Khutba Review - Freitag, 6. März 2026

Khutba Review

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Ansprache Lesen

Der vollständige Text der Freitagsansprache, strukturiert und durchsuchbar.

Zusammenfassung

Die wichtigsten Punkte kompakt zusammengefasst (Deutsch & Urdu).

Für Kinder

Kindgerecht erklärte Inhalte mit einem spaßigen Mini-Quiz.

To Dos

Praktische Umsetzung als Checkliste.

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Quiz (Urdu)

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Aktionsplan

Wöchentlicher Umsetzungsplan vom Missionary Incharge Büro basierend auf der Khutba

Freitagsansprache mit deutscher Übersetzung als Audio sowie Subtitles

MTA Germany

Deutsche Übersetzung

In der Freitagsansprache vom 06. März 2026 sagte Seine Heiligkeit Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (aba):

Das Ziel des Islam und der gegenwärtige Zustand der Umma

Das Ziel der Botschaft, die der Heilige Prophet (saw) brachte, bestand darin, an den Einen und Einzigen Gott zu glauben, Ihn anzubeten, Seine Einheit (Tauhid) zu etablieren, sich dafür anzustrengen und die Rechte Seiner Diener zu erfüllen. Ferner ging es darum, eine einzige Umma zu bilden und wie Brüder miteinander zu leben. Doch heute herrscht unter uns tiefe Spaltung anstelle von Einheit, obwohl wir behaupten, das Glaubensbekenntnis zu sprechen und an

لا الہ الا اللہ محمد رسول اللہ

[Niemand ist anbetungswürdig außer Allah und Muhammad ist Sein Gesandter]

zu glauben. Unsere Taten entsprechen nicht der Lehre, zu der wir uns bekennen. Betrachten wir infolgedessen den gegenwärtigen Zustand der muslimischen Welt, so ist er äußerst besorgniserregend. Obwohl einige islamische Länder über natürliche Ressourcen und Reichtum verfügen, nehmen sie dennoch weder eine besondere Stellung gegenüber den Weltmächten ein, noch spielen sie eine nennenswerte Rolle bei der Förderung der Religion. Ebenso wenig ist jene Bemühung erkennbar, die islamischen Lehren in die Praxis umzusetzen, wie es eigentlich der Fall sein sollte. Das Resultat ist völlig offensichtlich: Wie ich bereits viele Male zuvor erwähnt habe, ziehen Fremde aus dieser Situation ihren Nutzen.

Daher sollten muslimische Regierungen, Politiker und Monarchien, anstatt nur ihre eigenen persönlichen Interessen zu verfolgen, sich darum bemühen, als islamische Gemeinschaft eine Einheit zu bilden, und sich dafür nach Kräften einsetzen. Nur wenn dies geschieht, werden wir uns vor den Angriffen der Welt schützen, unsere Würde bewahren und die islamfeindlichen Mächte daran hindern können, Zwietracht unter uns zu säen.

Die göttliche Vorkehrung für Einheit

Zu diesem Zweck müssen wir auch darüber nachdenken, welche Vorkehrungen Allah in dieser Zeit getroffen hat. Was ist dieses göttliche System, durch dessen Befolgung oder Anerkennung wir uns vor diesen Dingen schützen und eine geeinte Gemeinschaft werden können? Die Vorkehrung Allahs besteht darin, dass Er den Verheißenen Messias (as) gesandt hat, damit dieser eine geeinte Umma bildet. Daher sollten wir auch über diesen Punkt nachdenken. Erst wenn wir darüber nachdenken, wenn die Länder der islamischen Welt und die Muslime dies reflektieren, werden sie den gegen sie gerichteten Unruhen und Konflikten entgehen können. Wie dem auch sei, als Ahmadis ist es unsere Bestrebung und unser Gebet, dass Allah die muslimische Umma vereint und sie vor den Konflikten und Grausamkeiten bewahrt, unter denen sie heutzutage zerrieben wird.

Die Rolle der Weltmächte und die Ausbeutung von Ressourcen

Ich spreche schon seit geraumer Zeit über die Weltlage. Zunächst dachte man, dass vielleicht nur Europa und andere westliche Länder die Ursache für diese Zustände seien. Zwar sind sie eine Ursache, aber auch die islamischen Länder selbst sind eine Ursache. Zu diesem Zweck haben jene westlichen Mächte zunächst Unruhe in den islamischen Ländern gestiftet und diesen Konflikt dann allmählich geschürt, sodass er sich von einem Land ins nächste ausbreitete. Welche Pläne dahinterstecken, ist völlig offensichtlich: Sie wollen sich durch ihre Macht der Ressourcen dieser Länder bemächtigen und sie für sich nutzbar machen.

