Khutba Review - <?php single_post_title(); ?>

Khutba Review

MTA Mediathek & Podcast


Ansprache Lesen

Der vollständige Text der Freitagsansprache, strukturiert und durchsuchbar.

Zusammenfassung

Die wichtigsten Punkte kompakt zusammengefasst (Deutsch & Urdu).

Für Kinder

Kindgerecht erklärte Inhalte mit einem spaßigen Mini-Quiz.

To Dos

Praktische Umsetzung als Checkliste.

Quiz (Deutsch)

Teste dein Wissen zur Ansprache mit Fragen auf Deutsch.

Quiz (Urdu)

Teste dein Wissen mit Fragen in Urdu.

Aktionsplan

Wöchentlicher Umsetzungsplan vom Missionary Incharge Büro basierend auf der Khutba

Freitagsansprache mit deutscher Übersetzung als Audio sowie Subtitles

MTA Germany

Deutsche Übersetzung

In der Freitagsansprache vom 21. August 2026 sagte Seine Heiligkeit Hadhrat Mirza Masroor AhmadABA:

Dankbarkeit für Verstand und spirituelle Gaben

Mit welcher Tiefe der Verheißene MessiasAS seine Gefährten auf die Dankbarkeit aufmerksam machte, darüber berichtet Hadhrat Pir Siraj-ul-Haq Sahib Nu’mani, dass der Verheißene MessiasAS ihn bei einer Gelegenheit fragte: „Worüber hast du heute mit Miran Bakhsh, dem Verrückten, gestritten?“ Dort befand sich ein leicht verrückter Mann, mit dem Pir Sahib wohl diskutiert hatte. Er erzählt: „Ich bekam Angst; wie würde Hadhrat Aqdas nun reagieren? Er musste all unsere Worte gehört haben. Voller Furcht schilderte ich den gesamten Sachverhalt.“

Er erwiderte: „Ein verrückter, wahnsinniger Mensch ist Marfu-ul-Qalam“, das heißt, ein Mensch, der nicht bei Verstand ist und für den gemäß der Scharia weder gute noch schlechte Taten aufgeschrieben werden und der für seine Sünden nicht zur Rechenschaft gezogen wird. Er sagte: „Dies sind Menschen, die in einem solchen Zustand für nichts, was sie sagen oder tun, zur Rechenschaft gezogen werden.“ Sie haben gar keinen Verstand, wie könnten sie also zur Verantwortung gezogen werden? Zur Rechenschaft wird nur derjenige gezogen, der über Verstand verfügt.

Er sagte: „Die Welt pflegt solche Menschen als Majzub, Waliullah und ehrenwerter Qutb [spirituelle Rangstufen aus der sufischen Mystik] zu bezeichnen. Dies ist jedoch falsch. In Wirklichkeit sind diese Menschen weder Majzub noch Waliullah. Diese Menschen bleiben außen vor, das heißt, sie sind aller göttlichen Gaben beraubt. Folglich sind sie des Verstandes, der Intelligenz, der Kleidung, des Genusses von Essen und Trinken, der Gaben durch Ehefrau und Kinder, deren Erziehung sowie deren spirituellen Lohnes beraubt. Sie sind der Erkenntnis und des Begreifens Allahs beraubt. Sie sind des Wissens über das Wesen und die Eigenschaften Allahs beraubt. Sie sind der Erhabenheit des Gesandten und Propheten sowie dessen Nachfolge und Gehorsam beraubt. Sie sind der Rezitation des Qur'an und dessen Bedeutungen, Geheimnisse, tiefen Erkenntnisse und Feinheiten beraubt; sie sind der Scharia und des spirituellen Weges beraubt. Darüber hinaus sind sie des Gebets, das die Himmelfahrt der Gläubigen ist, des Fastens, dessen spezieller Lohn Allah selbst ist, der Rituale des Hadsch sowie der Zakat und ferner der Erlangung von deren Belohnung und geistigen Rängen beraubt.

Wenn man solche Menschen sieht, sollte man, anstatt mit ihnen zu streiten und zu kämpfen, Gott danken, dass Allah euch mit allen Gaben und Segnungen bedacht und euch dieser nicht beraubt hat. Er hat euch Verstand und Intelligenz verliehen und euch mit der Rezitation des Heiligen Qur'an, dessen Wissen, dessen Geheimnissen, dessen tiefen Erkenntnissen und Feinheiten gesegnet. Er hat euch die Fähigkeit verliehen, bei allem zwischen Halal und Haram zu unterscheiden. Er hat euch die Fähigkeit gegeben, die Gesandten zu erkennen. Er hat euch das Wissen über Sein Wesen und Seine Eigenschaften gewährt.“

Während er also anwies, mit den Marfu-ul-Qalam-Menschen nicht zu streiten, sondern sie gut zu behandeln, lehrte er gleichzeitig die Dankbarkeit für die von Allah gewährten Gaben. Er wies darauf hin, dass wir beim Anblick solcher Menschen Allah danken sollten, da Allah uns mit allen Gaben gesegnet hat.

Pflichterfüllung gegenüber dem wahren Schöpfer

Ebenso berichtet Hadhrat Malik Muhammad Hasan Muhammad Sahib, dass Hudhur zum Morgengebet erschien. Nach dem Gebet wandte sich Hudhur an die Anwesenden und fragte: „Wo wurden in der Nacht Sarangis und Tamburs [zwei traditionelle Saiteninstrumente] gespielt?“ Irgendwo in der Nachbarschaft wurden Musik und Gesang dargeboten. „Jemand antwortete: ‚Hudhur, Mirza Nizam-ud-Din Sahib hatte eine Tänzerin eingeladen.‘“ Er pflegte solche Dinge zu tun und „hatte ihr zwanzig Rupien für die Nacht versprochen.“ Er sollte ihr zwanzig Rupien zahlen, und „die ganze Nacht über wurde bei Mirza Nizam-ud-Din getanzt.“

Hudhur-e Anwar seufzte tief und sprach: „O Allah! Wie pflichtbewusst sie ist.“ Er meinte die Tänzerin und sagte: „Sie ist pflichtbewusst, denn für zwanzig Rupien hat sie die ganze Nacht getanzt, gesungen und ist wach geblieben, während wir für unseren wahren Schöpfer und Meister, der uns mit unzähligen Gnaden bedacht hat, nicht einmal ein oder zwei Stunden wach bleiben können.“ Diese Sätze wiederholte er zwei- oder dreimal.

