegelten Sturms (Fitna) stürzen, dann betrachten wir es als unsere absolute Pflicht, diese unwissenden Menschen mit all unseren verfügbaren Kräften vor ebenjenem Unheil zu bewahren. Das bedeutet, dass wir auch ihnen die unverfälschte Wahrheit offenlegen und die verwerflichen Machenschaften jener entlarven, die darauf abzielen, anderen schweren Schaden zuzufügen.

Die Menschen vor Fitna (Unheil) zu bewahren, bedeutet jedoch keinesfalls, dass wir anfangen, uns jener vulgären Sprache zu bedienen, welche die Gegner verwenden, oder uns gar auf dasselbe respektlose Niveau zu begeben. Vielmehr besteht unsere Aufgabe darin, streng im Rahmen der islamischen Lehren zu bleiben und ihre falschen Propagandamethoden sowie ihre abstrusen Anschuldigungen sachlich und erhaben zu widerlegen. Diese essenzielle Tatsache muss sich auch jeder von uns, der Tabligh macht, immer wieder ins Bewusstsein rufen. Manchmal äußern wir als Reaktion auf die Vorwürfe der Kritiker von unserer Seite Dinge, die dem Einwand Erhebenden die günstige Gelegenheit geben zu sagen: „Seht her, das sind also eure hochgelobten moralischen Werte!“

Unsere Moral und unser Charakter müssen jedoch auf allerhöchstem Niveau sein. Ja, die Wahrheit muss unbedingt und kompromisslos ausgesprochen werden, doch zwingend innerhalb der strengen Grenzen der Moral. Niemals dürfen wir eine derart respektlose Sprache wie sie verwenden.

Göttlicher Beistand inmitten von Ablehnung und Takfir

Der Verheißene MessiasAS sagt:

„Dieser Demütige kann dem Allmächtigen Gott unmöglich ausreichend für all Seine zahllosen Wohltaten danken, dass in dieser überaus schwierigen Zeit des Takfir, in der von allen Seiten die lauten Stimmen der zeitgenössischen Gelehrten ertönen: لَسْتَ مُؤْمِنًا ‚Du bist gewiss kein Gläubiger‘ – von Allah, Dem Majestätischen, der erhabene Ruf erschallt:

قُلْ إِنِّي أُمِرْتُ وَأَنَا أَوَّلُ الْمُؤْمِنِينَ

Sprich: ‚Ich bin wahrlich als ein Beauftragter gekommen, und ich bin der Erste der Gläubigen.‘

Auf der einen Seite fordern die Maulawis fortwährend: ‚Rottet diesen Menschen auf jede nur erdenkliche Weise restlos aus!‘, und auf der anderen Seite empfängt man die göttliche Offenbarung:

يَتَرَبَّصُونَ عَلَيْكَ الدَّوَائِرَ عَلَيْهِمْ دَائِرَةُ السَّوْءِ

Sie lauern sehnsüchtig darauf, dass Schicksalsschläge und Unglück über dich hereinbrechen mögen, doch der wahre Strudel des Unheils wird unweigerlich sie selbst erfassen.“

Letztendlich ist genau dies das Resultat, das eintreten wird, Inshallah.

„Auf der einen Seite setzen sie alle nur erdenklichen Hebel in Bewegung, um diesen Menschen zutiefst zu demütigen und in Schande zu stürzen, während auf der anderen Seite Gott das feste Versprechen gibt:

إِنِّي مُهِينٌ مَنْ أَرَادَ إِهَانَتَكَ۔ اللّٰهُ أَجْرُكَ۔ اللّٰهُ يُعْطِيكَ جَلَالَكَ

‚Ich werde unweigerlich denjenigen demütigen, der es darauf anlegt, dich zu demütigen. Allah ist dein wahrer Lohn. Allah wird dir Seine unvergleichliche Majestät zuteilwerden lassen.‘

Und während auf der einen Seite die Maulawis ununterbrochen Fatwa um Fatwa verfassen, in denen sie proklamieren, dass jeder, der den Glaubensüberzeugungen dieses Mannes zustimmt und ihm folgt, sofort zum Ungläubigen wird, bekräftigt Allah der Erhabene auf der anderen Seite Seine Offenbarung mit stetigem Nachdruck:

قُلۡ اِنۡ کُنۡتُمۡ تُحِبُّوۡنَ اللّٰہَ فَاتَّبِعُوۡنِیۡ یُحۡبِبۡکُمُ اللّٰہُ

Sprich zu ihnen: ‚Wenn ihr Allah wirklich liebt, so folgt mir; infolgedessen wird Allah auch euch lieben.‘“

Diese gewaltige Wahrheit richtete Allah nicht nur an den ProphetenSAW, sondern in dessen treuer Nachfolge ebenso an seinen wahrhaftigen Diener. Denn er war der wahre, hingebungsvolle Liebende des Gesandten AllahsSAW. Ihn zu akzeptieren, kommt dem vollkommenen Gehorsam gegenüber dem ProphetenSAW gleich, denn er ist der vollkommene und absolute Gehorsame und der treueste Diener des ProphetenSAW. Kurzum, all diese Maulawis führen einen aussichtslosen Krieg gegen Allah den Allmächtigen. Nun lasst uns abwarten und sehen, wem am Ende der unangefochtene Sieg zuteilwird. Der Fortschritt der Jamaat, die durch die Gnade Allahs allmählich wächst, ist für diese Leute eine mehr als ausreichende Antwort, sofern sie über die nötige Einsicht und ein gewisses Schamgefühl verfügen.

