Khutba Review - Freitag, 17. April 2026

Khutba Review

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Ansprache Lesen

Der vollständige Text der Freitagsansprache, strukturiert und durchsuchbar.

Zusammenfassung

Die wichtigsten Punkte kompakt zusammengefasst (Deutsch & Urdu).

Für Kinder

Kindgerecht erklärte Inhalte mit einem spaßigen Mini-Quiz.

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Wöchentlicher Umsetzungsplan vom Missionary Incharge Büro basierend auf der Khutba

Freitagsansprache mit deutscher Übersetzung als Audio sowie Subtitles

MTA Germany

Deutsche Übersetzung

Einleitung: Der hohe Maßstab der Ehrlichkeit

In der vergangenen Khutba habe ich bereits über das hervorragende Vorbild des Heiligen Propheten (saw) hinsichtlich seines hohen Maßstabs an Ehrlichkeit sowie über seine Ratschläge und Rechtleitung für die Gläubigen gesprochen. Daran anknüpfend werde ich auch heute einige Ausführungen machen. Zu welch erhabenen Maßstäben der Ehrlichkeit der Heilige Prophet (saw) uns führen möchte, verdeutlicht eine Überlieferung von Hafs bin Asim. Er berichtet, dass der Prophet sagte, es genügt als Beweis für die Verlogenheit eines Menschen, wenn er alles, was er hört, ungeprüft weitererzählt.

Die Gefahr des ungeprüften Weitererzählens

Dieses Verhalten ist unter den Menschen allgemein weit verbreitet. Auch in der Jamaat ist diese schlechte Gewohnheit bei einigen Personen recht stark ausgeprägt. So schreiben mir gelegentlich Leute über jemanden, er habe dies oder jenes getan. Geht man der Sache jedoch auf den Grund, erweist sich die Behauptung als falsch. Fragt man dann die Verfasser, wer ihnen das gesagt habe, da die Information inkorrekt sei, rechtfertigen sie sich damit, es nur gehört zu haben. Allein auf Basis dieses Hörensagens verursachen sie großen Aufruhr. Diese Menschen sollten ernsthaft darüber nachdenken, dass der Heilige Prophet (saw) sie als Lügner eingestuft hat.

Der Schmerz des Propheten (saw) über die Unwahrheit

In einer weiteren Überlieferung berichtet Hadhrat Aisha, dass den Gefährten des Gesandten Allahs (saw) keine Eigenschaft verhasster war als das Lügen. Wurde in der Gegenwart des Propheten (saw) eine Lüge ausgesprochen, so belastete ihn dies tief. Wenn er (saw) wusste, dass gelogen worden war, verspürte er großen Schmerz und trug schwer daran, bis er erfuhr, dass die betreffende Person aufrichtig Reue gezeigt, sich gebessert und das Lügen vollständig aufgegeben hatte.

Die Sünde der vorgetäuschten Sättigung

Hadhrat Asma überliefert, dass eine Frau zum Propheten (saw) kam und fragte: „Ich habe eine Mitfrau (also die zweite Ehefrau ihres Mannes). Lade ich eine Sünde auf mich, wenn ich vor ihr vorgebe, mein Ehemann würde mir reichlich von seinem Vermögen geben?“ Damit meinte sie: „Ich möchte ihr gegenüber den Eindruck erwecken, er würde mir Dinge schenken, was in Wahrheit gar nicht stimmt, nur um sie zu reizen und zu ärgern.“ Der Gesandte Allahs (saw) antwortete, dass jemand, der Sättigung mit etwas vorgibt, das ihm gar nicht gegeben wurde, wie jemand ist, der zwei Gewänder der Lüge trägt. Da sie diese Absicht hegte, um der anderen emotionalen Schmerz zuzufügen und sie zu reizen, erklärte er dieses Verhalten für absolut falsch. In der Erläuterung dieses Hadith heißt es, das Wort „Gewand“ sei hier metaphorisch gebraucht. Es bedeutet, dass eine solche Person von Kopf bis Fuß in Lüge und Betrug gehüllt ist – als trüge sie die Lüge sowohl als Obergewand wie auch als Lendentuch. Mit größter Sensibilität ermahnte er demnach seine Anhänger, sich vor jeglicher Art von Lüge zu hüten.

Die vier Merkmale der Heuchelei

In einer Überlieferung von Hadhrat Abdullah bin Amr heißt es, der Prophet (saw) habe gesagt: „Wer diese furchte Eigenschaften in sich vereint, ist ein vollkommener Heuchler. Und wer nur eine davon besitzt, trägt ein Merkmal der Heuchelei in sich, bis er es aufgibt: Wenn ihm etwas anvertraut wird, begeht er Vertrauensbruch; wenn er spricht, lügt er; wenn er einen Vertrag schließt, bricht er ihn; und wenn er streitet, wird er beleidigend und ausfallend.“ All diese Verhaltensweisen führen auf die eine oder andere Art – direkt oder indirekt – zur Lüge oder sind ein Ausdruck derselben. Folglich sind diese moralischen Schwächen eindeutige Zeichen von Heuchelei. Vor diesem Hintergrund müssen wir uns selbst kritisch hinterfragen, inwieweit diese Schwächen in uns vorhanden sind, denn sie ebnen letztlich den Weg zur Heuchelei, und kein Mensch möchte jemals als Heuchler gelten.

