MTA Mediathek & Podcast
Ansprache Lesen
Der vollständige Text der Freitagsansprache, strukturiert und durchsuchbar.
Zusammenfassung
Die wichtigsten Punkte kompakt zusammengefasst (Deutsch & Urdu).
Für Kinder
Kindgerecht erklärte Inhalte mit einem spaßigen Mini-Quiz.
To Dos
Praktische Umsetzung als Checkliste.
Quiz (Deutsch)
Teste dein Wissen zur Ansprache mit Fragen auf Deutsch.
Quiz (Urdu)
Teste dein Wissen mit Fragen in Urdu.
Aktionsplan
Wöchentlicher Umsetzungsplan vom Missionary Incharge Büro basierend auf der Khutba
Freitagsansprache mit deutscher Übersetzung als Audio sowie Subtitles
MTA GermanyDeutsche Übersetzung
In der Freitagsansprache vom 03. April 2026 sagte Seine Heiligkeit Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (aba):
Wir haben bereits zuvor von dem tiefen Schmerz, den Bemühungen und dem Mut des Heiligen Propheten (saw) gelesen, mit denen er sich für die Etablierung der Einheit Gottes auf der Welt einsetzte. Ebenso davon, wie er sich jedem Aspekt der Vielgötterei wie ein massiver fels entgegenstellte und offen die Wahrheit gegen die polytheistischen Vorstellungen und Lehren eines jeden Volkes verkündete.
Die Standhaftigkeit des Heiligen Propheten (saw) unter widrigsten Umständen
Diesbezüglich führt der Verheißene Messias (as) aus: „Es ist bemerkenswert, wie standhaft der Heilige Prophet (saw) trotz tausender Gefahren, hunderttausender Gegner, Störer und Bedroher bis zum Ende an seinem Anspruch, ein Prophet zu sein, festhielt. Jahrelang erduldete er Unglück und Mühen, die sich täglich mehrten und die Aussicht auf Erfolg hoffnungslos erscheinen ließen, und bei deren geduldigem Ertragen er nicht an das Erreichen irgendwelcher weltlichen Ziele dachte. Ganz im Gegenteil. Durch das Verkünden seines Anspruchs, ein Prophet zu sein, verlor er, was er besaß, – das heißt, er verspielte mit eigenen Händen alles – sowohl den Zusammenhalt als auch die verwandtschaftlichen Beziehungen – und erkaufte sich dafür Hunderttausende von Streitigkeiten und setzte sich tausenden ihn heimsuchenden Beschwerlichkeiten aus. Er wurde aus seiner Heimat verstoßen, wurde von Mördern verfolgt, verlor sein Heim mit allem, was es enthielt, und wurde mehrmals vergiftet. Jene, die ihm wohlgesinnt waren, begannen, ihm Schlechtes zu wünschen, und jene, die seine Freunde waren, wurden zu seinen Feinden. Für eine lange Zeit hatte er Mühsal zu erleiden, während es einem intriganten Hochstapler nicht möglich gewesen wäre, standhaft zu bleiben.“
Die Konfrontation mit dem Heidentum und anderen Religionen
Weiter sagt er: „Er war dermaßen direkt, dass er sich durch sein offenes Sprechen und das Predigen der Einheit Gottes alle Völker der Welt, die im Heidentum versunken waren, zu Feinden machte. Zuerst machte er sich sein eigenes Volk dadurch zum Feind, dass er ihnen die Anbetung von Götzen verbot. Er erzürnte die Juden, denn er hielt sie davon ab, verschiedene Arten von Geschöpfen anzubeten, ihren Geistlichen zu huldigen und sich falsch zu verhalten. Er hielt sie davon ab, Jesus zu verleugnen und zu beschimpfen, was bei ihnen großen Groll hervorrief. Sie wurden zu seinen erbitterten Feinden und suchten nach Mitteln, um ihn zu vernichten. Auf dieselbe Weise erzürnte er die Christen, denn er verneinte die Göttlichkeit von Jesus, verneinte, dass er Gottes Sohn und der gekreuzigte Erlöser sei. Auch die Feuer- und Sternanbeter waren ihm übel gesinnt, denn auch ihnen wurde verboten, ihren Gottheiten zu huldigen. Stattdessen wurde verkündet, dass das einzige Mittel zur Erlangung von Erlösung die Einheit Gottes ist.“
Er sagt: „War dies eine angemessene Weise, um die Welt für sich zu gewinnen?“ Es wird der Vorwurf erhoben, der Heilige Prophet (saw) habe nach Weltlichem gestrebt. Die Menschen jener Zeit warfen ihm vor, er habe jeder Gruppierung so unverblümte und kränkende Worte gesagt, dass sie alle entschlossen waren, sich ihm entgegenzustellen, und all ihre Herzen tief verletzt wurden. Sie waren so empört, dass sie nach seinem Blut dürsteten, während er keine nennenswerte Anhängerschaft hatte, die ihn gegen ihre Angriffe verteidigen konnte. Auch heute noch erheben die Orientalisten, die Gegner des Islam, genau diesen Vorwurf gegen den Heiligen Propheten (saw). Doch wenn sie diesen Vorwurf äußern, bedenken sie nicht, ob irgendein Mensch sich selbst in eine solche Lage bringen würde, nur um einen Vorteil zu erlangen.
Er führte aus: „Wäre es nicht besser gewesen, die einen zu kritisieren und die anderen zu loben, sodass er dort, wo er Feinde hatte, auch auf Freunde hätte setzen können?“ Wenn er so sehr dem Zeitgeist hätte folgen wollen, hätte er, um sie zufriedenzustellen, einige als wahrhaftig bezeichnen können, während er andere der Lüge bezichtigt hätte. „Wenn er zum Beispiel den Arabern zugestanden hätte, dass Lat und Uzza wahre Götter seien, dann hätten sie ihm gehorcht und wären ihm sicherlich gefolgt. Denn sie waren ein Volk, das großen Wert auf Familien- und Stammeszugehörigkeit und nationale Ehre legte.“ Es gab Blutsverwandtschaft, nahe Verwandtschaft und Stammeszugehörigkeit, und dafür waren sie zu jedem Opfer bereit. Alles wäre bereits abgemacht gewesen; sie wären allein durch die Lehre des Götzendienstes zufriedengestellt worden. Hätte er gesagt: „Es ist in Ordnung, eure Götzen sind richtig“, so wären sie erfreut gewesen und hätten ihm mit Herz und Seele Gehorsam geleistet. Genau diese Forderung hatten sie ja auch gestellt.