Selbst beim Anblick der Taten dieser käuflichen Frauen richtete sich sein Blick darauf, die Rechte Allahs zu erfüllen. Mit großem Schmerz brachte er zum Ausdruck, dass diese Menschen für ein paar Rupien ihren Schlaf opfern, während wir nicht einmal unsere Dankbarkeit für die unzähligen Gnaden Allahs erweisen, den freiwilligen Gebeten und den Pflichtgebeten keine Beachtung schenken und nicht aufwachen können. Vielmehr gibt es viele, die selbst bei der Verrichtung der Pflichtgebete nachlässig werden; das Aufstehen zum Morgengebet fällt uns schwer. Daher sollte jeder Ahmadi in dieser Hinsicht eine Selbstprüfung vornehmen und sich fragen, inwieweit wir unserer Pflicht zur Dankbarkeit gegenüber Allah nachkommen.

Dankbarkeit und Achtsamkeit beim Essen

Das Bild von Hudhurs Dankbarkeit während des Essens beschreibt Hadhrat Sheikh Muhammad Ismail Sahib Sirsawi folgendermaßen: „Es war Hudhurs Gewohnheit, beim Essen SubhanAllah [Heilig ist Allah] und Alhamdulillah [Aller Preis gebührt Allah] zu sagen. Er aß auf eine Weise, als würde er nach etwas suchen.“ Das bedeutet, dass er auch währenddessen bei jedem Bissen der Gaben Allahs gedachte und Dankbarkeit zeigte.

Hadhrat Musleh Mau'udRA sagte diesbezüglich: „Wir haben den Verheißenen MessiasAS ebenfalls beobachtet. Seine Vorgehensweise war, dass er, wenn er Brot aß, ein kleines Stück Brot abbrach, es in den Mund steckte und es so lange gründlich kaute, wie die Zähne es zerkleinern konnten. Es war nicht seine Gewohnheit, einen großen Bissen zu nehmen, sondern er nahm stets einen kleinen Bissen. Während er diesen ersten Bissen lange kaute, nahm er ein weiteres Stück Brot, rieb es in seinen Händen und sprach dabei immer wieder SubhanAllah, SubhanAllah [Heilig ist Allah]. Nach einer Weile bestrich er ein Stück davon mit Soße und nahm es in den Mund.“

Weltliche Mittel als Form der Dankbarkeit und des Gottvertrauens

Hadhrat Syed Zain-ul-Abidin Waliullah Shah Sahib berichtet: „Da ich noch jung war und auch, weil Hadhrat AqdasAS meinen Vater, Hadhrat Dr. Syed Abdus Sattar Shah Sahib, als Gast in seinem eigenen Haus aufzunehmen pflegte, lebten wir im Haus wie Familienmitglieder. Wir gingen völlig ungezwungen ein und aus und schliefen auch in Hudhurs Haus.“

Er sagt: „Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass Hudhur, sobald im Viertel oder in der Stadt die Pest ausbrach, nicht nur die Reinigung seines eigenen Hauses anordnete, sondern auch für die Reinigung des Internats sorgte. Er gab allen Gemeindemitgliedern die Anweisung, in ihren Häusern durch die Verwendung von Schwefel, Feuer, Phenyl und Gugal Maßnahmen zu ergreifen, um Bakterien abzutöten. Gugal ist das Harz eines Baumes, das zum Räuchern benutzt wird. Hudhur pflegte zu sagen, dass die Nutzung weltlicher Mittel ebenfalls eine Form der Dankbarkeit für die Gabe Allahs sei.“

Auch dies sei eine Gnade Allahs, für die man danken müsse, dass Er derartige Dinge erschaffen hat, die ein Gegenmittel für diese Krankheiten darstellen, um in Zeiten solcher Epidemien, in denen die Umwelt verschmutzt wird, Unrat entsteht oder sich Gift ausbreitet, eine Reinigung zu bewirken. Er sagte, dass wir auch auf diese Weise Allah für Seine Gnade danken sollten und „dies der Befolgung Seines Gebots gleichkommt. Der Verzicht auf weltliche Mittel widerspricht der göttlichen Scharia.“ Das heißt, die Mittel nicht zu nutzen, steht ebenfalls im Widerspruch zur Scharia.

„Der Rang des Gottvertrauens kommt erst danach; das bedeutet, dass man sich nach der Anwendung von Mitteln nicht allein auf diese verlassen darf, sondern die wahre Erkenntnis darin besteht, hinter den Mitteln die Hand Allahs zu sehen.“ Das, was ich anwende, sind ebenfalls von Allah erschaffene Dinge, auf dass Allah dadurch für uns Mittel zum Guten erschaffe, und man sollte Ihm dafür danken. Wenn der Mensch auf diese Weise denkt, wird er jederzeit Allah Dankbarkeit erweisen.

Physische und spirituelle Vorkehrungen Allahs

Hadhrat Muhammad Ibrahim Sahib berichtet, dass der Verheißene MessiasAS im Jahr 1904 wegen des Prozesses von Karam Din in Gurdaspur weilte. Er sagt: „Auch dieser Demütige hielt sich für einen Monat im Dienste Hudhurs in Gurdaspur auf. Eines Tages brachte ein Freund aus Multan frische, reife Datteln mit. Ein anderer Freund bemerkte, dass diese hitzig seien. Der Herr, der die Datteln mitgebracht hatte, erwiderte: ‚Esst von diesen Datteln so viele, wie ihr möchtet, und esst im Anschluss daran ein wenig Zwiebel, dann werdet ihr keinerlei Beschwerden haben.‘ Dies waren in der Vergangenheit die eigenen Hausmittel der Älteren – dass man, wenn man wärmende Lebensmittel gegessen hatte, eine Zwiebel aß, wodurch die Wirkung neutralisiert wurde.

Der Verheißene MessiasAS bemerkte daraufhin: „Allah hat vorzüglich vorgesorgt, indem für alles auch ein Ausgleichsmittel existiert. Das heißt, um sich vor negativen Auswirkungen zu schützen, ist unterm Strich ein anderes Mittel vorhanden.“ Er sagte: ‚Man kann so viele Mangos essen, wie man möchte.‘ Diabetikern wird oft gesagt, sie sollten keine Mangos essen, da diese sehr süß seien. ‚Esst im Anschluss einfach ein paar Jambulfrüchte.‘ Jambulfrüchte sind ebenfalls ein Heilmittel für Diabetiker. ‚Es werden keine Beschwerden auftreten. Nehmen wir die Banane; auch sie hat sowohl Nachteile als auch Vorteile. Esst so viele, wie ihr möchtet, und kaut danach ein wenig rohen Reis. Alles wird gut verdaut werden.‘

Daraufhin hielt Hudhur auch eine Ansprache darüber, welch herausragende spirituelle und physische Vorkehrungen Allah für den Menschen getroffen hat, für die der Mensch nicht einmal annähernd genügend danken kann.“

Dankbarkeit für göttliche Heilung und Unterstützung

Der Verheißene MessiasAS drückte bei der Abfassung seines Werkes „Tadhkiratu-sh-Shahadatain“ seine Dankbarkeit für die Heilung von einer Krankheit aus und schreibt:

„Als ich anfing, dieses Buch zu schreiben, war es meine Absicht, dieses Traktat fertigzustellen und mitzunehmen, bevor ich am 16. Oktober 1903 wegen eines Rechtsstreits nach Gurdaspur hinfahren musste. Indes erlitt ich eine schwere Nierenkolik, weswegen ich befürchtete, dass ich innerhalb der zwei, drei verbleibenden Tage diese Aufgabe nicht hätte vollenden können; und hätte ich weiterhin an dieser Nierenkolik gelitten, welche tödlich hätte enden können, so wäre es mir nicht möglich gewesen, dieses Schriftwerk fertigzustellen. Dann lenkte Gott, der Allmächtige, meine Aufmerksamkeit auf das Gebet.