Eine visionäre Warnung vor der Verbreitung von Lügen

Darüber hinaus sprach der Prophet eindringliche Warnungen gegenüber denjenigen aus, die Unwahrheiten verbreiten. Hadhrat Samra bin Jundub berichtet, dass der Gesandte Allahs (saw) seine Gefährten auch oft zu fragen pflegte, ob jemand von ihnen einen Traum gesehen habe. Wenn er sie danach fragte, berichteten ihm jene davon, für die Allah es so vorgesehen hatte; wer einen Traum gesehen hatte, erzählte ihn. Eines Morgens sagte der Prophet jedoch über sich selbst: „Heute Nacht erlebte ich in einem Traum, wie zwei Männer zu mir kamen. Sie weckten mich und forderten mich auf, mit ihnen zu kommen. Ich folgte ihnen, bis wir zu einem Mann gelangten, der flach auf dem Rücken lag. Ein anderer stand neben ihm und hielt einen eisernen Haken – ähnlich einer Zange – in der Hand. Er setzte an der einen Gesichtshälfte an und riss dem Liegenden den Mundwinkel, das Nasenloch sowie das Auge bis zum Nacken auf. Nachdem er diese Seite des Gesichts aufgerissen hatte, wandte er sich der anderen Wange zu und verfuhr auf der linken Seite exakt wie auf der rechten. Noch bevor er damit fertig war, heilte die erste Seite wieder vollständig und nahm ihren ursprünglichen Zustand an. Daraufhin kehrte er zur ersten Seite zurück und riss sie erneut auf diese Weise auf.“

Der Prophet (saw) erzählte weiter: „Ich rief aus: سُبْحَانَ اللَّهِ! – d. h. heilig sei Allah. – Wer sind diese Männer?“ Die beiden Begleiter antworteten: „Wir werden dir die wahre Bedeutung erklären. Der Mann, zu dem du kamst und dessen Mundwinkel, Nasenloch und Auge bis zum Nacken aufgerissen wurden, versinnbildlicht jene Person, die morgens ihr Haus verlässt und eine Lüge in die Welt setzt, die sich in alle Himmelsrichtungen verbreitet.“ Dies betrifft Menschen, die Gerüchte streuen und Unwahrheiten über andere erzählen. Manche tun dies lediglich aus purer Geschwätzigkeit oder um sich an dem Gerede zu ergötzen, während andere bewusst darauf abzielen, jemanden zu diffamieren oder absichtlich Schaden anzurichten. Solche Individuen sollten sich stets vor Augen halten, dass dieses Verhalten strafbar ist; Allah zieht sie dafür zur Rechenschaft und bestraft sie. Es ist ein Zustand, der tiefe Furcht erfordert, und es bedarf viel Istighfar.

Ehrlichkeit und Segen im Handel

In einer von Abdullah bin Harith über Hadhrat Hakim bin Hizam (ra) überlieferten Tradition heißt es, der Gesandte Allahs (saw) habe gesagt: „Käufer und Verkäufer haben beide das Recht, ein abgeschlossenes Geschäft rückgängig zu machen, solange sie sich noch nicht voneinander getrennt haben.“ – Solange sie noch zusammen sind, geht das noch. Sobald sie sich trennen, dann nicht mehr. – „Wenn beide ehrlich handeln und alles offen darlegen, wird ihrem Handel Segen verliehen. Verschweigen sie jedoch Mängel und lügen, so wird der Segen aus ihrem Geschäft getilgt.“ Zahlreiche geschäftliche Streitigkeiten basieren auf unwahren Aussagen. Allah, der Allmächtige, entzieht den Worten und Geschäften solcher Menschen den Segen. Sie erleiden nicht nur im diesseitigen Leben finanzielle Verluste, sondern gelten auch bei Allah als Sünder und erfahren eine Strafe.

Ferner wird von Hadhrat Ibn Umar (ra) überliefert, der Prophet (saw) habe gesagt: „Wenn ein Mensch lügt, weicht der Engel wegen des Gestanks dieser begangenen Tat um eine Meile von ihm zurück.“ In einer weiteren Überlieferung berichtet Hadhrat Abu Huraira (ra), dass der Gesandte Allahs (saw) an einem Getreidehaufen vorbeikam. Er steckte seine Hand hinein und spürte Feuchtigkeit an seinen Fingern. Daraufhin fragte er: „O Besitzer des Getreides, was hat es hiermit auf sich? Dein Getreide – sei es Weizen oder Mais – ist von innen nass.“ Der Händler erwiderte: „O Gesandter Allahs, es hat darauf geregnet.“ Er (saw) entgegnete: „Warum hast du das nasse Getreide dann nicht nach oben geschichtet, anstatt es heimlich nach unten zu schieben? Wenn es geregnet hat, hättest du es sichtbar obenauf legen müssen, damit die Leute es sehen können.“ Der Prophet fügte hinzu: „Wer betrügt, gehört nicht zu mir.“

Selbst Geschäftsleute müssen also mit äußerster Sorgfalt und Ehrlichkeit agieren. Das ist der Maßstab, den der Prophet (saw) in einem Muslim etablieren wollte. Bedauerlicherweise sind es heute ausgerechnet Muslime, die weltweit wegen betrügerischen Handels und ihrer Lügen in Verruf stehen. Da wir heute den Verheißenen Messias (as) akzeptiert haben und verkünden, wahrhaftig an den Gesandten Allahs (saw) zu glauben, muss unser gesamtes Reden und Handeln von diesem höchsten Maßstab der Ehrlichkeit geprägt sein. Andernfalls greift die Warnung des Heiligen Propheten (saw): „Wenn dies nicht der Fall ist, gehört ihr nicht zu mir und ich habe nichts mit euch gemein.“ Er (saw) erteilte unzählige Ratschläge und Richtlinien und ermahnte uns eindringlich, die Wahrheit bis in ihre feinsten Facetten hinein zu wahren. Kein Mensch kann ein wahrhaftiger Muslim sein, ohne vollumfänglich an der Wahrheit festzuhalten.

