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Ansprache Lesen
Der vollständige Text der Freitagsansprache, strukturiert und durchsuchbar.
Zusammenfassung
Die wichtigsten Punkte kompakt zusammengefasst (Deutsch & Urdu).
Für Kinder
Kindgerecht erklärte Inhalte mit einem spaßigen Mini-Quiz.
To Dos
Praktische Umsetzung als Checkliste.
Quiz (Deutsch)
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Quiz (Urdu)
Teste dein Wissen mit Fragen in Urdu.
Aktionsplan
Wöchentlicher Umsetzungsplan vom Missionary Incharge Büro basierend auf der Khutba
Freitagsansprache mit deutscher Übersetzung als Audio sowie Subtitles
MTA GermanyDeutsche Übersetzung
In der Freitagsansprache vom 29. Mai 2026 sagte Seine Heiligkeit Hadhrat Mirza Masroor AhmadABA:
In Übereinstimmung mit der Lehre und der Sunna seines Meisters und Gebieters, Hadhrat MuhammadSAW, werde ich heute einige Begebenheiten über die Demut und Bescheidenheit seines wahren Dieners erzählen und auch darüber sprechen, wie er seiner Jamaat den Rat erteilte, eben diese Demut und Bescheidenheit an den Tag zu legen. In Anbetracht seines hohen Niveaus an Demut verlieh Allah ihm selbst durch Offenbarung die Bestätigung dafür. Am 18. März 1907 offenbarte Er ihm: „Deine demütigen Wege haben Ihm gefallen.“
Die Ähnlichkeit zum früheren Messias
Der Verheißene MessiasAS sagt an einer Stelle: „Indes hat sich mir gezeigt, dass ich aufgrund meiner Sanftmut, Demut, des Vertrauens in Gott, der Aufrichtigkeit und der Zeichen und des Lichtes dem Messias in seinem früheren Leben ähnele; und dass die Natur dieses Demütigen und die Natur des Messias einander sehr ähnlich sind, als wären sie zwei Stücke desselben Juwels oder zwei Früchte desselben Baumes. Die Harmonie zwischen uns ist so groß, dass nur wenig vorhanden, worüber das spirituelle Auge zwischen uns unterscheiden kann. Auch ist da eine offensichtliche Ähnlichkeit. Und zwar war der Messias der Anhänger und Diener des Glaubens eines vollkommenen und hochstehenden Propheten, namentlich Moses, und sein Evangelium ist ein Zweig der Tora. Und auch dieser Demütige ist einer der niedrigsten Diener jenes majestätischen Propheten, der sayyidu r-rusul [das Oberhaupt aller Gesandten] und die Krone aller Gesandten ist.“
Bescheidenheit in der Anstrengung und Ablehnung von Eigenlob
Einmal wandte sich eine Person an Seine Heiligkeit und bemerkte, dass Hudhur beim Verfassen von Haqiqatul Wahi – jenem Buch, das in seinen letzten Lebensjahren geschrieben wurde – und beim wiederholten Korrekturlesen der Druckfahnen immense Mühen auf sich genommen habe und dass dies der Grund dafür sei, dass Hudhurs Gesundheit immer wieder leide. Daher möge Hudhur nun für einige Tage vollkommen ausruhen und das Lesen sowie Schreiben gänzlich einstellen. Daraufhin antwortete er: „Was ist unsere Mühe schon? Wir schämen uns vielmehr, wenn wir auf die Anstrengungen der Gefährten blicken und sehen, wie freudig sie auf dem Wege Allahs sogar ihre Köpfe hergaben.“
An einer anderen Stelle bemerkt er: „Einfältige Menschen erheben den Vorwurf, ich würde meine Ränge über die Maßen erhöhen.“ Das bedeutet, dass der Verheißene MessiasAS angeblich seine eigene Stellung stark anhebe. Er sagte: „Ich schwöre bei Allah, dass es absolut nicht in meinem Gemüt und meiner Natur liegt, dass ich den Wunsch nach irgendeiner Form von Lob hege und mich über die Zurschaustellung meiner Größe freue. Ich habe stets ein Leben in Bescheidenheit und Anonymität bevorzugt, aber es lag außerhalb meiner Entscheidung und Kontrolle, dass Allah selbst mich ins Licht der Öffentlichkeit brachte und all das Lob sowie die Ehre in Seinem Wort, das mir herabgesandt wurde, zum Ausdruck brachte.“ Er erklärte, dass „all dieses Lob und all diese Ehre einzig und allein dem Gesandten AllahsSAW gebühren“.