Um etwa drei Uhr früh sagte ich zu meiner Familie, dass ich beten würde und dass sie nach meinem Gebet ‚Amin‘ sagen mögen.” Er versammelte alle Familienmitglieder. „In diesem schmerzhaften Zustand rief ich mir Sahibzada Abdul Latif in Erinnerung, betete zu Gott und flehte Ihn an, dass ich den Wunsch hege, dieses Büchlein im Gedenken des Verstorbenen fertigzustellen. Ich wurde von einem leichten Schlummer übermannt und empfing folgende Offenbarung:

سَلٰمٌ قَوۡلًا مِّنۡ رَّبٍّ رَّحِیۡمٍ

[Salāmun qawlan min rabbin raḥīm]

Das heißt, Friede ist das Wort des gnädigen Herrn. Ich schwöre bei Jenem, in Dessen Hand mein Leben liegt, dass ich mich vor sechs Uhr in der Früh vollständig erholt hatte und die Hälfte des Büchleins noch am selben Tag fertigstellen konnte. So sei Allah gepriesen für all das!“

Wertschätzung kleinster Dienste und Freude über religiösen Erfolg

Ein leuchtender Aspekt des Charakters des Verheißenen MessiasAS ist auch, dass sein Wesen so sehr von Wohlwollen gegenüber Geringeren und Wertschätzung geprägt war, dass er selbst für scheinbar kleinste Dienste und Angelegenheiten Dankbarkeit zeigte.

Hadhrat Maulawi Abdul Karim Sahib berichtet über jene Woche – zu dem Zeitpunkt, als er dies erzählte: „Das erstaunlichste und interessanteste Ereignis, das stattfand und welches unserem Glauben enorme Kraft verlieh, war der Erhalt eines Briefes, der an Seine Heiligkeit adressiert war. Darin stand mit stichhaltigen Beweisen und im Detail geschrieben, dass sich in Jalalabad, in der Region von Kabul, das Grab des Propheten Yuz Asaf befindet. Dort sei es weithin bekannt, dass dieser Prophet vor zweitausend Jahren aus Syrien dorthin gekommen sei und auch vonseiten der Regierung in Kabul jenem Grab ein Landgut zugeschrieben worden sei. Hier ist nicht der Ort für weitere Details.“

Maulawi Sahib schreibt: „Hadhrat Aqdas war über diesen Brief äußerst erfreut. Allah ist Zeuge und der Allwissende.“ In dieser Freude sagte der Verheißene MessiasAS: „Allah ist Zeuge und der Allwissende, dass, selbst wenn mir jemand Millionen von Rupien brächte, ich niemals so glücklich darüber wäre, wie dieser Brief mir Freude bereitet hat.“

Maulawi Abdul Karim Sahib sagt: „O Brüder! Ist eine solch immense Freude über eine religiöse Angelegenheit nicht ein Zeichen dafür, dass er von Allah gesandt wurde? Wer empfindet heutzutage eine solche Freude bei der Erhebung des Wortes Allahs? Ich schwöre bei Allah, dem Allmächtigen, und sage, dass ich in diesem Moment, als ich die Freude Seiner Heiligkeit sah und ermessen konnte, in meinem Herzen tiefe Scham empfand, denn obwohl auch ich froh war und die Freunde ebenfalls feierten, weil sich ein weiterer weg zur Niederschlagung der Falschheit aufgetan hatte und nun die vollständige Karte der Reiseroute des MessiasAS gefunden war, so reichte all dies doch bei Weitem nicht an die Freude des Verheißenen MessiasAS heran.“

Dankbarkeit gegenüber finanziellen Unterstützern

Als der Verheißene MessiasAS das Werk „Barahin-e-Ahmadiyya“ verfasste, verzeichnete er die Namen derer, die es finanziell unterstützt hatten, in diesem Buch, drückte ihnen seinen Dank aus und rief zum Gebet für sie auf. In dieser Gebetsliste finden sich auch die Namen jener, die fünf Rupien, zwei Rupien oder sogar nur zwei Annas gespendet hatten. Hudhur schreibt:

„Wie kann ich dem Herrn der Welten nur danken, Der durch Seine Segnung, Gnade und besondere göttliche Unterstützung zum einen meiner Wenigkeit ermöglicht hat, dieses Buch zusammenzustellen und zu verfassen, und zum anderen für den Druck, die Veröffentlichung sowie die Verbreitung dieses Buches das Interesse und die Aufmerksamkeit islamischer Anführer und Älterer, Edelmänner, Funktionäre und anderer Glaubensbrüder auf diese Sache gelenkt hat! Mithin ist es an dieser Stelle auch meine Pflicht, all jenen Helfern meinen Dank auszusprechen, die durch ihre großzügigen Aufmerksamkeiten meine religiösen Ziele vor dem Scheitern bewahrt haben und dank derer meine Bemühungen vor dem Fehlgehen geschützt wurden. Ich bin diesen Herrschaften dermaßen dankbar, dass mir die Worte fehlen, um meinen Dank für ihre Unterstützung auszudrücken. Insbesondere, wenn ich sehe, wie manche von ihnen zur Unterstützung dieser noblen Angelegenheit ihr Äußerstes getan haben und einige sogar noch weitere Unterstützung zugesagt haben, so empfinde ich noch größere Dankbarkeit und Verbundenheit!“

Des Weiteren hat er die Namen jener Unterstützer aufgeschrieben, die geholfen haben, und er sagte:

„Ich füge unter dieser Erklärung die würdigen Namen all jener hingebungsvollen und entschlossenen Personen einschließlich der gespendeten Beträge hinzu, welche beim Erwerb und bei der Veröffentlichung dieses Werkes ihren Beitrag geleistet haben.“ Er notierte alle Namen und fuhr fort: „Dies werde ich bis zur Veröffentlichung des Buches fortführen, …“ – das heißt, er würde diese Namen aufschreiben – „damit, solange die Welt Nutzen aus diesem Buch zu ziehen imstande ist, … “ – solange die Menschen aus diesem Buch Segen ziehen, werden diese Namen verzeichnet bleiben, damit die Menschen für sie beten. Denn er sagte, dass „jeder Nutznießer, der eine ergiebige Zeit mit diesem Buch verbracht hat, mich und meine Helfer in seinen Gebeten bedenken möge.“

Jeder, der davon profitiert, möge für ihn und die Unterstützer beten.