Ein makelloser Charakter als Beweis der Wahrhaftigkeit

Der Verheißene MessiasAS sagt:

„An dieser Stelle kann ich nicht umhin, meinen Dank dafür auszudrücken, dass Gott der Erhabene zur Unterstützung unseres ProphetenSAW die Ungläubigen durch Seine Offenbarung überführte, indem Er erklärte, dass der Charakter Meines Propheten von derart erhabener Güte ist, dass ihr nicht imstande seid, in den vergangenen vierzig Jahren seines Lebens auch nur den geringsten Fehler oder Mangel zu finden. Und dies, obwohl er vierzig Jahre lang Tag und Nacht unter euch gelebt hat. Ebenso wenig besitzt ihr die Fähigkeit, an seiner erhabenen Familie, die sich durch Vornehmheit, Reinheit, Führung und Herrschaft auszeichnet, auch nur den kleinsten Makel zu finden.

Bedenkt doch: Wenn jemand aus einer solch erhabenen, reinen und edlen Familie stammt und sein vierzigjähriges Leben, das er vor euren Augen verbracht hat, bezeugt, dass Verleumdung und Lügen nicht zu seinen Eigenschaften gehören, und wenn er neben diesen Vorzügen himmlische Zeichen offenbart, von Gott dem Erhabenen unterstützt wird und eine Lehre bringt, der gegenüber eure Glaubensansichten vollkommen unrein, schmutzig und voller Götzendienst sind – welchen Zweifel könnt ihr dann noch an der Wahrhaftigkeit dieses Propheten haben?“

Hier geht es darum, den Gegnern des Islam zu antworten, dass der Heilige ProphetSAW der wahre, wahrhaftige Prophet ist, der von Allah gesandt wurde und der die Mittel bereitstellte, um die Welt mit Allah zu vereinen.

In Bezug auf sich selbst erklärt erAS dann:

„Auf genau dieselbe Weise hat Gott der Erhabene meine Gegner und jene, die mich der Lüge bezichtigen, überführt, da auch ich ein wahrhaftiger Diener des Heiligen ProphetenSAW bin. Allah hat mir dasselbe Versprechen gegeben.“

Dementsprechend nahm er Bezug auf Ruhani Khazain, Barahin-e-Ahmadiyya, und schrieb, dass darin folgende an ihn gerichtete Offenbarung stehe, deren Veröffentlichung bereits zwanzig Jahre zurückliege:

فَقَدۡ لَبِثۡتُ فِیۡکُمۡ عُمُرًا مِّنۡ قبۡلِہٖ ؕ اَفَلَا تَعۡقِلُوۡنَ

„Das bedeutet: Sag diesen Gegnern: Ich habe vierzig Jahre lang unter euch gelebt, und während dieses langen Zeitraums konntet ihr beobachten, dass Verleumdung und Lüge nicht zu meinen Taten gehören und dass Gott mich vor einem unreinen Leben bewahrt hat. Wenn also jemand über eine so lange Zeitspanne, nämlich vierzig Jahre, vor jeglicher Verleumdung, Boshaftigkeit, List und Schlechtigkeit bewahrt blieb und nie eine Lüge über die Schöpfung gesprochen hat – wie ist es dann möglich, dass er nun entgegen seiner bisherigen Gewohnheit eine Lüge gegen Gott den Erhabenen erfindet?“

Ich habe bereits viele Aspekte seines edlen Charakters geschildert, durch die deutlich wurde, dass selbst seine Gegner ihn lobten und bezeugten, dass er niemals log oder sich jemals Derartiges zuschulden kommen ließ. Dies sind also jene Äußerungen der Dankbarkeit, mit denen er Gott dem Erhabenen für Seine Gnade dankte und ebenso seine Gefühle der Dankbarkeit für seine Unterstützer und Helfer zum Ausdruck brachte.

Die Erziehung zur Dankbarkeit im Alltag und in der Familie

Darüber hinaus bemühte er sich, den Kindern die Wichtigkeit der Dankbarkeit zu vermitteln. Wie er diesbezüglich im familiären Umfeld vorging, geht aus einer Überlieferung hervor: Der Verheißene MessiasAS erzählte den Kindern zu Hause einst eine Geschichte, die Hadhrat Musleh Mau'udRA für die Zeitung Al-Hakam aufschreiben ließ. Sie lautete wie folgt:

Es gab einen Kahlen und einen Blinden. Ein Engel Gottes nahm menschliche Gestalt an, trat zu dem Kahlen und fragte ihn: ‚What wünschst du dir?‘ Der Kahle antwortete: ‚Ich möchte Haare auf dem Kopf und zudem Reichtum und Wohlstand.‘ Da strich der Engel dem Kahlen über den Kopf, und durch Gottes Allmacht wuchsen ihm Haare; zudem erhielt er Reichtum, Wohlstand und Dienerschaft.

