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Ansprache Lesen
Der vollständige Text der Freitagsansprache, strukturiert und durchsuchbar.
Zusammenfassung
Die wichtigsten Punkte kompakt zusammengefasst (Deutsch & Urdu).
Für Kinder
Kindgerecht erklärte Inhalte mit einem spaßigen Mini-Quiz.
To Dos
Praktische Umsetzung als Checkliste.
Quiz (Deutsch)
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Quiz (Urdu)
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Aktionsplan
Wöchentlicher Umsetzungsplan vom Missionary Incharge Büro basierend auf der Khutba
Freitagsansprache mit deutscher Übersetzung als Audio sowie Subtitles
MTA GermanyDeutsche Übersetzung
Einleitung und die Bedeutung der Jalsa Salana
In der Freitagsansprache vom 24. Juli 2026 sagte Seine Heiligkeit Hadhrat Mirza Masroor AhmadABA:
Durch die Gnade Allahs beginnt heute die Jalsa Salana in Großbritannien. Gäste aus allen Teilen des Landes sowie aus verschiedenen Ländern der Welt reisen an oder sind bereits eingetroffen, um daran teilzunehmen. Sie alle sind Gäste des Verheißenen MessiasAS, die für einen ganz besonderen religiösen Zweck hierherkommen. Daher ist es eine besondere Ehre, diese Gäste bewirten zu dürfen.
Durch die Gnade Allahs sind sich Kinder, Jugendliche, Männer und Frauen in jedem Land der Welt, in dem eine Jalsa Salana stattfindet, dessen bewusst, dass sie den Gästen der Jalsa dienen dürfen. Aus diesem Grund stellen sie sich alle ehrenamtlich zur Verfügung. Ungeachtet dessen, dass sich die Prioritäten der weltlich gesinnten Menschen heutzutage verschoben haben, bieten die aufrichtigen Mitglieder der Jamaat weiterhin ihre Dienste für die Gäste des Verheißenen MessiasAS an.
Wie ich bereits erwähnte, reicht dies von Kindern bis hin zu älteren Menschen; auch Personen, die in verschiedenen Berufen tätig sind, nehmen sich in diesen Tagen Urlaub, um ehrenamtlich zu dienen. Dies sind Menschen, denen bewusst ist, dass Allah gebietet, Gästen zu dienen sowie ihnen Ehre und Respekt entgegenzubringen.
Die religiösen Grundlagen der Gastfreundschaft im Islam
Der Heilige ProphetSAW hat dies sowohl durch seine Worte als auch durch seine Taten vorgelebt und gelehrt. Auch der Verheißene MessiasAS hat immer wieder darauf aufmerksam gemacht. Allah gebietet, dass den Reisenden ihr zustehendes Recht gewährt werden soll. Ebenso wird im Heiligen Qur'an das Beispiel von Hadhrat IbrahimAS angeführt: Als Gäste zu ihm kamen, fragte er sie bei ihrem Anblick nicht erst, ob sie essen möchten oder nicht, sondern er schlachtete sogleich ein Kalb, briet es und setzte es seinen Gästen vor.
Gleichermaßen heißt es in einem Hadith, dass der Heilige ProphetSAW sagte: „Diejenigen, die an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, gewähren dem Gast seinen rechtmäßigen Teil“ oder „sollen ihm seinen rechtmäßigen Teil gewähren“. Er wurde gefragt: „Was ist dieser rechtmäßige Teil?“ Daraufhin antwortete erSAW: „Es ist die Bewirtung für einen Tag und eine Nacht.“ An anderer Stelle findet sich auch die Überlieferung, ihn bis zu drei Tage lang zu bewirten. Dies gilt für besondere Gäste. Gewöhnlich bleiben jene, die Menschen zu Hause besuchen, für einige Tage. Ganz allgemein gilt: Wenn un Gast eintrifft, so gebietet es sich, ihm Gastfreundschaft zu erweisen. Genau dies ist der Befehl an die Muslime.
Das System der Gastfreundschaft in der Jamaat und in Großbritannien
Die Gäste, die nun in diesen Tagen zur Jalsa anreisen, haben weite Strecken zurückgelegt. Sie kommen aus anderen Ländern. Diese werden gewiss länger als drei Tage bleiben. Unabhängig davon, wie viele Tage sie in der Obhut der Jamaat verweilen – seien es zwei bis drei oder drei bis vier Wochen –, die Jamaat übernimmt ihre Bewirtung. Es ist eine außerordentliche Gnade Allahs, dass der Jamaat für diese Gastfreundschaft eine derart große Anzahl an ehrenamtlichen, unbezahlten Helfern zur Verfügung steht. Drei bis vier Wochen lang stellen sich Freiwillige für diesen Zweck zur Verfügung.
Mehr noch: Das System der Gastfreundschaft hier in Großbritannien ist inzwischen so umfangreich geworden, dass der Langar (freie Küche) des Verheißenen MessiasAS das ganze Jahr über betrieben wird. Um in diesem Langar zu dienen, opfern viele Personen, die eigene Geschäfte betreiben – manche besitzen eigene Restaurants, andere wiederum Catering-Unternehmen –, das ganze Jahr hindurch stets einen Teil ihrer Zeit für die Bewirtung der Gäste. Diese Besonderheit zeichnet die britische Jamaat nun auch deshalb aus, weil sich das Kalifat hier befindet. Durch die Anwesenheit des Kalifen der Zeit herrscht hier un enormer Zulauf an Menschen, weshalb entsprechend Gastfreundschaft erwiesen werden muss. Die allgemeine Gastfreundschaft findet hier ohnehin fortwährend statt, und durch die Gnade Allahs leisten die Mitglieder der Jamaat diese Bewirtung auf vortreffliche Weise. Möge Allah sie alle dafür reichlich belohnen.