Anerkennung für die Helfer bei wissenschaftlichen und literarischen Werken

Der Verheißene MessiasAS verfasste ein Buch, das er „Minan-ur-Rahman“ nannte, in dem er bewies, dass die arabische Sprache die Umm-ul-Alsinah, also die Mutter aller Sprachen, ist. Hierbei dankt er den Freunden, die ihm beim Heraussuchen einiger Referenzen geholfen haben, und erklärt:

„An dieser Stelle möchte ich Freunden danken, die mir bei dieser Arbeit der Ermittlung des gemeinsamen Ursprungs der Sprachen geholfen haben. Ich möchte mit Freude erklären, dass diese aufrichtigen Freunde von uns bei der Aufgabe, den gemeinsamen Ursprung der Sprachen zu ermitteln, einen Enthusiasmus gezeigt haben, der sicherlich bis zum Ende der Welt in Erinnerung bleiben wird. Diese Männer Gottes haben heldenhaft ihre Zeit uns gewidmet; sie haben Tag und Nacht gearbeitet und viel Arbeit und Mühe investiert, um diese gewaltige Aufgabe zu meistern. Ich weiß, dass sie große göttliche Gunst genießen werden, denn sie haben an einem Kampf teilgenommen, in dessen Verlauf in Kürze die Trommeln des islamischen Sieges geschlagen werden. Jeder von ihnen verdient es, mit einer göttlichen Medaille ausgezeichnet zu werden. Ich bin nicht dazu in der Lage, ausreichend auszudrücken, wie sie bei jedem Treffen, um einem gemeinsamen Merkmal nachzuspüren, ihre Untersuchung selbst in die Länge gezogen haben und wie sie dann, nachdem sie erfolgreich zurückgekehrt sind, das Geschenk eines gemeinsamen Ausdrucks hervorgebracht haben. Sie haben diese Aufgabe so weit getragen, dass durch diesen Prozess alle Sprachen der Welt uns vorgelegt wurden. Ich werde nie vergessen, dass meine aufrichtigen und wahren Freunde mir bei diesem großartigen Vorhaben auf solch eine Weise geholfen haben, dass ich nicht in der Lage bin, meine Wertschätzung in Worten zum Ausdruck zu bringen. Ich bete, möge ihre Arbeit von Gott, dem Allmächtigen, angenommen werden; möge Er sie zu Seinen Gunsten annehmen und sie immer weit entfernt von und beschützt vor den Übeln des Lebens halten; möge Er ihnen Seine eigene Liebe und Sehnsucht nach Ihm gewähren, und möge Er bei ihnen sein. Amin!“

Anschließend notierte er ebenfalls die Namen jener Personen, die Unterstützung leisteten. Darunter erwähnte er als erstes Hadhrat Hakeem NooruddinRA, dann Maulawi Abdul Karim Sahib und gleichermaßen viele weitere Gefährten. Er schreibt:

„Gott weiß am besten, wer von ihnen ein größeres Maß an Arbeit in diese Aufgabe investiert hat. Er wird die Arbeit von keinem von ihnen vergeuden. Soweit ich jedoch selbst weiß und beobachtet habe, haben Bruder Hakeem Maulawi Nooruddin Sahib und Bruder Maulawi Abdul Karim Sahib die meiste Arbeit investiert. Sie sind seit Monaten bei mir und haben sich von allen anderen Beschäftigungen befreit. Hadhrat Maulawi Nooruddin Sahib half nicht nur bei dieser Aufgabe, sondern beschaffte auf eigene Kosten auch wertvolle englische Bücher und sammelte einen Schatz an unbezahlbaren Büchern für ebendiesen Zweck.

جَزَاهُمُ اللّٰهُ خَيْرًا، وَاللّٰهُ لَا يُضِيعُ أَجْرَ الْمُحْسِنِينَ.

[Jazāhumullāhu khairan, wallāhu lā yudī'u ajral-muhsinīn]

Das bedeutet: Möge Gott ihnen allen eine große Belohnung gewähren, und Gott zerstört nicht den Lohn derer, die Gutes tun.“

Würdigung der unermüdlichen Dienste der Schreiber

Bei der Erwähnung von Mian Manzoor Muhammad Sahib schreibt der Verheißene Messias:

„Aus Dankbarkeit für die Gunst des Schöpfers bin ich verpflichtet, Folgendes zu erwähnen: Bei meinen wichtigen Arbeiten, dem Verfassen von Büchern, hat Gott mir durch Seine Gnade einen exzellenten und geschätzten treuen Gefährten geschenkt, nämlich den geliebten Mian Manzoor Muhammad, den Kopisten, der über eine äußerst schöne Handschrift verfügt. Er arbeitet nicht für weltliche Zwecke, sondern allein aus Liebe zur Religion, und er ist aus seiner Heimat emigriert, um sich hier in Qadian niederzulassen. Es ist eine enorme Gnade Gottes, dass mir ein solch aufrichtiger und enthusiastischer Mensch, der genau meinen Vorstellungen entspricht, zur Verfügung steht, sodass ich zu jeder Zeit, ob am Tag oder in der Nacht, seine Dienste als Kopist in Anspruch nehmen kann, und er diesen Dienst mit absoluter Hingabe ausführt, um das Wohlgefallen Gottes zu erlangen. Dies ist der Grund dafür, dass in dieser Zeit des spirituellen Krieges durch meine Schriften, die die Feinde besiegen, unaufhörlich Salven auf die Gegner abgefeuert werden. In Wahrheit ist die Bereitstellung solcher unterstützenden Mittel ebenfalls ein Zeichen Gottes. Von welcher Seite man es auch betrachtet: Alle guten Mittel sind mir zugänglich gemacht worden, und im Schreiben wurde mir eine solche Kraft verliehen, als schriebe nicht ich, sondern Engel – wenn auch augenscheinlich durch meine Hand.“

Er ließ keine Gelegenheit ungenutzt, um sich bei seinen Gefährten und auch bei jenen zu bedanken, die ihm in irgendeiner Weise einen Dienst erwiesen. Trotz all seiner eigenen Bemühungen lobte er stets seine Gefährten und hob hervor, dass sie ihm geholfen hatten und sich diese Arbeit dadurch für ihn erleichterte.

Wertschätzung und Fürsorge für Angestellte und Helfer

Hadhrat Sheikh Yaqub Ali Irfani Sahib berichtet, dass er jede noch so kleine Arbeit der Bediensteten stets wertschätzte und sie ermutigte. Er entlohnte sie über ihre eigentliche Mühe hinaus. In jenen Tagen, in denen ein Buch oder eine Zeitschrift schnell und dringend gedruckt und veröffentlicht werden musste und nachts gearbeitet wurde, stellte er für die Mitarbeiter der Druckerei, die diese Arbeit mit Hudhur verrichteten, mit besonderer Aufmerksamkeit Milch und andere Dinge zur Verfügung. Er zahlte ihnen überdurchschnittliche Löhne und drückte angesichts ihrer Leistung nicht nur seine Freude, sondern auch seinen Dank aus.