Obwohl einige arabische Länder, wie ich bereits erwähnte, über Reichtum verfügen, halten diese westlichen Mächte sie dennoch unter ihrer Kontrolle. Was auch immer ich seit Langem vor diesen Menschen, vor Fremden und auch vor den Eigenen sage, die Ergebnisse dessen sehen wir heute ganz deutlich vor uns. Wir müssen stets bedenken, dass die Dajjal-Mächte uns Muslime niemals in Frieden und Ruhe leben sehen wollen. Ihre eigentliche Agenda besteht gerade darin, die muslimische Welt beständig in Unruhe und Chaos zu stürzen. Die Dajjal-Mächte haben stets eine Illusion erzeugt, indem sie den arabischen Ländern, in denen es Ölreichtum oder andere Ressourcen gibt, vormachten: „Wir schließen Verträge mit euch zur Schaffung von Frieden.“ In Wirklichkeit sahen ihre inneren Pläne jedoch ganz anders aus, was heute offen zutage getreten ist. Unsere Aufgabe ist es nun, uns heute durch Gebete ganz besonders vor Allah zu beugen und intensiv für die muslimische Welt zu beten, denn das ist derzeit dringend notwendig.

Strategische Interessen und Militärstützpunkte im Nahen Osten

Wenn wir den gegenwärtigen Krieg betrachten, der im Nahen Osten stattfindet, sehen wir ganz deutlich, dass Amerika in vielen muslimischen Ländern Militärstützpunkte errichtet hat. Aber wozu? Was ist der Grund dafür? Etwa zum Schutz dieser Länder? Vor wem waren diese arabischen Länder denn überhaupt bedroht? Diese Mächte haben die Gefahren selbst erschaffen und dann die Vorstellung genährt: „Ihr seid in Gefahr, deshalb ist es zu eurem Schutz unerlässlich, dass diese Stützpunkte errichtet werden.“ Und gegen diejenigen, von denen den Muslimen tatsächlich Gefahr drohen könnte, werden sie ihre Macht oder ihre Waffen ohnehin niemals einsetzen. Oder aber sie haben die Muslime davon überzeugt, indem sie sagten: „Stellt uns Stützpunkte zur Verfügung, und wir werden euren Interessen und eurem Handel nützen.“

Dabei bestand ihr wahres Ziel in dieser Region und in diesem Gebiet darin, gegenüber ihren eigenen gegnerischen Mächten eine gefestigte Präsenz aufrechtzuerhalten. Selbst wenn für die arabischen Länder eine Gefahr bestand, so war diese von eben jenen Mächten selbst heraufbeschworen worden; andernfalls hätte es unter ihnen keinerlei Anlass für derartige Gefahren gegeben. Wie dem auch sei, sie haben diese Stützpunkte errichtet, um ihre Vormachtstellung in der Region aufrechtzuerhalten. Sie wollten ihre Dominanz sowohl über die nicht-islamische als auch über die islamische Welt sichern.

Die Instrumentalisierung von Konflikten gegen den Iran

Der Iran war diesen Leuten schon immer ein Dorn im Auge, und aufgrund von Glaubensunterschieden waren auch einige muslimische Länder gegen ihn, was sich diese Mächte dann zunutze machten. Weil die Politik des Iran gegenüber Israel besonders hart war, hielten sie es für das Sinnvollste, die arabischen Länder auf irgendeine Weise unter Kontrolle zu bringen und dort Stützpunkte zu errichten. Auf diese Weise sollte der Schutz Israels gewährleistet und eine Präsenz etabliert werden, um den Iran einzuschüchtern.

Diese Tatsache ist völlig offensichtlich, und wir haben auch bereits die Folgen gesehen: Aufgrund dieser Stützpunkte bestand für die arabischen Länder die Gefahr von Angriffen, die letztendlich auch eintraten und ihre Wirtschaft ruinierten. Dort, wo es Ölreichtum oder Tourismus gibt, sind negative Auswirkungen spürbar geworden. Der Nutzen aus dieser Situation fiel ebenfalls diesen Mächten zu und wird dies auch in Zukunft tun. Denn wenn ein Krieg ausbricht und die Wirtschaft leidet, ist es nur logisch, dass die gegnerische Seite zum Gegenangriff übergeht und versucht, die Stützpunkte der anderen zu zerstören. Da sie sich in einem Krieg mit dem Iran befanden, tat der Iran genau das, was wir heute beobachten: Er nahm die amerikanischen Stützpunkte in den arabischen Ländern ins Visier und zerstörte oder beschädigte sie.