Pflichten der ehrenamtlichen Helfer und ihre Wirkung auf Gäste
Wie bereits erwähnt, leisten neben den regulären Mitarbeitern auch zahlreiche freiwillige Helfer enorme Dienste. Da es sich aber, wie ich gesagt habe, um die Tage der Jalsa handelt, müssen wir in dieser Zeit ganz besonders auf das Wohl der Gäste achten. Wie der Heilige ProphetSAW betonte, müssen wir dem Gast vollumfängliche Ehre und Respekt erweisen. Dies ist wichtig; es ist eine Notwendigkeit für unseren Glauben an Allah und den Jüngsten Tag. Eine der Bedingungen des Glaubens ist es, dass ein Gläubiger gastfreundlich und gutmütig ist und seinen Gästen stets freundlich begegnet.
Folglich ist es eine immense Ehre, die in diesen Tagen Tausenden unserer Freiwilligen zuteilwird. Unter ihnen befinden sich Mädchen und Frauen, Jungen und Männer, Jung und Alt. Ihnen allen wird diese Ehre zuteil. Jedoch sollten sie stets bedenken, dass sie dieser Ehre nur dann gerecht werden, wenn sie auch die Pflichten der Gastfreundschaft erfüllen. Sie müssen jedem Gast mit Respekt und Anstand begegnen, ausgezeichnete Umgangsformen an den Tag legen und achtsam mit deren Gefühlen umgehen. Der Verheißene MessiasAS sagte hierzu, dass die Gefühle eines Gastes überaus sensibel seien und man daher stets auf sie Rücksicht nehmen müsse. Wir dürfen daher niemals vergessen, dass wir den Gästen in jeglicher Hinsicht dienen müssen. Wenn wir uns ehrenamtlich zur Verfügung gestellt haben, müssen wir auch unser Äußerstes tun, um diese Pflicht zu erfüllen und so das Wohlgefallen Allahs zu erlangen. So wird Allah durch unseren Dienst mit uns zufrieden sein, und wir werden, soweit es uns möglich ist, der Pflicht gerecht, den Gästen des muhammedanischen Messias zu dienen.
Auch externe, nicht der Jamaat angehörende und nicht-muslimische Gäste, die anreisen, sind stets zutiefst beeindruckt von unseren freiwilligen Helfern und der Organisation unserer Jalsa. Sie sind erstaunt, wenn sie sehen, wie für so viele tausend Menschen gekocht wird und dass es Freiwillige sind, die diese Mahlzeiten zubereiten. Zudem fasziniert sie die strukturierte Organisation, mit der die Gäste verpflegt und bedient werden. Es existiert hier ein umfassendes System von Aufgabenbereichen: sei es die Verkehrsregelung, die Essensausgabe, die Reinigung, die Küche oder die Wasserversorgung. Kurzum, es gibt zahllose Abteilungen, in denen die freiwilligen Helfer der Jamaat durch die Gnade Allahs tätig sind. Und sie arbeiten nicht nur einfach, sondern erledigen ihre Aufgaben durch die Gnade Allahs auf herausragende und vorbildliche Weise. Außenstehende sind beim Anblick dessen tief bewegt. Dies stellt ebenso ein Mittel zur Verbreitung der Botschaft des Islam dar. Daher muss sich jeder Helfer, der hierherkommt – darunter etliche altgediente und erfahrene, aber ebenso die neuen –, vergegenwärtigen, dass er hier ist, um den Gästen des Verheißenen MessiasAS zu dienen. Er sollte sein Äußerstes geben, um diesem Anspruch gerecht zu werden und dem Gast das zukommen zu lassen, was sein gutes Recht ist. Dies ist für euren Glauben unerlässlich.
Vorbilder der Gastfreundschaft: Begebenheiten aus dem Leben des Verheißenen MessiasAS
In welchem Ausmaß der Verheißene MessiasAS den Gästen diente und für ihr Wohlergehen sorgte, wird in einer Überlieferung veranschaulicht. Der Verheißene MessiasAS legte enormen Wert auf die Gastfreundschaft. Als Hafis Hamid Ali Sahib beauftragt wurde, sich um die Gäste des Langars zu kümmern, wies ihn der Verheißene MessiasAS immer wieder inständig darauf hin, ganz besonders auf die Gäste achtzugeben. Er trug ihm auf, die Gäste an gewöhnlichen Tagen entsprechend ihrer Stellung zu bewirten. Durch die Gnade Allahs bemüht sich die Jamaat, die Gäste, die an gewöhnlichen Tagen kommen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten bestmöglich zu versorgen. Während der Jalsa-Tage jedoch ist eine solch individuelle Betreuung nicht umsetzbar. Hierbei handelt es sich um eine allgemeine Bewirtung, weshalb in diesem Rahmen umso mehr Sorgfalt und Umsicht geboten sind.