Daraufhin ging der Engel zu dem Blinden und fragte: ‚Was wünschst du dir?‘ Der Blinde antwortete: ‚Ich wünsche mir, dass meine Augen wieder sehen können, damit ich nicht mehr um Essen betteln muss, und dass ich Geld und Reichtum erhalte, damit ich von niemandem abhängig bin.‘ Der Engel strich ihm über die Augen, woraufhin er sein Augenlicht sowie Reichtum und Wohlstand erhielt.

Auf Befehl Allahs, des Erhabenen, kam derselbe Engel dann in Gestalt eines Bettlers, um den Blinden und den Kahlen auf die Probe zu stellen. Zuerst ging er zu dem Kahlen und bat um eine Gabe. Der Kahle reagierte äußerst mürrisch und schlecht gelaunt, wies ihn schroff zurück und sagte: ‚Geh weg, es treiben sich viele Bettler wie du herum.‘ Daraufhin strich der Engel erneut über seinen Kopf, und der Mann wurde wieder genauso kahl wie zuvor; sein gesamter Reichtum verschwand, und er geriet wieder in dieselbe Notlage.

Danach kam der Engel in Gestalt eines Bettlers zu dem Blinden, der inzwischen sehr reich und sehend geworden war, und bat ihn um eine Gabe. Dieser antwortete: ‚Allah allein hat mir all dies gegeben, es ist Sein Besitz, nimm, was du brauchst.‘ Daraufhin schenkte Allah der Erhabene dem Blinden noch mehr Reichtum und Wohlstand.

Er pflegte zu sagen:

„Deshalb, meine lieben Kinder, merkt auch ihr euch: Seid dankbar für die Gaben, die Gott der Erhabene euch gewährt hat, schätzt sie wert und weist keinen Bittenden schroff ab. Es ist eine gute Tat, Almosen zu geben, und man sollte einem Bittenden stets etwas geben. Dadurch wird Gott erfreut und mehrt Seine Gaben.“

Obwohl es sich hierbei eigentlich um einen längeren Hadith handelt, in dem drei Arten von Menschen erwähnt werden, erzählte er ihn den Kindern zu Hause in einer verkürzten, leicht verständlichen Form als Geschichte.

Als der Ramadan einmal in den Winter fiel, brachte er seine Gefühle der Dankbarkeit auf eine sehr feine Art zum Ausdruck. So schreibt Hadhrat Mirza Bashir Ahmad, dass Maulawi Sher Ali ihm Folgendes erzählte: Einmal sagte der Verheißene MessiasAS:

„Dies ist ebenfalls eine Gnade Gottes des Erhabenen, dass Er uns in einer Zeit entsandt hat, in der der Fastenmonat Ramadan in den Winter fällt. Dadurch verursachen die Fastentage keine allzu großen körperlichen Beschwerden, und wir können unsere Arbeit auch während des Ramadan problemlos verrichten.“

Der Maulawi sagte, dass der Ramadan in jenen Tagen in den Dezember gefallen war. Er fügt hinzu – und das sind die Worte von Hadhrat Mirza Bashir Ahmad:

„Ich habe die Kalender jener Zeit studiert. Der Verheißene MessiasAS erhob seinen Anspruch auf die Berufung zum Messias im Jahr 1891, und in diesem Jahr begann der Ramadan am 11. April. Es war gleichsam der Anfang davon, dass der Ramadan in die Wintersaison überging. Dementsprechend begann der Ramadan im Jahr 1892 am 31. März und im Jahr 1893 am 20. März. Danach fiel der Fastenmonat von Jahr zu Jahr immer tiefer in den Winter. Als der Verheißene MessiasAS 1908 verstarb, begann der Ramadan in jenem Jahr am 1. Oktober.

So verging gewissermaßen die gesamte Zeit der Berufung des Verheißenen MessiasAS unter der Bedingung, dass das Fasten im Ramadan in den Winter fiel. Dies war eine Gnade Gottes des Erhabenen, die unter Seiner allgemeinen Vorsehung eintrat und die der Verheißene MessiasAS dank seiner tiefgründigen und feinsinnigen Natur als eine besondere Gunst Gottes erkannte, was in ihm tiefe Gefühle der Dankbarkeit weckte.“

Dankbarkeit für den Dienst am Mitmenschen

Der Verheißene MessiasAS empfand auch dann Dankbarkeit, wenn die Arbeit einer bestimmten Person der Menschheit zugutekam. Im Zusammenhang mit guten Taten zum Wohle der Menschheit schilderte Hadhrat Musleh Mau'udRA hinsichtlich der medizinischen Behandlung durch Hadhrat Hakeem NooruddinRA Folgendes:

Er sagte, dass dies – also die medizinische Behandlung – etwas ist, das immensen Nutzen bringt. Der Verheißene MessiasAS schätzte dies in hohem Maße. Als der Maulawi einmal im Hause erwähnt wurde, nannte erAS seinen Namen und sprach lange Zeit fortwährend: ‚Alhamdulillah, Alhamdulillah‘. Dann sagte er:

‚Der Maulawi – das heißt Hadhrat Hakeem NooruddinRA – ist ebenfalls eine der großen Gaben Allahs. Durch ihn wird vielen armen Menschen medizinische Hilfe zuteil.‘

Die medizinische Behandlung kam zwar anderen zugute, doch er war dankbar dafür, dass der Menschheit gedient wurde, und er drückte seinen Dank aus, weil diese Menschen Nutzen daraus zogen. Dies war sein tiefes Mitgefühl für die Menschheit, sodass er selbst demjenigen dankte, der deren Leid linderte, und Allah dem Erhabenen dafür dankte, dass Er Vorkehrungen getroffen hatte, um ihre Schmerzen zu heilen.

