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Ansprache Lesen
Der vollständige Text der Freitagsansprache, strukturiert und durchsuchbar.
Zusammenfassung
Die wichtigsten Punkte kompakt zusammengefasst (Deutsch & Urdu).
Für Kinder
Kindgerecht erklärte Inhalte mit einem spaßigen Mini-Quiz.
To Dos
Praktische Umsetzung als Checkliste.
Quiz (Deutsch)
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Quiz (Urdu)
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Aktionsplan
Wöchentlicher Umsetzungsplan vom Missionary Incharge Büro basierend auf der Khutba
Freitagsansprache mit deutscher Übersetzung als Audio sowie Subtitles
MTA GermanyDeutsche Übersetzung
In der Freitagsansprache vom 15. Mai 2026 sagte Seine Heiligkeit Hadhrat Mirza Masroor AhmadABA:
Der vollkommene Mensch und der Maßstab der Demut
Wir sind der festen Überzeugung und glauben daran, dass, wenn jemals ein vollkommener Mensch auf dieser Welt geboren wurde, dies Hadhrat Muhammad MustafaSAW ist. Weder vor ihm wurde ein derart vollkommener Mensch geboren, noch kann nach ihm jemals ein solcher geboren werden. Die Erfüllung der Rechte Allahs und der Mitmenschen sowie alle moralischen und menschlichen Eigenschaften sind in ihrer höchsten Form in der Person des Heiligen ProphetenSAW vereint. Welche moralische Eigenschaft man auch betrachtet, man findet in ihm deren höchsten Maßstab, der in keinem anderen Menschen jemals vorhanden war, ist oder sein wird.
Unter diesen Eigenschaften und Tugenden ist eine die der Demut und Bescheidenheit, deren höchstes Beispiel in ihm zu finden ist. Er ermahnte auch seine Anhänger stets, dass ein Gläubiger versuchen sollte, die Tugend der Demut zu einem beständigen Teil seines Lebens zu machen. In Bezug auf diese erhabene moralische Eigenschaft des ProphetenSAW gebot Allah im Heiligen Qur'an, sie mit folgenden Worten zu verkünden:
قُلۡ اِنَّمَآ اَنَا بَشَرٌ مِّثۡلُکُمۡ
Sag ihnen: „Ich bin nur ein Mensch wie ihr.“ Obwohl Allah ihm den Rang eines Propheten verleihen hatte, der die letzte und vollkommene Scharia brachte, ließ Er ihn dennoch genau dies verkünden: Sag, dass ich ein Mensch und ein bescheidener Mensch bin.
Das Zeugnis des Verheißenen MessiasAS über das Dienersein
In diesem Zusammenhang werde ich heute einige Ahadith und Auszüge aus den Schriften des Verheißenen MessiasAS vortragen, die diese Eigenschaft bei verschiedenen Gelegenheiten verdeutlichen. Der Verheißene MessiasAS sagt: „Es gibt auf der Welt kein besseres Vorbild eines vollkommenen Menschen als unseren Heiligen ProphetenSAW, und es kann auch bis zum Tag des Jüngsten Gerichts kein besseres geben. Seht nur, obwohl ihm machtvolle Wunder gewährt wurden, zeichnete sich der Heilige ProphetSAW stets durch seine vollkommene Ergebenheit und Haltung als Diener aus. Er machte das Bekenntnis zu seinem Dienersein sogar zu einem unerlässlichen Bestandteil der Kalima, ohne die ein Muslim gar kein Muslim sein kann. Denkt nach und denkt nochmals nach: Wenn uns die Lebensweise des vollkommenen Führers lehrt, dass er selbst auf der höchsten Stufe der Nähe zu Gott das Bekenntnis seiner Dienerschaft nicht aufgab, dann ist es für jeden anderen völlig nutzlos und vergeblich, etwas Derartiges auch nur zu denken oder sich solche Dinge in den Kopf zu setzen.“
Ferner sagt er: „Man sollte leere Prahlerei sowie unangebrachte Arroganz und Überheblichkeit meiden und stattdessen Demut und Bescheidenheit annehmen. Seht, das Beispiel der Demut und Bescheidenheit des Heiligen ProphetenSAW – der in Wahrheit der Größte war und die meiste Ehrfurcht verdiente – ist im Heiligen Qur'an festgehalten. Es steht geschrieben, dass ein blinder Mann zum Heiligen ProphetenSAW zu kommen pflegte, um den Heiligen Qur'an zu studieren. Eines Tages waren die Würdenträger und Führer Mekkas beim ProphetenSAW versammelt, und er war in ein Gespräch mit ihnen vertieft. Da er aufgrund des Gesprächs beschäftigt war und es zu einer kleinen Verzögerung kam, stand der Blinde auf und ging. Dies scheint eine alltägliche Begebenheit zu sein, doch Allah offenbarte daraufhin eine Sure. In der Folge suchte der Heilige ProphetSAW ihn zu Hause auf, brachte ihn mit, breitete sein eigenes gesegnetes Tuch aus und ließ ihn darauf Platz nehmen. Die Wahrheit ist, dass jene, in deren Herzen die Erhabenheit Allahs verankert ist, zwangsläufig demütig und bescheiden sein müssen, weil sie stets in Furcht und Ehrfurcht vor der Unabhängigkeit Gottes beben.“
Dies ist also nicht bloß eine Begebenheit, die im Heiligen Qur'an erwähnt oder vom Verheißenen MessiasAS erzählt wird, sondern es ist eine Lektion, die uns gelehrt wurde: Der Heilige ProphetSAW ist ein exzellentes Vorbild für euch. Wenn ihr behauptet, ihn zu lieben, dann bemüht auch ihr euch, höchste Maßstäbe der Demut und Bescheidenheit zu erreichen.
Die himmlische und die irdische Kette
Um einen Gläubigen auf das wahre Wesen der Demut und deren Umsetzung aufmerksam zu machen, sagte der Heilige ProphetSAW bei einer Gelegenheit – wie von Hadhrat Ibn Abbas überliefert wird –: „An den Kopf eines jeden Menschen sind zwei Ketten gebunden. Eine Kette führt zum Himmel und die andere zur Erde. Wenn der Diener Demut und Bescheidenheit an den Tag legt, hebt ihn der Engel, der die himmlische Kette in der Hand hält, empor.“ Wenn der Diener sich in Demut beugt, gewährt ihm Allah einen höheren Rang. „Doch wenn er arrogant und rebellisch wird, zieht ihn die Kette, die zur Erde führt, hinab.“ Keine Tat des Arroganten wird dann noch akzeptiert; in den Augen Allahs ist er nach unten gefallen und zu Boden gestürzt.