Die Abgrenzung von Betrügern und Heuchlern
Man muss jedoch bedenken: Welche weltliche Zweckmäßigkeit hätte den Heiligen Propheten (saw) dazu bringen können, sich von allen und jedem zu entfremden, um sich fest an den Tauhid zu halten – ein Glaubensbekenntnis, das damals zutiefst unbeliebt war und dessen Bekenntnis viele Schwierigkeiten, ja, sogar Todesgefahr mit sich brachte? Und welches irdische Motiv hätte er besitzen können, um weiterhin auf jener Lehre zu insistieren, die ihm alles genommen hatte und deren Praxis dazu führen könnte, dass neu zum Islam Konvertierte eingesperrt und gefoltert wurden? Nicht nur er selbst, sondern auch seine Anhänger mussten aufgrund der Verkündung der Einheit Gottes Qualen erleiden. Wie konnte man nur hoffen, materiellen Erfolg zu erzielen, indem man den Menschen sagt, was gegen ihr Gemüt, ihre Bräuche und Überzeugungen verstößt, sie so zu Todfeinden macht und keine Verbindungen zu irgendjemandem unterhält?
Ist das die Art und Weise, wie Betrüger und Lügner vorgehen? – Also jene, die gierig und hinterlistig sind, die nach etwas trachten oder Schlauheit und Täuschung an den Tag legen. – Verwandeln Intriganten ihre Freunde in Feinde? Fordern jene, die planen, durch ihre raffinierten Machenschaften materielle Vorteile zu erlangen, die ganze Welt auf einmal heraus und leben in ständiger Angst um ihr Leben? Im Gegenteil, sie sind bestrebt, jeden zu unterhalten und versuchen, jeder Religion das Zertifikat der Wahrheit zu verleihen. Es liegt nicht in ihrem Charakter, um Gottes willen Stärke zu zeigen und sich zu bemühen, ihren Glauben an Seine Einheit und Größe aufrechtzuerhalten. Warum sollten sie das tun, wenn ihr Ziel doch darin besteht, ihre Netze dort zu legen, wo die Beute am leichtesten zu fangen ist, und Taktiken anzuwenden, die die geringste Mühe erfordern und den größten materiellen Gewinn bringen?
Heuchelei ist ihr Beruf, und Schmeichelei ihre Gewohnheit. Süßholzgeraspel und die Gunst beider Seiten zu pflegen, ist ihr Lieblingsprinzip. Sie sagen so bereitwillig „Allah, Allah“ mit den Muslimen, wie sie mit den Hindus zusammen „Ram, Ram“ singen. Sie stimmen bereitwillig mit allen überein. Sie passen sich der jeweiligen Gesellschaft an. Sie haben nichts mit Gott zu tun und kein Interesse daran, Ihm treu zu sein. Sie würden niemals Gerichtsverfahren und Trübsal in Kauf nehmen, um Schmerz und Qual in ihr glückliches Leben zu bringen. Ihr Meister lehrt sie nur eines: allen zu sagen, dass sie mit ihren Überzeugungen, Meinungen und Erkenntnissen einverstanden sind. Es geht ihnen nicht um Recht oder Unrecht, Wahrheit oder Falschheit, Gut oder Böse. Wer ihn schmiert, ist gut und tugendhaft und ein Gentleman; wer ihn lobt, um sein Ego zu nähren, erhält die frohe Botschaft von Erlösung, Himmel und ewigem Leben. Er wird für sie zu allem.
Die überlegene Rechtschaffenheit des Siegels der Propheten (saw)
Wenn wir andererseits das Leben des Siegels der Propheten, möge Friede und Segen Allahs auf ihm sein, studieren, so wird sehr klar, dass er das höchste Maß an Rechtschaffenheit und Integrität besaß. Er war immer bereit, sein Leben für Gott zu opfern. Er war völlig frei von der Angst vor und der Hoffnung auf Menschen und vertraute nur auf seinen Herrn. Seine Unterwerfung und Hingabe unter den Willen Gottes waren dermaßen vollkommen, dass er Seine Einheit predigte, ohne Angst vor den Katastrophen, die ihm widerfahren würden, und vor den Schmerzen und Leiden, die er durch die Taten der Götzendiener ertragen müsste. Bei der Erfüllung des Gebotes seines Herrn nahm er jede Trübsal, jede Härte und jedes Elend an. Unbeeindruckt von Drohungen erfüllte er alle Anforderungen der spirituellen Praxis, des Predigens und der Ermahnung.
Ich sage euch wahrhaftig, dass es in der Geschichte aller anderen Propheten nicht einen gibt, der ein solches Vertrauen in Gott gezeigt, Seine Einheit gepredigt, den Götzendienst angesichts so vieler Gefahren verboten und dabei immer standhaft und firm geblieben ist, während er so vielen Feinden gegenüberstand. Jeder, der über diese Ereignisse mit einem gewissen Maß an Ehrlichkeit nachdenkt, wird feststellen, dass sie die Wahrhaftigkeit des Heiligen Propheten (saw) bezeugen. Nach eingehenderer Überlegung wird ein vernünftiger Mensch auch erkennen, dass das Zeitalter, in dem der Heilige Prophet (saw) erschien, dringend einen großen himmlischen Reformer und spirituellen Führer benötigte, und dass die Lehren, die er brachte, sicherlich wahr waren und alle Bedürfnisse der Zeit erfüllten. – Die Zeit war damals derart verdorben; es bedurfte eines Führers, eines Reformers, eines Wegweisers, und genau in dieser Zeit erschien er. – Und alle Anforderungen der Zeit umfassten. So wirksam und kraftvoll war seine Lehre, dass Tausende zur Wahrheit hingezogen wurden und die Worte ‚Es gibt niemanden, der der Anbetung würdig ist außer Allah‘ in ihre Herzen eingemeißelt wurden. Der höchste Zweck des Prophetentums – nämlich die Vermittlung von Lehren, die zur Erlösung führen – wurde durch den Heiligen Propheten (saw) vollkommen erfüllt. Das ist weit mehr als das, was ein anderer Prophet je erreicht hat. Jeder, der darüber nachdenkt, wird spontan bezeugen, dass der Heilige Prophet (saw) der wahre, von Gott gesandte Führer ist.
Wer dies aus Voreingenommenheit und Sturheit leugnet, dessen Krankheit ist unheilbar, selbst wenn er Gott verleugnen würde. Andernfalls möge man all diese Zeichen der Wahrhaftigkeit, die im Heiligen Propheten (saw) in vollkommener Weise vereint sind, doch auch nur bei einem einzigen anderen Propheten beweisen, dann würden wir es anerkennen.