Inshallah werde ich bei künftigen Gelegenheiten weitere Aspekte hierzu darlegen. Derzeit möchte ich einige Verstorbene erwähnen, für die ich nach dem Gebet das Totengebet in Abwesenheit leiten werde.

Gedenken an die Verstorbenen: Hafis Shahbaz Ahmad

Die erste Erwähnung gilt Hafis Shahbaz Ahmad, einem Muballigh der Jamaat an der Elfenbeinküste, der am 18. Juli im Alter von 31 Jahren an einem Herzstillstand verstarb.

إِنَّا لِلَّهِ وَإِنَّا إِلَيْهِ رَاجِعُونَ

[„Wahrlich, Allahs sind wir und zu Ihm kehren wir heim.“] Durch die Gnade Allahs war er ein Musi. Zu seinen Hinterbliebenen gehören seine Ehefrau und eine Tochter.

Im Jahr 2008 vollendete er den Hifz des Heiligen Qur’an. Nachdem er 2019 seinen Abschluss an der Jamia gemacht hatte, erwarb er an der NUML-Universität ein einjähriges Diplom in französischer Sprache und erlangte anschließend einen Masterabschluss in Französisch. Danach erfolgte seine Ernennung an der Elfenbeinküste.

Der Verstorbene war sehr gesellig, gastfreundlich und besaß ein fröhliches Wesen. Er war ein ergebener Anhänger des Khilafat und ein aufrichtiger Diener der Jamaat, der die Pflichten seines Waqf auf hervorragende Weise erfüllte. Seit einiger Zeit lehrte er online Nazira des Heiligen Qur’an samt Ausspracheregeln auf Urdu und Persisch.

Diejenigen, die über ihn geschrieben haben, erwähnen, dass seine herausragendsten Eigenschaften seine Würde und seine Geduld waren; er fiel niemandem je zur Last. Er hatte eine große Leidenschaft für Tabligh und hielt manchmal Tabligh-Sitzungen in seinem eigenen Zuhause ab. Er pflegte ausgezeichnete Beziehungen zu den Würdenträgern und der Verwaltung der Stadt. Er suchte stets nach verschiedenen Wegen für das Tarbiyyat der Mitglieder seiner Jamaat. Er ließ niemals eine Distanz zwischen sich und der afrikanischen Bevölkerung aufkommen. In seiner Region leitete er mit großer Hingabe und unermüdlichem Einsatz Bauprojekte der Jamaat und leistete hervorragende Arbeit, indem er unter anderem Moscheen auf kostengünstige Weise errichten ließ.

Seine Ehefrau, Sabika, berichtet, dass er ein guter, frommer und äußerst verantwortungsbewusster Muballigh, Ehemann und Vater war. Er pflegte immer zu sagen: „Bete für mich, dass Allah der Erhabene mir die Möglichkeit gewährt, etwas sehr Großes für die Jamaat zu leisten. Ich möchte etwas für die Jamaat tun.“ Er hatte ein enormes inneres Verlangen danach.

Er schätzte die finanziellen Mittel der Jamaat sehr. Das Maß an Toleranz war bei ihm tief verwulzelt. Wenn er jemals Sorgen oder Schmerzen hatte, ließ er dies nie in seinem Gesicht erkennen. Von Wut fehlte bei ihm jede Spur. Er lachte und lächelte stets, sprach sanft und erklärte seine Standpunkte mit großer Liebe.

Nauman Qadeer, ebenfalls ein Muballigh, sagt, Hafis sei eine Person mit großem Verständnis für Sachverhalte gewesen. Wann immer er ihn in einer Jamaat-Angelegenheit um Rat fragte, gab er mit außergewöhnlicher Intelligenz solch einen Ratschlag, dass sich eine scheinbar schwierige Angelegenheit mühelos lösen ließ. Allah der Erhabene hatte ihm bereits in jungen Jahren großartige Fähigkeiten verliehen.

Ehtisham-ul-Haq, ein Muballigh, schreibt, dass er nicht nur zu anderen Murabbis, sondern auch zu den örtlichen Mu'allimin, seinen Nachbarn und den Mitgliedern der Jamaat eine sehr tiefe Bindung pflegte, was viele Personen während einer Audienz ebenfalls erwähnten. Er half anderen in Schwierigkeiten stets im Verborgenen.

Rafi Tabassum sagt, der Verstorbene habe jede Aufgabe der Jamaat als seine persönliche Verantwortung betrachtet. Wenn ihm eine Aufgabe übertragen wurde, erfüllte er sie nicht bloß als Pflicht, sondern verstand sie als Gottesdienst. Pünktlichkeit, Planung, Verantwortungsbewusstsein und Aufrichtigkeit waren herausragende Aspekte seiner Persönlichkeit.