Ein Gefährte berichtet:
„Als ich, vermutlich im Jahr 1902, von Eminabad nach Qadian reiste, saß ich wartend auf dem Bahnhof in Lahore, wo ich einen Freund traf. Schließlich traten wir beide gemeinsam die Reise nach Qadian an. Unterwegs regnete es stark, und als wir Batala erreichten, goss es in Strömen. Dennoch stiegen wir dort aus, mieteten eine Pferdekutsche und machten uns auf den Weg nach Qadian. Als wir uns Qadian näherten, hörte der Regen vermutlich auf. Jedenfalls kamen wir im Dar-ul-Aman an. Nach unserer Ankunft wurde uns beiden auf Anweisung von Hudhur in jenem Raum Platz gewährt, der damals eine Buchhandlung war.“
Er erzählt weiter:
„Am Morgen wurde uns ein hervorragendes Frühstück serviert, und auch das Essen war überaus köstlich und aufwendig zubereitet. Der Verheißene MessiasAS erkundigte sich immer wieder bei Shah Sahib, dem anderen Gast, der bei ihm war: ‚Wenn Sie irgendwelche Beschwerden haben, sagen Sie es mir. Fehlt es Ihnen an etwas?‘ Ebenso wie er viele andere Gäste fragte, erkundigte er sich auch bei ihm. Er brachte den Gästen also in höchstem und äußerstem Maße Respekt entgegen.“
Ebenso schreibt Manzoor Ahmad Sahib aus Bhera:
„Mein ehrwürdiger Vater war ein Ahmadi der ersten Stunde. Im Jahr 1894 reiste er gemeinsam mit seiner Mutter zum ersten Mal nach Qadian, um den Ersten Kalifen zu treffen, und legte zusammen mit seiner Mutter das Bai’at ab. Der Erste Kalif wurde in seiner Kindheit von meinem Großvater väterlicherseits unterrichtet, und die dritte Ehefrau meines Großvaters war zudem die Adoptivschwester des Ersten Kalifen.“
Er berichtet weiter:
„Ich fragte meinen Vater, ob er sich an ein besonderes Ereignis aus jener Zeit erinnern könne, als er damals dorthin reiste. Er erzählte: ‚Wir waren eines Tages mit acht Personen in der Mubarak-Moschee, die sich damals noch in ihrem ursprünglichen Zustand befand, um gemeinsam mit Hudhur zu Mittag zu essen. Wir aßen in der Moschee. Es war zu jener Zeit eine sehr kleine Moschee. Da es sonst keinen Aufenthaltsort für Gäste gab, pflegte er sie dort Platz nehmen zu lassen. In einer einzigen Reihe fanden gerade einmal acht bis zehn Männer Platz. Auch der Erste Kalif war bei dieser Zusammenkunft zugegen.‘ Er berichtete weiter: ‚Zwei verschiedene Sorten Curry wurden von zu Hause gebracht, und beide enthielten Fleisch. Der Verheißene MessiasAS nahm immer wieder Fleischstücke aus seinem eigenen Curry und legte sie auf die Teller der anderen. Sobald ein Fleischstück auf seinem Teller landete, gab er es an die anderen weiter.‘ Und auch vom Ersten Kalifen heißt es, dass er diesem Vorbild folgte und um der Gäste willen genauso handelte.
Manchmal äußerten die Gäste einen bestimmten Wunsch. Einmal äußerte ein Gast während des Essens den Wunsch, Mangos zu essen. Er (der Verheißene Messias) entgegnete: ‚Es ist ein vortrefflicher Gedanke von dir, Mangos zum Essen zu haben.‘ Daraufhin bot sich jemand anderes an – entweder aus den Reihen der anwesenden Gäste oder der Einheimischen – und fragte: ‚Soll ich sofort auf den Markt gehen und Mangos besorgen?‘ Hudhur erwiderte: ‚Nein, bleib sitzen.‘ Nur kurze Zeit später traf ein Paket ein, in dem jemand Mangos geschickt hatte. Es waren acht Mangos. Es waren acht Personen anwesend, und das Paket enthielt ebenfalls genau acht Mangos. Hudhur überreichte jedem eine Mango, und selbst die Mango, die ihm als Anteil zustand, schnitt er auf und reichte sie den anderen, womit er seine außergewöhnliche Gastfreundschaft bewies.“
Ebenso berichtet Hadhrat Badr-ud-Din Sahib aus Malerkotla:
„Eines Tages zog dieser Demütige gerade gemeinsam mit seinem Vater Wasser aus dem Brunnen beim Internat. Es war bereits neun Uhr abends, und auch das Isha-Gebet war schon verrichtet worden. Da kam Hudhur mit einer Schale in der Hand, in der sich Milch und Brot befinden, zum Brunnen und fragte meinen Vater: ‚Baba Ji, ist noch irgendein Gast hungrig?‘ Mein Vater antwortete ihm: ‚Hudhur, Mian Najm-ud-Din hat sich bereits überall erkundigt; alle haben gegessen.‘ Daraufhin sagte Hudhur: ‚Gut, dann kommt mit mir.‘ So folgten wir, Vater und Sohn, beide Hudhur. Als wir im Gästehaus nachfragten, fanden wir niemanden. Alle hatten bereits gegessen.“
Er berichtet weiter:
„Dort gab es den Laden eines gewissen Sher Muhammad, der noch geöffnet war. Als wir dort ankamen, sagte einer der Anwesenden: ‚Hudhur, ich möchte Milch und Brot essen.‘ Daraufhin überreichte Hudhur ihm diese Schale. Allah hatte offenbar vorherbestimmt, dass er aus der Hand des Verheißenen MessiasAS gespeist werden sollte, und es war auch ein Bedürfnis des Mannes. Allah hatte es Hudhur ins Herz gelegt, hinauszugehen und die Gäste zu verköstigen, und so brachte er es diesem Gast, um ihm zu dienen.“
Es gibt etliche solcher Begebenheiten, die sich in seinem Leben finden, in denen er unter alltäglichen Umständen Gastfreundschaft erwies. Dies geschah, weil die Ehrung, Würdigung und der Respekt gegenüber Gästen ebenso angewiesen wird wie die Speisung der Hungrigen. Es wird betont, den Bedürftigen zu speisen. Dies ist ein klares Gebot Allahs.