Der Vergleich religiöser Schriften und das Konzept der Einheit Gottes
Dann führt er aus: „Die Hindus singen die Lobpreisungen der Veden und betrachten sie als die Summe aller Führung, während sie die Wahrhaftigkeit aller anderen Schriften und Propheten leugnen. Auch die Christen betrachten die Evangelien als das letzte Wort und vergessen, dass der Wert einer Schrift nur daran gemessen werden kann, inwieweit sie die Einheit Gottes begründet. Ein Buch, das sich dadurch auszeichnet, dass es die Einheit Gottes begründet, kann allein deswegen schon höher eingestuft werden.“ Das Wesentliche im göttlichen Buch ist, dass darin die Lehre der Einheit Gottes besonders betont wird. „Deshalb kann ein Leugner des Tauhid, auch wenn er ein Vorbild an Tugendhaftigkeit ist, keine Erlösung erlangen.“ Wenn also alle Tugenden in einem enthalten sind, aber er den Tauhid leugnet, ist er vor Allah nicht erlöst.
„Daher sollten sich diese Menschen zunächst fragen: Welches dieser Bücher hat am meisten dazu beigetragen, das Konzept der Einheit Gottes zu fördern, von dem ja die Erlösung abhängt? Können die Veden mit einem Land prahlen, in dem sie die Einheit Gottes eingeführt haben? Bei den Evangelien ist es nicht anders. Es gibt kein Land, in dem sie zum Mittel der Verbreitung von Tauhid wurden. Im Gegenteil, ihre Anhänger halten Monotheisten für unwürdig, Erlösung zu erlangen.“ Das heißt, sie sehen niemanden als erlöst an, der an die Einheit Gottes glaubt. „Ihre Priester geben den Monotheisten die Kunde von einem dunklen Feuer“ – sie sagen also, dass diejenigen, die an den Tauhid, also die Einheit Gottes und nicht an die Dreieinigkeit glauben, in das Feuer kommen –, „wo es viel Klagen und Jammern geben wird. Nach ihnen werden nur jene davor errettet, die glauben, dass Gott Tod, Leid, Hunger, Durst, Schmerz erleidet und dass er in einen sterblichen Körper eingetreten und Fleisch geworden ist; sonst gibt es keine Hoffnung auf Erlösung.“ Das heißt, darin wird das Bild von Hadhrat Jesus (as) gezeichnet.
„Mit anderen Worten, sie glauben, dass das Paradies ihrer Imagination unter den beiden großen völkern Europas – den Briten und Russen – aufgeteilt wird.“ Nun sind auch die großen Länder ein Teil davon. Die Amerikaner behaupten dies auch, ja, gewisse US-Präsidenten gehen sogar so weit zu behaupten, dass die Wiederkunft des Messias vielleicht in der Gestalt von Trump stattfinden werde. Allahs sind wir. Er sagt: „Es wird hälftig aufgeteilt werden, während alle Monotheisten in die Hölle gewerfen werden, weil sie das Verbrechen begangen haben, Gott für frei von jeder Schuld und Unvollkommenheit zu erachten. Was ich durch das Schreiben all dessen zu demonstrieren versuche, ist, dass der Tauhid in seiner reinsten Form unter keinem Volk auf der Erdoberfläche zu finden ist, außer unter den Anhängern des Heiligen Propheten, möge Friede und Segen Allahs auf ihm sein. Und außer dem Heiligen Qur’an gibt es kein Buch auf der Erde, das Millionen fest zu dieser heiligen Lehre verpflichtet hat und das die Menschheit so ehrfürchtig zu dem einen wahren Gott führt. Menschen jeder Religion haben sich künstliche Götter geschaffen, während der Gott der Muslime der eine, ewige und unveränderliche Gott ist, Dessen Attribute heute noch dieselben sind wie früher. All dies zeigt ohne jeden Zweifel die Wahrhaftigkeit des Prophetentums des Gründers des Islam, denn nur in seiner gesegneten Person werden Wesen und Zweck des Prophetentums nachweislich erfüllt.“
Das alles wird also bewiesen. „So wie ein Schöpfer durch Seine Schöpfung erkannt wird, so erkennen auch die Weisen und Wissenden diesen göttlichen Reformer durch die Reformation, die er bewirkt hat.“ Wenn ein Schöpfer also etwas erschafft, wird er durch seine Schöpfung erkannt, wie hochwertig sein Erschaffen ist. Genauso wird der göttliche Reformer dadurch erkannt, dass die Einheit Gottes verbreitet wird. „Es gibt unzählige andere Zeichen, die beweisen, dass der Heilige Prophet (saw) die Unterstützung Gottes genoss. Ist es nicht erstaunlich, dass eine arme, machtlose, hilflose, ungelehrte Waise, die zu einer Zeit alleine war, als alle Völker ein großes Maß an finanziellen, militärischen und intellektuellen Mitteln besaßen, eine so erleuchtete Lehre brachte, dass sie jeden mit ihren überzeugenden Argumenten und klaren Beweisen zum Schweigen brachte? Er wies auf die Fehler jener hin, die als große Philosophen galten.“ Die sich also als große Gelehrte sahen. „Er zeigte solche Macht, dass er Herrscher von ihren Thronen herunterzog und Arme an ihre Stelle setzte. Wenn dies nicht göttliche Unterstützung war, was dann? Ist es jemals möglich, ohne göttliche Unterstützung die gesamte Welt an Verstand, Wissen, Kraft und Macht zu übertreffen?
Der Zustand der Welt vor dem Erscheinen des Heiligen Propheten (saw)
Der Verheißene Messias (as) führt aus: „Die Geschichte bezeugt eindeutig, ebenso wie mehrere Verse des Heiligen Qur’an, dass der Heilige Prophet, Friede und Segen Allahs seien auf ihm, in einer Zeit erschien, in der Götzendienst, Anbetung von Geschöpfen und alle Arten von fehlgeleiteten Überzeugungen in der Welt überhandnahmen. Alle Völker hatten sich von den wahren Lehren distanziert und jede Gruppe folgte ihren eigenen Neuerungen, während der gerade Weg in Vergessenheit geriet. In Arabien hatte die Götzenanbetung überhandgenommen; Persien hatte sich der Feueranbetung hingegeben; – die Iraner waren damals Feueranbeter und verehrten das Feuer – in Indien hatte sich außer Götzenanbetung auch die Anbetung von Geschöpfen verschiedener Arten weit verbreitet. Viele Bücher wurden geschrieben, durch die eine große Anzahl von Menschen vergöttlicht und das Fundament der Anbetung von Avataren gelegt wurde. Rev. Mr. Bourt“ – hier ist John Davenport gemeint, darauf bezieht er sich – „und mehreren englischen Autoren zufolge war keine Religion so sehr verdorben wie die christliche Religion,“ John Davenport hat dies geschrieben, und auch andere in seiner Zeit, deren Aussagen zu seiner Kenntnis gelangten – christliche Historiker und gelehrte Engländer haben geschrieben –, dass keine religion so verdorben war wie das Christentum.