Amin und Siddiq: Der Ruf des Propheten vor dem Islam

Bezüglich seiner Sira möchte ich nun einige historische Zeugnisse anführen. Der Heilige Prophet (saw) war unter den Menschen als ṣādiq und amīn [d. h. der Ehrliche und der Vertrauenswürdige] bekannt, da er stets die Wahrheit sprach und sich durch beispiellose Ehrlichkeit auszeichnete. Ein Autor schreibt: „Muhammad (saw) wurde in der Zeit der Ignoranz entsandt. Zuvor war kein Warner zu seinem Volk gekommen;“ das heißt, es kam kein Prophet zuvor. „Die Menschen beteten Götzen, Statuen und falsche Gottheiten an. Ihm (saw) wurde jedoch inmitten dieses Umfelds schon in der Kindheit besonderes Verständnis und Weisheit zuteil. Obwohl er von einer Anhängerschaft Satans und von Götzendienern umgeben war, fühlte er sich nie zu den Götzen hingezogen und nahm an keinem ihrer Feste teil. Man hat ihn niemals lügen hören. Die Menschen erachteten ihn als Saduq – als ungemein wahrhaftig –, als Amin sowie als nachsichtig und äußerst gütig. Es ist sogar überliefert, dass man ihn schon in der Zeit der Unwissenheit, lange vor dem Islam, um Schiedssprüche bat.

Hadhrat Musleh Mau'ud (ra) hat diesen Sachverhalt an einer Stelle dahingehend erläutert, dass das weitreichendste kollektive Zeugnis für seine hervorragende Moral von seinem eigenen Volk erbracht wurde: Noch vor seinem Anspruch auf das Prophetentum gaben sie ihm die Titel Amin und Siddiq. Es gibt viele Menschen auf der Welt, denen man keine Unehrlichkeit nachweisen kann, und es gibt viele, die nie eine schwere Prüfung durchlaufen müssen. Es stimmt zwar, dass sie immerhin alltägliche Prüfungen meistern müssen, und ihre Vertrauenswürdigkeit bleibt unangefochten. Dennoch verleiht ihnen ihr Volk dafür keine besonderen Ehrentitel. Solche Titel werden erst dann vergeben, wenn jemand in einer bestimmten Eigenschaft alle anderen weit übertrifft. Jeder Soldat im Krieg setzt sein Leben aufs Spiel, doch weder verleiht die britische Nation jedem Soldaten das Victoria-Kreuz, noch ehren die Deutschen jeden Soldaten mit dem Eisernen Kreuz. In Frankreich gehen Hunderttausende Menschen wissenschaftlichen Tätigkeiten nach, doch nicht jeder erhält das Band der Ehrenlegion.

Dass jemand lediglich vertrauenswürdig und wahrhaftig ist, wirft also noch kein besonderes Licht auf seine Größe. Wenn jedoch ein gesamtes Volk einer Person den Titel Amin und Siddiq verleiht, ist es außergewöhnlich. Selbst wenn die Menschen in Mekka in jeder Generation jemandem diese Titel verliehen hätten, würde der Träger als gewaltige Persönlichkeit gelten. Die Arabische Geschichte belegt jedoch, dass diese Titel keineswegs generationenübergreifend an irgendwen vergeben wurden. Vielmehr findet sich in der jahrhundertelangen Geschichte der Araber nur ein einziges Beispiel – das von Muhammad, dem Gesandten Allahs (saw) –, dem dieses Volk den Titel Amin und Siddiq verlieh. Dass in der langen Historie der Araber nur einer einzigen Person diese Eigenschaften als Titel zuteilwurden, beweist, dass seine Vertrauenswürdigkeit und seine Ehrlichkeit von so überragender Qualität waren, dass die Araber in niemand anderem ein vergleichbares Beispiel sahen. Die Araber zeichneten sich in der Welt durch ihre besondere Scharfsinnigkeit aus. Was sie also als rar und außergewöhnlich einstuften, verdient es zweifellos, auch weltweit als solches anerkannt zu werden.

Die Lüge als moderner Götzendienst

Der Verheißene Messias (as) sagt: „Der Zustand der Welt ist heute sehr brüchig geworden. Wo man auch immer hinsieht: Es werden falsche Zeugen hervorgebracht. Falsche Anklagen zu erheben, ist schon keine große Sache mehr, es werden sogar Urkunden gefälscht. Wenn sie eine Aussage machen, dann sparen sie die Wahrheit sorgsam aus.“ D. h., wenn es dem eigenen Vorteil dient, wird die Wahrheit aufgegeben und gelogen. „Nun möge jemand die Leute fragen, die keine Notwendigkeit für diese Gemeinde sehen, ob das denn der Glaube gewesen ist ...“ – der Verheißene Messias (as) erklärt hier, dass er die Jamaat gegründet hat, um die Wahrhaftigkeit zu etablieren –, wenn man die anderen Leute fragen würde, „ob das denn der Glaube gewesen ist, den der Heilige Prophet (saw) gebracht hatte? Allah hat die Lüge als Dreck bezeichnet, vor dem man sich schützen soll:

اِجۡتَنِبُوا الرِّجۡسَ مِنَ الۡاَوۡثَانِ وَاجۡتَنِبُوۡا قَوۡلَ الزُّوۡرِ

Die Lüge wird an dieser Stelle mit dem Götzenkult verbunden. Genauso wie ein törichter Mensch sich von Allah abkehrt und sich vor einem Stein verneigt …“ – das bedeutet, haltet euch von dieser Unreinheit fern, weil es ein großes Übel ist; Lügen ist so, als würdet ihr in unreine Taten verfallen und auf Abwege geraten. Folglich erklärte er, dass Götzendienst eine falsche und unreine Tat sei.