Die Offenbarung zur Speisung der Hungrigen: Dr. Hashmatullah Sahibs Bericht
Auch Hadhrat Dr. Hashmatullah Sahib schildert ein persönliches Erlebnis. Er berichtet:
„Anlässlich der Jalsa musste ich eines Abends in meiner Funktion als Sekretär der Jamaat an einer Sitzung der Sadr Anjuman teilnehmen. Diese Sitzung fand stets nach der Jalsa-Sitzung zwischen Maghrib und Isha statt, und es nahmen ausschließlich die Funktionsträger der Jamaat daran teil, um sich zu besprechen.“
Er fährt fort:
„Die Sitzung sollte nach dem Maghrib- und Isha-Gebet in der Mubarak-Moschee abgehalten werden. Da die Zeit drängte, nahm ich mir vor, später zu essen. Zwar war ich sehr hungrig und hatte seit acht Uhr morgens nichts mehr gegessen, doch wegen meiner Verantwortung für die Jamaat dachte ich mir, dass ich meine Mahlzeit auch im Anschluss einnehmen könne. Als die Besprechung endete und ich spät nachts den Langar erreichte, war es bereits elf Uhr, und ich war extrem hungrig.“
Er berichtet weiter:
„Als ich zu den Leuten aus der Jamaat ging und nach dem Essen fragte, erfuhr ich, dass nichts mehr übrig war. Einer unserer Freunde meinte, das Essen sei bereits aus. Er ging jedoch los, holte vom Esstuch noch ein Stück Brot und sagte: ‚Der Langar ist jetzt geschlossen. Essen Sie dieses Stück Brot und begnügen Sie sich heute damit.‘“
Er erzählt weiter:
„Also begann ich, an diesem Stück Brot zu kauen. Ich hatte es noch nicht ganz aufgegessen, als es gewaltig an unserer Zimmertür klopfte. Jemand pochte lautstark und rief: ‚Wenn noch ein Gast hungrig ist und noch nicht gegessen hat, soll er herkommen und im Langar essen!‘ Meine Gefährten schickten auch mich hinaus. Als ich im Langar ankam, aß ich voller Dankbarkeit das, was man mir gab.“
Er berichtet:
„Am folgenden Tag um zehn Uhr morgens sah ich den Verheißenen MessiasAS an der Tür der kleinen Treppe zur Mubarak-Moschee stehen. Die Khuddam standen in der Gasse mit dem Gesicht zu ihm gewandt. Hudhur wandte sich gerade mit einigen Worten an sie. Auch Hadhrat Hakeem NooruddinRA war dort anwesend. Hudhur sprach mit großer Eindringlichkeit, dass die Versorgung der Gäste mit Essen und dergleichen hervorragend organisiert sein müsse, denn in der Nacht habe Allah ihm folgende Offenbarung herabgesandt:
يَا أَيُّهَا النَّبِيُّ أَطْعِمِ الْجَائِعَ وَالْمُعْتَرَّ
‚O Prophet, speise den Hungrigen und den Notleidenden!‘
So erkannte ich, dass mein Aufwecken um Mitternacht auf diese Offenbarung zurückzuführen war. Das nächtliche Klopfen und die anschließende Verköstigung geschahen nur deshalb, weil Allah den Verheißenen MessiasAS darauf hingewiesen und er jemanden geschickt hatte.“
Dies waren rechtschaffene Menschen, deren Hunger selbst Allah wahrnahm und Seinen Propheten daraufhin in Kenntnis setzte. Damals waren die Vorkehrungen derart, dass alles geregelt wurde.
Hier jedoch obliegt es unserer Jalsa-Organisation, Sorge dafür zu tragen, dass für jene Gäste, die sich verspäten – die teils spät nachts nach langen Anreisen aus Europa eintreffen, weil ihre fähre oder ihr Flugzeug Verspätung hatte oder sie im Stau standen –, entsprechendes Essen bereitgehalten wird. Dabei ist jedoch streng darauf zu achten, dass sich das Essen in einem einwandfreien Zustand befindet. Es darf nicht vorkommen, dass das Essen aufgrund der Hitze verdorben ist und Sie veraltete Mahlzeiten ausgeben, die dann zu Krankheiten führen. Auch unter diesem Gesichtspunkt müssen wir die Gastfreundschaft stets im Gedächtnis behalten: Wir müssen für das Wohlergehen der Gäste sorgen und ihnen gutes und bekömmliches Essen servieren.
Der Grundsatz der Gleichbehandlung aller Gäste
Einmal wies Hudhur an, allen Anwesenden die gleiche Art von Speisen zu servieren. Das bedeutete, dass allen Gästen der Jalsa das gleiche Essen gereicht werden sollte. Es dürfe keinerlei Ausnahmen geben.
Daraufhin erwähnte Khawaja Sahib oder jemand anderes, dass auch einige arme Menschen kämen, die zu Hause nicht einmal Linsen zur Verfügung hätten; sie könnten nicht einmal Linsen essen, sondern äßen lediglich Brot mit Chutney. Es sei nicht unangebracht, ihnen hier Linsen zu servieren. Für sie müsse man kein Fleischgericht kochen. Wenn ihnen Linsen serviert würden, sei das völlig in Ordnung; es bestehe keine Notwendigkeit, für sie ein Fleischgericht zuzubereiten.