Ebenfalls von Hadhrat Ibn Abbas wird überliefert, dass Allah den Diener, wenn er Demut übt, bis in den siebten Himmel emporhebt. Wenn wir uns also wünschen, die Nähe Allahs zu erlangen, ist Demut hierfür von sehr großer Bedeutung.
Es wird von Hadhrat Abu Huraira überliefert, dass der Gesandte AllahsSAW sagte: „Spenden mindert das Vermögen in keiner Weise, und Allah erhöht niemanden aufgrund von Vergebung, es sei denn in seiner Ehre [das heißt, durch Vergeben wächst die Ehre], und niemand übt Demut um Allahs willen, ohne dass Allah ihn erhöht.“ Er legte diese grundlegenden Prinzipien für einen Gläubigen dar: Durch Spenden und finanzielle Opfer verringert sich das Vermögen nicht, sondern es vermehrt sich. Beseitigt daher den Irrglauben aus euren Herzen, dass finanzielle Opfer euer Vermögen schmälern könnten. Verzeihen und Nachsicht mindern nicht die Ehre, sondern sie steigern sie. Wenn die Menschen diese Wahrheit erkennen würden, ließen sich viele soziale Konflikte und Streitigkeiten in der Gesellschaft lösen. Weiterhin erklärte er, dass Allah demjenigen, der Demut übt, Höhen gewährt. Je demütiger ihr seid, desto höhere Ränge wird Allah, der Erhabene, euch verleihen.
Die Ablehnung von Überhebung und Prahlerei
Welche Maßstäbe der Demut galten für den Heiligen ProphetenSAW selbst? Hadhrat Anas bin Malik überliefert, dass einmal ein Mann den ProphetenSAW mit den Worten ansprach: „O MuhammadSAW, o unser Anführer, o Sohn des Anführers, o unser Bester und Sohn des Besten!“ Daraufhin sagte der ProphetSAW: „O ihr Menschen, macht die Gottesfurcht für euch zur Pflicht. Satan soll euch nicht in die Irre führen. Ich bin Muhammad, Sohn von Abdullah, der Diener Allahs und Sein Gesandter. Bei Allah, ich mag es nicht, wenn ihr mich über den Rang erhebt, den Allah mir gewährt hat.“ Was Allah, der Erhabene, ihn also verkünden ließ, das bewies er auch durch sein praktisches Vorbild.
Ein weiteres Beispiel für den Höhepunkt seiner eigenen Demut findet sich in einem Hadith. Hadhrat Abu Huraira sagt: „Ich hörte den Gesandten AllahsSAW sagen: ‚Niemanden werden seine Taten jemals ins Paradies führen.‘ Die Gefährten fragten: ‚O Gesandter Allahs, auch Sie nicht?‘ Er antwortete: ‚Nein, auch mich nicht, es sei denn, Allah hüllt mich in Seine Gnade und Barmherzigkeit. Führt deshalb eure Taten mit größter Sorgfalt aus und verrichtet sie, um die Nähe Allahs zu erlangen. Und niemand von euch sollte sich jemals den Tod wünschen. Wenn er rechtschaffen ist, kann er vielleicht noch weiter in der Tugend fortschreiten, und wenn er sündig ist, kann er vielleicht bereuen und das Missfallen Allahs, des Erhabenen, abwenden.‘“
Die Liebe zu den Bedürftigen
In einer weiteren Überlieferung heißt es, dass Hadhrat Said bin Khudri gesagt hat, man solle die Bedürftigen lieben, denn er habe den Gesandten AllahsSAW in seinem Gebet sagen hören:
اللَّهُمَّ أَحْيِنِي مِسْكِينًا، وَأَمِتْنِي مِسْكِينًا، وَاحْشُرْنِي فِي زُمْرَةِ الْمَسَاكِينِ
‚O mein Allah, lass mich als Bedürftigen leben, lass mich als Bedürftigen sterben und erwecke mich in der Gruppe der Bedürftigen auf.‘“
Hadhrat Abdullah bin Abi Aufa berichtete, dass der Gesandte AllahsSAW reichlich Zikr zu machen pflegte und sich nicht mit nutzlosen Dingen beschäftigte – das heißt, er gedachte Allahs sehr viel. Er verlängerte das Gebet und hielten die Khutba [Predigt] kurz. Der ProphetSAW empfand es nicht als unangenehm, mit Witwen und Armen zu gehen und ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Dies war ebenfalls ein Ausdruck seiner Demut; er besaß zweifellos höchste Maßstäbe in der Anbetung, aber seine Demut war derart groß, dass er sich mit vollkommener Geduld Zeit nahm, um jedem Armen oder jeder Witwe zuzuhören.
Hadhrat Anas bin Malik berichtete, dass selbst eine der Sklavinnen von Medina den Gesandten AllahsSAW an der Hand nehmen und ihn wegen ihrer Anliegen dorthin führen konnte, wohin sie wollte. Es wird von Hadhrat Anas überliefert, dass eine Frau, deren Verstand etwas beeinträchtigt war, sagte: „O Gesandter Allahs, ich brauche Ihre Hilfe.“ Er antwortete: „O Mutter von soundso, schau, in welche Gasse du auch immer gehen willst, ich werde dich begleiten, bis ich dein Anliegen erfüllt habe.“ Daraufhin begab er sich mit ihr auf einen Weg, bis sie ihr Anliegen vorbrachte und dieses erfüllt wurde, was auch immer sie verlangt hatte. Wie dem auch sei, in Überlieferungen über diese Frau wird auch erwähnt, dass ihr Name Umme Zafar war. Sie war eine Dienerin von Hadhrat Khadija und geistig nicht sehr weit entwickelt; vielleicht hatte sie eine leichte Einschränkung – manchmal gibt es Menschen, die Dinge nicht richtig begreifen oder deren Verstand nicht ganz gefestigt ist. Es bedeutet nicht, Gott bewahre, dass sie geistig völlig unfähig war, aber sie verfügte über nicht allzu viel Verstand. Dennoch nahm der Heilige ProphetSAW Rücksicht auf ihre Gefühle.
