Khutba Review - Freitag, 8. Mai 2026

Khutba Review

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Ansprache Lesen

Der vollständige Text der Freitagsansprache, strukturiert und durchsuchbar.

Zusammenfassung

Die wichtigsten Punkte kompakt zusammengefasst (Deutsch & Urdu).

Für Kinder

Kindgerecht erklärte Inhalte mit einem spaßigen Mini-Quiz.

To Dos

Praktische Umsetzung als Checkliste.

Quiz (Deutsch)

Teste dein Wissen zur Ansprache mit Fragen auf Deutsch.

Quiz (Urdu)

Teste dein Wissen mit Fragen in Urdu.

Aktionsplan

Wöchentlicher Umsetzungsplan vom Missionary Incharge Büro basierend auf der Khutba

Freitagsansprache mit deutscher Übersetzung als Audio sowie Subtitles

MTA Germany

Deutsche Übersetzung

Einleitung: Das Zeugnis der Ehrlichkeit des Verheißenen MessiasAS

Im Zuge der Darlegung der Biografie des Verheißenen MessiasAS hatte ich bereits einige Verweise und Begebenheiten angeführt, die sein hohes Maß an Ehrlichkeit belegen. Auch heute werde ich einige solcher Ereignisse schildern. Dr. Henry Martin Clark reichte gegen den Verheißenen MessiasAS eine Klage wegen versuchten Mordes ein. Es handelte sich um ein äußerst gefährliches Verfahren. Der Verheißene Messias sagt hierzu, dass dieses Verfahren von Henry Martin Clark so gefährlich war, dass sogar die Todesstrafe durch den Strang hätte verhängt werden können. Er zieht einen Vergleich und erwähnt das Verfahren, das von den Juden vor dem römischen Gericht gegen Hadhrat JesusAS angestrengt wurde, und sagte: „Eine derartige Klage wurde auch gegen mich eingereicht. Gegen den MessiasAS hatten die Juden geklagt, aber unter dieser Regierung war derjenige, der gegen mich klagte, ein angesehener Priester und zudem ein Doktor. Nämlich Dr. Martin Clark, der gegen mich ein Verfahren wegen versuchten Mordes konstruierte und dafür weitreichende Beweise zusammentrug. Das ging so weit, dass Maulawi Abu Saeed Muhammad Hussain Batalvi, der ein erbitterter Gegner und Feind dieser Gemeinde ist, vor Gericht erschien, um auszusagen. Er sagte, so weit es ihm möglich war, gegen mich aus und versuchte mit aller Kraft, das Verfahren gegen mich wasserdicht zu machen.“

Der Prozess vor Captain Douglas

Dieser Prozess fand vor Captain Douglas, dem stellvertretenden Bezirkshauptmann (Deputy Commissioner) von Gurdaspur, statt – wobei angemerkt sei, so wird erwähnt, dass dieser mittlerweile vielleicht nach Shimla versetzt worden war. Jedenfalls wurde das Verfahren vor ihm vollständig vorbereitet. Alle Zeugenaussagen, so sagt er, „wurden mit großem Nachdruck gegen mich vorgebracht. In einer solchen Lage und unter solchen Umständen hätte kein Rechtsexperte oder Gutachter sagen können, dass ich freigesprochen werden könnte. Die Anforderungen der Zeit und die Umstände waren derart, dass ich der Gerichtssitzung überstellt worden wäre und von dort das Todesurteil erhalten hätte, oder die Verbannung nach Übersee“, sprich lebenslange Haft. „Aber genauso, wie Allah mich vor dem Verfahren darüber informiert hatte, hatte Er mir auch schon im Voraus offenbart, dass ich darin freigesprochen werde. Dementsprechend war diese Prophezeiung einer großen Gruppe meiner Jamaat bekannt. Kurzum, als das Verfahren dieses Stadium erreichte und die Feinde und Gegner dachten, dass der Richter mich nun dem Schwurgericht überstellen würde, sagte Letzterer – also Captain Douglas – in diesem Moment zum Polizeikommandanten: ‚Mir kommt der Gedanke, dass dieser Fall fingiert ist.‘“

Captain Sahib, der Richter, der das Verfahren leitete, war nicht überzeugt. „Mein Herz weigert sich zu glauben, dass tatsächlich ein solcher Versuch unternommen wurde und er jemanden geschickt hat, um Dr. Clark zu ermorden. Untersuchen Sie das noch einmal.“ Allah gab dem Richter in den Sinn, dem Polizeikommandanten den Befehl zu einer erneuten Ermittlung zu erteilen. Der Verheißene MessiasAS sagt: „Das war die Zeit, in der meine Gegner nicht nur in alle möglichen Intrigen gegen mich verwickelt waren, sondern auch diejenigen, die behaupteten, dass ihre Gebete erhört würden, in Bittgebete vertieft waren. Sie bemühten sich nicht nur weltlich, sondern beteten auch weinend darum, dass ich bestraft werde. Doch wer kann sich gegen Allah durchsetzen? Mir ist bekannt, dass auch einige Fürsprachen bei Captain Douglas eingingen, aber er war ein Richter mit Gerechtigkeitssinn. Er sagte: ‚Wir können uns nicht an einer solchen Bösartigkeit beteiligen.‘“ Das bedeutet: Wenn ein Urteil falsch ist, kann ich es nicht fällen.

Die Aufdeckung der Wahrheit durch Captain Le Marchand

„Kurzum, als dieser Fall zur erneuten Untersuchung an Captain Le Marchand übergeben wurde, rief der Captain Sahib Abdul Hamid zu sich und forderte ihn auf: ‚Sag die reine Wahrheit.‘ Daraufhin wiederholte Abdul Hamid dieselbe Geschichte, die er vor dem Deputy Commissioner vorgetragen hatte. Ihm war im Vorfeld gesagt worden, dass er verhaftet werde, falls er auch nur im Geringsten von der Wahrheit abweiche, weshalb er dabeiblieb. Aber der Captain sagte zu ihm: ‚Das hast du ja schon vorher ausgesagt. Der Herr gibt sich damit nicht zufrieden.‘“ Das bedeutet, der Richter ist nicht überzeugt, weil du nicht die Wahrheit sagst. „Als Captain Le Marchand ihn erneut aufforderte, fiel er ihm weinend zu Füßen und sagte: ‚Rette mich!‘ Der Captain beruhigte ihn und sagte: ‚Erzähl.‘ Daraufhin enthüllte er die Wahrheit und gab offen zu: ‚Diese Aussage wurde mir durch Drohungen aufgezwungen. Herr Mirza hat mich keineswegs geschickt, um einen Mord zu begehen.‘ Der Captain war erfreut, diese Aussage zu hören, und telegrafierte dem Deputy Commissioner: ‚Wir haben den Fall gelöst.‘