Er (as) sagte: „Die Lüge wird an dieser Stelle mit dem Götzenkult verbunden. Genauso wie ein törichter Mensch sich von Allah abkehrt und sich vor einem Stein verneigt, so verlässt er auch zu seinem eigenen Vorteil die Ehrlichkeit und Wahrheit und macht die Lüge zu einem Götzen. Das ist der Grund, weswegen Allah die Lüge mit dem Götzendienst verglichen hat.“ Es heißt ja: Haltet euch vom Götzendienst fern, denn das ist eine große Sünde, und die Lüge kommt dem gleich. Er (as) fährt fort: „Genauso wie ein Götzenanbeter von einem Götzen Erlösung erhofft, macht der Lügner die Lüge ebenfalls zu einem Götzen und glaubt, dass er durch diesen Götzen erlöst wird. Wie verdorben doch die heutige Zeit ist! Wenn man sie fragt, warum sie Götzen anbeten, dann antworten sie: ‚Wie sollen wir das tun, ohne dies kommen wir nicht aus!‘ Wenn man sie auffordert, diese Unreinheit des Götzendienstes aufzugeben, entgegnen sie: „Ohne dies kommen wir nicht aus. Wir müssen lügen, um unsere Vorteile zu sichern.“ Er (as) sagte: „Welch größeres Unglück kann es geben, als dass sie die Grundlage ihres Lebens auf die Lüge stützen! Aber ich versichere euch, dass am Ende nur die Wahrheit siegreich ist; das Gute und der Triumph gehören ihr allein.“

Historische Zeugnisse der Wahrhaftigkeit

In Bezug auf das Leben des Heiligen Propheten (saw) hat Hadhrat Musleh Mau'ud (ra) an einer Stelle geschrieben: „Als der Heilige Prophet (saw) seiner Ehefrau mitteilte, dass er eine Offenbarung erhalten habe, entgegnete sie nicht: ‚Was für ein Schwindel ist das denn?‘ Vielmehr sagte sie: ‚Fürchtet Euch nicht. Was Ihr gesehen habt, ist wahr. Allah wird Euch niemals zugrunde gehen lassen, denn Ihr pflegt die Verwandtschaftsbande, tragt die Last der Hilflosen, belebt verlorene Tugenden wieder, erweist Gästen großzügig Gastfreundschaft und unterstützt das Recht.‘ Er unterstützt die Wahrheit und das Recht. Daraufhin brachte ihn seine Ehefrau zu ihrem Bruder Waraqa bin Naufal, einem Gelehrten der israelitischen Schriften. Sobald dieser von den Ereignissen hörte, erklärte er: ‚Dies ist dieselbe Art Offenbarung, die auch auf Moses herabgesandt wurde, und darin finden sich gleichartige Gebote und Anweisungen wie in der Offenbarung an Moses.‘“

Dann schreibt Hadhrat Musleh Mau'ud weiter – er führt hier verschiedene historische Zeugnisse an. Eines davon habe ich schon einmal kurz in einer vergangenen Khutba erwähnt. Dann nennt er das nächste Zeugnis – das eben war das Zeugnis von Waraqa bin Naufal. Hadhrat Musleh Mau'ud schreibt: „Im Haus lebte ein Cousin, der fast im jugendlichen Alter war. Dieser konnte ein ausgezeichnetes Mittel für Tabligh unter Jugendlichen sein. Als dieser seinen Cousin und dessen Frau – also den Heiligen Propheten (saw) und Hadhrat Khadija – in tiefem Ernst über eine bedeutende Veränderung sprechen hörte, trat er mit großer Fassung vor und erklärte: ‚Ich bin fest davon überzeugt, dass Ihr wahrhaftig seid, dass Gott zweifellos zu Euch gesprochen hat und dass Er Euch mit der Reformation der Welt beauftragt hat.‘“

Hiernach führt er das Zeugnis eines freigelassenen Sklaven an, der, „fasziniert von den überragenden moralischen Eigenschaften des Propheten (saw), seine Eltern verlassen und sich dauerhaft in dessen Dienst gestellt hatte. Als er diese vertraulichen Gespräche mithörte und auf dem Gesicht seines Meisters Spuren der Sorge und des Nachdenkens bemerkte, ergriff er dessen Saum und sagte: ‚O mein Meister, es wird genau so eintreffen, wie Ihr es gesehen habt. Das, was Ihr gesagt habt, ist wahr, und was Ihr gesehen habt, ist wahr. Mit einem Menschen wie Euch kann die göttliche Natur kein falsches Spiel treiben. Ihr seid von Kopf bis Fuß die personifizierte Wahrheit und Aufrichtigkeit; wie könnte die Macht Gottes Euch jemals betrügen? Nun ist die Zeit gekommen, dass durch Eure Hände die Welt reformiert wird. Bitte gewährt auch mir die Erlaubnis, an Eurer Seite zu bleiben und Euch zu dienen.‘“

Dann gibt es das Zeugnis eines sehr engen Freundes. Er war gewissermaßen wie eine zweite Perle, die in derselben Muschel herangewachsen war. Als er hörte, dass die Leute behaupteten, sein Freund verbreite wahnwitzige Dinge und dessen Verstand habe womöglich Schaden genommen, eilte er sofort herbei. Er ließ die Tür öffnen und fragte: ‚Ist das, was ich da höre, wahr?‘ Als der Prophet (saw) begann, ihm die Situation zu erklären, unterbrach er ihn und sagte: ‚Bei Gott, liefert mir keine Beweise! Sagt mir nur: Sind diese Dinge wahr?‘ Nach der Bestätigung antwortete er: ‚Mein wahrhaftiger Freund, ich glaube an Eure Botschaft! Ihr wolltet mir fast Unrecht tun, indem Ihr versuchtet, mir Beweise zu liefern, und so meinen Glauben infrage stelltet. Ich habe Eure Wahrhaftigkeit bereits in einem solchen Ausmaß erlebt, dass es für mich absolut keiner Beweise bedarf.‘ Hadhrat Abu Bakr fügte hinzu: ‚Mein Freund, wer auch immer in Euer Gesicht geblickt hat, wie könnte der jemals an Eurem Wort zweifeln?‘

Es stand außer Zweifel, dass sich starker Widerstand formieren würde, denn gemäß den Worten von Waraqa bin Naufal galt:

لَمْ يَأْتِ رَجُلٌ قَطُّ بِمِثْلِ مَا جِئْتَ بِهِ إِلَّا عُودِيَ

Das bedeutet: ‚Niemand hat je eine solche Botschaft gebracht, ohne dass ihm Feindschaft entgegengebracht wurde.‘ Doch seht den erhabenen Plan Allahs: Wie Er Gefährten für ihn erschuf, noch bevor dieser Sturm des Widerstands überhaupt losbrach! Unter den Bewohnern Mekkas beugte Waraqa, der einzige Gelehrte der israelitischen Schriften, gleich bei der ersten Begegnung seine Knie. Seine Lebensgefährtin Hadhrat Khadija opferte sich für ihn auf, sobald sie von der Offenbarung hörte. Sein junger Cousin Hadhrat Ali, der täglich sein familiäres Verhalten beobachtete, bot augenblicklich seine Dienste an. Der freigelassene Sklave Hadhrat Zaid, der den Umgang des Propheten in geschäftlichen Dingen und sein Verhalten gegenüber den Armen über Jahre hinweg tiefgehend studiert hatte, schwor auf seine Wahrhaftigkeit. Sein Freund aus Kindertagen, der Wohltäter Mekkas und Inbegriff der Nobilität, Hadhrat Abu Bakr, legte sich nur aufgrund der bloßen Nachricht über die Offenbarung das Joch der Dienerschaft auf und stellte sich an seine Tür.

Welch immense Freude muss dieser beispiellose Beweis von Hingabe und Aufrichtigkeit im Herzen des Propheten auslösen haben! Wie sehr muss er gelächelt haben, als er das Geschrei und die Spötteleien der Mekkaner hörte, im Stillen denkend: ‚Dies ist euer Urteil – ihr, die ihr mich nicht kennt. Ihr nennt mich einen Zauberer, einen Magier und dergleichen. Betrachtet nun das Urteil jener, die mich wirklich kennen: Seht, wie sie unter Einsatz ihres eigenen Lebens fest an meiner rechten und meiner linken Seite stehen.‘“

Hadhrat Musleh Mau'ud (ra) zieht in der Exegese dieses Verses einen Vergleich zwischen den Gefährten von Hadhrat Moses und den Gefährten des Heiligen Propheten (saw). Er erklärt, dass Hadhrat Moses „darum beten musste, einen Helfer an die Seite gestellt zu bekommen, der seine Last mittrug. Dem Heiligen Propheten (saw) hingegen gewährte Allah völlig unaufgefordert gleich fünf Helfer, die im Mittragen seiner Last Unglaubliches leisteten. Waraqa verstarb zwar früh, hinterließ jedoch ein unauslöschliches Zeugnis für die Wahrhaftigkeit des Propheten. Hadhrat Khadija vollbrachte in den folgenden zwölf Jahren als Frau Taten, angesichts derer selbst die mutigsten Männer aus Ehrfurcht den Blick senken würden. Hadhrat Zaid zeigte über zwanzig Jahre hinweg ein beispielloses Maß an Opferbereitschaft und bewies letztlich durch das Vergießen seines Blutes im Angesicht der Schwertklingen, aus welchem Holz die Helfer des Propheten Muhammad (saw) geschnitzt waren. Hadhrat Abu Bakr und Hadhrat Ali lebten auch nach dem Ableben des Propheten weiter und lieferten als Kalifen in völlig neuer Form den Beweis für ihre Hilfe und Unterstützung.“

Das Leben des Propheten als unfehlbares Argument

An einer weiteren Stelle führt Hadhrat Musleh Mau'ud hinsichtlich des Vorbilds des Propheten aus: „Einer der gewaltigsten Beweise für die Wahrhaftigkeit eines ehrlichen und wahren Menschen ist sein eigenes Selbst. Es ruft laut aus, wendet sich an Gegner wie Befürworter, an Unwissende wie Wissende, an Fremde wie Vertraute und sagt: ‚Betrachtet mich genau! Bevor ihr mich einen Lügner nennt, überlegt reiflich: Könnt ihr mich wirklich der Lüge bezichtigen? Wenn ihr mich als Lügner abstempelt, entgleiten euch dann nicht all jene Mittel, mit denen ihr für gewöhnlich die Wahrheit einer Sache ermittelt? Und wenn ihr mich zu einem Betrüger erklärt, verschließen sich euch dann nicht all jene Türen, durch die ihr euer Ziel zu erreichen hofft?‘ Alles in der Welt unterliegt einer natürlichen Kontinuität und vollzieht sich in Stufen. Weder kann das Gute durch das Überspringen mittlerer Entwicklungsstufen seine Vollkommenheit erreichen, noch kann das Böse unter Auslassung von Zwischenetappen plötzlich seinen Höhepunkt finden. Wie wäre es also denkbar, dass jemand, der nach Westen rennt, sich plötzlich am äußersten Rand des Ostens wiederfindet? Es ist unmöglich, in die eine Richtung zu laufen und ganz woanders anzukommen. Ebenso wenig kann jemand, der nach Süden geht, sich urplötzlich am nördlichen Horizont wiederfinden.