Der Unterschied zwischen Königen und Propheten
In einer Überlieferung berichtet Adi bin Hatim: „Ich machte mich auf den Weg zum Gesandten AllahsSAW, bis ich Medina erreichte. Ich betrat die Moschee, trat vor den Gesandten AllahsSAW und grüßte ihn. Der Gesandte AllahsSAW fragte: ‚Wer bist du? ‘ Ich antwortete: ‚Ich bin Adi bin Hatim.‘ Da stand der Gesandte AllahsSAW auf und führte mich in Richtung seines Hauses. Auf dem Weg trat eine schwache alte Frau heran und trug ihm sehr lange ihr Anliegen vor. Der Heilige ProphetSAW blieb ihretwegen stehen.“ Er berichtet weiter: „Ich sagte mir in meinem Herzen, dieser Mann kann kein König sein. Könige bleiben nicht auf diese Weise für arme Menschen stehen. Könige haben nicht solche Tugenden. Dann führte mich der Heilige ProphetSAW in sein Haus, nahm ein dickes Kissen, legte es mir hin und sagte: ‚Setz dich darauf.‘“ – Ein Kissen lag im Haus und er gab es dem Gast. – „Ich sagte: ‚Nehmen Sie doch darauf Platz.‘ Er antwortete: ‚Nein, setz du dich.‘ Schließlich setzte ich mich darauf und er setzte sich auf den Boden. Ich sagte mir in meinem Herzen, dass dies keineswegs die Gewohnheiten von Königen sind. Das sind die Handlungen eines sehr demütigen Menschen.“
Er zeigte auch Kindern gegenüber Liebe und drückte Demut aus. Er grüßte sie als Erster. Hadhrat Anas berichtet, dass der Gesandte AllahsSAW, wenn er zu den Ansar ging, deren Kinder grüßte, ihnen sanft über den Kopf strich und für sie betete.
Hadhrat Ibn Mas’ud berichtete, dass einmal ein Mann vor den ProphetenSAW trat. Als der ProphetSAW mit ihm sprach, begannen die Schultern des Mannes aufgrund der ehrfurchtgebietenden Ausstrahlung des ProphetenSAW zu zittern. Da sagte er zu ihm: „Beruhige dich, ich bin kein König. Ich bin nur der Sohn einer Frau, die getrocknetes Fleisch aß.“ Der Verheißene MessiasAS sagt: „Seht, obwohl die Erfolge unseres Heiligen ProphetenSAW derart waren, dass sich unter allen früheren Propheten nichts Vergleichbares findet, wurde er immer demütiger, je mehr Erfolge ihm Gott, der Erhabene, gewährte. Es wird berichtet, dass einmal ein Mann vor den ProphetenSAW gebracht wurde. Der ProphetSAW sah, dass er stark zitterte und sich fürchtete. Doch als er näher kam, fragte er ihn mit äußerster Sanftmut und Freundlichkeit: ‚Warum fürchtest du dich so? Schließlich bin ich nur ein Mensch wie du und der Sohn einer alten Frau.‘“
Einfachheit ohne Formalitäten
Er war auch weit erhaben über jegliche Art von Zurschaustellung und Formalität. Dies wird unter anderem durch ein Ereignis während seiner Hidschra nach Medina deutlich, welches wir schon oft gehört haben. In einer Überlieferung heißt es, dass die Muslime zur Zeit der Hidschra, als sie von der Ankunft des Gesandten AllahsSAW in Medina hörten, sofort aufsprangen und zu ihren Waffen griffen und den Gesandten AllahsSAW auf der Ebene von Harra empfingen. Er nahm sie mit sich, bog nach rechts ab und ließ sich mit ihnen im Viertel der Banu Amr bin Auf nieder. Dies geschah an einem Montag im Monat Rabi-ul-Awwal. Hadhrat Abu Bakr stand auf, um die Menschen zu empfangen, während der Gesandte AllahsSAW still sitzen blieb. Diejenigen unter den Ansar, die den Gesandten AllahsSAW noch nicht gesehen hatten, kamen und begannen Hadhrat Abu Bakr zu grüßen, bis die Sonne auf den Gesandten AllahsSAW schien. Da erhob sich Hadhrat Abu Bakr und spendete dem Heiligen ProphetenSAW mit seinem Tuch Schatten. Erst in diesem Moment erkannten die Leute den Gesandten AllahsSAW.
Hadhrat Ibn Abbas überliefert, dass er Hadhrat UmarRA hörte, der auf der Kanzel stand und sagte: „Ich habe den ProphetenSAW sagen hören: ‚Übertreibt es nicht mit meinem Lob, wie die Christen es mit dem Lob über den Sohn der Maria taten. Ich bin nur der Diener Allahs, also sagt, dass ich Sein Diener und Sein Gesandter bin.‘“ Ebenso überliefert Ali bin Hasan von seinem Vater: „Liebt uns um des Islam willen, denn der Gesandte AllahsSAW hat mir gesagt: ‚Erhebt meinen Rang und meine Stellung nicht über das hinaus, was recht ist, denn Allah hat mich zu Seinem Diener gemacht, bevor Er mich zum Gesandten machte.‘“ Der ProphetSAW sagte: Liebt aus Liebe zum Islam.
Mutarrif berichtete, dass sein Vater ihm erzählte: „Ich ging mit einer Delegation der Banu Amir zum Gesandten AllahsSAW. Wir sagten: ‚Sie sind unser Herr.‘ Er antwortete: ‚Der Herr ist Allah der Segensreiche und Erhabene.‘ Wir sagten: ‚Sie sind unter uns der Vorzüglichste und im Gutestun der Größte von uns allen.‘ Er sagte: ‚Bringt euer Anliegen vor‘ – oder er sagte: ‚Bringt eure Anliegen vor, aber lasst euch vom Satan nicht mutig machen.‘“ Sein Ausmaß an Demut zeigte sich darin, dass er sie sofort unterbrach und sagte, sie sollten diese Worte unterlassen. Das kann später bei euch zu Fehlentwicklungen führen. Bringt hervor, was euer eigentliches Anliegen ist, wofür ihr gekommen seid, und sagt keine falschen Dinge über mich, obwohl die lobenden Worte, die für ihn verwendet wurden, durchaus zutreffend sein könnten.
Hadhrat Rubaiyya bint Mu'awwidh bin Afra berichtete: „Als ich nach meiner Hochzeit verabschiedet wurde, kam der Heilige ProphetSAW zu mir herein und setzte sich auf mein Bett, so wie du jetzt bei mir sitzt.“ – Das sagte sie zu der Person, der sie dies erzählte. – „Da begannen einige unserer Mädchen, die Rahmentrommel zu schlagen und die Vorzüge jener unserer Ältesten zu besingen, die in der Schlacht von Badr gefallen waren. In diesen Versen sang eines der Mädchen: ‚Unter uns ist ein Prophet, der weiß, was morgen geschehen wird.‘ Er sagte sofort: ‚Lass das und singe, was du zuvor gesungen hast.‘“ Diese Behauptungen, dass er das Verborgene kenne, seien falsch; der Einzige, der das Verborgene kennt, ist Allah.