Daraufhin wurde dieses Verfahren wieder in Gurdaspur verhandelt, und dort wurde Captain Le Marchand vereidigt und gab seine eidesstattliche Erklärung zu Protokoll. Ich sah – so sagt der Verheißene MessiasAS –, dass er zu dieser Zeit im Gerichtssaal sah, dass der Deputy Commissioner sehr erfreut über die Enthüllung der Wahrheit war und sehr wütend auf jene Christen, die falsche Zeugenaussagen gegen mich gemacht hatten. Er sagte zu mir: ‚Sie können diese Christen verklagen.‘ Da ich jedoch eine Abneigung gegen Rechtsstreitigkeiten habe, sagte ich nur, dass ich nicht klagen möchte. Meine Klage ist im Himmel eingereicht. Daraufhin verfasste Herr Douglas sofort das Urteil. An diesem Tag hatte sich eine große Menschenmenge versammelt. Bei der Verkündung des Urteils sagte er zu mir: ‚Herzlichen Glückwunsch. Sie sind freigesprochen.‘ Zu jener Zeit schien es, als würde sich die gesamte Welt gegen mich verschwören, was ja auch normal ist, wenn Menschen sich dazu entschließen, dir Schaden zuzufügen – die ganze Welt wendet sich gegen dich, doch Gott allein eilt herbei, um Seine wahren Diener zu erretten. Ich war wahrhaftig, deshalb hat Allah mich gerettet.“

Das Zeugnis des Anwalts Maulawi Fazl Deen

Über die Wahrhaftigkeit und die hohen moralischen Eigenschaften des Verheißenen MessiasAS in diesem Gerichtsverfahren hat eine Person berichtet, die an diesem Prozess teilnahm. Es handelte sich um einen Anwalt für seine Verteidigung, der nicht der Jamaat angehörte, und sein Name war Maulawi Fazl Deen. Dies wurde von Sheikh Yaqub Ali Irfani in seinem Buch Hayat-e-Ahmad festgehalten. Er schreibt, dass ein weiteres großartiges moralisches Ereignis, das seine Wahrhaftigkeit bestätigt, in diesem Verfahren ans Licht kam und zeigte, wie sehr er die Wahrheit liebte. Hört diesen Bericht in den Worten des ehrenwerten, verstorbenen Anwalts Maulawi Fazl Deen, die einer meiner aufrichtigen Zeitgenossen, Lala Dina Nath, Herausgeber von Desh und Hindustan – das waren zwei Zeitungen, deren Herausgeber er war, ein Hindu und ein Freund von Sheikh Yaqub Ali Irfani – wiedergab.

Er erzählte also: Wissen Sie, welch große Ehrfurcht ich in meinem Herzen für Herrn Mirza hege? Ich halte seinen Rang und Status für überaus großartig. Auch wenn ich bezüglich seiner Ansprüche aus psychologischer Sicht – dies sagte der Anwalt –, was seine Ansprüche betrifft, glaube, dass ihm ein Irrtum beim Verständnis unterlaufen ist und seine Ansprüche nicht wahr sind, so ist er doch auf jeden Fall ein frommer Mensch. Als ein spiritueller Mann und als heilige Seele war er ein Mensch von sehr hohem Rang. Meine Überzeugung von ihm entstand durch eine bestimmte Begebenheit, die er wie folgt schilderte: Sie kennen Hakim Ghulam Nabi Zubdatul Hukama, und Sie kennen auch den Anwalt Maulawi Fazl Deen.“ Dies erzählte der hinduistische Herausgeber, der von diesem Vorfall berichtete. Er gab nun die Worte von Maulawi Fazl Deen wieder und sagte: „Sie kennen auch den Anwalt Maulawi Fazl Deen. An der Residenz des Hakim pflegten sich abends oft Freunde zu versammeln. Ich ging auch dorthin. Eines Tages waren dort einige Freunde beisammen. Zufällig kam das Gespräch auf Herrn Mirza. Eine Person begann, ihn zu kritisieren, jedoch auf eine Weise, die in Bezug auf Anstand und Moral tief gesunken war.“

Der hinduistische Zeitungsherausgeber erzählt weiter: „Als der verstorbene Maulawi Fazl Deen dies hörte, geriet er in große Erregung. Er sagte mit starken Emotionen: ‚Ich bin kein Anhänger von Herrn Mirza und glaube nicht an seine Ansprüche, aus welchem Grund auch immer, aber ich bin von der großartigen Persönlichkeit und der moralischen Vollkommenheit von Herrn Mirza zutiefst überzeugt. Ich bin Anwalt, und Menschen aller Gesellschaftsschichten kommen wegen Gerichtsverfahren zu mir. Ich habe in diesem Zusammenhang auch Tausende durch andere Anwälte gesehen. Selbst sehr rechtschaffene Menschen, von denen man nicht im Traum denken würde, dass sie jemals zu irgendeiner Form von Zurschaustellung greifen würden, haben in Gerichtsverfahren, wenn sie es unter rechtlicher Beratung für nötig hielten, ihre Aussage ohne zu zögern geändert. Aber in meinem ganzen Leben habe ich nur Herrn Mirza gesehen, der nicht einen einzigen Schritt von der Stufe der Wahrheit gewichen ist. Ich war sein Anwalt in einem seiner Verfahren. Es handelt sich um genau dieses Verfahren mit dem Priester Henry Martin Clark. In diesem Fall verfasste ich einen rechtlichen Schriftsatz für ihn und legte ihn ihm vor. Er las ihn durch und sagte: ‚Darin ist ja eine Lüge enthalten.‘ Ich entgegnete, dass die Aussage eines Angeklagten nicht unter Eid steht und das Gesetz es ihm erlaubt, zu sagen, was immer er möchte. Daraufhin erwiderte der Verheißene MessiasAS: ‚Das Gesetz mag ihm zwar die Erlaubnis geben, zu sagen, was er will, aber Gott, der Erhabene, gewährt diese Erlaubnis nicht. Gott, der Erhabene, hat nicht die Erlaubnis gegeben, dass er auch lügen darf, und das ist auch nicht die eigentliche Absicht des Gesetzes. Daher bin ich niemals bereit, eine Erklärung abzugeben, die den Tatsachen widerspricht. Ich werde die exakte Wahrheit vorbringen.‘‘