Eine weitere Eigenschaft des Verstorbenen war, dass er ununterbrochen über neue Methoden für die Bildung und das Tarbiyyat der Jamaat nachdachte. Er kümmerte sich um das Tarbiyyat von Jugendlichen, Kindern und Erwachsenen gleichermaßen, und dies ist eine äußerst wichtige und essenzielle Eigenschaft, die ein Murabbi besitzen sollte.

Ebenso war eine herausragende Eigenschaft des Verstorbenen seine enorme Aufrichtigkeit. Er diente vollkommen selbstlos und machte nie viel Aufhebens davon. Er suchte keinen Ruhm, sondern strebte allein nach dem Wohlgefallen Allahs des Erhabenen. Wo auch immer er eingesetzt wurde, blieb er unentwegt im Dienst der Religion engagiert. Er brachte den Kindern mit großer Liebe bei, den Heiligen Qur’an mit der richtigen Aussprache zu lesen, und unzählige Kinder, die seine Schüler waren, erinnern sich heute noch liebevoll an ihn.

Märtyrertod in Burkina Faso: Alang Alangana Momini

Die zweite Erwähnung gilt Alang Alangana Momini. Er stammte aus Burkina Faso und war dort der lokale Zaim der Ansarullah. Er arbeitete auf den Feldern – dies ereignete sich im Monat Juli –, als Terroristen ihn ins Visier nahmen und durch Schüsse zum Märtyrer machten.

إِنَّا لِلَّهِ وَإِنَّا إِلَيْهِ رَاجِعُونَ

Er hatte im Jahr 1989 das Bai’at abgelegt.

Wadud, ein Muballigh, schreibt, dass der verstorbene Märtyrer ein außerordentlich aufrichtiger Mensch war, der eine tiefe Liebe zur Jamaat und zum Khilafat hegte. Er besaß eine leidenschaftliche Liebe zum Heiligen Qur’an, eine tiefe Verbundenheit mit der Moschee und zeichnete sich durch einen besonderen Eifer für den Gottesdienst, Gehorsam gegenüber dem Khilafat und den Dienst an der Jamaat aus.

Ähnlich berichtet Abdullah Jingani, ein Mu'allim, dass er ein sehr mutiger, furchtloser, aufrichtiger und gottesfürchtiger Mensch war. Er war ein hingebungsvoller Beter, verfügte über hervorragende Moral, was gesellig, sprach wenig, liebte das Khilafat und gehorchte ihm vollauf – ein exzellenter Mitarbeiter. Oftmals kam er als Erster in die Moschee, setzte sich und rezitierte fortlaufend den Heiligen Qur’an. Derselbe Mu'allim berichtet weiter: „Wenn ich zur Zeit des Fadschr-Gebets an seinem Haus vorbeiging, drang die Stimme der Qur'an-Rezitation aus seinem Haus.“

Abdur Rehman, der regionale Sadr jener Gegend, erzählt, dass er, obwohl er bereits älter war, auf seine Aufforderung hin stets persönlich zu jedem gemeinschaftlichen Waqar-e-Amal erschien und seine Kinder mitbrachte. Er nahm an jeder Jalsa und jedem Ijtema stets teil. Selbst wenn er gesundheitlich angeschlagen war, besuchte er dennoch die Veranstaltungen der Jamaat.

Amin Baloch sagt: „Ich habe ebenfalls in dieser Region gelebt. Er zahlte sein Chanda äußerst regelmäßig.“

Ebenso berichtet der lokale Mu'allim Balbo, dass er sich noch am Tag vor seinem Märtyrertod bezüglich seines Chanda meldete und seine Besorgnis über dessen rechtzeitige Zahlung äußerte; er war durch und durch vom Geist des Dienens für die Jamaat erfüllt. Und genau diese Eigenschaften hat jeder, der über ihn geschrieben hat, hervorgehoben.

Zu seinen Hinterbliebenen gehören zwei Witwen sowie dreizehn Söhne und Töchter. Möge Allah der Erhabene ihm Vergebung gewähren und ihn mit Barmherzigkeit behandeln.

Ein vorbildlicher Neukonvertit und Märtyrer: Yahya Sumare

Die dritte Erwähnung gilt Yahya Sumare aus Mali. Auch er verstarb vor wenigen Tagen im Alter von 32 Jahren.

إِنَّا لِلَّهِ وَإِنَّا إِلَيْهِ رَاجِعُونَ

Auch er ist ein Märtyrer. Aufgrund des Terrorismus ist die Lage in Mali seit einiger Zeit sehr angespannt. Yahya Sumare war im Gebiet Inifiss in der Region Gao im Militärdienst stationiert.

Es wird berichtet, dass am 4. Juli schlechtes Wetter herrschte und starker Wind wehte. In dieser Situation bat er seinen vorgesetzten Offizier um Erlaubnis, nach dem Wohlergehen der im Einsatz befindlichen Truppen zu sehen. Als er hinausging, um nach den zur Patrouille eingesetzten Truppen zu schauen, griffen die Terroristen genau in diesem Moment an. Bei diesem Angriff fand Herr Yahya den Märtyrertod.

Berichten zufolge hatte die Armee beschlossen, ihn am 22. September, dem Unabhängigkeitstag Malis, zu befördern und ihm zudem die Ehrenmedaille zu verleihen. Diese Entscheidung war vonseiten des Militärs bereits getroffen worden. Ebenso sollte er in eine große Stadt versetzt werden, doch noch bevor all dies geschehen konnte, trank er den Kelch des Martyriums.