Der Heilige Prophet erklärte damit sozusagen: ‚Ich habe mein gesamtes Leben in eurer Mitte verbracht. Ich war klein und bin unter euch aufgewachsen. Ich war jung und bin vor euren Augen ins reifere Alter gekommen. Mein privates wie auch mein öffentliches Leben liegt offen vor euch. Keine meiner Taten ist euch verborgen geblieben, und keine meiner Aussagen ist euch ein Geheimnis. Gibt es also irgendjemanden unter euch, der behaupten könnte, ich hätte jemals gelogen, Unrecht begangen, betrogen, jemanden hintergangen, jemanden um sein Recht gebracht, meine eigene Größe angestrebt oder nach weltlicher Herrschaft gegriffen? Auf jedem Feld habt ihr mich geprüft und in jeder Lebenslage habt ihr mich auf die Probe gestellt. Stets habt ihr gesehen, wie ich den Pfad der Ausgewogenheit beschritt; immerzu war mein Weg von Mäßigung geprägt und frei von jeglichem Makel – derart, dass mir Freund und Feind einhellig die Titel Amin und Sadiq verliehen. Wie kann es dann sein, dass ich bis gestern Abend noch als Amin, als Sadiq, als wahrheitsliebend galt und meilenweit von jeder Lüge entfernt war? Ich war bereit, mich für die Wahrheit aufzuopfern, ja, die Wahrhaftigkeit selbst war stolz auf mich. In jeder Angelegenheit habt ihr mir vertraut und jedes meiner Worte akzeptiert.

Doch heute, von einem Tag auf den anderen, soll sich plötzlich alles gewandelt haben? Ich soll zum Schlechtesten der Schlechten und zum Verdorbensten der Verdorbenen geworden sein, und das alles nur wegen eines Anspruchs, dass ich, der ich noch nie zuvor Menschen belogen habe, nun ausgerechnet beginnen sollte, Lügen über Allah zu erdichten? Findet sich für eine derart radikale Wesensveränderung irgendwo im Gesetz der Natur ein Beispiel? Wäre mein Verhalten nur von der Dauer weniger Tage gewesen, hättet ihr argumentieren können, ich hätte es mir lediglich künstlich angeeignet. Wäre es eine Angelegenheit von ein oder zwei Jahren gewesen, hättet ihr sagen können, dies sei nur eine Taktik gewesen, um alle zu täuschen. Doch ich habe mein gesamtes Leben unter euch verbracht! Ihr habt meine Kindheit gesehen, meine Jugend miterlebt, und auch mein Eintritt in das reifere Alter vollzog sich vor euren Augen. Wie wäre eine derart andauernde Verstellung und Künstlichkeit überhaupt möglich gewesen?

Wie hätte ich mich im Kindesalter verstellen sollen, wo man noch nicht einmal zwischen Gut und Böse unterscheiden kann? Wie hätte ich meinen wahren Zustand in der Jugend, die als Zeit der Kapriolen gilt, durch Täuschung verbergen sollen? Denkt doch einmal nach: Wann soll dieser Betrug stattgefunden haben und wer hat ihn begangen? Wenn ihr nach reiflicher Überlegung mein Leben als makellos und rein erkennt und darin den Inbegriff der Tugend und die Verkörperung der Wahrheit seht, dann betrachtet nicht die strahlende Sonne und behauptet wider besseres Wissen, es sei tiefste Nacht. (Wenn es Tag ist, dann behauptet nicht, es sei Nacht. Meine Aussagen sind klar wie der helle Tag). Klagt nicht über Dunkelheit, während ihr vom Licht umgeben seid! Benötigt ihr denn außer meinem eigenen Selbst noch irgendein anderes Argument? Mein Wesen selbst ist das größte Argument. Bedarf es angesichts meines lebenslangen Charakters noch einer weiteren Bestätigung? Meine gesamte Vergangenheit liegt wie ein offenes Buch vor euch, und dennoch verlangt ihr nach einem Zeichen. Mein Wesen und mein Leben zeugen für mich. Wenn jeder von euch ehrlich in sein Innerstes blickt, so werden sein Herz und sein Verstand bezeugen, dass die Wahrhaftigkeit in mir verankert ist. Die Wahrhaftigkeit ist stolz auf mich, und ich bin stolz auf die Wahrhaftigkeit. Wer die Wahrheit verkörpert, ist nicht auf äußere Beweise angewiesen. Ein Sprichwort besagt: Das Erscheinen der Sonne ist der Beweis für ihre Existenz.‘“

Dies war genau jenes ausgezeichnete Argument, welches das Herz von Hadhrat Abu Bakr eroberte, und es ist exakt dieser kraftvolle Beweis, der fortwährend in den Herzen wahrheitsliebender Menschen Einzug halten wird. Als der Heilige Prophet (saw) seinen Anspruch erhob, hielt sich Hadhrat Abu Bakr im Haus eines Freundes auf. Dort erfuhr er durch eine freigelassene Sklavin, dass die Ehefrau seines Freundes erzähle, ihr Mann beanspruche, ein Prophet zu sein – ähnlich dem Propheten Moses. Hadhrat Abu Bakr erhob sich augenblicklich, begab sich zum Haus des Gesandten Allahs (saw) und fragte ihn direkt, ob er tatsächlich gesagt habe, er sei der Gesandte Gottes. Der Prophet antwortete ihm: „Ja, ich bin der Gesandte Gottes.“ In dem Moment, als Hadhrat Abu Bakr dies hörte, akzeptierte er den Anspruch.

In Bezug auf diese Glaubensgewissheit pflegte der Gesandte Allahs (saw) zu sagen: „Ich habe niemanden zum Islam eingeladen, der nicht anfangs zumindest ein gewisses Zögern, Nachdenken oder Bedenken gezeigt hätte. Als ich jedoch Abu Bakr den Islam vorstellte, zögerte er keine Sekunde, sondern nahm den Islam von selbst sofort an.“ Was war es, das Hadhrat Abu Bakr dazu bewog, an den Gesandten Allahs (saw) zu glauben, ohne auch nur ein Zeichen zu verlangen? Es was das sprechende Wesen des Gesandten Allahs selbst, das als Zeuge für seine Wahrhaftigkeit stand. Die Zeugnisse von Hadhrat Khadija, Hadhrat Ali und Hadhrat Zaid bin Harith habe ich bereits geschildert; auch sie alle bezeugten seine Ehrlichkeit, die sie beobachtet hatten. Kurzum: Der erste innere Beweis für die Wahrhaftigkeit eines Propheten ist sein eigenes Selbst. Es legt durch seinen Zustand ein derart mächtiges Zeugnis für seine Wahrhaftigkeit ab, dass angesichts dessen überhaupt kein Bedürfnis nach einem anderen Wunder oder Zeichen aufkommt.“