HudhurAS entgegnete, dass sie zu Hause zwar vielleicht keine Linsen bekämen, aber wenn sie sähen, wie andere Fleisch oder Pilaw äßen, in ihnen das Verlangen danach geweckt werde, und wenn sie es dann nicht bekämen, es ihnen das Herz bräche. Es käme einer Verletzung des Gastes gleich, wenn man auf der einen Seite einem sitzenden Gast Fleisch serviert und dem anderen sagt, er solle Linsen essen. Das dürfe nicht sein. Er sagte:
„Meine Anhänger, ob arm oder reich, zu ihnen allen pflege ich die gleiche Beziehung. Deshalb kocht nur eine Art von Essen. Wenn ihr Fleisch, Pilaw und Ähnliches gebt, dann gebt es allen, und wenn ihr Linsen gebt, dann gebt sie allen. Ja, wenn ihr nicht die Mittel habt und Linsen servieren müsst, dann werden eben alle Linsen bekommen. Es geht nicht an, dass ihr den einen Fleisch gebt und den anderen Linsen serviert.“
Dies waren die Vorgehensweisen des Verheißenen MessiasAS. Dies war sein Stil. So war seine Art zu ermahnen und dies waren seine Methoden der Gastfreundschaft.
Hadhrat Chaudhry Abdul Rahim Sahib berichtet ebenfalls, dass ihm der Verheißene MessiasAS einst fünfhundert Rupien überreichte und sagte, dass die Organisation der Jalsa ihm anvertraut sei, er aber bedenken solle, dass alle Freunde ausnahmslos gleich zu behandeln seien und für jeden die gleiche Art von Speisen zuzubereiten sei. Unter normalen Umständen werden zwar verschiedene Gerichte gekocht, wie ich bereits erwähnte, aber für diese Tage ordnete er an, dass nur ein einziges Gericht gekocht werden solle.
Daraufhin schlugen einige Leute vor – sie nannten den Namen von jemand anderem, nämlich Hakeem Fazal Din Sahib –, dass dieser erfahrener sei und man ihm die Organisation übertragen solle. Er würde es auf bessere Weise erledigen. Doch Hudhur gab keine Antwort und wies weiterhin Chaudhry Abdul Rahim Sahib an, diese Organisation zu übernehmen. Er erzählt, dass in dieser Zeit Khawaja Kamaluddin Sahib zu ihm kam und sagte: „Lass für mich Reis zubereiten, denn Hudhur hat dir die Organisation des Essens übertragen.“ Er berichtet weiter: „Ich sagte zu ihm, dass ich ebenfalls den Befehl von Hadhrat Sahib erhalten habe, dass für alle die gleiche Art von Speisen zubereitet werden soll. Wenn er also Reis essen möchte, müsse er sich erst eine Erlaubnis einholen.“ Daraufhin fragte Khawaja Sahib, was für eine Erlaubnis er denn für Reis einholen solle. Da entgegnete ich: „Dann kann ich ohne die Erlaubnis von Hudhur auch nicht ein einziges Reiskorn herausgeben.“ Darüber ärgerte er sich sehr, und er berichtet, dass er, solange er dort blieb, böse auf mich war.
Wie dem auch sei, auch die Gäste sollten darauf achten, dass sie das Essen, das im Rahmen der Langar-Organisation gekocht wird und was auch immer sie erhalten, mit Geduld und Dankbarkeit verzehren. Da Sie auf den Ruf des Verheißenen MessiasAS hin hierhergekommen sind, und zwar mit dem Ziel, hier geistige Nahrung zu erhalten, sollte das Hauptaugenmerk auf der spirituellen Nahrung liegen. Selbst wenn es beim Essen kleine Mängel geben mag, sollte man dies tolerieren und keine Forderungen stellen.
Selbst wenn manche Leute nicht allzu viele Forderungen stellen, versuchen sie stattdessen, auf den Basar zu gehen und dort zu essen, weshalb die Geschäfte dort bis spät in die Nacht geöffnet bleiben. Dies stellt die Organisatoren vor Schwierigkeiten. Unter den gegenwärtigen Umständen, insbesondere bei dem trockenen Wetter, kann das Kochen im Freien bis spät in die Nacht – vor allem dann, wenn einige Abteilungen der Organisation ihre Arbeit bereits abgeschlossen haben und keine vollständige Aufsicht mehr besteht – mitunter unsicher werden. Deshalb sollten auch die Gäste darauf achten, in diesen drei Tagen all das, was sie bekommen, mit Geduld und Dankbarkeit zu essen und in keiner Weise zum Ausdruck zu bringen, dass ihnen etwas nicht schmecke oder sie es nicht essen wollten.
Achtsamkeit beim Essen und Verhinderung von Verschwendung
Gleichzeitig möchte ich auch darauf hinweisen, dass das Essen niemals verschwendet werden darf. Nehmen Sie nur so viel, wie Sie auch tatsächlich essen können. Wie ich bereits sagte, ist das eigentliche Ziel die spirituelle Nahrung, derentwegen wir zur Jalsa gekommen sind. Wir müssen unser Hauptaugenmerk darauf legen, unser spirituelles Leben zu verbessern. Nahrung erhält man durch die Gnade Allahs ohnehin. Drei Tage lang kann der Mensch mit Geduld und Dankbarkeit durchaus mit weniger Essen auskommen oder auch einmal etwas essen, was ihm vielleicht nicht besonders schmeckt.