Sein Bruder Fodi Sumare erzählt, dass Yahya Sumare im Jahr 2022 an der Jalsa Salana teilnahm. Als er während der Jalsa das Bild des Verheißenen MessiasAS erblickte, wurde sein Herz von einem ganz besonderen Zustand ergriffen, und er verspürte eine wundersame Ruhe und inneren Frieden. Durch das Hören von Ansprachen während der Jalsa und das Studium der Literatur der Jamaat, insbesondere der Übersetzung der Philosophie der Lehren des Islam in die lokale Sprache, wuchs seine Überzeugung weiter. Vor allem der rationale und den islamischen Prinzipien entsprechende Standpunkt der Ahmadiyya Muslim Jamaat zum Thema Jihad hinterließ einen tiefen Eindruck bei ihm. Bei dieser gesegneten Gelegenheit der Jalsa Salana legte er schließlich das Bai’at ab und trat der Jamaat bei.

Seine Ehefrau sagt, dass er ein vorbildlicher Ehemann, ein überaus liebevoller Vater für ihr Kind und jemand war, der sich stets um ihre Bedürfnisse kümmerte. In schwierigen Zeiten war er eine starke Stütze für sie.

Seine Eltern berichten, dass er eine von tiefster Liebe und Respekt geprägte Beziehung zu ihnen hatte. Er rief regelmäßig an, um sich nach ihrem Befinden zu erkundigen. Er kümmerte sich um ihre Bedürfnisse und bemühte sich stets, jegliches Leid von ihnen fernzuhalten. Er war ein sehr gehorsamer Sohn.

Der Missionsleiter von Mali schreibt, er sei ein fröhlicher junger Mann mit einer stets heiteren und gut gelaunten Persönlichkeit gewesen, der das Fasten und die Gebete strikt eingehalten und sich um Bedürftige gekümmert habe. Er war sowohl für die Seinen als auch für Fremde ein herausragendes Vorbild. Er pflegte die familiären Bindungen auf hervorragende Weise und war ein frommer sowie aufrichtiger Mensch.

Obwohl der Verstorbene ein Neukonvertit war, besaß er eine außerordentliche Hingabe, eine tiefe Verbundenheit, Ehrfurcht und wahre Liebe zur Ahmadiyya Muslim Jamaat, zum Verheißenen MessiasAS und zu den ehrenwerten Kalifen.

Sein Vater war kein Ahmadi, doch als er nach dem Märtyrertod seines Sohnes erlebte, welch vorbildlichen Umgang die Jamaat pflegte und wie sie alles hervorragend betreute, war er von diesem Mitgefühl tief berührt. Da er ohnehin bereits Nachforschungen über die Religion anstellte, sagte er, dass ihm die Wahrheit der Ahmadiyyat nun völlig offensichtlich geworden sei. Aus diesem Grund beschloss er, das Bai’at abzulegen.

Ein treuer Diener der Jalsa Salana: Sirajul Haq Qureshi

Die nächste Erwähnung gilt Herrn Sirajul Haq Qureshi, der Naib Afsar Jalsa Salana in Rabwah war. Auch er verstarb vor wenigen Tagen im Alter von 86 Jahren.

إِنَّا لِلَّهِ وَإِنَّا إِلَيْهِ رَاجِعُونَ

Durch die Gnade Allahs war er ein Musi. Die Ahmadiyyat hielt durch seinen Großvater, Hadhrat Mian Qutubuddin, einen Gefährten des Verheißenen MessiasAS, Einzug in seine Familie. Dieser hatte im Traum gesehen, dass der Verheißene MessiasAS bereits erschienen sei, woraufhin er nach Qadian reiste und das Bai’at an der Hand von HudhurAS ablegte. Auch seine Großmutter war eine Gefährtin.

Allah der Erhabene segnete seinen Großvater mit zwei Söhnen: Qureshi Fazal Haq und Qureshi Abdul Ghani. Diese beiden Söhne waren große Diener der Religion. Obwohl sie geschäftlich tätig waren, standen sie jederzeit bereit, der Religion zu dienen. Sie trugen auch wesentlich zur Besiedlung von Rabwah bei. Insbesondere als mit der Wassersuche begonnen wurde, wurde ihnen die Aufgabe anvertraut, Wasserpumpen und Ähnliches zu installieren.

Auch sein Großvater mütterlicherseits – also der Großvater mütterlicherseits von Qureshi Sirajul Haq –, Maulawi Muhammad Usman, war ein Gefährte. Zuletzt leistete er Dienste als Naib Nazir und Naib Afsar Jalsa Salana.

Seinen hauptamtlichen Dienst für die Jamaat hatte er erst vor einigen Jahren begonnen, vor etwa fuffzehn bis zwanzig Jahren. Davor war er im Bildungsministerium tätig und leistete Lehrdienste an verschiedenen Colleges. Er unterrichtete auch am T. I. College in Rabwah.