Hadhrat Musleh Mau'udRA schreibt, dass das Herz von Propheten überaus dankbar ist. Selbst bei der gewöhnlichsten Angelegenheit empfinden sie große Dankbarkeit. Er sagt:

„Ich habe gesehen, dass, als die Bücher des Verheißenen MessiasAS Tag und Nacht gedruckt wurden – ungeachtet der Tatsache, dass er selbst mehrere Nächte hindurch gar nicht schlief – wenn eine Person ihm nachts Korrekturen brachte und ihm zurief, er persönlich aufstand, um diese entgegenzunehmen. Dabei sagte er immer wieder: ‚JazakAllah ahsanal jaza. Welche Mühen dieser Mann doch auf sich genommen hat. Wie viel Beschwerlichkeit diese Menschen doch ertragen. Möge Allah sie mit dem Besten belohnen‘, und das, obwohl er selbst die ganze Nacht wach blieb.“

Er erzählt: „Ich bin oft eingeschlafen, während ich ihn arbeiten sah.“ Hadhrat Musleh Mau'udRA berichtet weiter: „Oft schlief ich ein, während ich ihn bei der Arbeit sah, und wann immer ich aufwachte, sah ich ihn arbeiten, bis der Morgen anbrach. Obwohl die Arbeit der anderen Menschen um Allahs willen war, spürte erAS dennoch ihre Mühen. Warum? Weil im Herzen von Propheten ein tiefes Empfinden für erwiesene Wohltaten herrscht.“

Freude über kleine Gefälligkeiten im Alltag

Über ein weiteres Ereignis berichtet Hadhrat Mirza Bashir Ahmad Sahib. Er schreibt, dass Hafiz Nabi Bakhsh Sahib, wohnhaft in Faizullah Chak, ihm erzählte:

„Einmal nahm mich der Verheißene MessiasAS zu einem Spaziergang in seinen Garten mit. Zu dieser Zeit hielt Hudhur einen Gehstock aus Weidenholz in seiner gesegneten Hand. Er warf den Stock nach einem Baum, um Früchte herunterzuholen, doch der Stock blieb im Baum hängen.“ Er warf ihn aus größerer Entfernung, und er verfing sich dort. „Er verfing sich auf eine Weise, dass er nicht mehr herunterkam. Er fiel nicht zu Boden. Die Gefährten versuchten nacheinander, den Stock herunterzuholen, jedoch ohne Erfolg.“

Nabi Bakhsh Sahib berichtet weiter: „Ich sagte: ‚Hudhur, ich werde auf den Baum klettern und ihn herunterholen.‘ Ich kletterte zügig hinauf und holte den gesegneten Stock herunter. Hudhur was so erfreut und erstaunt, dass er immer wieder mit liebevollen Worten sagte: ‚Mian Nabi Bakhsh, Sie haben Erstaunliches vollbracht, indem Sie auf den Baum geklettert sind und den Stock sofort heruntergeholt haben. Wie sind Sie auf den Baum geklettert und wie haben Sie gelernt, so auf Bäume zu klettern? Dieser Stock stammte noch aus der Zeit meines Vaters, und es ist, als hätten Sie ihn mir heute neu geschenkt.‘ Auch auf dem Rückweg sagte Hudhur immer wieder: ‚Mian Nabi Bakhsh hat Erstaunliches geleistet, indem er auf den Baum geklettert ist und den Stock heruntergeholt hat.‘“

Höflichkeit im Umgang und Dankbarkeit für Geschenke

Darüber hinaus gehörte es zu Hudhurs Gewohnheiten, dass er, egal ob jemand jung oder alt war, niemanden mit dem Wort ‚Du‘ ansprach. Obwohl ich ein kleines Kind war, sprach Hudhur mich nie mit »Du« an.

Hadhrat Mirza Bashir Ahmad Sahib schreibt: „Dr. Mir Muhammad Ismail Sahib erzählte mir, dass Hadhrat Sahib sehr dankbar war, wenn ihm jemand ein Geschenk brachte. Er erwähnte dessen Aufrichtigkeit auch zu Hause und äußerte stets: ‚Die Person hat diese Sache geschickt.‘“

Wie er bei kleinen Geschenken seine Dankbarkeit ausdrückte, darüber berichtet Hadhrat Mirza Bashir Ahmad Sahib, dass die Ehefrau des verstorbenen Dr. Khalifa Rasheed-ud-Deen Sahib in ihren Aufzeichnungen schilderte:

„Es ereignete sich einmal, dass der Doktor drei Monate Urlaub nahm und von Agra nach Qadian reiste. In Agra gibt es eine Süßigkeit in der Art von Balushahi, die Khurma genannt wird; sie wurde dort sehr exquisit und in großen Stücken hergestellt. Hudhur mochte diese sehr. Immer wenn Doktor Sahib kam, brachte er für Hadhrat Sahib stets Khurma mit. Eines Tages, als er ankam, hatte HudhurAS seit dem Morgen noch nichts gegessen. Ich kam am späten Nachmittag nach Hause, und er freute sich sehr. Er fragte mich nach der Reise. Amma Jan sagte, dass das Essen bereitstehe. Er erwiderte, dass er im Moment keinen Appetit habe.

Daraufhin sagte Hadhrat Amma Jan: ‚Murad Khatun‘ – das war eben jene Dame – ‚hat für Sie Khurma aus Agra mitgebracht.‘ Zunächst freute er sich sehr und sagte dann: ‚Ich mag sie sehr, bringen Sie sie, damit ich sie esse.‘ Als sie ihm serviert wurden, lobte er sie außerordentlich. Er sagte: ‚So viele!‘ Dann aß Hudhur einige davon und sagte: ‚Bewahren Sie sie für mich auf. Ich habe einige gegessen und werde später noch welche essen.‘“

Über sein Essverhalten wurde ja bereits berichtet, wie er stets nur kleine Mengen zu sich nahm und beim Essen zu beten pflegte. Jedenfalls erzählt sie: „Mein Herz war über sein großes Lob für eine derart kleine Sache so erfreut, dass ich es nicht in Worte fassen kann. Als ich es dem Doktor erzählte, freute auch er sich sehr und blickte noch lange Zeit zum Himmel auf, während er immer wieder »SubhanAllah, SubhanAllah [Heilig ist Allah]« sprach.“ Der Doktor war ebenfalls ein überaus aufrichtiger Mensch.