Hadhrat Abdullah überliefert vom ProphetenSAW, dass er sagte: „Niemand sollte sagen, dass ich vorzüglicher bin als Yunus bin Matta.“ Obwohl er vorzüglicher war, verbot er diesen Vergleich und brachte äußerste Demut zum Ausdruck. Ebenso berichtet Hadhrat Anas bin Malik, dass ein Mann zum Gesandten AllahsSAW kam und sagte: „O Khair-ul-Bariyya“, was bedeutet: „O bester Mensch der Schöpfung.“ Daraufhin sagte der Gesandte AllahsSAW: „Das war IbrahimAS.“ Sicherlich war er (der ProphetSAW) Khair-ul-Bariyya und ist es, der Beste der Schöpfung und auch der Beste unter den Gesandten, doch in seiner tiefen Demut schrieb er dies Hadhrat Ibrahim zu.
Ein weiteres Beispiel für seine Demut wird wie folgt erwähnt: Hadhrat Umar bin Khattab berichtet, dass einmal ein Mann den Heiligen ProphetenSAW dreimal rief, und jedes Mal antwortete er: „Labbaik, Labbaik“, was bedeutet: „Ich bin anwesend, ich bin anwesend.“ Als fast ganz Arabien erobert war, vollzog dieser Eroberer Arabiens zusammen mit mehr als hunderttausend Gefährten den Hadsch. Die Demut des ProphetenSAW zu diesem Zeitpunkt war derart, dass Hadhrat Anas bin Malik berichtet: „Der ProphetSAW vollzog den Hadsch auf einem Reittier mit einem gewöhnlichen Sattel und trug ein Tuch, das einen Wert von vier Dirham hatte oder nicht einmal das wert war – also ein sehr einfaches Tuch. Und der ProphetSAW sprach:
اللَّهُمَّ حَجَّةٌ لَا رِيَاءَ فِيهَا وَلَا سُمْعَةَ
‚O Allah, dies ist ein solcher Hadsch, in dem es weder Zurschaustellung noch das Streben nach Ruhm gibt.‘“
Die Bedeutung der Namen Ahmad und Muhammad
Der Verheißene MessiasAS sagt in seiner Lobpreisung des Heiligen ProphetenSAW in Bezug auf seinen Namen, dass „der Name Ahmad Milde und im Gegensatz dazu der Name Muhammad Härte manifestiert.“ Dies sind die zwei Namen des Heiligen ProphetenSAW. „Und zwar aus dem Grunde, dass im Namen Muhammad Bewunderung verborgen liegt,“ – das bedeutet, dass er der Geliebte Allahs ist – „da er alle Lobpreisungen umfasst, ja, wenn man wunderschön ist und jegliche Lobpreisung umfasst, dann verlangt dies nach Glorie und Erhabenheit.“ – Er ist die Verkörperung allen Lobes, und dies ist nur dann wahr, wenn sich ihm die Erhabenheit Allahs offenbart und er sowohl diese als auch den hohen Rang, den Allah ihm verliehen hat, zum Ausdruck bringt. – „Wohingegen im Namen Ahmad Liebe verborgen liegt“ – die Farbe der Liebe ist darin verborgen –, „da er Lobpreisung, Demut, liebevolle Hingabe und Bescheidenheit abverlangt. Dies wird auch als der Zustand der Milde bezeichnet,“ – der Name Ahmad reprsentiert diesen Zustand der Milde, weil darin Liebe vorzufinden ist – „welcher nach Bescheidenheit ruft.“
Er sagt: „Unserem ProphetenSAW war insofern auch die Vorzüglichkeit der Bewunderung inhärent – was im Namen Muhammad zum Ausdruck kommt.“ Sprich, der Name Muhammad erforderte genau dies, dass er der Geliebte Gottes war. „Muhammad zu sein bedeutet, der Inhaber aller Lobpreisungen zu sein, was die Vorzüglichkeit der Bewunderung hervorbringt. Wobei im Heiligen ProphetenSAW auch die Vorzüglichkeit der Liebe enthalten ist, was ausgedrückt wird im Namen Ahmad.“ Das heißt, der Name Ahmad verlangt, dass er auch die Fähigkeit zur Liebe besitzt, denn ein Lobender muss auch ein Liebender sein. „Ein jeder lobt nur dann jemanden aufrichtig und aus ganzem Herzen, wenn er ihn verehrt und liebt. Und dabei ist Bescheidenheit notwendig, wenn man ein Verehrer und Liebender sein will.“ Liebe wird nicht durch das Einflößen von Furcht ausgedrückt. „Eben dies ist der Zustand der Milde, welcher verlangt wird von der Wahrheit der Ahmadiyyat. Bewunderung, die in dem Namen Muhammad verborgen war, kam durch die Gefährten zum Vorschein. Dabei wurden die Verleumder und hochmütigen Menschen durch die Majestät von Gottes Geehrten unterdrückt.“ Da er der Geliebte Allahs war, zeigte Allah auch Seine Majestät, und durch die Gefährten wurde diese Majestät demonstriert und die Feinde wurden vernichtet.
Dies weiter erklärend, sagt er an einer anderen Stelle: „Ein Geheimnis in den gesegneten Namen des ProphetenSAW ist, dass Muhammad und Ahmad zwei Namen sind, die zwei unterschiedliche Vorzüglichkeiten in sich bergen. Der Name Muhammad verlangt Majestät und Größe – er, der aufs Höchste gepriesen wird –, und darin liegt die Farbe eines Geliebten, denn der Geliebte wird gepriesen. Daher muss darin notwendigerweise eine majestätische Note sein. Der Name Ahmad jedoch birgt die Farbe eines Liebenden in sich, denn das Loben ist die Aufgabe des Verehrers. Er lobt beständig seinen Geliebten und Verehrten. So wie Muhammad in seiner Form als Geliebter Erhabenheit und Größe verlangt, so verlangt Ahmad in seiner Form als Liebender nach Demut und Bescheidenheit.“ Der zweite Name Ahmad wird durch die Eigenschaft der Demut und Bescheidenheit deutlich.
Die Manifestation in Mekka und Medina
„Hierin war das Geheimnis verborgen, dass sein Leben in zwei Phasen unterteilt wurde.“ Es gab zwei Abschnitte in seinem Leben: „Der eine war das mekkanische Leben, das eine Zeitspanne von dreizehn Jahren umfasste, und der andere war das medinensische Leben, das zehn Jahre dauerte. Im mekkanischen Leben wurde der Name Ahmad manifestiert. Damals verbrachte er seine Tage und Nächte vor Gott in Weinen, Flehen, im Suchen nach Hilfe.“ Extreme Demut und Bescheidenheit prägten sein Wesen; dies ist zwar auch später der Fall gewesen, jedoch trat hier ausschließlich diese Eigenschaft hervor. „Wenn jemand mit den Lebensumständen des ProphetenSAW zu dieser Zeit gut vertraut ist, wird er wissen, dass die Bittgebete und das Flehen, die er in diesem mekkanischen Leben zeigte, niemals von einem Liebenden auf der Suche nach seinem Geliebten gezeigt wurden oder jemals gezeigt werden können.“ Er gibt hier ein Beispiel dafür, wie zum Ausdruck kam, dass er völlig in der Liebe zu Allah aufgegangen ist. Zwar ist sein gesamtes Leben davon erfüllt gewesen, jedoch gilt dies insbesondere für diese Zeit.