„Und aufgrund der Verfehlungen und falschen Lehren ihrer religiösen Geistlichen war sie ernsthaft in Verruf geraten. In der christlichen Lehre wurden nicht nur eine oder zwei Personen, sondern auch verschiedene Objekte vergöttlicht. Das Erscheinen des Heiligen Propheten (saw) zu jener Zeit der allgemeinen Irreführung, als die Umstände nach einem erhabenen Reformer verlangten und eine große Notwendigkeit an göttlicher Führung und der Erleuchtung einer ganzen Welt mit der Einheit Gottes und rechtschaffenem Verhalten bestand, ja, dass jener Prophet dem Heidentum und der Anbetung von Geschöpfen, was die Mutter allen Übels ist, ein Ende bereitete, ist ein klarer Beweis dafür, dass er ein wahrer Gesandter Gottes und allen anderen Gesandten überlegen war. Seine Wahrhaftigkeit wird begründet durch die Tatsache, dass das Naturgesetz und das Verfahren Gottes in jenem Zeitalter der Irreführung nach einem wahren Führer verlangten.“
Das ewige Gesetz Gottes: Hilfe in Zeiten der Not
Die Sunnah bestand eben darin, dass Allah, wenn die Menschen abirren, Seine Gesandten schickt. Denn: „Es ist das ewige Gesetz des Herrn der Welten, dass dann, wenn ein Leiden seinen Höhepunkt in der Welt erreicht, Seine Gnade sich dessen Beseitigung zuwendet. Wenn Menschen sich aufgrund anhaltender Trockenheit einer Hungersnot ausgesetzt sehen, sendet Gott, der Barmherzige, Regen herab. Wenn hunderttausende von Menschen einer Epidemie zum Opfer zu fallen beginnen, wird die Luft auf irgendeine Weise gereinigt oder ein Heilmittel wird verfügbar gemacht. Wenn ein Volk in den Ränken eines Tyrannen gefangen ist, erscheint ein gerechter und mitfühlender Herrscher. Ebenso verhält es sich, wenn ein Volk die Vorgehensweise Gottes vergisst und Seine Einheit und Anbetung außer Acht lässt. Denn dann entsendet Gott, der Allmächtige, nachdem Er einem Diener vollkommene Einsicht gewährt und ihn mit Seinem Wort beehrt hat, auf die Welt jenen Diener für die Führung der Menschheit, sodass er der Verderbtheit, die eingesetzt hatte, ein Ende bereite.
Die der Sache zugrunde liegende Wahrheit ist, dass die Vorsehung, die die Welt erhält und ihr Dasein unterstützt, keines Seiner Attribute der Begünstigung zurückhält oder aufhebt. Ein jedes seiner Attribute offenbart sich zur passenden Gelegenheit. So wie vom gesunden Menschenverstand angenommen, offenbart sich zur Überwindung eines Unheils das dafür relevante Attribut Gottes, des Allmächtigen, und es ist historisch, durch das Eingeständnis der Gegner und durch die klare Bestätigung des Heiligen Qur’an, ein Fakt, dass sich das Unheil zur Zeit des Erscheinens des Heiligen Propheten (saw) auf dem Höhepunkt befand und alle Völker der Welt den geraden Weg der Einheit Gottes, der Aufrichtigkeit und der Anbetung Gottes verlassen hatten; und jeder weiß, dass allein der Heilige Prophet (saw) und kein anderer es war, der jene Verderbtheit reformierte, die Welt vor Dunkelheit, Heidentum und der Anbetung von Geschöpfen errettete und auf ihr die Einheit Gottes etablierte.“
Der Heilige Prophet (saw) ist also jenes Wesen, das die Einheit Gottes in ihrer wahren Farbe auf der Welt etabliert hat. In vergangenen Freitagsansprachen habe ich diesbezüglich viele Begebenheiten und Zitate dargelegt, wie der Heilige Prophet (saw) sich mit zahllosen Bemühungen für die Einheit Gottes einsetzte. Und nun sehen wir in dieser Epoche, dass Allah gemäß Seinem Versprechen den wahrhaft Liebenden des Heiligen Propheten (saw) berief, um die Einheit Gottes zu etablieren.
Der Verheißene Messias (as) als Erneuerer der Einheit Gottes
Denn in dieser Zeit war Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad (as) aus Qadian, der der Verheißene Messias und der Verheißene Mahdi ist, das praktische Vorbild der Lehre und der Sunnah des Heiligen Propheten (saw). Sein Herz war in der Nachfolge seines Meisters von Schmerz durchdrungen, um die Einheit Allahs zu verbreiten. Dementsprechend finden wir in seinen Schriften und in seinem praktischen Leben viele Beispiele hierfür, von denen ich nun einige erwähnen werde.
Der Verheißene Messias (as) führt aus: „Allahs Vorgehen mit uns ist wahrlich wundersam. Unsere Offenbarung أَنْتَ مِنِّي بِمَنْزِلَةِ تَوْحِيدِي وَتَفْرِيدِي ist eine völlig neue Art von Offenbarung. Wir haben zuvor noch nie derartige Worte in irgendeiner Offenbarung gesehen. Die Bedeutung hiervon, die uns in den Sinn kommt, ist, dass eine Person gewissermaßen die Personifikation der Einheit Gottes selbst ist, wenn sie zu einer Zeit beauftragt wird, in der die göttliche Einheit aufs Äußerste geschmäht und mit größter Verachtung betrachtet wird. Derjenige, der in einer solchen Zeit erscheint, ist die Verkörperung der Einheit Gottes.
Dies hatte er in einer Versammlung geäußert. Eine Zeitung hat es so wiedergegeben, während eine andere Zeitung, Al-Badr, es etwas detaillierter wie folgt festgehalten hat: Er sagte, dass dem Beauftragten ein derartiger Durst nach der Einheit Gottes eingeflößt werde, dass er all seine eigenen Interessen und Ziele beiseitelege und im Zuge der Etablierung der Einheit Gottes selbst zur verkörperten Einheit Gottes werde. In seinem Aufstehen und Sitzen, in seiner Bewegung und Ruhe und in jedem seiner Worte und Taten brennt in ihm die Flamme der Einheit Gottes.