Opferbereitschaft, Chanda und die Pflicht zur Dankbarkeit

Hadhrat Musleh Mau'udRA berichtet: „Als gegen den Verheißenen MessiasAS in Gurdaspur die Klage von Maulawi Karam Din aus Bheen anhängig war, herrschte eine gewisse finanzielle Knappheit. Die Ausgaben waren gestiegen. Zu dieser Zeit wurde unter der Anweisung Allahs ein Appell an einige Leute gerichtet. Zu den Angesprochenen gehörte auch Dr. Khalifa Rasheed-ud-Deen Sahib. Bei dieser Gelegenheit trug er alles zusammen, was in seinem Haus war, schickte es vollständig ab und schrieb dazu, dass er auch künftig alle eingehenden Einnahmen schicken werde. So schickte er alles, was er durch sein Gehalt und seine Praxis verdiente, in den Dienst des Verheißenen MessiasAS.

Ein Freund, der in jenen Tagen sein Gast war, erzählte: ‚Ich sagte zu ihm, dass er alles dorthin schicke und nichts für sich selbst behalte.‘ Darauf antwortete er: ‚Ja, die jetzige Zeit erfordert genau dies.‘ Zu dieser Zeit schrieb der Verheißene MessiasAS ihm einen Brief, den ich selbst gelesen habe. Der Doktor sagte, dass genau jetzt die Zeit sei, dem Verheißenen Messias zu dienen. Wie dem auch sei, damals schrieb der Verheißene MessiasAS ihm einen Brief.“

Hadhrat Musleh Mau'udRA fügt hinzu: „Ich habe diesen Brief selbst gelesen, und darin hatte er geschrieben, dass er die Grenze der Opferbereitschaft erreicht habe. Der Verheißene MessiasAS schrieb an Dr. Khalifa Rasheed-ud-Deen: ‚Sie haben das Äußerste an Opfern erbracht, nun brauchen Sie kein Chanda mehr zu zahlen.‘ Er erbrachte solch enorme Opfer, obwohl der Verheißene MessiasAS an einer anderen Stelle erklärte – vielmehr ermahnte der Verheißene MessiasAS stets dazu, regelmäßig Chanda zu zahlen, und sagte sogar, dass jemand, der drei Monate lang kein Chanda zahlt, nicht in der Jamaat verbleiben könne.“ Dieser Brief, so Hadhrat Musleh Mau'udRA, befinde sich vielleicht noch heute im Haus des verstorbenen Khalifa Sahib. „Er zahlte auch danach weiterhin Chanda, und das sollte er auch tun.“

Es war nicht so, dass er nach dem Erhalt eines einzigen Briefes aufhörte, Chanda zu geben. Er spendete weiterhin, und er sollte es auch tun. Hadhrat Musleh Mau'udRA sagt: „Er sollte es tun, denn zuvor erfüllte er eine Pflicht, und danach gab er es als Ausdruck seiner Dankbarkeit. In dem Buch, das der Verheißene MessiasAS unter der Offenbarung Allahs verfasste, nahm er uns von der Wasiyyat aus.“ In Bezug auf die verfasste Schrift „Al-Wasiyyat“ sagt Hadhrat Musleh Mau'udRA: „Darin hat er uns, also seine Nachkommen, ausgenommen.“

Hadhrat Musleh Mau'udRA berichtet: „In meinem Herzen blieb stets ein gewisses Unbehagen, dass wir der Gelegenheit zu finanziellen Opfern beraubt wurden. Doch dann kam mir der Gedanke, dass der Gesandte AllahsSAW so intensiv betete, dass Hadhrat AishaRA berichtete, seine Füße seien angeschwollen. Als Hadhrat AishaRA dies sah, fragte sie: ‚Wenn Allah Ihnen doch alle Ihre Sünden vergeben hat, warum bürden Sie sich dann so viel Mühsal auf?‘ Daraufhin antwortete er:

أَفَلَا أَكُونُ عَبْدًا شَكُورًا

[Afala akunu abdan schakura?]

– Soll ich denn kein dankbarer Diener sein?“

Hadhrat Musleh Mau'udRA erklärt: „Wenn man solch eine Stufe erreicht, sollte das Handeln, wenn nicht aus Pflicht und Verbindlichkeit, so doch als Zeichen der Dankbarkeit erfolgen. Auch wenn es keine Pflicht ist, sollte es aus Dankbarkeit geschehen. Ich dachte mir, dass uns das Wasiyyat-Chanda zwar erlassen worden war, wir aber dennoch Dankbarkeit zeigen sollten. Daraufhin schlug ich einen Weg ein, durch den mein Chanda sogar höher ausfiel als das der Musis. Dann fiel mir auch ein, dass ich einst eine Offenbarung empfangen hatte. Wenige Tage nach dem Ableben des Verheißenen MessiasAS wurde mir folgende Offenbarung zuteil:

اِعۡمَلُوۡۤا اٰلَ دَاوٗدَ شُکۡرًا

[I'malu ala Dawuda schukra]

Allah hat den Verheißenen MessiasAS als David bezeichnet:

يَا دَاوٗودُ عَامِلِ النَّاسَ رِفْقًا وَحُسْنًا

[Ya Dawudu 'amilin-nasa rifqan wa-husna]

was übersetzt bedeutet: ‚O David, behandle die Menschen mit Sanftmut und Güte.‘ Das heißt, dass Allah einigen Menschen zwar Erschwernisse abnimmt, es aber dennoch ihre Pflicht ist, aus Dankbarkeit heraus Taten zu vollbringen. Vielleicht diente diese Offenbarung genau dazu, meine Zweifel zu zerstreuen.“

Hadhrat Musleh Mau'udRA sagt: „Daraufhin spendete ich sehr viel Chanda.“

An dieser Stelle möchte ich auch erwähnen, dass an mich ebenfalls eine entsprechende Frage herangetragen wurde. Die Leute werfen die Frage auf, ob vielleicht alle Familienmitglieder oder die Kalifen des Verheißenen MessiasAS kein Chanda zahlen müssten und davon ausgenommen seien. Es sei klargestellt, dass diese Ausnahme ausschließlich für seine fünf Kinder galt – weder für die Ehefrauen der Söhne noch für die Ehemänner der Töchter noch für deren Nachkommen. Jeder, der Wasiyyat ablegt, muss in jedem Fall das Wasiyyat-Chanda entrichten und ebenso wie andere Musis seinen Anteil am Vermögen abgeben.

Jedenfalls möchte ich auch dies klarstellen: Der Verheißene MessiasAS hat auch das Grundstück für den Bahishti Maqbara [der paradiesische Friedhof] in Qadian vermacht. Vielleicht ist dies einer der Gründe – und in den Augen Allahs wird es noch viele weitere geben –, weshalb Er seinen fünf Kindern das Wasiyyat-Chanda erließ und ihnen die Beisetzung im Bahishti Maqbara gestattete. Doch diese Personen haben außerordentlich große Opfer erbracht. Auch Hadhrat Amma Jan und ihre Nachkommen haben im Laufe der Geschichte enorme Opfer dargebracht.