Ebenso berichtet Sheikh Zain-ul-Abideen Sahib, dass zu Lebzeiten des Verheißenen MessiasAS stets besondere Vorkehrungen für das Essen der Gäste getroffen wurden. Generell legte Hudhur stets großen Wert auf die Bewirtung der Gäste. Er erzählt, dass sein Bruder Hafis Hamid Ali berichtete, es sei wahrscheinlich anlässlich der Jalsa Salana gewesen, als vier große Kessel Reis gekocht worden waren. Damals waren vier Kessel eine beträchtliche Menge. Zwei enthielten Zarda (süßen Reis) und zwei Pilaw.
Eines Tages ging Seine Heiligkeit frühmorgens in den Langar Khana und wies den Koch an: „Heb den Deckel an, wir möchten den Reis sehen.“ Als dieser den Deckel anhob, gefiel Hudhur der Geruch nicht. Es schien, als hätte sich ein fauliger Geruch gebildet. Daraufhin inspizierte Hudhur auch die anderen Kessel und sagte, dass beide Kessel mit Zarda verdorben seien. Er ordnete an: „Werft sie in den Tümpel. Das ist für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet.“ Weiterhin sagte er: „Wenn uns schon der Geruch nicht gefällt, der Geschmack verändert scheint und ein schwer erträglicher Geruch davon ausgeht, wie soll es dann den Gästen schmecken? Es darf nicht sein, dass ich den Gästen etwas servieren lasse, das ich selbst nicht mag. Werft es daher in den Tümpel und entsorgt es, dort werden es die Tiere fressen.“
Solch eine Sorgfalt ließ der Verheißene MessiasAS walten. Daher sollten auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter, die für das Kochen eingeteilt sind, äußerst achtsam sein. Gerade in diesen Tagen, da Sommerhitze herrscht, muss, wie ich bereits sagte, die Essensorganisation so gestaltet sein, dass die Speisen ordnungsgemäß gelagert werden und nicht zu lange ungeschützt stehen bleiben. Insbesondere Gerichte wie Linsen, die schnell verderben können, sollten nicht lange aufbewahrt und dann den Gästen serviert werden. Darauf ist unbedingt zu achten, und das Essen sollte zuvor stets gründlich geprüft werden.
Disziplin und gegenseitiger Respekt auf der Jalsa Gah
Dasselbe gilt für die übrigen Abteilungen. Auch dort sollte jeder Mitarbeiter sich bemühen, den Komfort der Gäste bestmöglich zu gewährleisten – sei es in der Abteilung für die Reinigung der Waschräume, der Verkehrsabteilung, der Parkplatzabteilung oder beim Sicherheitsdienst. Ein Sicherheitsdienst ist zwar unerlässlich, doch man sollte den Menschen mit Umsicht, Würde und Respekt begegnen. Es ist nicht die Aufgabe eines Sicherheitsmitarbeiters, ein unangemessenes Verhalten an den Tag zu legen, das dem Gast Unbehagen bereitet und ihm das Gefühl gibt, harsch behandelt worden zu sein. Wir müssen auf diese Dinge ganz besonders achten. Auch im Inneren der Jalsa Gah sollte das Team, das für Ruhe sorgt, bei der Aufrechterhaltung der Disziplin mit Behutsamkeit vorgehen – insbesondere auch im Frauenbereich.
Gleichermaßen möchte ich an die Gäste appellieren, die sich hier versammelt haben. Wir sollten uns vergegenwärtigen, dass es einen bestimmten Zweck hat, wenn wir die Strapazen der Reise auf uns nehmen, um hier zusammenzukommen. Zweifellos sind die Mühen und Beschwerden des Reisens heutzutage nicht mehr so groß wie in früheren Zeiten, aber eine Reise bleibt dennoch eine Reise. Diejenigen, die hierhergekommen sind, sollten sich bewusst machen, dass sie hier sind, um den Zweck der Jalsa zu erfüllen und dabei die Wünsche des Verheißenen MessiasAS zu respektieren.
Wenn sie an diesen drei Tagen der Jalsa nehmen, sollten sie stets vor Augen haben, dass sie den Programmen der Jalsa aufmerksam zuhören müssen. Diese drei Tage dürfen nicht damit verbracht werden, irgendwo herumzusitzen, zu plaudern oder ziellos umherzuschlendern. Vielmehr müssen wir uns, sobald das Jalsa-Programm beginnt, unverzüglich in das Hauptzelt begeben – oder dorthin, wo Sitzgelegenheiten für Frauen, Männer und Kinder sowie für zusätzliche Besucher oder an speziellen Orten eingerichtet wurden – und uns hinsetzen, um der Jalsa mit Respekt zuzuhören.
Ebenso sollten die Frauen an dem separaten Ort, der für Frauen mit Kindern eingerichtet wurde, ruhig bei ihren Kindern sitzen und der Jalsa zuhören. Bei den Kindern zu sitzen, bedeutet nicht, dass die Frauen anfangen sollten, sich miteinander zu unterhalten. Sie sollten sich nach besten Kräften bemühen, nur dann zu sprechen, wenn es notwendig ist, um un Kind zu beruhigen oder abzulenken. Wenn ein Kleinkind weint, sollen sie entsprechende Maßnahmen ergreifen, um es zu beruhigen. Wenn jedoch die Mütter anfangen, sich untereinander zu unterhalten, entsteht dadurch unweigerlich Lärm. Das darf nicht passieren, da es die übrigen Anwesenden stört.