Maulawi Fazl Deen, der Anwalt, sagte: ‚Ich entgegnete: ‚Sie stürzen sich absichtlich ins Unheil.‘ Der Verheißene MessiasAS sagte: ‚Sich wissentlich in ein Unheil zu stürzen bedeutet, dass ich meinen Gott erzürne, nur um durch eine juristische Aussage einen unrechtmäßigen Vorteil zu erlangen. Das kann ich nicht tun, komme was wolle.‘‘“ Lala Dina Nath, der besagte Herausgeber, erzählte Sheikh Yaqub Ali Irfani, dass Maulawi Fazl Deen sagte: „Diese Worte sprach Herr Mirza mit einer solchen Leidenschaft, dass auf seinem Gesicht eine besondere Art von Majestät und Eifer lag. Als ich das hörte, sagte ich (also der Anwalt) zum Verheißenen MessiasAS: ‚Dann kann Ihnen meine anwaltliche Vertretung keinen Nutzen bringen.‘ Daraufhin sagte er: ‚Ich habe mir nie der Illusion hingegeben, dass Ihre anwaltliche Vertretung oder die Bemühungen irgendeines anderen Menschen von Nutzen sein würden. Und ich glaube auch nicht, dass mich die Gegnerschaft von irgendjemandem zerstören kann. Mein Vertrauen ruht allein auf Gott, dem Erhabenen, der in mein Herz blickt. Ich habe Sie als Anwalt engagiert, weil es die Vorgehensweise des Anstands und der Beachtung von weltlichen Mitteln ist, und da ich weiß, dass Sie in Ihrer Arbeit ehrlich sind, habe ich Sie beauftragt. Dies ist nur ein äußerliches Mittel, das genutzt werden sollte; dafür tue ich es. Ich bin in keiner Weise von Ihnen abhängig.‘“

Maulawi Fazl Deen erzählte weiter: „Ich sagte dann, dass ich genau diesen Schriftsatz empfehle. Herr Mirza antwortete: ‚Nein, reichen Sie genau die Erklärung ein, die ich selbst schreibe, unbekümmert um das Ergebnis und die Konsequenzen. Darin darf nicht ein einziges Wort geändert werden. Und ich sage Ihnen mit absoluter Gewissheit, dass sie wirkungsvoller sein wird als Ihr juristischer Schriftsatz. Das Ergebnis, das Sie befürchten, wird nicht eintreten, sondern das Ende wird Inshallah gut sein. Und selbst wenn man annehmen würde, dass das Ergebnis in den Augen der Welt nicht gut wäre, das heißt, wenn ich bestraft würde, dann würde mich das nicht kümmern, denn ich werde in diesem Moment glücklich darüber sein, dass ich meinem Herrn nicht ungehorsam war.‘“ Lala Dina Nath sagte, dass Maulawi Fazl Deen die Verteidigung von Herrn Mirza mit großer Leidenschaft und Aufrichtigkeit auf diese Weise darlegte und erzählte, dass er dann sogleich seinen eigenen Bericht niederschrieb. Und es ist ein wundersames Werk Gottes, dass er genau aufgrund dieser Aussage freigesprochen wurde, genau wie er es gesagt hatte. Durch die Schilderung seiner Wahrhaftigkeit und seines Mutes sowie seiner Tapferkeit, um der Wahrheit willen jede Art von Leid in Kauf zu nehmen, rief Maulawi Fazl Deen bei den Anwesenden in der Versammlung einen Zustand tiefer Ergriffenheit hervor. Alle anwesenden Nicht-Ahmadis, die zuvor noch opponiert hatten, verstummten. Daraufhin fragten ihn einige: „Warum wirst du nicht zu seinem Anhänger?“ Er antwortete: „Das ist meine persönliche Angelegenheit, und ihr habt nicht das Recht, diese Frage zu stellen. Ich bin überzeugt davon, dass er vollkommen wahrhaftig ist, und ich hege tiefsten Respekt für ihn in meinem Herzen.“

Die Standhaftigkeit gegenüber Abdul Hamids Aussage

Über dasselbe Ereignis gibt es auch eine Überlieferung von Master Nazir Hussain. Er erzählt, dass „der verstorbene Maulawi Fazl Deen, der ein Anwalt am High Court war, eine tiefe Verbundenheit mit dem Verheißenen MessiasAS hatte und gewöhnlich bei den Gerichtsverfahren von Hudhur anwesend war.“ Er sagt: „Er erzählte mir, dass er davon überzeugt sei, dass der Verheißene MessiasAS ein vollkommen wahrhaftiger Mensch von im höchsten Maße sei. Auf meine Nachfrage hin schilderte er ein Erlebnis mit Hudhur und erzählte: ‚Wir traten in einem Prozess auf, der zwischen dem Verheißenen MessiasAS und Deputy Martin Clark geführt wurde. Als in dem Verfahren ein Mann namens Abdul Hamid aussagte, dass ihn der Verheißene MessiasAS geschickt habe, um Martin Clark zu ermorden, riet der verstorbene Anwalt Maulawi Fazl Deen aus Lahore dem Verheißenen MessiasAS in seiner Eigenschaft als Verteidiger: ‚Sie müssen vor Gericht aussagen, dass Sie Abdul Hamid nicht kennen. Danach werden wir das restliche Verfahren selbst handhaben. Geben Sie einfach diese Erklärung ab: Ich kenne ihn nicht.‘‘“

Der verstorbene Anwalt berichtete: „Wir versicherten Hudhur in jeder Hinsicht, dass sein Erfolg sicher sei, wenn er nur diese kurze Erklärung abgäbe; andernfalls sei ein Freispruch unmöglich.“ Der Anwalt sagte: „Der Verheißene MessiasAS sprach, nachdem er all unsere Vorschläge angehört hatte: ‚Ich bin auf die Welt gekommen, um die Wahrheit zu etablieren. Ich werde niemals lügen, selbst wenn ich dafür gehängt werde. Ich kenne Abdul Hamid; er pflegte nach Qadian zu kommen. Ich kann ihn niemals verleugnen, komme was wolle.‘“ Der verstorbene Anwalt Maulawi Fazl Deen erzählte: „Wir baten Hudhur, dass es Pflicht sei, das eigene Leben zu retten. Wenn Hudhur also nicht lügen wolle, solle er wenigstens eine Antwort geben, aus der nicht eindeutig hervorgehe, dass er ihn kenne.“ Es sollte keine direkte Lüge sein, sondern eine ausweichende Antwort. Daraufhin sagte Hudhur: „Nicht einmal das kann ich tun. Gott hat mich auf diese Welt gesandt, um mein Beispiel zu präsentieren. Um mein Leben zu retten, bin ich nicht bereit, ein derartiges Vorbild zu zeigen. Selbst wenn wir unser Leben verlieren sollten, während wir die Wahrheit sprechen, wären wir dennoch erfolgreich.“