Schlichtheit als Lebensprinzip
Auch neukonvertierten Muslimen pflegte er hinsichtlich der islamischen Lehre von Demut und Einfachheit Ratschläge zu erteilen. So wird berichtet, dass am 22. Oktober 1903 ein australischer Neukonvertit namens Muhammad Abdul Haq zu ihm kam. Im Laufe des Gesprächs sagte Seine Heiligkeit zu ihm: „Zu unseren Prinzipien gehört auch, dass wir ein einfaches Leben führen. Unsere Zusammenkünfte sind frei von all jenen Aufwendungen und Annehmlichkeiten, die Europa heutzutage zu den Notwendigkeiten des Lebens erklärt hat. Wir sind nicht an bloße Bräuche und Gewohnheiten gebunden. Wir berücksichtigen eine Gewohnheit nur insoweit, als durch deren Unterlassung Unannehmlichkeiten oder Sünde zu befürchten wären“ – es soll also keine Erschwernis entstehen und nicht zu einer Sünde führen. „Ansonsten bevorzugen wir beim Essen, Trinken sowie in unserer alltäglichen Lebensweise ein schlichtes Leben.“
Dies sind die hohen Maßstäbe der Demut, die er auch in den Mitgliedern seiner Jamaat wecken wollte. Dementsprechend sagt er an einer Stelle: „Man sollte Demut an den Tag legen. Es ist nicht schwer, Demut zu erlernen. Was gibt es daran überhaupt zu erlernen? Der Mensch ist von sich aus demütig, und er wurde eigens dafür erschaffen. وَمَا خَلَقۡتُ الۡجِنَّ وَالۡاِنۡسَ اِلَّا لِیَعۡبُدُوۡنِ ‚Und Ich habe die Dschinn und die Menschen nur darum erschaffen, damit sie Mir dienen.‘ Arroganz und Ähnliches sind reine Verstellung. Wenn der Mensch diese Fassade ablegt, wird in seiner Natur nur Demut zum Vorschein kommen.“
Das Streben nach Erlösung durch Demut
Dies ist also jenes Prinzip, durch das man auch die Nähe Allahs erlangt. Er ermahnt zur Demut und sagt an einer Stelle: „Gesegnet seien jene, die sich selbst als die Minderwertigsten und Kleinsten erachten, die mit Schamhaftigkeit sprechen, Arme und Bedürftige respektieren, Mittellosen Ehre erweisen, nie unheilvoll oder hochmütig jemanden verhöhnen, stets ihres gnädigen Herrn gedenken und mit Demut auf Erden wandeln. Ich sage immer wieder, dass es solche Menschen sind, für die Erlösung vorgesehen ist. Derjenige, der sich im Diesseits in der Hölle von Unheil, Hochmut, Selbstverliebtheit, Arroganz, Materialismus, Habgier und Unzucht befindet, wird sich auch im Jenseits darin befinden.“ Das bedeutet, dass nur die guten Taten, die in dieser Welt vollbracht werden, auch in der nächsten Welt von Nutzen sein werden.
Er sagte weiter: „Was soll ich tun und woher soll ich die Worte finden, die auf die Herzen dieser Menschen wirken?“ – das heißt derer, die an mich glauben – „Mein Gott, gewähre mir solche Worte und offenbare mir solche Predigten, die ihre Herzen durch ihr Licht erleuchten und die durch ihre entgiftende Wirkung ihr Gift entfernen. Mein Herz dürstet danach, dass irgendwann jener Tag anbricht, an dem ich in meiner Gemeinde eine Vielzahl jener Menschen sehe, die wahrhaftig von Lüge abgelassen und in ihren Herzen wahrhaftig den Eid abgelegt haben, dass sie sich vor jedem Unheil schützen, sich vom Hochmut, der Wurzel allen Unheils, ganz und gar entfernen und stets ihren Herrn fürchten werden.“
Überwindung des Egos bei Veranstaltungen und im Nizam
Einige Leute haben den Wunsch, bei Veranstaltungen oder während der Jalsa Salana besonders weit vorne zu sitzen, vor allem auf den vorderen Stühlen. Bei Jalsas und ähnlichen Anlässen gibt es manchmal Bereiche wie etwa die „Green Area“ oder ähnliche Zonen, wo besonders der Wunsch geäußert wird, vorne zu sitzen, um dem Kalifen der Zeit aus der Nähe zuhören zu können. Daran ist an sich nichts auszusetzen, doch manchmal mischt sich auch das Ego ein. Dies sollte nicht geschehen, da es den Organisatoren Probleme bereitet.