Es gehen etliche Beschwerden darüber ein, dass die Kinder zwar weniger Lärm verursachen, die Frauen aber anfangen, miteinander zu reden. Sie denken, dass es ihnen gestattet sei zu reden, da sie sich im Kinderzelt oder im Kinderbereich befinden. Dies ist jedoch keineswegs gestattet; diese Einrichtung dient vielmehr dazu, dass die anderen Zuhörer, die keine Kinder bei sich haben, der Jalsa in Ruhe folgen können und auch die Mütter mit Kindern selbst ungestört zuhören können. Bemühen Sie sich daher, so wenig wie möglich zu sprechen.
Obwohl der Basar während der Jalsa-Programme geschlossen ist, sollten die Gäste auch zu den üblichen Zeiten, wenn der Basar geöffnet ist, auf Disziplin und Vorsicht achten. Es darf nichts vorfallen, was die Atmosphäre dort stören könnte. Man sollte seine Einkäufe mit Geduld und Gelassenheit erledigen. Manchmal entsteht ein großes Gedränge, da es nur ein einziges Geschäft oder einen einzigen Stand gibt, wodurch es zu Verzögerungen kommt. Doch auch in einer solchen Situation sollten die Menschen Geduld, Gelassenheit und Toleranz walten lassen. Nur dann werden Sie den Zweck der Jalsa wirklich erfüllen.
Das Ziel des Verheißenen MessiasAS: Gottesfurcht und Liebe
Welche Art von Ahmadis wünschte sich der Verheißene MessiasAS? Diesbezüglich sagte er:
„Werdet zu Menschen, die Gottesfurcht verinnerlichen und gute Taten vollbringen, denn ohne Gottesfurcht lässt sich das Wohlgefallen Allahs nicht erlangen.“
Daher sollte das Hauptziel von Ihnen allen, die Sie hierhergekommen sind, darin bestehen, dieses Ziel zu erreichen und Gottesfurcht zu erlangen. Ruhig zu sitzen und der Jalsa zuzuhören ist dafür notwendig – dies gilt für Männer ebenso wie für Frauen. Erst wenn dieses Ziel erreicht ist, werden Sie von den Dingen, die auf der Jalsa vorgetragen werden, und von dem Zweck, für den die Jalsa abgehalten wird, profitieren können.
Dazu gehört auch, dass jeder, der hierhergekommen ist, dem anderen mit Zuneigung und Liebe begegnet. Fördern Sie die Verbreitung des Friedensgrußes; überall auf der Jalsa sollte eine Atmosphäre von ‚Friede sei mit Ihnen‘ herrsche. Wenn Sie nach Abschluss der Jalsa-Programme miteinander zusammentreffen, so begegnen Sie einander mit Liebe und Zuneigung. Selbst wenn es alte Feindseligkeiten geben sollte, räumen Sie diese aus dem Weg. Bemühen Sie sich nach Kräften, keine Handlung zu begehen, die die Atmosphäre vergiften könnte.
Manchen Menschen mangelt es an Toleranz. Es gibt auch solche Menschen; es ist nicht so, dass hundert Prozent der Gäste stets geduldig und gelassen sind. Gelegentlich ist die Toleranzgrenze bei einigen Menschen sehr niedrig, doch sie sollten gerade in diesen Tagen mit Gottesfurcht handeln und ihre Toleranzfähigkeit erhöhen. Versuchen Sie, das Wohlgefallen Allahs zu erlangen, beseitigen Sie persönliche Feindseligkeiten oder lassen Sie zumindest nicht zu, dass diese zu einer Quelle der Verstimmung in der Atmosphäre werden, und bringen Sie die Organisatoren nicht in Schwierigkeiten. Denken Sie stets daran, dass Sie exakt jenen edlen Zweck erfüllen müssen, für den Sie angereist sind; geschieht dies nicht, so ist alles nutzlos.
Die Wichtigkeit der Gebete und des Tahajjud
Hier gibt es zwar feste Vorkehrungen für die Gebete, doch jene, die für einen längeren Zeitraum bleiben und in den gemeinschaftlichen Unterkünften der Gemeinde logieren, sollten auch nach der Jalsa den Gebeten regelmäßig Beachtung schenken und sich bemühen, das Gebet in Gemeinschaft zu verrichten. In diesen Tagen sollten alle, die hier in Zelten oder im Hauptzelt übernachten, bedenken, dass während dieser drei Tage auch das Tahajjud-Gebet stattfindet. Wenn man zur Zeit des Tahajjud-Gebets geweckt wird, sollte man auch aufstehen. Schenken Sie dem besondere Beachtung.
Die Regelmäßigkeit der Pflichtgebete versteht sich ohnehin von selbst. Doch insbesondere für das Tahajjud-Gebet sollte man sich anstrengen, denn genau dies ist der Zweck, für den Sie hierhergekommen sind. Wenn Sie dies erreichen, werden Sie zu Menschen, die nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das Leben ihrer künftigen Generationen zum Positiven wenden.
Organisatorische Hinweise: Verkehr, Parken und Brandschutz
Dasselbe gilt auch für das Parken und Ähnliches, worauf ich aufmerksam machen möchte. Beim Parken sollten Sie Ihr Auto stets nach den Anweisungen der Organisatoren abstellen. Auch bei der Eingangskontrolle der Autos, falls sich dort eine lange Warteschlange bilden sollte, warten Sie mit Vorsicht, Geduld und Gelassenheit auf Ihre Reihe und kommen Sie erst nach erfolgter Kontrolle herein. Handeln Sie nicht voreilig. Die Gäste sollten weder für die Gastgeber noch für die Organisatoren in irgendeiner Form eine Belastung darstellen.