Der verstorbene Maulawi Fazl Deen, der kein Ahmadi war, erzählte: „In diesem Moment waren wir völlig verzweifelt. Und als Hudhur vor Gericht seine Aussage machte, gab er offen zu, dass er Abdul Hamid kenne. Da waren wir überzeugt, dass ein Freispruch nun unmöglich sei. Doch angesichts der göttlichen Hilfe, die Hudhur in diesem Prozess zuteilwurde, waren wir verblüfft zu sehen, wie Gott Seinem Gesandten beistand. In diesem schwerwiegenden Verfahren wurde er ehrenvoll freigesprochen und ging siegreich daraus hervor.“

Wahrhaftigkeit als göttliches Juwel des Islam

Der Verheißene MessiasAS sagt: „Die Gefährten des Heiligen ProphetenSAW wurden grausam ermordet, aber das hielt sie nicht davon ab, die Wahrheit zu sprechen. Sie vollbrachten solche Eroberungen, für die es kein Beispiel gibt. Was war der Grund dafür? In ihnen herrschte Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit und Treue. Es gibt solche berechnenden Atheisten, doch diejenigen, die auf Allah vertrauen und etwas um Gottes willen sagen, wissen, dass die Hilfe Allahs eintreffen wird, deshalb handeln sie nicht so. Die Diener Allahs lügen nicht aus Furcht davor, die Wahrheit auszusprechen. Wenn ich gefragt werde, dass du den Anspruch erhebst, der Verheißene Messias zu sein, dann lasst mich euch sagen, was ich darauf antworte: Ohne Wahrhaftigkeit und mannhaften Mut kann man nichts erreichen. Wir wurden mit dermaßen vielen Gerichtsverfahren überzogen, doch was war ihr Ausgang? Kann irgendjemand behaupten, dass wir aus Furcht vor diesen Dingen auch nur einen Schritt zurückgewichen wären? Das wäre Schirk. Ich habe die feste Überzeugung, dass es einen Gott gibt und dass Er Seinen aufrichtigen Dienern hilft. Ich sage die Wahrheit: Wer aufrichtigen Herzens La ilaha illallah [niemand ist anbetungswürdig, außer Allah] sagt, mit dem ist Allah. Der Islam ist die einzige Religion, die dieses Juwel hervorbringt.“

Dies ist nicht nur auf ihn beschränkt. Er sagte, dies gilt für alle. Jeder, der es aus aufrichtigem Herzen sagt und Vertrauen auf Allah setzt, wird gerettet werden. Man findet das Zeugnis eines hinduistischen Bekannten, der ihn seit seiner Kindheit kannte. Er sagt: „Ich kenne Mirza Ghulam Ahmad seit meiner Kindheit. Er und ich sind im selben Alter. Ich bin ständig in Qadian ein- und ausgegangen und sehe auch jetzt, dass er die gleichen hervorragenden Gewohnheiten und edlen Eigenschaften besitzt, die er schon immer hatte.“ Er spricht über sein Leben und schreibt: „Wahrhaftig, vertrauenswürdig, fromm. Ich denke sogar, dass Parmeshwar in der Gestalt von Herrn Mirza auf die Erde herabgestiegen ist, und Parmeshwar manifestiert hier Seine eigene Herrlichkeit.“

Das Vertrauen der Familie und der Dorfbewohner

Sein ältester Sohn, Mirza Sultan Ahmad, schreibt: „Vater war immer in der Arbeit für die Religion vertieft. Die Familienmitglieder vertrauten ihm voll und ganz. Auch die Dorfbewohner hatten vollstes Vertrauen in ihn. Selbst Rivalen, die ansonsten Gegner waren, waren von der Frömmigkeit des Verheißenen MessiasAS derart überzeugt, dass sie bei Streitigkeiten sagten: ‚Was auch immer er entscheidet, werden wir akzeptieren.‘ Jeder kannte ihn als Amin [Vertrauenswürdigen], als wahrhaftig.“

Hadhrat Musleh Mau’udRA berichtet, dass der Vater des Verheißenen MessiasAS sich Sorgen machte, wie dieser seinen Lebensunterhalt bestreiten würde. Weder könne er Ländereien verwalten, noch wolle er eine Anstellung annehmen. Es gab einen Sikh aus einem nahegelegenen Dorf, dessen zwei Söhne gewöhnlich zu unserem Großvater zu kommen pflegten – so erzählt Hadhrat Musleh Mau’udRA. Einer von ihnen erzählte Hadhrat Musleh Mau’ud folgende Begebenheit: „Der ältere Herr Mirza sagte einmal zu mir: ‚Geh, Ghulam Ahmad ist in deinem Alter. Erkläre ihm, dass, wenn er die Ländereien nicht verwalten kann, ich ihm eine Anstellung besorgen werde.‘ Ich ging hin und sagte: ‚Ihr Vater ist verärgert, weil Sie keiner Arbeit nachgehen.‘ Und er sagte – der Vater hatte gesagt, sag ihm das: ‚Willst du dein ganzes Leben lang von den Brotkrumen deines Bruders leben? Was wirst du tun, wenn ich einmal nicht mehr bin? Wenn du es wünschst, besorge ich dir eine Anstellung.‘ Als der Verheißene MessiasAS dies hörte, sagte er: ‚Mein Vater macht sich unnötig Sorgen. Sag ihm, dass ich bereits der Diener dessen geworden bin, dessen Diener ich sein sollte.‘“ Obwohl Großvater ein sehr weltlicher Mann war, berichtete dieser Sikh, dass, als er zu ihm zurückkehrte und ihm mitteilte: „Das ist es, what er sagt,“ – also was der Verheißene MessiasAS gesagt hatte – „er still wurde. Dann sagte er: ‚Wenn er das gesagt hat, mein Sohn Mirza Ghulam Ahmad, dann spricht er die Wahrheit. Er lügt niemals.‘“

Die Wirkung der Persönlichkeit: Mr. Walters Untersuchung

Hadhrat Mirza Bashir Ahmad berichtet: „Ich erinnere mich sehr gut daran und kann dieses Ereignis niemals vergessen: Als im Jahr 1916 der verstorbene Mr. Walter, der Sekretär des All India YMCA war, nach Qadian kam, um Untersuchungen über die Ahmadiyya Gemeinde anzustellen, äußerte er in Qadian den Wunsch, einen frühen Gefährten des Gründers der Ahmadiyya Gemeinde zu treffen. Zu dieser Zeit befand sich der verstorbene Munshi Arora Sahib in Qadian. Mr. Walter wurde in der Masjid Mubarak mit dem verstorbenen Munshi Sahib zusammengebracht. Nach einem oberflächlichen Gespräch fragte Mr. Walter Munshi Sahib: “ ‚Welches Argument bezüglich der Wahrhaftigkeit von Herrn Mirza hat Sie am meisten überzeugt?‘