„Zudem war sein Flehen nicht für sich selbst, sondern entsprang seinem vollständigen Bewusstsein über den Zustand der Welt. Da jede Spur der Gottesverehrung verschwunden war und sein Geist und sein Wesen durch den Glauben an Allah einen Genuss und eine Wonne gefunden hatten, wollte er von Natur aus die Welt mit diesem Genuss und dieser Liebe erfüllen. Wenn er wiederum auf den Zustand der Welt blickte, waren ihre Neigungen und Natur in einer seltsamen Verfassung, und große Schwierigkeiten und Nöte waren zugegen. Kurzum, über diesen Zustand der Welt weinte und flehte er so sehr, dass er fast das Leben verlor. Darauf hinweisend sagte Allah:
لَعَلَّکَ بَاخِعٌ نَّفۡسَکَ اَلَّا یَکُوۡنُوۡا مُؤۡمِنِیۡنَ
„Vielleicht grämst du dich noch zu Tode darüber, dass sie nicht glauben.“ Dies war sein von Demut erfülltes Leben, in welchem der Name Ahmad manifestiert wurde. Zu dieser Zeit befand er sich in einem Zustand gewaltiger spiritueller Konzentration. Die Manifestation dieser Konzentration zeigte sich im medinensische Leben und in der Epoche der Manifestation des Namens Muhammad, wie dieser Vers verdeutlicht.“
Der erste Zeitabschnitt war das Leben des Ahmad, und als er dann nach Medina kam, zeigte sich die Manifestation des Muhammad. Wie bereits erwähnt, wurden die Feinde auch durch die Gefährten vernichtet. Hier sagt er, dass die Zeit dieser Manifestation gekommen war, wie aus folgendem Vers hervorgeht:
وَاسۡتَفۡتَحُوۡا وَخَابَ کُلُّ جَبَّارٍ عَنِیۡدٍ
„Und sie flehten um den Sieg, und jeder hartnäckige Tyrann und Feind der Wahrheit ging zugrunde.“ Als die Feinde in Medina Härte zeigten, trat die Manifestation Muhammads zutage, und jeder Feind wurde völlig vernichtet.
وَاسۡتَفۡتَحُوۡا وَخَابَ کُلُّ جَبَّارٍ عَنِیۡدٍ
Sie baten Allah um den Sieg, und Allah gewährte ihnen den Sieg über den Feind, und Allah vernichtete seine Feinde.
Gefolgschaft als Weg zur göttlichen Nähe
Der Verheißene MessiasAS sagt an einer Stelle: „In dem Maße, in dem der Zustand des Heiligen ProphetenSAW an einigen Stellen in Demut und Bescheidenheit sichtbar seinen Höhepunkt erreicht, erkennt man auch, dass er in demselben Maße von der Unterstützung und dem Licht des Heiligen Geistes gestärkt und erleuchtet ist. Wie unser Heiliger ProphetSAW durch seinen praktischen und tatsächlichen Zustand gezeigt hat, ist der Kreis seiner Lichter und Segnungen so umfassend, dass sein Vorbild und sein Schatten bis in alle Ewigkeit sichtbar bleiben.“ Dieses Vorbild wird immer sichtbar sein und auch in diesem Zeitalter wird alles, was an Segen und Gnade Gottes herabkommt, nur durch Gehorsam und Gefolgschaft ihm gegenüber gewährt.
„Ich sage die Wahrheit und spreche aus eigener Erfahrung, dass niemand als wahrhaft rechtschaffen gelten oder das Wohlgefallen Allahs erlangen kann, und niemand mit jenen Belohnungen, Segnungen, Erkenntnissen, Wahrheiten und Visionen gesegnet werden kann, die durch das höchste Maß an innerer Reinheit gewährt werden, es sei denn, er verliert sich völlig in der Gefolgschaft des Heiligen ProphetenSAW. Der Beweis dafür findet sich im Wort Gottes selbst:
قُلۡ اِنۡ کُنۡتُمۡ تُحِبُّوۡنَ اللّٰہَ فَاتَّبِعُوۡنِیۡ یُحۡبِبۡکُمُ اللّٰہُ
‚Sprich: Wenn ihr Allah liebt, so folgt mir, dann wird Allah euch lieben.‘ Und der lebendige und praktische Beweis für diese Behauptung Gottes bin ich.“ Er sagt: „Ich bin der praktische Beweis dafür. Ich liebe den Heiligen ProphetenSAW, und die Segnungen Allahs werden auf mich herabgesandt. Erkennt mich an jenen Zeichen, die im Qur’an für die Geliebten und Freunde Gottes festgelegt sind.“
Kurz gesagt, die Vollkommenheit des Charakters des Heiligen ProphetenSAW reichte so weit, dass er, selbst wenn eine alte Frau seine Hand ergriff, stehen blieb und ihren Worten mit größter Aufmerksamkeit zuhörte und sie nicht losließ, bis sie selbst ihn losließ.
Bescheidenheit im täglichen Leben und Speise
In einer Überlieferung werden seine Demut und Einfachheit wie folgt beschrieben. Hadhrat Anas bin Malik berichtete, dass der Heilige ProphetSAW Kranke besuchte, an Beerdigungen teilnahm, auf Eseln ritt – selbst wenn es ein sehr einfaches Reittier war, ritt er darauf – und die Einladung eines Sklaven annahm. Am Tag der Schlacht von Banu Quraiza ritt er auf einem Esel, dessen Zügel aus Dattelpalmenfasern bestanden und dessen Sattel ebenfalls aus Dattelpalmenfasern war – also es war sehr schlicht. In einer Überlieferung heißt es, dass Hadhrat Usman in einer Khutba erklärte: „Bei Allah, wir waren in Begleitung des Heiligen ProphetenSAW sowohl auf Reisen als auch zu Hause. Er besuchte unsere Kranken, begleitete unsere Trauerzüge und war überall und in jeder Angelegenheit bei uns.“
Ebenso berichtet Hadhrat Abu Huraira, dass der Heilige ProphetSAW sagte: „Wenn ich zu einem Essen eingeladen werde, bei dem es nur den Schenkel oder den Fuß eines Schafes gibt, werde ich die Einladung sicherlich annehmen. Und wenn mir der Schenkel oder Fuß eines Schafes als Geschenk gesandt wird, werde ich dieses sicherlich annehmen.“ Das heißt, selbst wenn es eine Einladung zu etwas Einfachem war oder es sich um ein einfaches Geschenk handelte, nahm er es an. Hadhrat Anas bin Malik berichtet, dass der Heilige ProphetSAW eines Tages zu einer Mahlzeit mit Gerstenbrot und ranzigem Fett eingeladen wurde, welche er mit großer Freude annahm.