Syed Qasim Ahmad sagt, dass durch das Ableben von Sirajul Haq Qureshi alle Mitarbeiter des Büros der Jalsa Salana das Gefühl haben, als wäre ein äußerst mitfühlender, trostspendender Kollege und ein Ältester von ihnen gegangen. Wann immer ihm eine Aufgabe anvertraut wurde, führte er sie mit höchstem Verantwortungsbewusstsein aus.

Zu seinen Hinterbliebenen gehören zwei Töchter und zwei Söhne. Ein Sohn, Qamar-ul-Haq Qureshi, ist ein Murabbi der Jamaat und leistet Dienst in der Abteilung für Geschichte. Möge Allah der Erhabene ihm Vergebung gewähren und ihn mit Barmherzigkeit behandeln.

Aufopferungsvoller Dienst in Nigeria: Bilawal Tayyab

Die nächste Erwähnung gilt Bilawal Tayyab, einem Mu'allim der Jamaat in Nigeria. Auch er verstarb vor wenigen Tagen im Alter von 30 Jahren.

إِنَّا لِلَّهِ وَإِنَّا إِلَيْهِ رَاجِعُونَ

Durch die Gnade Allahs war er ein Musi. Während der Vorbereitungen für die Live-Übertragung der Jalsa Salana stürzte er bei Arbeiten an der Satellitenschüssel der Moschee von einer Leiter und verletzte sich schwer. Trotz medizinischer Behandlung konnte er sich nicht erholen; er hatte eine sehr schwere Verletzung an der Wirbelsäule erlitten.

Zu den Hinterbliebenen gehören neben seinen Eltern und seiner Ehefrau auch eine knapp elf Monate alte Tochter. Im Jahr 2018 schloss er seine Ausbildung an der Jamiatul Mubashireen in Nigeria ab und wurde als Mu'allim eingesetzt. Er war ein äußerst bescheidener, tatkräftiger und aufrichtiger Mu'allim. Jede ihm von die Jamaat übertragene Verantwortung erfüllte er im Rahmen seiner Möglichkeiten auf vorzügliche Weise, mit harter Arbeit und Aufrichtigkeit.

Seine Eltern sagen, er sei ein überaus verantwortungsbewusster, sehr auf ihr Wohl bedachter und diensteifriger Sohn gewesen. Trotz begrenzter finanzieller Mittel bemühte er sich stets nach besten Kräften, die finanziellen Bedürfnisse seiner Eltern zu erfüllen.

Seine Ehefrau berichtet, dass er nicht nur seine Pflichten für die Jamaat gewissenhaft erfüllte, sondern auch die islamischen Lehren und die Anweisungen des Khilafat stets in die Praxis umsetzte. Aufgrund seiner exzellenten Moral, seiner Aufrichtigkeit und seiner Barmherzigkeit war er bei den Mitgliedern der Jamaat, anderen Muslimen und Nicht-Muslimen gleichermaßen überaus beliebt.

Ein Mu'allim namens Munawar berichtet Folgendes: Er besaß eine überaus edle Moral, große Geduld und viel Langmut. Er ermutigte stets andere und hatte schon seit seiner Studienzeit eine große Leidenschaft für den Dienst an der Jamaat. Selbst auf dem Krankenbett, obgleich er schwer verletzt war und unter starken Schmerzen litt, erkundigte er sich weiterhin nach den Angelegenheiten der Jamaat und der Tarbiyyat der Jamaat-Mitglieder. Möge Allah der Erhabene ihm Vergebung gewähren und ihn mit Barmherzigkeit behandeln.

Ein treues Mitglied der Gemeinschaft: Master Ghafoor Ahmad

Das nächste Totengebet gilt dem ehrenwerten pensionierten Herrn Master Ghafoor Ahmad, der zuletzt in Kanada lebte. Er diente auch als Sadr in einem Dorf bei Sangla Hill. Auch er ist vor wenigen Tagen verstorben.

إِنَّا لِلَّهِ وَإِنَّا إِلَيْهِ رَاجِعُونَ

Er verrichtete die pflichtmäßigen fünf täglichen Gebete und das Tahajjud-Gebet, war gottesfürchtig, gesellig und ein begeisterter Anhänger des Khilafat. Er war eine Persönlichkeit, die stets dem Nizam der Jamaat und dem Khilafat gehorsam war. Er kümmerte sich auch um die Bedürfnisse von Außenstehenden. Einigen half er im Verborgenen finanziell. Bei Chanda und anderen finanziellen Initiativen beteiligte er sich stets an vorderster Front. Er hörte sich regelmäßig die Freitagsansprachen an und motivierte auch andere dazu. Er hatte stets großen Respekt vor den Funktionären der Jamaat und den Waqifeen-e-Zindagi.

Zu seinen Hinterbliebenen zählen neben seiner Ehefrau drei Töchter und fünf Söhne. Ebenso hinterlässt er Enkelsöhne und Enkeltöchter.

Einer seiner Söhne, Naeem Iqbal, ist der Amir und Missionsleiter von Fidschi. Da er sich zum Zeitpunkt des Todes seines Vaters im Einsatzgebiet befand, konnte er nicht am Totengebet teilnehmen. Möge Allah, der Erhabene, auch ihnen Geduld und Standhaftigkeit verleihen und den Verstorbenen mit Vergebung und Barmherzigkeit behandeln.