Jedenfalls rät er jenen, die solche Wünsche hegen: „Wenn ein Mensch irgendwo hingeht, sollte er für sich selbst den niedrigsten Platz wählen. Wenn er für einen anderen Platz würdig ist, wird der Gastgeber ihn von selbst rufen, ihm den Platz zuweisen und ihn somit ehren.“ Wenn man jemanden vorne sitzen lassen möchte, so ist das in Ordnung; es gibt ein System, das besagt, dass man eine Anfrage stellen kann und dies dann geprüft wird. Falls das Nizam [die Administration] die Anfrage jedoch nicht berücksichtigt hat oder aus bestimmten Gründen ablehnen musste, sollte man dies ohne jeglichen Widerspruch und ohne inneren Groll hinnehmen.
Die Zerschlagung der Arroganz für die Liebe Allahs
Zudem ist Demut auch unabdingbar, um die Liebe Allahs zu erlangen. Diesbezüglich erklärt er: „Niemand kann die Liebe und das Wohlgefallen Allahs erlangen, solange er diese Eigenschaften nicht in sich ausbildet: Erstens muss der Hochmut gebrochen werden, so wie ein aufragender Berg, der sein Haupt erhoben hatte, einstürzt und dem Erdboden gleichgemacht wird. Auf diese Weise muss der Mensch alle Arroganz und alle schlechten Gedanken verbannen und stattdessen Demut, Bescheidenheit und Ergebenheit annehmen. Zweitens müssen alle seine bisherigen Bindungen zerbrechen, ähnlich wie ein Berg, der in Stücke zerfällt, sodass kein Stein mehr auf dem anderen bleibt – wie das Wort ‚Mutasaddi’an‘ im Heiligen Qur'an erwähnt wird. Ebenso müssen all jene früheren Verbindungen, die Ursache für Unreinheit und das Missfallen Allahs waren, gänzlich zerschlagen werden.“
Dies bedeutet, dass man jene alten Beziehungen abbrechen muss, aus denen Laster in einem entstanden sind und die falsch waren. Es bedeutet nicht, dass sämtliche weltlichen Beziehungen abgebrochen werden sollen, sondern es geht vielmehr darum, dass man eine Neigung zum Guten entwickelt und dass nunmehr all seine Begegnungen, Freundschaften, Lieben und Feindschaften einzig und allein um Allahs willen bestehen. Jede Tat soll ausschließlich darauf abzielen, das Wohlgefallen Allahs zu erlangen.
Inständiges Gebet und das Gleichnis des demütigen Hundes
An einer Stelle sagt er: „Um sich vor der Sünde gegenüber Allah zu bewahren, dient dieser Vers: اِیَّاکَ نَعۡبُدُ وَاِیَّاکَ نَسۡتَعِیۡنُ ‚Dir allein dienen wir und zu Dir allein flehen wir um Hilfe.‘ Wer vor seinem Herrn beständig in tiefster Ergebenheit betet, in der Hoffnung, dass irgendein Akt der Demut angenommen werde, dem wird Allah selbst zum Helfer.“
In diesem Zusammenhang erzählt er eine Geschichte: „Ein frommer Mann pflegte intensiv zu beten. Er war ein Mensch des inständigen Gebets und flehte: ,O Allah, befreie mich von den Sünden.‘ Nachdem er ausgiebig gebetet hatte, überlegte er, wie er die größtmögliche Demut zum Ausdruck bringen könne und auf welche Weise dies möglich sei. Nach längerem Nachdenken kam er zu dem Schluss, dass es kein demütigeres Wesen als einen Hund gibt. Daher begann er, mit der Stimme eines Hundes zu weinen. Jemand anderes hörte dies und dachte, ein Hund sei in die Moschee eingedrungen, und fürchtete, dieser könnte sein Gefäß verunreinigen. Als er jedoch nachsah, fand er nur den betenden Mann vor; ein Hund war nirgends zu sehen. Schließlich fragte er: ,Hier hat doch ein Hund geweint, ich habe die Stimme gehört. Wer war das?‘ Der Betende antwortete: ,Ich selbst bin dieser Hund.‘ Als er gefragt wurde, warum er auf diese Weise weine, entgegnete er: ,Allah liebt die Demut, deshalb dachte ich, dass auf diese Weise meine Demut angenommen wird.‘“ Das war eben seine persönliche Überlegung, und er handelte danach. Sein einziges Ziel war es, sich als das Geringste zu betrachten, um auf diese Weise die Nähe Allahs zu erlangen.