Munshi Sahib antwortete: ‚Ich bin kein sehr gebildeter Mann und kenne mich mit tiefgründigen wissenschaftlichen Argumenten nicht aus. Aber was mich am meisten berührt hat, war die Persönlichkeit von Hadhrat Sahib. Einen wahrhaftigeren, ehrlicheren und gottgläubigeren Menschen als ihn habe ich noch nie gesehen. Niemand, der ihn sah, konnte behaupten, dass dieser Mann ein Lügner sei. Im Übrigen hing ich ohnehin wie gebannt an seinen Lippen. Von vielen Argumenten weiß ich nichts.‘ Als der verstorbene Munshi Sahib dies sagte, wurde er in der Erinnerung an den Verheißenen MessiasAS so unruhig, dass er in Tränen ausbrach und vor lauter Weinen einen Schluckauf bekam. In diesem Moment war der Zustand von Mr. Walter, der das Interview führte, so, als ob ihm das Blut in den Adern gefroren wäre. Sein Gesicht wurde kreideweiß, wie ein gewaschenes Laken. Später erwähnte er dieses Ereignis auch ausdrücklich in seinem Buch ‚The Ahmadiyya Movement‘ und schrieb: ‚Jemand, der durch seine Gesellschaft solche Menschen hervorgebracht hat, den können wir zumindest nicht als Betrüger bezeichnen.‘“

Die Suche nach Gewissheit: Mian Rahim Bakhshs Reise

Hadhrat Mian Rahim Bakhsh berichtet: „Ich traf einen Mann namens Muhammad Ibrahim Ahmadi. Wir wechselten einige Worte, und ich war überzeugt. In der Nacht hatte ich einen Traum: Wir vier Brüder haben uns in einer Berghöhle verirrt und finden den Weg nicht. Ich bin von einer Seite hinaufgeklettert und sehe, dass dort oben ein Zug fährt, aber sehr hoch über dem Boden. Ich wundere mich, wie ich da hinaufsteigen soll. Oben steht ein Mann, der sagt: ‚Ergreife das Seil, das vom Himmel herabhängt, dann kannst du hinaufsteigen.‘ Dies alles sehe ich im Traum.“ Er erzählt weiter: „Am Morgen kam Herr Ibrahim zu mir. Ich erzählte ihm meinen Traum. Er holte den Qur’an heraus und erklärte mir die Bedeutung von وَاعۡتَصِمُوۡا بِحَبۡلِ اللّٰہِ, dass man das Seil Allahs fest ergreifen solle. Daraufhin schrieb ich einen Brief für das Bai’at [Treuegelübde]. Als Antwort kam, dass das Bai’at angenommen sei, ich aber unbedingt nach Qadian kommen solle. Diese Antwort erhielt ich vom Verheißenen MessiasAS oder von seinem Sekretär, der sie verfasst hatte.

Ich bereitete mich sofort auf die Reise nach Qadian vor. Als ich am Bahnhof in Amritsar in den Zug nach Batala stieg, saßen zwei oder drei Sikhs in meinem Abteil. Sie waren schon sehr alt. Sie fragten mich: ‚Wohin reist du?‘ Ich antwortete: ‚Nach Qadian.‘ Die Sikhs fragten: ‚Ins Qadian des Mirza?‘ Ich bejahte: ‚Ja, genau dorthin fahre ich. Sagt mal, wie ist er denn?‘ Obwohl ich bereits den Traum gesehen hatte, fragte ich aus Neugier und zur weiteren Beruhigung meines Herzens, wie er, also der Verheißene MessiasAS, sei. Sie sagten: ‚Er ist sehr bekannt. Er erhebt den Anspruch auf Göttlichkeit.‘ Das sagten die Sikhs – so dachten sie gemäß ihrem eigenen Verstand. Sein tatsächlicher Anspruch war ja, dass er durch Offenbarung von Allah gesandt wurde und den Auftrag hat, die Menschen zu Allah zu rufen.“

Jedenfalls erzählt er: „Ich kannte Mirza Sahib bereits. So sagte ich rein aus Schabernack zu ihnen, obwohl ich das Bai’at bereits geleistet hatte: ‚Ich kenne Mirza Sahib. Er und mein Vater waren gemeinsam in Sialkot angestellt. Sie rauchten zusammen Cannabis und dergleichen.‘ Ich sagte das nur aus Spaß zu ihnen.“ Wie dem auch sei, am Anfang gibt es manchmal noch Schwächen im Glauben. Jedenfalls erzählt er: „Ich sagte bezüglich des Verheißenen MessiasAS, dass er mit meinem Vater Cannabis geraucht habe. Daraufhin entgegneten diese Sikhs: ‚Mein Herr, sagen Sie das niemals! Er ist ein frommer Mann und ein äußerst wahrhaftiger und ehrlicher Mann. Er ist so bekannt dafür, dass die Leute ihn als Vorbild nehmen. Wenn bei uns jemand die Wahrheit sagt, fragen die Leute: ‚Bist du etwa der Sohn von Mirza Ghulam Murtaza?‘ Für uns war seine Aufrichtigkeit und Wahrheit bereits zu einem Sprichwort geworden. Er hat in der Kindheit mit uns gespielt, uns aus Büchern vorgelesen. Er war der Sohn eines Fürsten,‘ – also der Verheißene MessiasAS war der Sohn des Anführers von Qadian – ‚Wir hatten großen Respekt vor ihm. Er veränderte sich von Tag zu Tag. Wir respektierten ihn ursprünglich, weil er der Sohn eines Anführers war.‘

Sie erzählten also, dass sich in ihm eine Veränderung vollzog. ‚Dann kam eine Zeit, in der er nur noch drinnen blieb und nicht mehr herauskam.‘ Das heißt, der Verheißene MessiasAS wählte die Zurückgezogenheit. ‚Im Verborgenen braute er Zauber zusammen.‘ – Das war eben die Vorstellung dieser Menschen, die nichts von der Religion wussten; sie dachten, er würde drinnen sitzen und Zauberei betreiben. – ‚Und im Umkreis von vier Meilen um Qadian hat er die Menschen verzaubert‘, also sie von sich überzeugt und sie gezwungen, seine Wahrhaftigkeit anzuerkennen. ‚Wenn ein Angehöriger irgendeiner Religion zu ihm kommt, beweist er ihm aus dessen eigener Religion heraus, dass er wahrhaftig und die Religion des anderen falsch ist. Er behauptet, aus den Himmeln herabgekommen zu sein.‘ Diese Dinge erzählte der Sikh. Ich hörte mir das alles an.