Aufrichtigkeit und die Gnade Allahs

Der Verheißene Messias (as) erklärt: „Das Wort Gottes sagt, dass die Rechtschaffenen jene sind, die in Demut und Bescheidenheit leben und nicht hochmütig reden. Sie äußern sich so, als wären sie eine niedrige Person, die sich an ihren Vorgesetzten wendete. Auf jeden Fall sollten wir uns so verhalten, dass wir zu unserem Erfolg kommen. Niemand kann gegenüber Allah, dem Allmächtigen, ein Vorrecht beanspruchen, denn Er verlangt nur Rechtschaffenheit. Derjenige, der rechtschaffen ist, erlangt einen hohen Status. Der Heilige Prophet (saw) oder Abraham (as) wurde nicht durch irgendein Erbe geehrt. Obwohl wir glauben, dass Abdullah, der geehrte Vater des Heiligen Propheten (saw) kein Götzendiener war – auch diese Frage werfen Leute auf, und hier gibt er die Antwort darauf –, wurde dem Propheten des Islam sein Prophetentum nicht aus diesem Grund verliehen.

Das Prophetentum wurde ihm durch Gottes Gnade verliehen, und zwar aufgrund der reinen Wahrheit, die in seinem Wesen vorhanden war. Dies ist es, was die Gnade Gottes anzieht. Es waren Aufrichtigkeit und Rechtschaffenheit, die Abraham, den Vater der Propheten, ohne zu zögern dazu brachten, seinen Sohn opfern zu wollen. Sogar er selbst wurde ins Feuer geworfen.“ Er fiel wegen dieser Sache ins Feuer. Der Verheißene Messias (as) fährt fort: „Denken wir nur an die Aufrichtigkeit und Hingabe unseres Oberhaupts und Meisters, Muhammad, des Gesandten Allahs (saw). Der Heilige Prophet (saw) war standhaft angesichts aller Arten des Bösen. Er erlebte verschiedene Prüfungen und Drangsale, aber es kümmerte ihn nicht im Geringsten. Es war diese Aufrichtigkeit und Hingabe, die Allah, den Erhabenen, dazu bewegte, Seine Gnade zu gewähren.

Aus diesem Grund sagt Er:

اِنَّ اللّٰہَ وَمَلٰٓئِکَتَہٗ یُصَلُّوۡنَ عَلَی النَّبِیِّ ؕ یٰۤاَیُّہَا الَّذِیۡنَ اٰمَنُوۡا صَلُّوۡا عَلَیۡہِ وَسَلِّمُوۡا تَسۡلِیۡمًا

Allah, der Allmächtige, und alle seine Engel rufen Segen auf den Gesandten herab. O ihr, die ihr glaubt! Auch ihr sollt Segen und Frieden auf den Propheten herabrufen. Dieser Vers stellt fest, dass die Taten des edlen Gesandten (saw) so umfassend waren, dass Allah, der Allmächtige, kein bestimmtes Wort verwendete, um sie zu loben oder seine Attribute zu beschreiben.“ Gemeint ist, dass kein bestimmtes Wort es begrenzt hat. Obwohl sich Worte finden ließen, entschied Gott selbst, kein bestimmtes Wort zu verwenden. Denn die rechtschaffenen Taten des Heiligen Propheten (saw) waren jenseits der Grenzen des Lobes. Gemeint ist, dass seine rechtschaffenen Taten solcher Natur waren, dass sie nicht eingegrenzt werden konnten.

„Ein Vers dieser Art kommt nicht vor, um einen anderen Propheten zu loben. Die Seele des Heiligen Propheten (saw) war von solcher Aufrichtigkeit und Reinheit durchdrungen, und seine Taten waren vor Gott so lobenswert, dass Allah, der Allmächtige, für alle Zeiten anordnete, dass alle zukünftigen Generationen als Ausdruck der Dankbarkeit Segnungen auf den Heiligen Propheten (saw) herabrufen sollten. Die Entschlossenheit und Hingabe des Heiligen Propheten (saw) war so groß, dass wir weder vor noch nach ihm einen ebenbürtigen Vergleich mit ihm finden können. Ein Blick auf die Zeit des Verheißenen Messias (as) zeigt, wie sehr seine Entschlossenheit, seine spirituelle Aufrichtigkeit und Hingabe seine Jünger beeindruckt haben. Jeder kann nachvollziehen, wie schwierig es ist, eine schlechte Gewohnheit zu beseitigen. Es ist eine große Herausforderung, fest verwurzelte Gewohnheiten aufzugeben.“

Die Läuterung der Menschheit

Wenn Gewohnheiten sich verfestigen, ist es sehr schwer, diese zu korrigieren. „Unser Heiliger Prophet, Allahs Friede und Segen seien auf ihm, hat jedoch Tausende von Menschen geläutert, die schlimmer als Tiere waren. Es gab einige, die wie Tiere keine Probleme damit hatten, Beziehungen zu ihren Müttern und Schwestern zu haben; sie verschlangen den Reichtum der Waisen und bemächtigten sich des Erbes derer, die schon tot waren. Einige verehrten die Sterne, andere waren Atheisten und wieder andere verehrten die Elemente. Was war die Arabische Halbinsel? Sie war die Heimat vielfältiger Religionen. Ein Vorteil davon ist, dass der Heilige Qur'an jede notwendige Lehre in sich trägt. Seine Lehren sind mehr als ausreichend, um jede falsche Doktrin oder falsche Lehre auszurotten, die auf der Welt vorhanden sein könnte. Dies ist die tiefe Weisheit und Macht Allahs, des Erhabenen.“

Dies bedeutet, dass Er den Heiligen Propheten (saw) genau in einer Epoche entsandte, als die Ignoranz ihren absoluten Zenit erreicht hatte. Schließlich formte er diese Tiere zu Menschen um.