Die Bedeutung des Bai’at und das Gleichnis des Samenkorns
Im gleichen Kontext sagt er an anderer Stelle: „Der Mensch, der eigentlich ein schwaches Geschöpf ist, fängt an, sich aufgrund seiner üblen Taten für etwas Großes zu halten.“ Es ist das Unheil der eigenen Taten, aus dem dieser Hochmut entsteht. Arroganz und Stolz nisten sich in ihm ein. Auf dem Wege Allahs kann der Mensch niemals Erlösung finden, solange er sich nicht als den Geringsten erachtet. Er ermahnt diejenigen, die in sein Bai’at eintreten, hohe Maßstäbe der Demut zu erlangen, und sagt: „Die Bedeutung dieses Bai’at liegt im Grunde darin, sich selbst zu verkaufen. Dessen Segnungen und Auswirkungen sind mit ebenjener Bedingung verknüpft, genau wie ein Samenkorn, das in die Erde gesät wird.“
Wenn man einen Samen in die Erde pflantzt, ist sein anfänglicher Zustand so, als sei er den Händen des Bauern entglitten, und es ist völlig ungewiss, was nun mit ihm geschieht. Er wurde in die Erde gelegt, in der Tiefe verborgen, und niemand weiß, was aus ihm werden wird. Doch wenn es sich um einen guten Samen handelt und in ihm die Kraft zum Wachsen vorhanden ist, sprießt er durch die Gnade Allahs und die Mühe des Bauern empor. Er bricht auf, Triebe kommen hervor, und aus einem einzigen Korn werden tausend. Ebenso muss derjenige, der das Bai’at leistet, zunächst Bescheidenheit und Demut an den Tag legen und sich von seinem Ego und seinen selbstsüchtigen Begierden trennen. Erst dann wird er fähig zu wachsen. Wer jedoch das Bai’at ablegt, aber weiterhin an seinem Ego festhält, wird niemals davon profitieren. Ohne Demut bringt auch das Bai’at keinen Nutzen. Er sagte: „Je mehr Milde ihr an den Tag legt und je mehr Bescheidenheit und Demut ihr zeigt, desto mehr wird Allah Wohlgefallen an euch finden.“
Adam, Satan und die Vernichtung des Egos
Er erklärt: „Wer mit Demut nach dem Wohlgefallen Allahs strebt, mit dem ist Allah zufrieden.“ Ferner beleuchtet er, was man durch Demut gewinnt und wohin Hochmut den Menschen führt. In der Ausarbeitung dieses Aspekts sagt er: „Sowohl Adam als auch Satan haben zu Beginn gesündigt. Adam jedoch war frei von Hochmut; deshalb gestand er vor Allah seine Sünde ein, und sie wurde ihm vergeben. Daraus schöpft der Mensch die Hoffnung, dass seine Sünden durch Reue vergeben werden können.“ Da Allah Adams Sünde vergab, sollte auch der Mensch, sofern er Demut zeigt und bereut, die Hoffnung hegen, dass Allah ihm verzeihen wird. Satan jedoch handelte hochmütig und wurde dadurch verflucht; der Fluch Allahs fiel auf ihn. Etwas, das nicht Teil des Menschen ist, ist der Hochmut. Ein arroganter Mensch neigt dazu, Eigenschaften zu beanspruchen, die ihm gar nicht eigen sind. Die Dinge, die in Satan sind, befinden sich nicht im Menschen; der Mensch hingegen ist befähigt, demütig zu sein. Er erklärte, dass ein hochmütiger Mensch völlig unbegründet den Anspruch auf etwas erhebt, das ihm gar nicht innewohnt – im Gegensatz zur Demut. Es liegt nicht in der Veranlagung des Menschen, arrogant zu sein, doch grundlos beginnt er, sich wie Satan dem Hochmut hinzugeben.
Er erklärte: „Propheten besitzen viele Fähigkeiten. Eine dieser Fähigkeiten ist die Vernichtung des Egos.“ Das bedeutet, dass sie das Ichgefühl auslöschen. Sie besitzen kein Ego mehr. Sie sterben quasi einen geistigen Tod. Wahre Größe gebührt allein Allah. Diejenigen, die sich nicht hochmütig verhalten, sondern bescheiden sind, werden nicht zugrunde gehen.