TarbiyyatDie moralische, spirituelle und charakterliche Erziehung und Ausbildung der Gläubigen.
MujaddidEin Reformer, der von Allah zu Beginn eines jeden islamischen Jahrhunderts gesandt wird, um den Glauben zu erneuern.
MuballighEin offizieller Missionar oder Prediger der Ahmadiyya-Gemeinschaft.
Bai’atDas spirituelle Treueversprechen und der Initiationsritus beim Eintritt in die Ahmadiyya Muslim Jamaat.
Waqif-e-ZindagiEin Lebensaufopferer, der sein gesamtes Leben und seine Arbeitskraft freiwillig in den Dienst der Gemeinde stellt.
FitnaSpaltung, Aufruhr, Verführung oder eine Prüfung, die den Glauben der Menschen gefährdet.
TablighDie Verkündigung und Verbreitung der Botschaft des Islam.
KhutbaDie formelle Predigt, insbesondere die wöchentliche Freitagsansprache des Kalifen.
Themen:
Die Bedeutung und Weisheit der Dankbarkeit gegenüber AllahDie Erfüllung göttlicher Prophezeiungen durch den Verheißenen MessiasASDie Huld Allahs beim Erkennen des gesandten ReformersAufrichtigkeit, Loyalität und finanzielle Opferbereitschaft der GefährtenUmgang mit Fitna und die Notwendigkeit von hoher Moral bei der Tabligh-ArbeitDie Vermittlung von Dankbarkeit und Mildtätigkeit im familiären KreisGedenken an verstorbene Muballigheen und engagierte Mitglieder der Jamaat

Tatplan der Woche

Checkliste für den Alltag

  • Zeige diese Woche täglich bewusste Dankbarkeit gegenüber Allah für Gesundheit, Frieden und den Glauben, anstatt unzufrieden zu sein.
  • Begegne Kritikern oder Gegnern deines Glaubens stets mit exzellenter Moral und meide respektlose Sprache, selbst wenn du provoziert wirst.
  • Vermittle den Kindern in deiner Familie durch kleine Geschichten oder Beispiele die Bedeutung von Dankbarkeit und das Geben von Almosen.
  • Unterstütze die lokalen Aktivitäten deiner Jamaat (wie Waqar-e-Amal oder Versammlungen) durch deine persönliche Teilnahme und pünktliche Chanda-Zahlungen.

Aktionsplan Missionary Incharge Büro

Wöchentlicher Umsetzungsplan basierend auf der Khutba

Dankbarkeit Im Lichte Der Aussagen Des Verheißenen MessiasAS

لَئِنۡ شَکَرۡتُمۡ لَاَزِیۡدَنَّکُمۡ وَلَئِنۡ کَفَرۡتُمۡ اِنَّ عَذَابِیۡ لَشَدِیۡدٌ ﴿۸﴾
„Wenn ihr dankbar seid, so will Ich euch fürwahr mehr geben; seid ihr aber undankbar, dann ist Meine Strafe wahrlich streng.“
(Ibrahim:8)


Ein Gebet des Verheißenen MessiasAS:
„O Herr aller Welten! Es ist mir unmöglich, Dir für alle Deine Gunstbeweise zu danken. Du bist sehr barmherzig und mitfühlend, und die Gnadengaben, die Du mir gewährt hast, sind unzählig. Vergib mir meine Sünden, damit ich nicht ins Verderben gerate. Erfülle mein Herz mit aufrichtiger Liebe zu Dir, damit ich Leben erhalte. Bedecke meine Fehler und erlaube mir, solche Taten zu vollbringen, die zur Quelle Deines Wohlgefallens werden. Ich suche Zuflucht bei Deinem edlen Antlitz, damit mich Deine Strafe nicht ereilt. Sei mir gnädig und bewahre mich vor dem Unglück im Diesseits wie im Jenseits. Denn alle Gnade und Barmherzigkeit liegt in Deiner Hand. Amien, und nochmals Amien.“
(Malfuzat, Band 1, S. 450)

Vor dem Unheil zu erretten, bedeutet nicht, dass wir anfangen, eine ebenso vulgäre Sprache zu verwenden wie unsere Gegner und uns zu Respektlosigkeit hinreißen zu lassen. Vielmehr sollen wir – innerhalb der Grenzen der islamischen Lehren – auf ihre falsche Propaganda und ihre Anschuldigungen antworten. Daran sollte sich auch ein jeder von uns, der Tabligh macht, stets erinnern. Unsere Umgangsformen und unser Charakter müssen vielmehr von höchster moralischer Güte geprägt sein. Ja, die Wahrheit soll durchaus dargelegt werden, jedoch stets innerhalb der Grenzen guter Sitten und eines vornehmen Charakters. Wir dürfen nicht dieselbe Sprache gebrauchen wie sie.

Umsetzungsplan für diese Woche

1
Stets Dankbarkeit an den Tag legen und dies auch den Kindern vermitteln
2
Hohe Moral und Charaktereigenschaften beweisen, vor allem beim Tabligh
3
Bei Leid und Drangsal und Verfolgung Geduld zeigen und dankbar bleiben
4
Für die Sache Allahs und des Glaubens für jedes Opfer bereit sein
5
Dankbarkeit bedeutet in den guten Werken und Taten zu wachsen (Gottesdienste)

Khutba für Kinder

MTA Germany
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