Wie dem auch sei, genau wie Hadhrat Musleh Mau'udRA erklärte, dass er für die Ziele der Jamaat finanzielle Opfer erbrachte, die über jene eines Musis hinausgingen, so erbrachten auch die übrigen Nachkommen des Verheißenen MessiasAS solche Opfer. Es sei auch klargestellt, dass kein Kalif nach Hadhrat Musleh Mau'udRA davon ausgenommen ist, sondern alle haben Wasiyyat abgelegt und entrichten ihr Wasiyyat-Chanda. Ebenso haben sie sich an allen anderen Spendenaufrufen der Kalifen entsprechend ihren finanziellen Möglichkeiten in überragender Weise beteiligt.

Es gibt keinerlei Ausnahme, weder für einen Kalifen noch für irgendein Familienmitglied [des Verheißenen MessiasAS]. Diese Ausnahme galt ausschließlich für seine fünf Kinder. Ich erkläre dies so ausführlich, weil mir von irgendwoher diese Frage zugetragen wurde.

Die unermüdliche Hingabe der Gefährten des Messias

Hadhrat Mirza Bashir Sahib berichtet, dass Munshi Abdul Aziz Sahib Ujlwi ihm schriftlich mitteilte:

„Als Maulawi Muhammad Husain Sahib Batalwi in Gurdaspur eine Strafanzeige gegen den Verheißenen MessiasAS erstattete, hielt sich Hudhur im Haus des Pensionärs Khan Sahib Ali Muhammad Sahib auf, welches an die Hijama-Moschee angrenzte. Meine Wenigkeit, Mian Jamal-ud-Deen, Imam-ud-Deen und Khair-ud-Deen Sahib, Einwohner von Sekhwan, waren bei Hudhur. Die übrigen Freunde waren andernorts untergebracht.

Eines Tages litt Hudhur unter Magenbeschwerden. Generell litt er oft unter Darmbeschwerden und musste deshalb immer wieder zur Toilette gehen. Hudhur wies uns an, weiterzuschlafen, und sagte: ‚Ich stehe auf, ihr sollt nicht aufstehen.‘ Immer wenn Hudhur aufstand, um die Notdurft zu verrichten, erhob ich mich augenblicklich, nahm ein Gefäß mit Wasser und begleitete ihn. So ging es die ganze Nacht hindurch. Jedes Mal sagte Hudhur nur: ‚Bleiben Sie liegen.‘

Am Morgen, als Hudhur in der Versammlung saß, erwähnte er mich und sagte: ‚Es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen den Jüngern des Messias und unseren Freunden. Einmal bricht über den Messias eine Zeit der Not herein, da weckt er seine Jünger und bittet sie: ‚Bleibt wach und betet.‘ Aber sie schlafen ein. Er weckt sie wiederholt, doch sie schlafen immer wieder ein. Was die Jünger des muhammedanischen Messias betrifft – wir schärfen unseren Freunden wiederholt ein, zu schlafen, aber sie bleiben dennoch wach.‘

Dabei nannte er meinen Namen und sagte: ‚Ich weiß nicht einmal, ob Mian Abdul Aziz die ganze Nacht überhaupt geschlafen hat. Sobald ich aufstand, erhob er sich sofort hellwach, und obwohl ich ihn immer wieder anwies, weiterzuschlafen, stand er auf.‘“

Hadhrat Mirza Bashir Ahmad Sahib kommentierte dies mit den Worten:

„Die Aussage des Messias von Nazareth ist wahr, und gewiss sehr wahr, dass ein Baum an seinen Früchten erkannt wird. So wird jeder unvoreingenommene Mensch anerkennen müssen, dass die süßen Früchte, welche die Gesellschaft des Verheißenen MessiasAS hervorgebracht hat, durch die Gesellschaft des Messias von Nazareth keineswegs hervorgebracht werden konnten. Die Läuterungskraft des Verheißenen MessiasAS hat eine Jamaat von Tausenden und Abertausenden hervorgebracht, die es als ihren größten Stolz erachtete – und bis heute erachtet –, ihr Leben für ihn zu opfern. Sie war und ist bereit, für seine kleinste Unannehmlichkeit jegliche eigene Ruhe und Bequemlichkeit zu opfern. Der Messias von Nazareth hingegen vermochte nicht einmal seine kleine Gemeinde von zwölf Männern zusammenzuhalten, und einer von ihnen ließ ihn für dreißig Silberlinge festnehmen und verriet ihn an die Regierung.“

Der Wert einer aufrichtigen Absicht

Hadhrat Inayatullah Sahib berichtet: „Als ich zum ersten Mal nach Qadian kam, brachte ich ein Fläschchen Parfüm mit. Ich war zu Fuß gereist. Die Nacht verbrachte ich in Batala.“

Er erzählt weiter: „Als ich das Fläschchen betrachtete, bemerkte ich, dass bis auf einen einzigen Tropfen alles verschüttet war. Das bedauerte ich sehr. Als Hudhur zur Zeit des Abendgebets auf das Dach der Mubarak-Moschee kam, schüttelte ich ihm die Hand und begann, ihn zu massieren. Dabei erzählte ich: ‚Ich hatte ein Fläschchen Parfüm mitgebracht, doch es ist unterwegs ausgelaufen.‘ Ich überreichte Hudhur das Fläschchen genauso, wie es war, mit nur diesem einen Tropfen. Er sagte: ‚Sie haben den Segen für das gesamte Fläschchen erhalten‘ und sprach ‚JazakAllah‘.“

Ermutigung für jugendliche Helfer

Hadhrat Muhammad Ismail Sahib berichtet: „Ich war etwa zwanzig Jahre alt, als in Gurdaspur das Urteil im Prozess gegen Karam Din Jhelumi aus Bheen – das heute im Bezirk Jhelum oder Chakwal liegt – verkündet werden sollte. Ich kam bereits einen Tag vorher aus meinem Dorf an. Dort war HudhurAS ebenfalls in einem Anwesen untergebracht. Es war Sommer.

Der Verheißene MessiasAS saß in einem Zimmer, und auch mein Vater Mian Jamal-ud-Deen Sahib, Mian Imam-ud-Deen Sahib aus Sekhwan und Chaudhry Abdul Aziz Sahib waren anwesend. Ich trat ein und begann, Hudhur mit einem Fächer Luft zuzufächeln. Hudhur blickte mich an, zeigte lächelnd auf meinen Vater Mian Jamal-ud-Deen Sahib und sagte: ‚Mian Ismail ist ebenfalls gekommen und hat sich seinen Anteil am Segen gesichert.‘

Wenn ich mich heute daran erinnere, wie sehr sich Hudhur über solch eine kleine und bescheidene Dienstleistung freute, erfüllt das mein Gemüt mit tiefer Freude.“

Vorbildliche soziale Gerechtigkeit und Teilen

Hadhrat Mian Sadr-ud-Deen Sahib berichtet, dass Seine Heiligkeit einen wollenen Umhang am Körper zu tragen pflegte, den er sich über die Schulter warf, wenn Hudhur nach draußen ging.