Sanftmut im zwischenmenschlichen Umgang
Bei einer anderen Gelegenheit ermahnte er abermals zur Demut und sagte: „Noch immer gibt es in der Jamaat viele Menschen, die sofort in Zorn geraten, wenn sie auch nur eine Kleinigkeit hören, die ihrem Ego widerstrebt. Dabei ist es äußerst wichtig, all diese Aufwallungen zu unterdrücken, damit sich Milde und Nachsicht im eigenen Charakter entwickeln können. Man beobachtet, dass ein Streit über eine winzige Angelegenheit ausbricht und jeder nur noch bestrebt ist, den anderen zu besiegen und sich nur noch fragt, wie er selbst als Sieger hervorgehen könne. Bei solchen Gelegenheiten sollte man sich vor den Ausbrüchen des eigenen Egos hüten und zur Vermeidung von Unfrieden in unwichtigen Angelegenheiten bewusst selbst die Niederlage auf sich nehmen. Man darf niemals versuchen, seinen eigenen Bruder in einer Auseinandersetzung zu demütigen.“
Wenn wir unsere eigene Lebensweise prüfen, sehen wir, dass viele ein solch falsches Ehrgefühl besitzen und von Egoismus geprägt sind, weshalb Konflikte zunehmen. Wenn man jedoch die Nähe Allahs erlangen möchte, wird man davon erlöst. Manche versuchen sogar, anderen Schaden zuzufügen, und reichen unberechtigte Beschwerden ein, in denen sie behaupten: „An dem und dem Ort hatten wir einen Streit, dort hat er mich beleidigt, und nun versuche ich ihn irgendwie unrechtmäßig in einen Fall zu verwickeln oder ihm eine Strafe zukommen zu lassen.“
Das Schicksal der Demütigen: Lazarus und der Reiche
Einmal veranschaulichte er das Schicksal der Demütigen nach dem Tod und sagte: „Der Tod ist jedem vorherbestimmt. Eines Tages müssen wir diese Welt verlassen. Schließlich wird jeden dieses Schicksal ereilen. Doch jenen, die in Armut und Demut sterben, frei von Boshaftigkeit, kommt das Paradies entgegen, um sie in Empfang zu nehmen. Dies verhält sich so, wie Hadhrat Jesus über Lazarus berichtet hat.“
Wer war dieser Lazarus, der hier erwähnt wird? Diese Geschichte steht im Evangelium nach Lukas. Es gab einen reichen Mann, der Purpur und feines Leinen anzuziehen vermochte, also weiche und farbenfrohe Stoffe trug, und der jeden Tag in Freude und Prunk lebte. Und es gab einen armen Mann namens Lazarus, der voller Geschwüre war, an Hautausschlägen und Wunden litt und vor das Tor dieses Reichen gelegt wurde. Er saß ständig vor der Tür jenes reichen Mannes. Seine einzige Sehnsucht war es, seinen Hunger mit den Essensresten zu stillen, die vom Tisch des Reichen fielen – in der Hoffnung, dass er das essen könnte, was sie übrig ließen und hinauswarfen. Sogar die Hunde kamen und leckten an seinen Geschwüren. Er war derart abgemagert und schwach, dass er nicht einmal die Hunde verjagen konnte.
Die Bibel berichtet weiter, dass es letztlich geschah, dass dieser arme Mann starb und von den Engeln in den Schoß Abrahams getragen wurde. Auch der Reiche starb und wurde begraben. Im Reich der Seelen schlug er, unter Qualen leidend, seine Augen auf. Er rief und sprach: ‚Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge befeuchte.‘ Abraham antwortete ihm: ‚Mein Sohn, bedenke, dass du zu deinen Lebzeiten dein Gutes empfangen hast und Lazarus gleichermaßen das Böse, da er in der Welt nichts hatte. Nun aber wird er hier getröstet, und du leidest Pein.‘ Er stellte fest, dass dies letztendlich das Schicksal der Hochmütigen ist. Solange ein Mensch gegenüber einer armen, hilflosen alten Frau nicht denselben guten Charakter an den Tag legt, den er einem hochgestellten Menschen von edler Abstammung erweist oder erweisen sollte, und solange er sich nicht vor jeder Art von Stolz, Arroganz und Hochmut hütet, kann er niemals, unter gar keinen Umständen in das Königreich Gottes, des Erhabenen, eintreten.