Als ich in Qadian im Gästehaus ankam, waren dort drei oder vier junge Männer. Ich dachte mir: Lass mich sie prüfen, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe oder nicht. Also sprach ich hart und schroff mit diesen Jungen, aber sie begegneten mir mit Sanftmut und zeigten beste Manieren, trotz meines rüden Verhaltens. Ich wollte eben sehen, wie ihre moralische Erziehung aussah.“ Er sagt: „Trotz meiner Härte verhielten sie sich überaus sanft und höflich. Ich sagte: ‚Ich möchte Mirza Sahib treffen.‘ Sie sagten: ‚Er ist gerade zu einem Spaziergang ausgegangen, es ist schwierig, ihn jetzt zu treffen.‘ Während ich in Qadian herumirrte, wurde mir sehr mulmig ums Herz. Wegen der drückenden Hitze fasste ich den Entschluss, wieder umzukehren.“ Die Festigkeit des Glaubens war in ihm noch nicht vollständig da.

„Auf dem Weg traf ich einen Araber. Er sagte: ‚Bruder, Sie sind nach Qadian gekommen. Gehen Sie nicht, ohne Hadhrat Sahib gesehen zu haben. Wenn Sie schon hier sind, dann treffen Sie den Verheißenen MessiasAS vor Ihrer Abreise. Diese Zeit wird nicht wiederkommen. Die Menschen werden zwar kommen, aber diese Person wird es nicht mehr geben. Es ist eine Gelegenheit, treffen Sie ihn und gehen Sie erst dann.‘ Aber ich ignorierte das und sagte dem Kutschentreiber, er solle sofort abfahren. Ich war genervt von der Hitze, und die Audienz fand auch nicht statt, daher fasste ich den Entschluss, zurückzukehren. In diesem Moment wurde zum Gebet gerufen. Ich sagte mir: Nun gut, ich werde noch beten und dann gehen. Ich kehrte zur Moschee zurück.

Jener Araber, der mich gebeten hatte, nicht zu gehen, sagte zu mir: ‚Bruder, seit jenem Moment liege ich im Niederwurf und bete für Sie, dass Allah Sie hier verweilen lässt, damit Sie Hadhrat Sahib sehen können.‘“ Das war die Aufrichtigkeit auch dieses arabischen Herrn. Er sagte, dass er fortgehe, und jener arabische Herr sah nur eine Lösung: sich vor Allah niederzuwerfen. Er sagte: „Seitdem liege ich im Niederwurf und bete für Sie, dass Sie den Verheißenen MessiasAS sehen können, bevor Sie abreisen.“ Dann erzählt er weiter: „Schließlich sah ich Hadhrat Sahib. Hudhur AS kam in die Versammlung und setzte sich. Ich stand vor ihm. Mein Bart, mein Kopfhaar und mein Schnurrbart waren alle komplett abrasiert, alles war rasiert.“ Das ist nicht nur heutzutage so, auch in jener Zeit pflegten modebewusste Menschen das so zu tun.

„Hadhrat Sahib saß mit gesenktem Kopf da. Ich sagte mir im Herzen: Solange ich das Gesicht dieses Mannes nicht sehe, werde ich keine vollkommene Gewissheit erlangen. Obwohl ich das Bai’at per Brief abgelegt hatte, konnte ich noch keine vollkommene Gewissheit erlangen, und durch die Gespräche schien es mir auch nicht so. Nach einer kurzen Weile hob Hadhrat Sahib das Gesicht und blickte mich an. Ich sagte mir im Herzen: Sie sind wahrhaftig. Als ich Ihr Gesicht sah, kam aus meinem Herzen die Stimme: Er ist wahrhaftig, er ist ehrlich. Dann hob er wenig später erneut den Kopf und blickte mich an. Ich sprach: „Aamanna.“ Ich bin zum Glauben gekommen. „Wa saddaqna.“ Sie sind wahrhaftig. Als er mich ein drittes Mal ansah, war ich vollkommen hingegeben. Dann begann das Gebet. Unmittelbar nach dem Gebet wollte Hadhrat Sahib hineingehen. Ein Mann stellte sich an die Tür und bat: ‚Hudhur, bitte beten Sie für mich.‘ Er antwortete: ‚Sie sind doch bereits in meinem Bai’at, selbst für meine Feinde bete ich.‘

Weitere Erlebnisse und die Unmöglichkeit der Lüge

Hadhrat Khalifa Nizamuddin berichtet: „Ich war für eine Arbeitsstelle von Sialkot nach Shikarpur in Sindh gereist. Ich hörte viel Aufruhr gegen den Verheißenen MessiasAS. Ich hatte Freunde in Amritsar, also reiste ich dorthin. Von Amritsar aus wollte ich nach Sialkot weiterfahren, aber ich verschlief, und zwei Züge nach Sialkot fuhren ohne mich ab. Als ich aufwachte, erfuhr ich, dass die Züge bereits abgefahren waren. Sofort kam mir der Gedanke: Das Dorf von Herrn Mirza ist ganz in der Nähe, ich sollte es mir doch einmal ansehen. Dann fragte ich, wann der Zug nach Batala fahre. Die Leute sagten mir, dass er in einer halben Stunde fahren würde. Ich kaufte eine Fahrkarte, fuhr nach Batala und von dort aus ging ich zu Fuß nach Qadian. Gegen die Zeit des Asr-Gebets kam ich dort an und traf Hadhrat Maulawi Abdul KarimRA.

Er kannte Leute aus Sialkot, er stammte ja ebenfalls von dort. Er freute sich sehr, mich zu sehen, erzählt er. Wir verrichteten die Asr-Gebete. Am nächsten Morgen informierte Maulawi Abdul KarimRA. den Verheißenen MessiasAS. Dann erzählt er: Durch ein Fenster in der Moschee nahm mir Hudhur das Bai’at ab. Er sagt: Allein der Anblick von Hudhurs Gesicht beruhigte mein Herz vollends und gab mir die Gewissheit, dass die Welt vielleicht lügt, aber dieses Gesicht niemals lügen kann. Das Gesicht von Hudhur strahlte eine besondere Anziehungskraft aus. Es leuchtete in einem solchen Licht, das die Herzen in seinen Bann zog.“