„Einmal erzählte mir Chaudhry Bholey: ‚Eines Tages reiste ich mit Hadhrat AqdasAS nach Batala. Er hatte ein Pferd dabei. Eine Weile ritt er selbst darauf, dann ließ er mich aufsteigen.‘ Das bedeutet, zuerst ritt er selbst, und dann ließ er ihn reiten. ‚Und eine Zeit lang führte er das Pferd ohne Reiter, damit auch das Tier sich ausruhen konnte.‘

Ebenso erzählte mir der Vater von Chiragh, dem Bediensteten der Madrasa Ahmadiyya: ‚Einmal nahm mich Hudhur zu dem Brunnen Hajje Kaschmiri mit, um dort zu baden. Auf dem Weg gab er mir einen Paisa [Währungseinheit], damit ich Rewris [Süßigkeit aus Vollrohrzucker und Sesam] kaufe.‘

Zuvor erzählt er seine eigenen Erlebnisse, doch die eigentliche Begebenheit der Dankbarkeit beginnt hier. Er berichtet: ‚Er gab mir einen Paisa, um Rewris zu holen. Als ich damit zurückkehrte, teilte er sie in zwei Hälften und reichte mir die eine Hälfte. Ich weigerte mich, sie anzunehmen. Hudhur sagte: »Wie soll ich diese denn ganz alleine essen? Das Geld gehörte zwar mir und ich habe dich darum gebeten, sie zu holen, doch du hast die Anstrengung auf dich genommen. Du hast sie geholt und dir diese Mühe gemacht.« Dementsprechend gab er mir die Hälfte der Rewris.‘

Auch das ist eine Art, sich für die Arbeit eines anderen dankbar zu zeigen. Bei jedem – ob groß oder klein –, der für ihn in irgendeiner Weise eine Arbeit verrichtete, drückte er seine Dankbarkeit aus. Davon habe ich mehrere Beispiele angeführt.

Dankbarkeit und Anerkennung im öffentlichen Raum

Hadhrat Sher Muhammad Sahib berichtet ebenfalls: „Während des Prozesses gegen Karam Din, als Hudhur zu einem Gerichtstermin nach Jhelum reiste, hatten meine Freunde in Batala Tee vorbereitet und uns eingeladen. Wir alle, einschließlich des Verheißenen Messias und Maulawi Abdul Latif Sahib Shaheed, waren zusammen. Da fragte Hadhrat Sahib: ‚Wer hat den Tee serviert?‘ Seine Freunde hatten sie nämlich zum Tee eingeladen.

Ich antwortete: ‚Hudhur, das sind Ihre Diener, und es sind diejenigen, die als Köche in den Haushalten der englischen Damen, der Ehefrauen der Offiziere, arbeiten. Es sind Köche. Dies sind die Leute, die herumziehen und verkünden, Jesus sei Gott und Sein Sohn.‘ Diese Bediensteten, die jetzt hier dienten, waren also die Angestellten derer, die den Messias von Nazareth als den Sohn Gottes betrachten. ‚Das sind diese Leute.‘

Jedenfalls hörte der Verheißene MessiasAS dies, zeigte seine Freude und bedankte sich bei ihnen. Also bei den Leuten, die den Tee arrangiert hatten, ob sie nun Christen, Nicht-Muslime oder deren Freunde waren. Er hat sich nicht nur vor Ort bedankt, sondern er schreibt, dass er diesen Dank später auch öffentlich in einer Zeitung abdrucken ließ, mit dem Hinweis, dass diese Menschen ihn dort bewirtet hatten. Er maß ihnen eine so große Bedeutung bei, dass er den Dank nicht nur mündlich aussprach, sondern ihn auch öffentlich bekannt machte.“

Möge Allah auch uns befähigen, uns solche hohen Maßstäbe der Dankbarkeit anzueignen.

Marfu-ul-QalamBezeichnung für eine Person, die nicht bei Verstand ist und für deren Taten gemäß der Scharia weder gute noch schlechte Taten aufgeschrieben werden.
SubhanAllahEin arabischer Ausruf, der 'Heilig ist Allah' bedeutet und zur Lobpreisung Gottes verwendet wird.
AlhamdulillahEin arabischer Ausruf, der 'Aller Preis gebührt Allah' bedeutet und dem Ausdruck von Dankbarkeit dient.
JazakAllahEin arabischer Ausdruck des Dankes, der 'Möge Allah dich am besten belohnen' bedeutet.
WasiyyatEin Testament-System in der Ahmadiyya-Gemeinschaft, bei dem sich Mitglieder verpflichten, einen Teil ihres Einkommens und Vermögens im Wege einer Schenkung zu hinterlassen.
MajzubEine spirituelle Rangstufe in der sufischen Mystik; oft fälschlicherweise für geistig Verwirrte verwendet.
AminEin am Ende eines Gebets gesprochenes Wort, das 'Möge Allah es annehmen' bedeutet.
Themen:
Die Tugend der Dankbarkeit (Schukr) gegenüber Allah für Seine GabenDie Wichtigkeit des Verstandes und die barmherzige Einstufung der Marfu-ul-QalamAufopferung im Gebet im Vergleich zu weltlichen BemühungenWertschätzung und Dankbarkeit gegenüber Mitmenschen und DienstleisternNutzung weltlicher Mittel als Form der Dankbarkeit gegenüber AllahFinanzielle Opferbereitschaft (Chanda und Wasiyyat) aus Dankbarkeit

Tatplan der Woche

Checkliste für den Alltag

  • Nimm dir diese Woche bei jeder Mahlzeit bewusst Zeit, um mit 'Alhamdulillah' und 'SubhanAllah' über die Gaben Allahs nachzusinnen und für diese zu danken.
  • Achte besonders darauf, dich bei deinen Mitmenschen für jede noch so kleine Dienstleistung oder Hilfe aufrichtig und wertschätzend zu bedanken.
  • Prüfe deine Disziplin beim Aufstehen für das Morgengebet (Fajr) und setze dir das Ziel, denselben Fleiß wie bei weltlichen Pflichten zu zeigen.
  • Nutze medizinische und hygienische Mittel bei Krankheiten ganz bewusst im Bewusstsein, dass diese von Allah erschaffene Hilfsmittel sind, für die man dankbar sein muss.
  • Entrichte deine finanziellen Beiträge (Chanda) in dieser Woche mit der reinen Absicht, Allah Dankbarkeit für Seine unzähligen Gnaden zu erweisen.

Aktionsplan Missionary Incharge Büro

Wöchentlicher Umsetzungsplan basierend auf der Khutba

N/A

Umsetzungsplan für diese Woche

Khutba für Kinder

MTA Germany
Nach oben scrollen