Die Geschichte von Galenus und dem König
Weiterhin sagt er: „Der Hochmütige will sich auf den Thron Gottes setzen. Sucht daher stets Zuflucht vor dieser abscheulichen Eigenschaft. Auch wenn alle Verheißungen Gottes, des Erhabenen, euch gelten, müsst ihr dennoch Bescheidenheit üben, denn der Bescheidene ist es, der bei Allah, dem Erhabenen, beliebt ist.“
Bezüglich Bescheidenheit und Demut erwähnt er ein Ereignis: Es wird erzählt, dass der Arzt Galenus bei einem König angestellt war. Es war die Gewohnheit des Königs, derart minderwertige Dinge zu verzehren, dass Galenus sicher war, dass der König an Lepra erkranken würde. Galenus warnte den König stets davor, doch dieser ließ sich nicht belehren. Davon entnervt, floh Galenus schließlich und kehrte in seine Heimat zurück. Einige Zeit später zeigten sich auf dem Körper des Königs erste Anzeichen von Lepra. Da erkannte der König seinen Fehler und übte sich in Demut. Er übertrug seinem Sohn den Thron, kleidete sich selbst in die Gewänder eines Bettlers, verließ das Land und suchte Galenus auf. Galenus erkannte ihn, und die Bescheidenheit des Königs gefiel ihm – das heißt, er schätzte dessen Demut, da der König seinen Fehler eingesehen und zu ihm gekommen war. Daraufhin nahm er sich der Behandlung des Königs mit voller Hingabe an und Gott, der Erhabene, gewährte ihm Heilung.
Offenbarung über den Schutz des Hauses
In einer Zusammenkunft erwähnte er eine Offenbarung und erteilte dabei folgende Lehre: Zur Zeit des Fajr-Gebets erschien Seine Heiligkeit und hielt noch vor dem Gebet eine kurze Sitzung ab. Bezüglich der Offenbarung إِلَّا الَّذِينَ عَلَوْا وَاسْتَكْبَرُوا – ‚Ich werde alle, die sich innerhalb des Hauses aufhalten, beschützen, mit Ausnahme jener, die sich erheben und Hochmut an den Tag legen‘ – sagte er: „Mit ‚Erhebung‘ und ‚Hochmut‘ ist hier nicht der Stolz auf Reichtum und Ansehen gemeint. Vielmehr schließt dies jeden Menschen ein, der sich vor Gott nicht in Demut und Ergebenheit präsentiert und Seine Gebote nicht befolgt, selbst wenn er arm sein mag.“ Nur wer Demut zeigt, darf in dieses Haus eintreten.
Persönliche Beispiele für Demut und Respekt
Diese Lehren gab er seiner Jamaat nicht nur als Rat, sondern er veranschaulichte und bewies sie auch durch seine eigenen Taten. Hadhrat Mirza Bashir Ahmad Sahib überliefert, dass Mirza Sultan Ahmad Sahib ihm erzählte: Wann immer der Verheißene MessiasAS in eine Versammlung kam, setzte er sich weiter nach hinten auf den Teppich, wo auch die einfachen Leute Platz nahmen. Wenn der Großvater ihn gelegentlich aufforderte, weiter oben Platz zu nehmen, pflegte sein Vater zu antworten: „Ich sitze hier ganz gut.“
Ebenso berichtet Hadhrat Mirza Bashir Ahmad Sahib eine weitere Überlieferung: Qazi Amir Hussain Sahib erzählte, dass Seine Heiligkeit gefragt wurde, ob er jemals Ziegen gehütet habe. Er antwortete: „Ja, als ich einmal draußen auf den Feldern war, hütete dort ein Mann Ziegen. Er sagte zu mir, dass er kurz etwas erledigen müsse und ich solange auf seine Ziegen aufpassen solle. Doch er blieb so lange weg, dass er erst am Abend zurückkehrte, und bis zu seiner Rückkehr mussten wir seine Ziegen hüten.“ Er empfand keine Scham und hütete bis zum Abend die Ziegen jenes Mannes, der eigentlich sein Pächter oder Arbeiter war.