Er erklärte: „Jeder Mensch setzt sich sein eigenes Ziel und seinen eigenen Zweck, aber das Ziel jenes Menschen – also desjenigen, der in der Liebe zu Allah versunken ist – ist einzig und allein die Einheit Allahs. Er zieht die Einheit Allahs selbst seinen natürlichen Emotionen und Zielen vor. Er stellt all seine eigenen Bedürfnisse hinten an. Ebenso hat jeder Mensch einen Götzen seiner eigenen Ziele, den er erreichen möchte, doch es liegt allein in der Macht Allahs, ob Er ihn dieses Ziel erreichen lässt oder sein Leben bereits davor beendet. Menschen haben große Wünsche, ein Ziel zu erreichen – Geschäftsleute, Händler und solche, die nach weltlichen Zielen streben; sie haben sich ihr eigenes Ziel gesetzt. Aber entweder lässt Allah sie dorthin gelangen, oder ihr Leben endet zuvor. Man sehnt sich nach Reichtum, Ehre, Ansehen, Kindern oder anderen Bedürfnissen und ist völlig außer sich; manchmal geraten die Menschen durch solche Schwierigkeiten gar in einen Zustand, in dem sie Selbstmord begehen. Doch derjenige, der als Beauftragter von Gott kommt, dessen ganze Leidenschaft gilt der Einheit Gottes. Anstatt für seine eigenen triebhaften Wünsche, ist er unruhig und brennt einzig für die Einheit Gottes.
Er fährt fort: Ich glaube, dass in einer solchen Zeit diese Worte von Gott kommen: أَنْتَ مِنِّي بِمَنْزِلَةِ تَوْحِيدِي وَتَفْرِيدِي. Denn Allah ist Seine Einheit überaus lieb. Allah liebt Seine Einheit zutiefst. Dies war ebenjene Einheit Gottes, für deren Etablierung Allah manchmal durch Epidemien, manchmal durch Hungersnöte und manchmal durch das Schwert in der Hand Seiner geliebten Propheten (as) Tausende polytheistische Leben vernichtete. Auch die Umstände in Mekka und dem leuchtenden Medina wurden nur deswegen so verzwickt. Auch die Angelegenheit von Hadhrat Moses (as) geschah allein wegen dieser Einheit Gottes.
Warnung vor subtilem Schirk und die Attribute Allahs
Der Verheißene Messias (as) erwähnt den Götzendienst und seine subtilen Formen und führt aus: Zudem sollte man sich vor jeglicher Gottgleichstellung (Schirk) schützen. Nicht Sonne, Mond, Himmel, Sterne, Luft, Feuer oder Wasser noch irgendeine andere weltliche Sache sollte vergöttert werden und weltlichen Mitteln sollte nicht so viel Vertrauen geschenkt werden, als wären sie Gott gleichgestellt. Außerdem sollte man seine Fähigkeiten und Möglichkeiten nicht überbewerten, denn auch dies ist eine Form von Schirk. Auch wenn man sehr viel erreicht hat, sollte man glauben, nichts erreicht zu haben. Es sollte nicht mit Wissen und Taten geprahlt werden, vielmehr sollte man sich als ungebildet erachten und demütig sein. Man sollte seine Seele auf Gottes Schwelle legen und mit Gebeten Seine Wohltätigkeit auf sich ziehen. Selbst nachdem man alles getan hat, verneige dich vor Allah und sage: O Allah, durch Deinen Segen wird alles geschehen und alle Resultate werden hervorgebracht.
Das Wissen des Menschen erfordert einen Lehrer und ist begrenzt – das menschliche Wissen ist auf jemanden angewiesen, der es lehrt, und es ist obendrein begrenzt – aber Gottes Wissen ist nicht auf einen Lehrer angewiesen. Das bedeutet, das Wissen Allahs ist auf keinen Lehrer angewiesen und darüber hinaus grenzenlos. Darin gibt es keine Grenze. Das Gehör des Menschen ist auf Luft angewiesen und ist begrenzt – die Hörfähigkeit des Menschen benötigt Luft, und selbst dann kann er nur in begrenztem Maße hören – doch Gottes Gehör beruht auf Seiner eigenen Kraft und ist unbegrenzt. Die menschliche Sehfähigkeit ist auf die Sonne oder andere Lichtquellen angewiesen und zudem begrenzt, doch Gottes Sehfähigkeit beruht auf Seinem eigenen Licht und ist unbegrenzt. Genauso ist die Fähigkeit des Menschen zu gebären von Materie und Zeit abhängig und ist begrenzt, doch Gottes Fähigkeit zu Erschaffen ist weder von Materie noch von Zeit abhängig, noch ist sie begrenzt.
Alle Attribute Gottes sind unvergleichlich. So wie Gott unvergleichlich ist, sind auch Seine Attribute unvergleichlich. Wenn eines Seiner Attribute unvollkommen wäre, dann wären alle Seine Attribute unvollkommen. Deswegen kann Seine Einheit nur dann bestehen, wenn alle Seine Attribute, so wie Er Selbst auch, beispiellos sind. Dies ist die Einheit Gottes, die der Qur’an lehrt und die die Glaubensgrundlage bildet.
Unter dem Einfluss der heutigen Zeit tauchen derartige Fragen manchmal sogar bei Kindern auf, und sie schreiben mir: Wer hat Allah erschaffen? Woher kommt Allah? Vielleicht erzählen die Erwachsenen es ihnen, oder diese Fragen entstehen von selbst in ihren Köpfen. Aber die Eigenschaften Allahs sind derart, dass Er schon immer da war und für immer existieren wird, Er ist grenzenlos. Daher hat Er jeden erschaffen, und Ihn hat niemand erschaffen. Jede Vorstellung, die von einer unendlichen Sache entstehen kann, die von selbst in die Existenz trat, ist ausschließlich Gott der Erhabene.
Die drei Aspekte des wahren Tauhid
Der Verheißene Messias (as) sagt: Denke daran, dass der wahre Tauhid, von dem Gott will, dass wir uns zu ihm bekennen und von dem die wahre Erlösung abhängt, in dem Glauben besteht, dass Gott keinen Gefährten hat – sei es ein Götzenbild, ein Mensch, die Sonne, der Mond, unser eigenes Selbst, unsere Mittel oder unsere Arglist – und dass wir Ihn allein als Quelle aller Kraft und Versorgung, aller Ehre und Demütigung – noch jemanden als denjenigen erachten, der Ehre gewährt oder erniedrigt – aller Hilfe und allen Beistands betrachten und Ihn zum Gegenstand all unserer Liebe, Anbetung, Bitten, Hoffnung und Angst machen.