Ebenso berichtet Hadhrat Hakim Abdur Rahman: „Nachdem mein Vater das Bai’at abgelegt hatte und in das Dorf Chak Nr. 276, Postamt Gojra, Bezirk Lyallpur, zurückgekehrt war, betrieb er in dieser Gegend ausgiebig Tabligh. Die Menschen dort ernannten ihn zu ihrem Imam. Als er begann, den Qur'an zu lehren und die Sprache auf den Tod des Messias kam, erklärte er das Konzept des Todes des Messias sehr ausführlich. Die Leute waren erstaunt.“ Er erzählt: „Es gab dort einen Mann namens Wazir Deen. Er war der Dorfvorsteher. Eines Tages sagte Wazir Deen zu Hakim Sahib: ‚Ich brauche einen großen Kessel.‘ Dort ließen die einflussreichen Leute große Kessel anfertigen, um allgemein die Armen zu speisen, oder auch für Feierlichkeiten, die bei den Chaudhrys stattfanden. Er sagte also, er brauche einen Kessel. ‚In Gujranwala werden gute Kessel hergestellt, lassen Sie uns dorthin fahren. Kommen Sie mit mir, wir kaufen ihn dort.‘

Ich sagte zu ihm: ‚Wenn Sie wirklich einen guten Kessel kaufen wollen, dann lassen Sie uns nach Batala fahren, dort werden noch bessere hergestellt.‘ Als sie in Batala ankamen, sagte ich zu Chaudhry Wazir Deen: ‚Ganz in der Nähe, in Qadian, lebt Herr Mirza. Ich habe ihm das Bai’at geleistet, er ist wahrhaftig. Kommen Sie doch mit!‘ Chaudhry Sahib antwortete: ‚Ich bezeuge, dass er mit absoluter Sicherheit wahrhaftig ist.‘ Denn Chaudhry Sahib kannte ihn bereits. ‚In Sialkot arbeiteten Herr Mirza und ich zusammen. Ich war Landvermesser, und er arbeitete im Büro.‘ Chaudhry Sahib, der mit Hakim Sahib unterwegs war, um den Kessel zu kaufen, kam nun von selbst auf den Verheißenen MessiasAS zu sprechen und sagte: ‚Ja, er muss zweifellos wahrhaftig sein. Ich habe gesehen, wie er im Büro gearbeitet hat. Er hat niemals Bestechungsgelder angenommen und niemals gelogen. Er war überaus fromm und gottesfürchtig. Ein solcher Mensch kann niemals einen falschen Anspruch erheben. Ich habe schließlich seine Jugend miterlebt, ein derartiger Mensch kann keinen falschen Anspruch erheben. Kommen Sie, ich gehe mit Ihnen.‘ So ging Chaudhry Sahib sofort hin und legte das Bai’at ab.“

Die moralische Erziehung durch das Vorbild

Mian Feroz Deen berichtet: „Der Name meines Großvaters war Mian Nizam Deen. Zu der Zeit, als der Verheißene MessiasAS arbeitsbedingt nach Sialkot kam, hatte mein Großvater ihm ein Haus im Viertel Salu Gujjar zur Miete besorgt. Hudhur AS ließ für meinen Großvater einen Goldring mit einem Gewicht von sechs Masha [5,8 Gramm] anfertigen und schickte ihn nach Hause – also in sein eigenes Haus. Mein Großvater pflegte eine enge Beziehung zu Hudhur AS. Als Hudhur AS den Anspruch erhob, der Messias zu sein, legte mein Großvater nach einiger Zeit das Bai’at ab und sagte zur gesamten Familie: ‚Ich kenne ihn aus jener Zeit, als er hier angestellt war, deshalb solltet ihr alle in meiner Anwesenheit das Bai’at ablegen. Das kann nicht das Gesicht eines Lügners sein.‘“ Er sagt: „1892 legte unsere gesamte Familie das Bai’at ab.“

Hadhrat Mirza Bashir AhmadRA überliefert, dass Munshi Abdul Aziz Ojlawi erzählte: „Um das Jahr 1890 war ich als Landbeamter im Dorf Jagatpur Kohlian im Tehsil Gurdaspur tätig. Im Jahr 1891 bemühte ich mich und ließ mich in das Dorf Sekhwan, Tehsil Gurdaspur, versetzen. Damals war ich noch kein Ahmadi, hatte jedoch von Hadhrat Sahib gehört. Es gab keine direkte Feindschaft in mir, aber das Haupthindernis war der Gedanke, dass all die Geistlichen gegen Hadhrat Sahib seien. In Sekhwan machte ich die Bekanntschaft mit Mian Jamal Deen, Imam Deen und Khair Deen. Sie gaben mir Hadhrat Sahibs Buch Izala-e-Auham zum Lesen. Nachdem ich gebetet hatte, begann ich, das Buch zu lesen. Während ich es las, bohrte sich die Wahrhaftigkeit von Hadhrat Sahib wie ein Nagel in mein Herz, und alle Zweifel wurden ausgeräumt. Einige Tage später fuhr ich mit Mian Khair Deen nach Qadian und erblickte in der Nähe des runden Zimmer zum ersten Mal Hadhrat Sahib. Als ich Hadhrat Sahib sah, sagte ich zu Mian Khairuddin: ‚Dieses Gesicht gehört keinem Lügner.‘ Daraufhin legte ich das Bai’at ab.“

Überzeugung durch den bloßen Anblick

Ebenso überliefert Hadhrat Mirza Bashir AhmadRA eine weitere Begebenheit bezüglich Hadhrat Chaudhry Zafrulla Khan. Er berichtet: „Der ehrenwerte Chaudhry Sir Muhammad Zafrulla Khan teilte mir schriftlich mit: ‚Als ich den Verheißenen MessiasAS zum ersten Mal in Lahore sah, gab es in meinem Herzen keinerlei kritische Haltung gegenüber bestimmten Glaubensansichten. Der einzige Eindruck, der sich damals in meinem Herzen formte, war: Dieser Mensch ist wahrhaftig und was er sagt, ist die Wahrheit. Gott pflanzte eine derartige Liebe zu ihm in mein Herz, dass dies für mich der wesentliche Beweis für die Wahrhaftigkeit von Hudhur AS ist. Obwohl ich damals noch ein Kind war, habe ich von diesem Moment an bis heute nie einen anderen Beweis benötigt. Zwar ereigneten sich später kontinuierlich Dinge, die zur Stärkung meines Glaubens beitrugen, doch ich hatte den Verheißenen MessiasAS allein durch den Anblick seines gesegneten Gesichts akzeptiert. Und dieser Eindruck ist für mich bis heute der größte Beweis für die Wahrhaftigkeit der Ansprüche von Hudhur. Aus dieser Sicht betrachte ich mich seit jenem 3. September 1904 als Ahmadi, dem Tag, an dem ich ihn zum ersten Mal erblickte.‘“