In einer Überlieferung wird sein schlichtes Essen wie folgt beschrieben: Hadhrat Anas bin Malik überliefert, dass ein Schneider den Heiligen ProphetenSAW eines Tages zu einem selbst zubereiteten Essen einlud. Hadhrat Anas bin Malik berichtet: „Ich ging auch mit dem Heiligen ProphetenSAW zu diesem Essen. Der Mann setzte dem Gesandten AllahsSAW Brot und Brühe vor, die Kürbis- und Fleischstücke enthielt. Der Eintopf bestand also aus Kürbis und Fleisch. Ich sah den Heiligen ProphetenSAW, wie er vom Rand der Schüssel die Kürbisstücke heraussuchte und das Fleisch liegen ließ.“ Hadhrat Anas sagte: „Seit diesem Tag begann ich Kürbis zu essen und mochte ihn.“
An dieser Stelle möchte ich auch unsere Gäste ansprechen; das ist auch eine Lektion für sie. Denn beim Langar, besonders während der Tage der Jalsa Salana, beklagen sich die Leute manchmal und sagen: „Macht keine Kartoffeln in das Alu Gosht [Gericht aus Fleisch mit Kartoffeln], gebt uns nur Fleisch.“ Behaltet immer dieses Vorbild des Heiligen ProphetenSAW vor Augen: Das Essen wird in kalkulierten Mengen gekocht. Daher sollte man essen, was man bekommt, und jegliches Gemüse oder Fleisch, das angeboten wird, gerne verzehren.
Rücksichtnahme und Gerechtigkeit
Ein weiteres Beispiel für seine Rücksichtnahme auf die Gefühle anderer und seine Demut findet sich in einer Überlieferung. Hadhrat Jabir bin Abdullah berichtet, dass der Heilige ProphetSAW die Hand eines Leprakranken nahm und sie mit seiner eigenen in die Essensschale legte. Dann sagte er: „Iss im Namen Allahs, mit Vertrauen auf Allah und im Verlass auf Ihn.“
Ebenso berichtete Hadhrat Usama bin Zaid, dass der Heilige ProphetSAW auf einem Esel ritt, auf dem ein in Fadak gewebtes Tuch lag, und dass der Heilige ProphetSAW Hadhrat Usama bin Zaid hinter sich aufsitzen ließ. Er hatte keine Vorbehalte bezüglich der Person, die mit ihm ritt. Hadhrat Abdullah bin Abbas berichtete, dass der Heilige ProphetSAW am Tag des Opfers Fazl bin Abbas hinter sich auf den Rücken der Kamelstute aufsitzen ließ. Ebenso wird von Hadhrat Anas überliefert, dass bei seinem Einzug in Mekka, als die Menschen herbeiströmten, um ihn zu sehen, sein Kopf aus Demut fast den Sattel berührte. Er befand sich inmitten der Menschen, und angesichts des Sieges und der großen Zahl der Muslime berührte sein gesegneter Bart aus Demut den Sattel, oder war nahe daran, ihn zu berühren. Er sprach:
اللّٰهُمَّ إِنَّ الْعَيْشَ عَيْشُ الْآخِرَةِ
„O Allah, das wahre Leben ist zweifellos das Leben im Jenseits.“
Ein Aspekt seiner Gerechtigkeit, Unparteilichkeit, Demut und Bescheidenheit war auch, dass er Usama, den Sohn seines freigelassenen Sklaven Zaid bin Haritha, hinter sich reiten ließ, obwohl die Anführer der Quraisch und die Söhne der Banu Hashim ebenfalls anwesend waren. Der Verheißene MessiasAS sagt: „Diese Erhabenheit, die den auserwählten Dienern Allahs gewährt wird, zeigt sich in der Form von Demut. Die Erhabenheit des Satans ist hingegen mit Arroganz verbunden, das heißt, sie beinhaltet Hochmut. Seht, als unser Heiliger ProphetSAW Mekka eroberte, neigte er sein Haupt und warf sich auf die gleiche Weise nieder, wie er es in den Tagen von Mühsal und Not tat, als er in genau diesem Mekka von allen Seiten Widerstand und Leid erfuhr. Als er sah, in welchem Zustand er von dort weggegangen war und in welchem Zustand er nun zurückgekehrt war, erfüllte sich sein Herz mit Dankbarkeit gegenüber Gott, und er warf sich nieder.“
Anteilnahme an schwerer Arbeit
In einer Überlieferung berichtet Hadhrat Abdullah bin Mas'ud, dass am Tag der Schlacht von Badr für jeweils drei von uns ein Kamel vorgesehen war. Hadhrat Abu Lubaba und Hadhrat Ali waren die Gefährten des ProphetenSAW. Als der Heilige ProphetSAW an der Reihe war zu laufen, sagten diese beiden Gefährten: „Wir werden an Ihrer Stelle laufen, bleiben Sie sitzen.“ Der ProphetSAW antwortete: „Ihr beide seid im Laufen nicht stärker als ich, und ich bin im Hinblick auf die Belohnung nicht weniger darauf angewiesen als ihr.“
In einer Überlieferung heißt es, dass sich der Heilige ProphetSAW mit seinen Gefährten auf einer Reise befand. Er befahl, eine Ziege für das Essen zuzubereiten. Ein Mann sagte: „O Gesandter Allahs, das Schlachten übernehme ich.“ Ein anderer sagte: „O Gesandter Allahs, das Häuten übernehme ich.“ Ein weiterer sagte: „O Gesandter Allahs, das Kochen übernehme ich.“ Daraufhin sagte der Heilige ProphetSAW: „Und das Sammeln von Brennholz übernehme ich.“ Die Gefährten sagten: „O Gesandter Allahs, wir können dies für Sie erledigen.“ Der ProphetSAW antwortete: „Ich weiß, dass ihr dazu in der Lage seid, aber ich möchte nicht, dass ich mich von euch abhebe. Denn Allah, der Erhabene, mag es nicht, wenn ein Diener unter seinen Gefährten als etwas Besonderes hervortritt.“ Dann stand der ProphetSAW auf und begann, Brennholz zu sammeln. Es gab keine Gelegenheit, bei der er seine Demut nicht deutlich zum Ausdruck brachte.