Daher ist kein Konzept von Tauhid ohne die folgenden drei Aspekte vollständig:
- Erstens: Tauhid in Bezug auf die Person Gottes: Alles neben Ihm als so gut wie nicht bestehend – das heißt, dass alles vergehen wird –, sterblich und ohne Bedeutung zu betrachten. Alle Dinge sind in ihrem Wesen vergänglich und unecht, sie besitzen keine absolute Vollkommenheit.
- Zweitens: Tauhid im Zusammenhang mit den Attributen Gottes: Zu glauben, dass niemand die Attribute der Herrschaft und der Göttlichkeit besitzt, außer dem Wesen des Allmächtigen, und dass all jene, die die Schöpfung zu erhalten und zu fördern scheinen – woraus der Mensch Nutzen zieht und was er fälschlicherweise als Herr betrachtet –, nur ein Teil des göttlichen Plans der Dinge sind. Weder Amerika, noch Israel, noch irgendeine andere Großmacht dieser Welt besitzt Macht, sondern allein die Macht Gottes ist entscheidend. Wenn die Muslime dies doch nur erkennen würden, dann wäre ihnen der Erfolg gewiss.
- Drittens Tauhid im Kontext von Liebe, Aufrichtigkeit und Hingabe: Niemanden mit Gott in Bezug auf Liebe und Hingabe gleichzusetzen und ganz in Ihm zu versinken. Die Liebe, die man zu Allah hegen sollte, darf man keinem anderen entgegenbringen.
Die göttliche Mission zur Beseitigung der Irrtümer
Dann fährt er fort: In diesem Zeitalter, als Gott sah, dass die Erde verdorben war und Millionen von Geschöpfen den Weg des Polytheismus eingeschlagen hatten und mehr als vierhundert Millionen Menschen auf der Welt geboren waren, die einen schwachen Menschen, den Sohn Marias, zu einem Gott erhoben – in jener Zeit belief sich die Zahl der Christen auf vierhundert Millionen – und gleichzeitig der Alkoholkonsum, die Hemmungslosigkeit, die Weltlichkeit und ein achtlos geführtes Leben ihren Höhepunkt erreicht hatten, da beauftragte mich Gott, der Erhabene, mit der Aufgabe, diese Missstände zu beheben. So haben bisher fast hunderttausend Menschen an meiner Hand dem Bösen, dem falschen Glauben und den schlechten Taten abgeschworen.
Das galt für die Zeit, in der er dies sagte. Heute sind es durch die Gnade Allahs Millionen, die seiner Jamaat beigetreten sind. Und er erwähnte auch die Zeichen: Es sind bereits mehr als hundertfünfzig Zeichen manifestiert worden, für die in diesem Land Hunderttausende von Menschen Zeugen sind. Und ich wurde gesandt, um die Einheit Gottes auf der Erde abermals zu etablieren und die Menschen von der Menschen- oder Götzenanbetung zu erlösen, um sie dem Einen, einzigartigen Gott ohne Teilhaber zuzuwenden und ihre Aufmerksamkeit auf die innere Reinheit und Rechtschaffenheit zu lenken. Demnach sehe ich, dass eine Bewegung unter den Menschen entstanden ist, und Abertausende legen an meiner Hand ein Reuegelübde ab. Und vom Himmel weht ein solcher Wind, dass die Gemüter nun mit der Einheit Gottes in Einklang geraten.
Es ist offensichtlich, dass es nun Allahs Absicht ist, den Menschenkult von der Welt auszulöschen. Um diesen Willen zu erfüllen, wurden Hunderte von Mitteln geschaffen. Allah hat auch uns diese Mittel zur Verfügung gestellt, durch die wir Tabligh betreiben. Es ist die Aufgabe jedes Ahmadis, sich für die Verbreitung der Einheit Gottes einzusetzen. Er sagt: Was die Frage betrifft, die man uns stellt, was die Definition von Götzendienst sei und what diese Menschen zu Götzendienern mache, so ist es notwendig, dass wir diese Dinge erläutern. Man muss wissen, dass die Anbetung das Ergebnis des Glaubens ist. Die Glaubenssätze der Wahrhaftigen besagen, dass Gott Einer ist und die Eigenschaften Allahs, des Erhabenen, von Anbeginn ewig und beständig sind. Das heißt, in Seinen Eigenschaften gibt es weder einen Wechsel noch eine Veränderung; es kann keinerlei Verwandlung oder Wandel geben, noch gibt es einen Anfang oder ein Ende.
Der wahre und wirkliche Gott ist ewig – ohne Anfang und ohne Ende. Er ist kein Geschöpf, das geboren wurde, das also auf irgendeine Weise erschaffen wurde. Wie ich bereits sagte: Darin liegt die Antwort auf die Fragen einiger, dass der wahre und wirkliche Gott ewig und anfangslos ist; Er ist kein Geschöpf, das geboren wurde. Er wurde nicht erschaffen. Er ist erhaben über solche Eigenschaften, bei deren Anerkennung unser Herz Widerwillen verspürt. Seine Eigenschaften fordern förmlich die Bestätigung unseres Herzens, und unser Herz ist vertraut mit Seinen Eigenschaften. Er ist von Anbeginn her der Eine. Welches Herz könnte Seine Einheit leugnen? Seit ewigen Zeiten ist Er eins, und welches Herz könnte der Trinität zustimmen? Die christliche Lehre lautet ja, dass es drei Götter gebe. Wer also von guter Natur ist, der kann unmöglich anerkennen, dass es eine Trinität gibt.
Der Schmerz über den Verlust des Tauhid
Er führt aus: Ich bin gesandt worden, um die Verderbnis der Trinitätslehre zu korrigieren. Genau aus diesem Grund wurde ich gesandt, um die in der Christenheit entstandenen Übel zu beseitigen. Daher hat mein Herz der schmerzhafte Anblick, dass es auf der Welt etwas mehr als vierhundert Millionen Menschen gibt, die Hadhrat Jesus (as) als Gott betrachten, dermaßen erschüttert, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass mich in meinem ganzen Leben jemals ein größerer Kummer überkommen hat. Vielmehr, wäre es möglich, vor Sorge und Kummer zu sterben, so hätte mich dieser Kummer umgebracht, dass diese Menschen den Einzigen, teilhaberlosen Gott verlassen haben und einen demütigen Menschen anbeten.