Hadhrat Khawaja Abdur Rahman Sahib berichtet: „Ich habe als Pförtner an der Tür des Verheißenen MessiasAS gedient. Ich habe Seine Heiligkeit niemals etwas anderes als ‚Ji‘ [Ja] sagen hören. Wann immer Seine Heiligkeit mit mir sprach, geschah dies stets mit einem respektvollen ‚Ji‘. Arroganz und Stolz habe ich nie gesehen. Er begegnete allen stets mit Respekt.“
Dr. Mir Muhammad Ismail Sahib erzählte, dass der Verheißene MessiasAS es nie als unter seiner Würde empfand, häusliche Arbeiten zu verrichten. Er stellte die Charpoys selbst auf, reinigte den Boden, richtete die Betten her und kehrte. Wenn es nachts zu regnen begann, half er selbst mit, die Betten der schlafenden Kinder nach drinnen zu tragen. Dabei mahnte er zur Sanftmut: „Durch solch ein plötzliches Schütteln und Rufen erschrickt das Kind. Wecke es sanft mit leiser Stimme.“ Er beschwerte sich auch nie über das Essen und aß kommentarlos, was auch immer man ihm brachte.
Die Debatte von Batala und die göttliche Anerkennung
In der Geschichte der Jamaat ist eine Begebenheit bekannt, als Maulawi Muhammad Hussain Batalvi nach seinem Studium nach Batala zurückkehrte. Die Bewohner wollten Seine Heiligkeit für eine Debatte gegen ihn gewinnen. Als er den Ort erreichte, fragte er den Maulawi nach seinen Standpunkten. Dieser antwortete, dass für ihn der Qur'an und die Ahadith an erster Stelle stünden. Seine Heiligkeit sagte daraufhin: „Meiner Ansicht nach gibt es an Ihren Überzeugungen und Standpunkten nichts auszusetzen oder zurückgewiesen werden müsse.“
Völlig losgelöst von jeglichem Stolz auf den Sieg wandte sich Seine Heiligkeit in größter Demut ab. Der Verheißene MessiasAS schrieb dazu: „Nachts sprach mich der gütige Gott in Bezug auf ebenjenen Abbruch der Debatte mit Seiner Offenbarung und Rede an und sagte: Dein Gott ist wohl zufrieden mit dem, was du getan hast, und Er wird dich sehr segnen, so sehr, dass Könige Segen von deinen Kleidern ersuchen werden.“ Da die Haltung der Demut allein um Gottes willen angenommen wurde, blieb sie nicht unbelohnt.
Hadhrat Shaikh Yaqub Ali Sahib Irfani merkte dazu an, dass es für Gelehrte oft schwer ist, die Wahrheit des Gegners anzuerkennen. Doch der Verheißene MessiasAS kümmerte sich nicht darum, was die Leute sagen würden. In einem Lebensabschnitt, der oft von Selbstdarstellung geprägt ist, bekannte er die Wahrheit und bestätigte den Mann, der eigentlich sein Gegner sein sollte.
Korrespondenz und Standhaftigkeit in der Sanftmut
Obwohl er durch den göttlichen Auftrag hochrangig war, drückte er in Briefen an den Maulawi extreme Demut aus: „Dieser Demütige ist aufgrund der überwältigenden Krankheit völlig unbrauchbar geworden. Sie sind ein großer Gelehrter; dieser Demütige hingegen ist lediglich ein unwissender und ungebildeter Mann. Weder besitze ich Frömmigkeit, noch habe ich Wissen. Kurz gesagt, ich bin ein Nichts.“
Auch in einem Brief an Hadhrat Munshi Ahmad Jan Sahib schrieb er: „Dieser Demütige ist zutiefst nutzlos und gering. Er fand mich im Staub und erhob mich. Er sah mich als gänzlich unwürdig und verhüllte meine Fehler. Im Anblick meiner Schwäche verlieh Er mir selbst Kraft.“
Als Maulawi Muhammad Hussain Batalvi später zum erbitterten Feind wurde und behauptete, er werde die Jamaat zerschlagen und den Verheißenen Messias „zu Boden werfen“, reagierte Seine Heiligkeit mit unendlicher Sanftmut. Er schrieb ihm: „Sollte ich nicht erkannt werden, so werde ich annehmen, dass eben dies mein Schicksal war. Sieg und Niederlage bedeuten mir nichts; mir geht es einzig und allein um vollkommene Unterwerfung und den Gehorsam gegenüber dem göttlichen Gebot.“ Er bot sogar an, trotz seiner Krankheit zu einem Treffen zu kommen: „Wenn Sie nach Batala kommen, so werde ich, obgleich ich krank bin, mich dennoch irgendwie taumelnd zu Ihnen begeben.“