اَللَّهُمَّ صَلِّ عَلَى مُحَمَّدٍ وَعَلَى آلِ مُحَمَّدٍ وَبَارِكْ وَسَلِّمْ إِنَّكَ حَمِيدٌ مَجِيدٌ

Möge Allah, der Erhabene, auch uns dazu befähigen, dass wir, seinem Vorbild und den Geboten des Heiligen Qur'ans folgend, die Maßstäbe der Ehrlichkeit stets weiter erheben.

SadiqDer Wahrhaftige; ein Titel, der dem Heiligen Propheten (saw) wegen seiner unerschütterlichen Aufrichtigkeit schon vor seinem Anspruch verliehen wurde.
AminDer Vertrauenswürdige; ein Ehrentitel für den Heiligen Propheten (saw), der seine absolute Zuverlässigkeit beschreibt.
IstighfarDas Bittgebet um Vergebung bei Allah sowie der Schutz vor den Konsequenzen von Sünden.
DuroodSegenswünsche und Gebete, die Muslime für den Heiligen Propheten Muhammad (saw) sprechen.
KhutbaDie religiöse Ansprache oder Predigt, insbesondere während des Freitagsgebetes.
JamaatDie organisierte Gemeinschaft der Gläubigen.
Bai’atDas spirituelle Treuegelöbnis, das ein Gläubiger gegenüber dem Propheten oder seinem Kalifen ablegt.
SiraDie Lebensgeschichte und das vorbildliche Verhalten des Heiligen Propheten (saw).
Themen:
Ehrlichkeit und WahrhaftigkeitDas Vorbild des Heiligen Propheten (saw)Gefahren der Lüge und HeucheleiEthik im Handel und GeschäftswesenZeugnisse der Gefährten (ra)Vermeidung von HörensagenDie Verbindung zwischen Lüge und Götzendienst

Aktionsplan Missionary Incharge Büro

Wöchentlicher Umsetzungsplan basierend auf der Khutba

Die Wahrhaftigkeit Des Heiligen ProphetenSAW Und Seine Wahrheitsliebe

Allah hat die Lüge als Dreck bezeichnet, vor dem man sich schützen soll:
اجۡتَنِبُوا الرِّجۡسَ مِنَ الۡاَوۡثَانِ وَاجۡتَنِبُوۡا قَوۡلَ الزُّوۡرِ

Die Lüge wird an dieser Stelle mit dem Götzenkult verbunden. Genauso wie ein törichter Mensch sich von Allah abkehrt und sich vor einem Stein verneigt, so verlässt er auch zu seinem eigenen Vorteil die Ehrlichkeit und Wahrheit und macht die Lüge zu einem Götzen. Das ist der Grund, weswegen Allah die Lüge mit dem Götzendienst verglichen hat. Genauso wie ein Götzenanbeter von einem Götzen Erlösung erhofft, macht der Lügner die Lüge ebenfalls zu einem Götzen und glaubt, dass er durch diesen Götzen erlöst wird. Wie verdorben doch die heutige Zeit ist!

Hafs bin Asim berichtet, dass der Heilige ProphetSAW sagte
Es genügt als Beweis für die Verlogenheit eines Menschen, wenn er alles, was er hört, ungeprüft weitererzählt.
Dieses Verhalten ist unter den Menschen allgemein weit verbreitet. Auch in der Jamaat ist diese schlechte Gewohnheit bei einigen Personen recht stark ausgeprägt. […] Diese Menschen sollten ernsthaft darüber nachdenken, dass der Heilige ProphetSAW sie als Lügner eingestuft hat.

Da wir heute den Verheißenen MessiasAS akzeptiert haben und verkünden, wahrhaftig an den Gesandten AllahsSAW zu glauben, muss unser gesamtes Reden und Handeln von diesem höchsten Maßstab der Ehrlichkeit geprägt sein. Andernfalls greift die Warnung des Heiligen ProphetenSAW:
„Wenn dies nicht der Fall ist, gehört ihr nicht zu mir und ich habe nichts mit euch gemein.“

Umsetzungsplan für diese Woche

1
Keine Hörensagen/Gerüchte weitererzählen (dies fällt unter Lügen)
2
Nichts falsches vorgeben (um jemanden Schmerz zuzufügen oder sich großzutun)
3
Sich vor allen Eigenschaften der Heuchelei schützen (lügen, Vertrauensbruch, Vertragsbruch, unreine Sprache)
4
Vermehrtes Sprechen des Istighfar und von jeder Lüge fernhalten und niemals ein falsches Zeugnis ablegen
5
Im Handel die Wahrheit sprechen und in keiner Weise betrügen
6
Stets und vermehrt Segensgebete (Durood) für den Hl. ProphetenSAW sprechen

Tatplan der Woche

Checkliste für den Alltag

  • Prüfe in dieser Woche jede Information kritisch und vergewissere dich ihrer Richtigkeit, bevor du sie an andere weitergibst, um die Sünde des Hörensagens zu vermeiden.
  • Achte im geschäftlichen Umgang und bei privaten Abmachungen penibel darauf, alle Mängel oder Tatsachen offen zu legen, um den göttlichen Segen in deinem Handeln zu bewahren.
  • Führe jeden Abend eine Selbstreflexion durch, ob Merkmale von Heuchelei wie Wortbruch oder beleidigendes Verhalten im Streit aufgetreten sind, und bitte um Vergebung.
  • Rezitiere täglich verstärkt das Durood, um die Liebe zum Heiligen Propheten (saw) zu vertiefen und dich durch sein Licht von schlechten Gewohnheiten zu reinigen.

Khutba für Kinder

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