Und weshalb glauben diese Menschen nicht an den Propheten, der wahre Führung und den rechten Weg in die Welt brachte, das heißt, warum glauben sie nicht an den Heiligen Propheten (saw)? Zu jeder Zeit fürchtete ich, durch die Schläge dieses Kummers zugrunde zu gehen. Er sagt: Gott hat im Heiligen Qur’an die Wahrheit gesprochen, dass durch diese Erdichtung fast die Himmel zerreißen würden, dass ein demütiger mensch zu Gott gemacht wird. Wegen dieses Schmerzes ist mein Zustand derart, ja, mein Zustand ist durch diesen Schmerz derart, dass, wenn andere sich das Paradies wünschen, mein Paradies einzig darin besteht, zu meinen Lebzeiten zu sehen, dass die Menschheit von diesem Götzendienst befreit wird und sich die Herrlichkeit Gottes manifestiert. Und meine Seele betet ununterbrochen: O Gott, wenn ich von Dir entsandt bin und der Schatten Deiner Gnade mit mir ist, so lass mich jenen Tag erblicken, an dem von Hadhrat Jesus (as) die Beschuldigung genommen wird, als habe er – Gott bewahre – den Anspruch auf Göttlichkeit erhoben.
Eine Ewigkeit ist vergangen, und dies sind meine Bitten in den fünf täglichen Gebeten, dass Gott diesen Menschen Sehkraft verleihe, damit sie an Seine Einheit glauben mögen, Seinen Gesandten erkennen und der Trinitätslehre abschwören. In der Praxis verschwindet das Christentum allmählich; das Konzept der Trinität ist nur noch eine Theorie aus den Büchern geblieben. Es gibt nur noch sehr wenige, die es aktiv praktizieren, vor allem in Europa. In Afrika und Südamerika gibt es sie noch, doch selbst diejenigen, die die Trinitätslehre aufgeben, glauben nicht an den Einen Gott. Daher müssen wir unser Bestmögliches tun, um diese Botschaft zu überbringen und sie auf der Einheit Gottes zu festigen. Möge Allah bewirken, dass wir jenen Zweck, für dessen Erfüllung Allah ihn gesandt hat, erfüllen sowie die Lehre der Einheit Gottes, die der Heilige Prophet (saw) verkündet hat, in die Tat umsetzen. Und mögen wir diese wahre Einheit Gottes in der Welt verbreiten. Denn dies ist nun der einzige Weg für das Fortbestehen der Menschheit; darüber hinaus gibt es keine andere Lösung. Möge Allah uns hierzu befähigen.
Nachruf auf Khawaja Zafar Ahmad Sahib
Nach dem Gebet werde ich zwei Janazah-Gebete in Abwesenheit leiten. Das erste Gebet gilt Herrn Khawaja Zafar Ahmad Sahib, der der ehemalige Amir des Distrikts Sialkot war. Seit einiger Zeit lebte er in den USA. Er ist in den vergangenen Tagen im Alter von 91 Jahren verstorben. إِنَّا لِلّٰهِ وَإِنَّا إِلَيْهِ رَاجِعُونَ [„Wahrlich, Allahs sind wir und zu Ihm kehren wir heim.“]
Der Verstorbene war ein Musi. Seine Tochter, Iffat Hai, sagt, dass sie seit ihrer Kindheit gesehen hätten, wie er sein Leben mit Aufrichtigkeit, Bescheidenheit und völliger Hingabe im Dienst der Jamaat verbrachte. Seine tiefe Verbundenheit mit dem Kalifat war ein herausragendes Merkmal seiner Persönlichkeit, welches auch eine wesentliche Rolle dabei spielte, in den Herzen seiner Kinder und Familienmitglieder Liebe und Loyalität zum Kalifat zu wecken – und das entspricht voll und ganz der Wahrheit. Er war ein äußerst loyaler, aufrichtiger Mensch, der dem Nizam der Jamaat gegenüber große Treue zeigte. Er hatte die Möglichkeit, von seiner Jugend bis ins hohe Alter ununterbrochen zu dienen.
In der Khuddamul Ahmadiyya diente er als Qaid auf Distriktebene, als lokaler Qaid, lokaler Amir und auch auf Distriktebene erhielt er stets die Gelegenheit zu Diensten. Er verspürte eine große Leidenschaft dafür, den Gästen des Verheißenen Messias (as) zu dienen. Er nahm Delegationen, die vom Zentrum kamen, stets bei sich zu Hause auf und bewirtete sie. Mit großer Freude erwies er ihnen Gastfreundschaft. Wenn er diesen Dienst leistete, strahlte sein Gesicht eine besondere Zufriedenheit aus. Niemals sprach er ein unangemessenes Wort über irgendeinen Amtsträger, noch duldete er es, solches zu hören. Er ließ in seiner Gegenwart niemals Kritik zu. Er besaß ein außerordentlich vollkommenes Gottvertrauen. Wann immer ihn eine Prüfung ereilte, ob im Dienst der Jamaat oder in seinem Privatleben, wandte er seine volle Aufmerksamkeit stets dem Gebet zu und hatte grenzenloses Vertrauen auf Allah. Seine Tochter erzählt, dass sie ebenfalls oft beobachtet hätten, wie Allah ihm stets in vollem Umfang beistand und seine Gebete erhörte.
Auch seiner Mutter diente er ausgiebig; sie war krank. Mehrere Jahre lang pflegte er sie mit großer Geduld und Liebe. Zu seinen Hinterbliebenen gehören neben seiner Ehefrau drei Töchter sowie Enkelkinder und Urenkel. Möge Allah ihn mit Vergebung behandeln. Auch in administrativer Hinsicht: Als Amir des Distrikts kannte er jede einzelne Jamaat. Sogar die kleinste Jamaat in den Dörfern war ihm vertraut, und er kannte all die Wege dorthin. Er behielt die Angelegenheiten des Distrikts stets scharf im Auge. Er verhielt sich nicht so, dass er, nur weil er Amir war, in der Stadt blieb; vielmehr reiste er überallhin. Und damals, als die Umstände gut waren und Sonderzüge für die Teilnehmer der Jalsa Salana auch aus Sialkot kamen, organisierte er dies mit größter Disziplin und Ordnung. Er war eine sehr liebevolle Persönlichkeit und, wie ich bereits sagte, stets voller Aufrichtigkeit und Treue – ein überaus demütiger Mensch. Möge Allah ihm vergeben.