Ermahnung zur Sanftmut und Liebe zu Gott
In einem weiteren Brief mahnte er: „Allah liebt stets die Bescheidenheit und die Demut. Nach meinem Verständnis gibt es unter allen Aspekten des Charakters keinen, den Allah mehr schätzt, als die Sanftmut, die Bescheidenheit, die Demut und jede Form von Unterordnung, die jeglicher Arroganz entgegensteht.“
Er erzählte, wie Allah ihn einst selbst zur Milde ermahnte, als er gegenüber einem religionsfeindlichen Hindu Härte zeigte: „In deinen Worten liegt Härte; Milde ist vonnöten, Milde.“ Er schloss mit den Worten: „Auch für uns ist es besser, da wir in Wahrheit nur Staub sind, dass wir auch als Staub verbleiben. Eine Schande ist uns allemal lieber als eine Ehre, durch die wir den Zorn Gottes auf uns ziehen.“
Kurz gesagt, all seine Worte und Taten waren erfüllt vom Ausdruck tiefster Demut. Sein einziges Streben war es, das Wohlgefallen Allahs zu erlangen. Auch uns hat er immer wieder denselben Rat erteilt: Zeigt Demut, denn darin liegt euer Wohlergehen, und genau dies wird euch die Nähe Allahs einbringen. Möge Allah uns befähigen, die Wege der Demut zu beschreiten.
Aktionsplan Missionary Incharge Büro
Wöchentlicher Umsetzungsplan basierend auf der Khutba
„Deine demütigen Wege haben Ihm gefallen.“
مَا خَلَقْتُ الْجِنَّ وَالْإِنْسَ إِلَّا لِيَعْبُدُونِ
„Und Ich habe die Dschinn und die Menschen nur darum erschaffen, dass sie Mir dienen.“ (Sūrat adh-Dhāriyāt, 51:57)
Hochmut und dergleichen sind allesamt nur künstliche Anmaßungen. Legt der Mensch diese künstliche Hülle ab, so wird in seiner eigentlichen Natur nichts anderes als Demut sichtbar werden. (Malfūẓāt - Band 6, S. 228 f.)
Der Verheißene MessiasAS erklärt:
„Gesegnet seien jene, die sich selbst als die Minderwertigsten und Kleinsten erachten, die mit Schamhaftigkeit sprechen, Arme und Bedürftige respektieren, Mittellosen Ehre erweisen, nie unheilvoll oder hochmütig jemanden verhöhnen, stets ihres gnädigen Herrn gedenken und mit Demut auf Erden wandeln. Ich sage immer wieder, dass es solche Menschen sind, für die Erlösung vorgesehen ist. Derjenige, der sich im Diesseits in der Hölle von Unheil, Hochmut, Selbstverliebtheit, Arroganz, Materialismus, Habgier und Unzucht befindet, wird sich auch im Jenseits darin befinden.“
Der Verheißene MessiasAS sagt:
„Noch immer gibt es in der Jamaat viele Menschen, die sofort in Zorn geraten, wenn sie auch nur eine Kleinigkeit hören, die ihrem Ego widerstrebt. Dabei ist es äußerst wichtig, all diese Aufwallungen zu unterdrücken, damit sich Milde und Nachsicht im eigenen Charakter entwickeln können.“
Umsetzungsplan für diese Woche
Tatplan der Woche
Checkliste für den Alltag
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✓Wähle bei Versammlungen oder Gebeten bewusst einen Platz im hinteren Bereich, um das eigene Ego zu prüfen und Bescheidenheit zu üben.
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✓Verzichte bei Meinungsverschiedenheiten im Alltag oder innerhalb der Familie bewusst auf das Recht, den Sieg in einer Diskussion davonzutragen, um Unfrieden zu vermeiden.
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✓Hinterfrage diese Woche deine Konsumgewohnheiten und versuche, einen einfacheren, bescheideneren Lebensstil ohne unnötigen Luxus zu führen.
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✓Behandle Personen, die du als sozial niedriger stehend empfindest oder die dir untergeordnet sind, mit demselben Respekt und derselben Sanftmut wie hochgestellte Persönlichkeiten.
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✓Prüfe deine Reaktion auf Anweisungen des Nizam (der Administration) und akzeptiere Entscheidungen ohne inneren Groll oder öffentlichen Widerspruch.