Ebenso sollten sowohl die Gäste als auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter auf einen weiteren Punkt achten: Insbesondere in Anbetracht der aktuellen Lage des Landes und des Hasses sowie der Feindseligkeit, die mitunter von Außenstehenden gegenüber Muslimen gehegt werden, sollten Sie die Umgebung wachsam im Blick behalten und Vorsicht walten lassen. Bei Sichtung jeglichen verdächtigen Gegenstandes oder einer verdächtigen Person kontaktieren Sie umgehend die Verwaltung und behalten Sie sich auch gegenseitig im Auge, während Sie in der Jalsa sitzen.
Da das Wetter in diesen Tagen sehr trocken ist, besteht, wie ich bereits erwähnte, zudem eine erhöhte Brandgefahr. Entfachen Sie daher in den individuellen oder gemeinschaftlichen Unterkünften keinerlei Feuer. Zünden Sie auch kein Streichholz an. Sollte dies notwendig sein, kontaktieren Sie die Verwaltung und begeben Sie sich an jenen Ort, den sie dafür vorgesehen haben und an dem das Entfachen eines Feuers unbedenklich ist. Vermeiden Sie es jedoch unbedingt, sich irgendwo niederzulassen und funken jeglicher Art zu erzeugen. Seien Sie äußerst vorsichtig, da dies ansonsten zu einem Unfall führen könnte.
In diesem Zusammenhang wies ich gestern auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter darauf hin, dass die Besitzer älterer Autos ebenfalls vorsichtig sein sollten. Es gibt viele Gäste, die ältere Autos besitzen, deren Motoren sehr heiß werden. Wenn diese auf Rasenflächen geparkt werden, besteht dort Brandgefahr. Ebenso tropft bei manchen älteren Autos gelegentlich Öl. Auch diese Personen sollten achtsam sein und die Organisatoren beim Parken darauf hinweisen: „Mein Auto hat diesen Mangel, weisen Sie mir deshalb bitte einen Platz zu, der sicher ist.“
Sauberkeit und Gedenken an Allah
Achten Sie auch auf die Sauberkeit. Auch wenn die Verwaltung bemüht ist, die Toiletten und Waschräume zu reinigen, sollten Sie selbst, nachdem Sie die Waschräume benutzt haben, diese sauber hinterlassen. Es darf nicht sein, dass das Wasser auf dem Boden steht und Schmutz zurückbleibt. Die Gäste sollten sich gemäß einem Hadith besonders um Reinlichkeit bemühen, denn Sauberkeit ist ebenfalls ein Teil des Glaubens, und wir sind schließlich genau deshalb hier, um unseren Glauben zu stärken. Daher darf auch der Aspekt der Sauberkeit keinesfalls vernachlässigt werden. Ein jeder sollte sich in diesen Tagen selbst als Mitarbeiter betrachten und besonders auf Sauberkeit achten, damit auch die Umgebung sauber bleibt.
Richten Sie Ihr Augenmerk darauf, den Standard Ihres Glaubens zu heben. Legen Sie in diesen Tagen verstärkt Wert auf das Gedenken an Allah. Schenken Sie in der freien Zeit, wo immer Sie sich auch aufhalten, dem Durood, den Gebeten und dem Istighfar vermehrt Beachtung. Anstatt sich in sinnlosen Gesprächen zu verlieren, sollten Sie Allah gedenken oder sich über religiöse Themen austauschen.
Während dieser Tage werden auch diverse Ausstellungen präsentiert. Sie sollten diese besuchen und sie sich mit großem Interesse und aufmerksam ansehen. Das wird von großem Nutzen für Sie sein – sowohl in wissensmäßiger als auch in religiöser Hinsicht. Wenn dies gegeben ist, werden Sie, Inshallah, vollumfänglich von der Jalsa profitieren.
Möge Allah Sie alle dazu befähigen, aus dieser Jalsa in jeder Hinsicht, sowohl religiös als auch spirituell, Nutzen zu ziehen, sodass Sie in Bezug auf Ihr Wissen profitieren und die Segnungen der Jalsa für immer ein Bestandteil Ihres Lebens bleiben und auch das Leben künftiger Generationen bereichern. Mögen Sie auch diejenigen sein, die den Zweck der Entsendung des Verheißenen MessiasAS erfüllen. Inshallah wird am Abend die offizielle Eröffnung der Jalsa stattfinden. Hören Sie sowohl dieser Ansprache als auch den Vorträgen der übrigen Redner aufmerksam zu und bemühen Sie sich, danach zu handeln. Möge Allah allen die Befähigung dazu verleihen.
Tatplan der Woche
Checkliste für den Alltag
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✓Lausche den Ansprachen und Vorträgen auf der Jalsa Salana mit voller Aufmerksamkeit und Respekt, statt dich in privaten Gesprächen oder auf dem Basar ablenken zu lassen.
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✓Begegne allen Mitmenschen, Gästen sowie ehrenamtlichen Helfern mit größter Geduld, Freundlichkeit und Toleranz, um das Wohlgefallen Allahs zu erlangen.
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✓Nutze die freien Zeiten der Jalsa-Tage intensiv für das Gedenken an Allah, indem du vermehrt Durood, Istighfar und persönliche Gebete sprichst.
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✓Achte penibel auf Sauberkeit in den Unterkünften und hinterlasse die Waschräume nach der Benutzung stets rein, da Sauberkeit ein wesentlicher Teil des Glaubens ist.
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✓Sei wachsam gegenüber Brandgefahren und Sicherheitsrisiken: Entfache kein offenes Feuer auf dem Gelände und beachte beim Parken deines Autos genau die Anweisungen der Organisatoren.