Nachruf auf den Märtyrer Izrago Halido Sahib
Die zweite Erwähnung gilt Herrn Izrago Halido Sahib. Er stammte aus Burkina Faso und war ein einheimischer Ahmadi. Er war beim Militär angestellt und befand sich zuletzt in einem Dorf in Ayougia im Dienst, da Terroristen dort massiv Unheil angerichtet hatten. Am 3. März kam er während seines Dienstes durch einen Angriff der Terroristen ums Leben und erlangte das Martyrium. إِنَّا لِلّٰهِ وَإِنَّا إِلَيْهِ رَاجِعُونَ [„Wahrlich, Allahs sind wir und zu Ihm kehren wir heim.“]
Er war 40 Jahre alt, ein aufrichtiger Khadim. Er nahm 2007 Ahmadiyyat an. Er und seine Ehefrau waren in ihrer gesamten Familie die einzigen Ahmadis; es gab keine weiteren Ahmadis in ihrer Familie. Der regionale Muballigh Saadat Sahib sagt, der Verstorbene sei ein äußerst aktives Mitglied der Jamaat gewesen und habe eine tiefe Verbundenheit zur Jamaat und zum Kalifat gehabt. Er war ein sehr frommer, dem Gottesdienst hingegebener und aufrichtiger Ahmadi-Jugendlicher. Er hatte auch als Qaid der Majlis Khuddamul Ahmadiyya gedient. Er leistete seine finanziellen Opfer stets regelmäßig. An den Programmen der Jamaat nahm er sehr engagiert teil. Trotz seiner Arbeit beim Militär nahm er jedes Jahr an der Jalsa Salana von Burkina Faso teil. Gegenüber den Murabbis und Muallimeen verhielt er sich stets mit größtem Respekt und Hochachtung und leistete ihnen auch Hilfe.
Als ich 2008 auf einer Reise in Ghana war – 2005 war ich auch in Burkina Faso, doch 2008 reiste ich nach Ghana –, da kam eine Gruppe von Khuddam aus Burkina Faso auf Fahrrädern an. Sie hatten eine Strecke von über eintausend Kilometern zurückgelegt. Ihre Fahrräder waren auch nicht so wie unsere hier, sondern es waren kaputte, provisorische Fahrräder, auf schlechten Straßen, und unter diesen Umständen hatten sie über tausend Kilometer auf sich genommen. Sie erreichten Ghana und trafen mich dort. Er pflegte immer, auch zu den Jalsas, mit dem Fahrrad anzureisen.
Sampore Abdur Rahman Sahib, der lokale Missionar, berichtet: Man fand in ihm jemanden, der der Jamaat absolut selbstlos diente und stets zu Diensten war. Wann immer er zu einer Aufgabe gerufen wurde, folgte er diesem Ruf sofort. Bei der Jalsa Salana und anderen Treffen der Hilfsorganisationen arbeitete er sehr verantwortungsbewusst. Er widmete sich seinen Aufgaben mit einer solchen Hingabe, dass die Leute ihn deshalb den „Mini-Muallim“ nannten. Nicht einmal manche Muallimeen verrichten ihre Arbeit mit einer solchen Hingabe wie er. Bevor er seine Anstellung beim Militär erhielt, war er sehr besorgt, da er keine Arbeit fand, und sagte: „Ich bin arm, wie kann ich zum Fortschritt der Jamaat beitragen?“ Als er jedoch die Stelle erhielt, begann er, seine Beiträge regelmäßig zu entrichten. Er pflegte eine tiefe Verbundenheit zur Jamaat. Wohin auch immer er versetzt wurde, suchte er als Erstes nach einem Zentrum der Jamaat oder einer Moschee und nahm regelmäßig am Freitagsgebet usw. teil. Zu seinen Hinterbliebenen gehören neben seiner Mutter und seiner Ehefrau ein Sohn und zwei Töchter. Möge Allah ihm Vergebung und Barmherzigkeit zuteilwerden lassen.
Aktionsplan Missionary Incharge Büro
Wöchentlicher Umsetzungsplan basierend auf der Khutba
Der Schmerz, Die Bemühungen Und Der Mut Des Heiligen Propheten (saw) Für Die Etablierung Der Einheit Gottes (Tauhid)
„Jener von Gott berufenen Person wird solch ein Durst des Tauhid gegeben, dass sie all ihre persönlichen Ziele und Absichten zur Seite legt und zur Etablierung des Tauhid zu einer Personifizierung des Tauhid wird. In ihrem Stehen und Sitzen, ihrer Bewegung und Ruhe, kurzum in all ihren Aussagen und Handlungen brennt in ihr die Flamme des Tauhid.“
(Der Verheißene MessiasAS - Malfuzat – bd. 5, S. 1, Edition 2022)
„Daher ist kein Konzept von tauḥīd ohne die folgenden drei Aspekte vollständig:
1. Tauhid in Bezug auf die Person Gottes:
Alles neben Ihm als so gut wie nicht bestehend, sterblich und ohne Bedeutung zu betrachten.
2. Tauhid im Zusammenhang mit den Attributen Gottes […]
3. Tauhid im Kontext von Liebe, Aufrichtigkeit und Hingabe: Niemanden mit Gott in Bezug auf Liebe und Hingabe gleichsetzen und ganz in Ihm zu versinken.“
(Vier Fragen des Christen Sirajuddin und die Antworten darauf, S. 51 f.)
„Wir sollten alle möglichen Anstrengungen für die Festigung des Tauhid unternehmen und diese Botschaft überbringen. Möge Allah uns befähigen, dass wir gemäß der wahren Lehre des Tauhid, zu dessen Verwirklichung Allah den Verheißenen MessiasAS sandte und den der Heilige ProphetSAW verkündet hat, zu handeln und in der Welt zu verbreiten, denn dies ist die einzige Lösung zum Fortbestehen der Menschheit - außer welche es keine gibt.“
Umsetzungsplan für diese Woche
Tatplan der Woche
Checkliste für den Alltag
-
✓Verankere die Lehre der Einheit Allahs in deinem Herzen, wie sie der Heilige Prophet (saw) und der Verheißene Messias (as) vorgelebt haben, und betrachte Ihn als einzige Quelle aller Kraft.
-
✓Vermeide jede Form von Schirk, indem du weder deinen Fähigkeiten noch weltlichen Mächten Macht zuschreibst, sondern allein auf die Macht Allahs vertraust.
-
✓Setze dich aktiv für die Verbreitung der Einheit Allahs ein, da dies die zentrale Aufgabe eines jeden Mitglieds der Jamaat ist.
-
✓Bewahre eine tiefe Verbundenheit und vollkommene Loyalität zum Kalifat / Khilafat, wie es die Vorbilder Khawaja Zafar Ahmad Sahib und der Märtyrer Izrago Halido Sahib zeigten.
-
✓Studiere den Heiligen Qur'an, um das Konzept der Einheit Allahs in seiner reinsten Form zu begreifen und ehrfürchtig zu dem einen wahren Gott geführt zu werden.
-
✓Bete standhaft in deinen fünf täglichen Gebeten für die Sehkraft der Menschheit, damit sie die Einheit Allahs erkennt und sich vom Götzendienst befreit.