Das Vorbild im Haushalt
In einer Überlieferung berichtet Aswad: „Ich fragte Hadhrat Aisha, was der ProphetSAW zu Hause zu tun pflegte. Sie antwortete, dass er sich an der Hausarbeit seiner Familie beteiligte, das heißt, er half bei deren Aufgaben. Wenn die Zeit für das Gebet kam, ging er zum Gebet.“ Dies ist also auch eine Lektion für jene Männer, die sich der Hausarbeit völlig verweigern und ihren Frauen Anlass zur Klage geben.
Hisham bin Urwa überliefert auf ähnliche Weise von seinem Vater, dass ein Mann Hadhrat Aisha fragte: „Hat der Gesandte AllahsSAW irgendwelche Arbeiten in seinem Haus verrichtet?“ Sie antwortete: „Ja, der Gesandte AllahsSAW reparierte seine Schuhe, flickte seine Kleidung und arbeitete in seinem Haus genauso, wie jeder von euch in seinem Haus arbeitet.“ Dadurch wird auch deutlich, dass die Gefährten in Anlehnung an sein Vorbild ebenfalls ihren Frauen im Haushalt halfen. Es sollte jedoch auch klar sein, dass die Hauptverantwortung für die Hausarbeit bei den Frauen liegt. Sie sollten nicht aufgrund dieser Aussage denken, sie seien nun von ihrer Pflicht befreit, aber es ist die Verantwortung der Männer, ihnen zu helfen.
In einer weiteren Überlieferung von Qasim wird berichtet, dass Hadhrat Aisha gefragt wurde, was der Gesandte AllahsSAW in seinem Haus tat. Sie erklärte: „Der ProphetSAW war ein Mensch wie andere Menschen. Er reinigte seine Kleidung selbst, melkte seine Ziege selbst und erledigte seine Aufgaben selbst.“ Es gibt eine Überlieferung von Hadhrat Abu Burdah, die den zuvor erwähnten ähnelt und in der zusätzlich berichtet wird: „Er trug Kleidung aus Wolle, band das Vieh an und ging selbst, um sich nach den Gästen zu erkundigen.“ Er bewirtete Gäste selbst und trug jede Art von Kleidung, selbst wenn sie grob und rau war. Es gab keine besonderen Ansprüche; seine Kleidung war einfach.
Ablehnung von Bevorzugung
Hadhrat Amir bin Rabi'a berichtet, dass ein Mann sagte: „Ich ging mit dem ProphetenSAW in Richtung Moschee. Währenddessen riss der Riemen seines Schuhs. Ich nahm seinen Schuh, um ihn zu reparieren. Er nahm mir den Schuh aus der Hand und sagte: ‚Das ist eine bevorzugte Behandlung, und ich mag keine bevorzugte Behandlung.‘“
Hasana bin Khalid und Sawa bin KhalidRA überliefern, dass beide zum Heiligen ProphetenSAW kamen, während der ProphetSAW damit beschäftigt war, eine Mauer oder eines seiner Häuser zu reparieren; er verrichtete die Hausarbeit mit seinen eigenen Händen. Ebenso gibt es in Sahih Bukhari Details über den Bau der Prophetenmoschee: Als seine Kamelstute an einem Ort stehen blieb, der zwei Jungen gehörte, sagte er: „Dieser Ort ist für uns geeignet.“ Obwohl sie das Geld zunächst ablehnten, bezahlte er den Jungen den Preis für das Land. Und als der Bau der Moschee begann, mischte er sich unter die Leute und begann, Ziegel zu tragen. Er beteiligte sich an der Arbeit, die beim Bau der Moschee anfiel.
Ebenso berichtet Hadhrat Bara bin AzibRA: „Ich sah den Gesandten AllahsSAW am Tag des Grabens (Tag der Grabenschlacht), wie er Erde trug. Der Staub hatte die Haare auf seiner Brust bedeckt.“ Hadhrat AnasRA berichtet: „Ich brachte Abdullah bin Abi Talha am Morgen zum Gesandten AllahsSAW, damit der ProphetSAW ihm ‚Ghutti‘ gibt.“ – Das heißt, ein Kind war geboren worden und er brachte es zu ihm, damit er ihm als ersten Geschmack etwas Honig gibt. – „Ich fand ihn dabei, wie er ein Brandeisen in der Hand hielt. Zu dieser Zeit war er damit beschäftigt, die Tiere zu markieren. Er brandmarkte die Kamele, die als Sadaqa gegeben worden waren.“ Jede Arbeit, für die sich eine Gelegenheit bot, erledigte er selbst, anstatt Helfer zu rufen.
Die Ablehnung weltlicher Ehrenbekundungen
In einer Überlieferung berichtet Hadhrat Abu Umamah Bahili: „Der Gesandte AllahsSAW kam zu uns, während er sich auf einen Stock stützte. Als wir ihn sahen, standen wir auf. Daraufhin sagte er: ‚Tut dies nicht, so wie die Perser für ihre Großen aufstehen.‘ Wir sagten: ‚O Gesandter Allahs, beten Sie für uns zu Allah.‘ Er sprach:
اللّٰهُمَّ اغْفِرْ لَنَا، وَارْحَمْنَا، وَارْضَ عَنَّا، وَتَقَبَّلْ مِنَّا، وَأَدْخِلْنَا الْجَنَّةَ، وَنَجِّنَا مِنَ النَّارِ، وَأَصْلِحْ لَنَا شَأْنَنَا كُلَّهُ
‚O Allah, vergib uns, erbarme Dich unser, sei zufrieden mit uns, nimm von uns an, lass uns ins Paradies eintreten, rette uns vor dem Feuer und richte all unsere Angelegenheiten.‘ Der Überlieferer sagte: „Wir hätten uns gewünscht, dass er noch mehr für uns betet.“ Der ProphetSAW sagte: „Habe ich nicht alle Dinge für euch zusammengefasst?“ Das heißt, es ist ein sehr umfassendes Gebet, sprecht es oft.
Hadhrat Musleh Mau'udRA sagt: „Seine Demut war von solcher Art, dass er den Menschen verbot, bei seiner Ankunft aufzustehen, und er sagte: ‚Dies ist der Brauch der Perser. Ich bin kein König, sondern Allah hat mich zu einem Propheten gemacht.‘“ Dies waren die Maßstäbe der Demut des ProphetenSAW, für die es nirgendwo sonst ein Beispiel gibt. Und genau dies ist das Vorbild, dem wir zu folgen versuchen müssen, damit auch wir diejenigen werden, die die Nähe Allahs erlangen.