Auf ähnliche Weise berichtet Hadhrat Mian Sadr Deen: „In dem Moment, als ich das Bai’at ablegte, fragte ich meinen Vater: ‚Weißt du eigentlich, warum die Leute mit Pferdekutschen nach Qadian strömen?‘ Er antwortete, dass er es nicht wisse. Ich sagte: ‚Herr Mirza sagt, dass er der Verheißene Messias ist.‘ Mein Vater entgegnete: ‚Das muss wohl stimmen. Ich kenne diesen Mann seit seiner Kindheit, er sagt nichts Falsches.‘“

Die Beweisführung Gottes und der Weg zum Licht

Der Verheißene MessiasAS sagt: „Nun seht, dass Gott Seine Beweisführung wider euch so vollendet hat, indem Er tausende Argumente zugunsten meines Anspruchs etabliert hat und euch die Gelegenheit gegeben hat, darüber nachzusinnen, welchen Rang der Erkenntnis diese Person besitzt und welche Argumente sie darbringt, die euch zu dieser Bewegung einlädt. Weder könnt ihr Anschuldigungen hinsichtlich meines vorherigen Lebens erheben noch könnt ihr sagen, diese Person sei ehedem durch Betrug oder Täuschung auffällig geworden, sodass man gegen sie hätte einwenden können, dass es sich nunmehr um eine weitere Lüge handeln könnte. Ist da einer, der auch nur einen Makel in meinem Charakter bloßzulegen vermag? Es war die Gnade Gottes, dass Er mich von Anfang an auf dem Pfad der Gerechtigkeit hielt. Dies ist ein Zeichen für jene, die nachdenken.“

Der Verheißene MessiasAS ermahnt uns mit den Worten: „Erinnert euch: Wenn die Wahrheit ihre Wirkung vollends entfaltet hat, wird sie zu einem Licht, das in jeglicher Dunkelheit – ja, in jeder Finsternis – als Wegweiser für denjenigen dient, der dieses Licht annimmt, und das ihn aus jeder Schwierigkeit rettet.“ Möge Allah uns die Fähigkeit verleihen, diese Wahrheit zu begreifen, sodass wir zu jenen gehören, die standhaft auf der Wahrheit fußen und stets nach den allerhöchsten Maßstäben der Wahrhaftigkeit handeln.

Bai’atDas Treuegelübde, das ein Mitglied der Ahmadiyya gegenüber dem spirituellen Oberhaupt ablegt.
HadhratEin Ehrentitel, der vor die Namen von Propheten und heiligen Persönlichkeiten gesetzt wird.
InshallahEin arabischer Ausdruck für 'Wenn Allah es will', der Demut und Gottvertrauen ausdrückt.
KalimaDas islamische Glaubensbekenntnis, das die Einheit Gottes und das Prophetentum bezeugt.
AminEin Titel für eine absolut vertrauenswürdige und ehrliche Person.
TablighDie Verkündigung und Verbreitung der Botschaft des Islam.
HudhurEhrentitel für das spirituelle Oberhaupt, den Kalifen.
JamaatDie religiöse Gemeinschaft oder Gemeinde.
IstighfarDas Gebet um Vergebung bei Allah.
Themen:
Wahrhaftigkeit des Verheißenen MessiasASDas Gerichtsverfahren von Dr. Henry Martin ClarkStandhaftigkeit in der Wahrheit trotz TodesstrafeMoralische Exzellenz und CharakterstärkeZeugnisse von Nicht-Ahmadis und GegnernGottvertrauen (Tawakkul) in KrisenzeitenDie transformative Kraft der Aufrichtigkeit

To Dos der Woche

Checkliste für den Alltag

  • Sprich in der kommenden Woche in jeder Situation die reine Wahrheit, selbst wenn dir daraus ein persönlicher Nachteil entstehen könnte.
  • Verlasse dich bei Schwierigkeiten oder Ungerechtigkeiten zuerst auf das Gebet und das Vertrauen in Allah, statt auf weltliche Manipulationen zu bauen.
  • Begegne Kritikern oder Menschen, die dir gegenüber rüde sind, mit Sanftmut und besten Manieren nach dem Vorbild der Gefährten.
  • Nimm dir täglich Zeit, um über die Tugenden des Verheißenen MessiasAS nachzusinnen und versuche, eine seiner moralischen Eigenschaften in deinen Alltag zu integrieren.

Aktionsplan Missionary Incharge Büro

Wöchentlicher Umsetzungsplan basierend auf der Khutba

Das Niveau Der Wahrhaftigkeit Des Verheißenen MessiasAS Wahrheitsliebe

وَاعۡتَصِمُوۡا بِحَبۡلِ اللّٰہِ
Und haltet euch fest am Seile Allahs


Der Verheißene MessiasAS erklärt:
Weder könnt ihr Anschuldigungen hinsichtlich meines vorheriges Lebens erheben noch könnt ihr sagen, diese Person sei ehedem durch Betrug oder Täuschung auffällig geworden, sodass man gegen sie hätte einwenden können, dass es sich nunmehr um eine weitere Lüge handeln könnte. Ist da einer, der auch nur einen Makel in meinem Charakter bloßzulegen vermag? Es war die Gnade Gottes, dass Er mich von Anfang an auf dem Pfad der Gerechtigkeit hielt. Dies ist ein Zeichen für jene, die nachzudenken vermögen.
(Die Geschichte zweier Martyrien, S. 145)

Der Verheißene MessiasAS erklärt:
Mein Prozess wird im Himmel geführt! […]
Wenn Menschen sich dazu entschließen, dir Schaden zuzufügen - die ganze Welt wendet sich gegen dich, doch Gott allein eilt herbei, um Seine wahren Diener zu erretten.
(Der Vortrag von Ludhiana, S. 46)

Möge Allah der Erhabene uns befähigen, dass wir diese Tatsache verstehend, stets an der Wahrheit festhalten und stets nach den höchsten Maßstäben der Wahrhaftigkeit handeln.

Umsetzungsplan für diese Woche

1
Für die Zufriedenheit Gottes und ohne Furcht stets die Wahrheit sprechen
2
In allen Angelegenheiten Gerechtigkeit walten lassen
3
Für die Sache Gottes und Seine Propheten Ehrgefühl und Eifer zeigen
4
Immer auf Allah vertrauen; gemäß Seines Gebotes sich der Mittel bedienen
5
Die komplette und aufrichtige Wahrheit sprechen und nichts verdrehen
6
Aufrichtigen Herzens die Einheit Gottes bezeugen und danach handeln
7
Das eigene Handeln sollte ein Vorbild für Andere sein (bspw. keine Bestechung)
8
Mit Aufrichtigkeit, selbst für den Feind und die Glaubensverbreitung beten
9
Anstelle Modetrends der islamischen Lehre und Gebräuchen folgen (Bart tragen)

Khutba für Kinder

MTA Germany
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