Der Weg zur wahren Reinheit und Erkenntnis
Der Verheißene MessiasAS ermahnt uns im Lichte seines Vorbilds und sagt: „Nach meiner Auffassung ist dies der beste Weg zur Reinheit, und es ist nicht möglich, einen besseren Weg zu finden, als dass ein Mensch keinen Stolz und keine Überheblichkeit in sich trägt – weder in Bezug auf sein Wissen, noch seine Abstammung, noch seinen Reichtum. Wenn Allah jemandem Sehkraft verleiht, erkennt er, dass jedes Licht, das ihn aus diesen Finsternissen retten kann, nur vom Himmel kommt, und der Mensch zu jeder Zeit auf dieses himmlische Licht angewiesen ist. Auch das Auge kann nicht sehen, solange das Licht der Sonne nicht vom Himmel kommt. Ebenso verhält es sich mit dem inneren Licht, das jede Art von Dunkelheit vertreibt und an deren Stelle das Licht der Gottesfurcht und der Reinheit entstehen lässt; es kommt allein vom Himmel.
Ich sage euch in aller Wahrheit, dass die Gottesfurcht des Menschen, sein Glaube, seine Anbetung und seine Reinheit – all dies vom Himmel herabkommt und von der Gnade Allahs abhängt. Wenn Er will, festigt Er es, und wenn Er will, nimmt Er es wieder weg. Wahre Erkenntnis besteht also darin, dass der Mensch sein eigenes Ego kreuzigt, sich selbst als nichtig betrachtet und, sich in Demut und Ergebenheit auf die Schwelle der Göttlichkeit werfend, die Gnade Allahs erfleht und um jenes Licht der Erkenntnis bittet, das die niederen Leidenschaften verbrennt und im Inneren ein Licht sowie Kraft und Wärme für gute Taten entfacht. Wenn er dann durch Seine Gnade einen Anteil daran erhält und ihm zu irgendeiner Zeit eine Erweiterung und Öffnung der Brust zuteilwird, darf er nicht hochmütig und stolz darauf werden. Vielmehr sollten seine Demut und Bescheidenheit dadurch noch zunehmen, denn je mehr er sich selbst als nichtig betrachtet, desto mehr spirituelle Zustände und Lichter werden von Gott herabsteigen und ihm Erleuchtung und Kraft verleihen.“
Wenn ein Mensch an dieser Überzeugung festhält, ist zu hoffen, dass sein moralischer Zustand durch die Gnade Allahs außergewöhnlich wird. Sich selbst in der Welt für etwas Besonderes zu halten, ist ebenfalls Arroganz und fördert genau diesen Zustand; der Mensch gelangt an einen Punkt, an dem er andere verflucht und sie als minderwertig ansieht. Dann sagte er: „Der Mensch, der ein schwaches Geschöpf ist, beginnt aufgrund der unglückseligen Folgen seiner Taten, sich selbst für groß zu halten. Hochmut und Arroganz bemächtigen sich seiner. Auf dem Weg Allahs kann der Mensch keine Befreiung erlangen, solange er sich nicht als den Geringsten von allen betrachtet. Kabir …“ – Bhagat Kabir war ein Dichter in Indien, ein Sufi-Dichter –, er sagt: „Kabir hat die Wahrheit gesprochen: ‚Es ist gut, dass wir niederen Standes sind; wem sollten wir alle sonst Respekt zollen? Wären wir in einem hohen Haus geboren worden, wo hätten wir dann Gott gefunden?‘ Das bedeutet: Wir danken Allah, dass wir in einem einfachen Haus geboren wurden. Wären wir in einer hochrangigen Familie geboren worden, hätten wir Gott nicht gefunden.
Wenn die Leute auf ihre hohe Kaste stolz waren, blickte Kabir auf seine eigene Kaste – sie waren Weber – und war dankbar. Daher sollte der Mensch stets auf sich selbst schauen und erkennen: Wie unbedeutend bin ich doch! Was bin ich schon? Jeder Mensch, sei er noch so hochgeboren, wird, wenn er sich selbst betrachtet – vorausgesetzt, er besitzt sehende Augen –, sich unweigerlich in der einen oder anderen Hinsicht als völlig unfähig und als Nichts im Vergleich zum gesamten Universum erkennen. Solange ein Mensch einer armen, hilflosen alten Frau nicht denselben Respekt und dieselben guten Umgangsformen entgegenbringt, die er einem angesehenen Menschen vornehmer Herkunft entgegenbringt oder entgegenbringen sollte, und solange er sich nicht vor jeder Art von Stolz, Arroganz und Hochmut bewahrt, kann er niemals in das Reich Allahs eintreten.“ Um Allah zu finden, ist Demut eine unerlässliche Voraussetzung. Möge Allah uns die Fähigkeit verleihen, die wahre Natur der Demut zu verstehen und uns das Vorbild des Heiligen ProphetenSAW stets vor Augen zu halten.
Aktionsplan Missionary Incharge Büro
Wöchentlicher Umsetzungsplan basierend auf der Khutba
Die Demut Und Bescheidenheit Des Heiligen ProphetenSAW
Ich bin nur ein Mensch wie ihr.
(18:111)
Das ging so weit, dass der Heilige ProphetSAW sogar im muslimischen Glaubensbekenntnis, das die Einheit Gottes bekennt, erklärte, dass das Bekenntnis zur Knechtschaft des Propheten gegenüber Gott ein notwendiger Bestandteil sei – eine Erklärung, ohne die ein Muslim kein Muslim sein kann.
O Allah! Verzeih uns, Sei uns gnädig und mit uns zufrieden und Nimm von uns an und Führe uns ins Paradies und Errette uns vor dem Höllenfeuer und Ordne all unsere Angelegenheiten. […]
ErSAW sagte: „Habe ich nicht alle Sachen für euch vereint?“ Sprich, dies ist ein sehr umfassendes Gebet, welches ihr beten sollt.
Hadhrat Ibn AbbasRA überliefert auch, dass wenn ein Mensch Demut an den Tag legt, Allah der Erhabene ihm zum siebten Himmel emporhebt. Wenn wir also den Wunsch hegen, dass wir die Nähe Allahs erlangen, so ist die Demut von großer Bedeutung.
Umsetzungsplan für diese Woche
Tatplan der Woche
Checkliste für den Alltag
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✓Beteilige dich in dieser Woche aktiv an der Hausarbeit und unterstütze deine Familie bei alltäglichen Aufgaben, um dem Vorbild des Heiligen ProphetenSAW zu folgen.
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✓Grüße Kinder und sozial benachteiligte Menschen stets als Erster und begegne ihnen mit aufrichtiger Sanftmut und Respekt.
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✓Übe dich in Vergebung und Nachsicht bei Konflikten, anstatt auf deine eigene Ehre oder deinen Status zu beharren.
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✓Zeige Dankbarkeit für jede Mahlzeit, die dir angeboten wird, und verzichte auf jegliche Beschwerden über die Art oder Einfachheit des Essens.