Gefahren der Desinformation und Warnungen der Geschichte

Erst gestern schrieb ein arabischer Journalist, dass die Araber vorsichtig sein sollten. Bei diesen ganzen Angriffen, von denen es heißt, dass der Iran sie verübe, könnte es durchaus sein, dass nicht der Iran dahintersteckt, sondern Amerika und Israel sie selbst durchführen. Selbst wenn der Iran sie zuvor ausgeführt haben sollte, so werden diese Mächte nun daraus Profit schlagen und selbst derartige Angriffe verübe. Einige Angriffe hat der Iran auch bereits dementiert. Er [der Journalist] schrieb sogar, es sei möglich, dass Amerika und Israel sich eines Tages aus diesem Krieg zurückziehen und die muslimische Welt sich weiterhin gegenseitig bekämpft – genau das, was sie wollen.

Hadhrat Khalifatul Masih IV. (ra) warnte bereits während des Irakkriegs davor, dass sich dieses Unheil nun auf der ganzen Welt ausbreiten würde. Möge die muslimische Welt dies doch bloß verstehen! Eine Analyse stellt klar: Mit dem Irakkrieg wurde auch in anderen muslimischen Ländern der Versuch unternommen, Unruhe zu stiften. Dort wurde Chaos gesät, und seitdem herrscht auch in weiteren muslimischen Ländern ununterbrochen Unruhe, was niemand leugnen kann. Wir sehen in der Welt sogar, dass einige muslimische Länder gegeneinander Krieg führen. Wie ich bereits erwähnte, wurde diese Unruhe von eben jenen westlichen Mächten verbreitet. Oberflächlich betrachtet scheint es keine Aussicht auf ein Ende zu geben, es sei denn durch eine besondere Bestimmung Allahs, des Erhabenen – doch selbst dafür müssen sie unweigerlich Anstrengungen unternehmen. Dafür müssen wir auf jeden Fall auch beten, dass Allah, der Erhabene, die muslimische Welt vor dieser Unruhe und diesem Unheil bewahrt und schützt. Und die muslimische Welt und die Muslime sollten friedfertig werden und wie Brüder miteinander leben. Genau das ist ihre islamische Lehre, und nicht, dass sie sich gegenseitig die Köpfe abschlagen.

Die Gefahr eines umfassenden Weltkriegs

Dies ist also unsere Aufgabe, und wir bemühen uns seit Langem darum, sowohl den Unseren als auch den Fremden ein Bewusstsein dafür zu vermitteln, um sie von Ungerechtigkeit abzuhalten und sie zu warnen. Denn so, wie diese Grausamkeit nun von Tag zu Tag zunimmt, hat es den Anschein, dass ein umfassender Weltkrieg bevorsteht. Mehr noch, einigen westlichen Kommentatoren zufolge hat der Weltkrieg bereits begonnen, und auch ich vertrete die Auffassung, dass er schon im Gange ist. Wenn jedoch die muslimische Welt selbst jetzt noch Vernunft walten lässt, zur Besinnung kommt, sich vereint und sich zusammenschließt, kann sie immer noch vor dem Unheil des Dajjal bewahrt bleiben.

Wenn man einen Blick auf die Welt wirft, erkennt man, dass die Gefahr derzeit enorm groß ist. Wie ich bereits sagte, hat jeder seine eigenen Interessen, und wenn ein Höchstmaß an Egoismus entsteht, dann denkt der Mensch an nichts anderes mehr, sondern nur noch an sich selbst. Wir müssen also erkennen: Wenn das Unheil in der Welt gemindert werden soll, dann wird das nicht allein dadurch geschehen, dass man sein eigenes Recht einfordert, sondern man wird auch Rechte gewähren müssen. Wenn die muslimische Welt diese Tatsache begreift und ihren Sympathisanten unter den westlichen und großen Mächten klarmacht, dass auch sie zur Schaffung von Frieden auf einige ihrer Rechte verzichten müssen – oder vielmehr, was heißt hier „auf Rechte verzichten?“ Sie selbst rauben doch die Rechte anderer! Man muss ihnen deutlich machen: „Auch ihr müsst Gerechtigkeit walten lassen, nur dann können wir Frieden in der Welt etablieren.“

Diesbezüglich weise ich die Menschen, wie ich schon sagte, seit Langem darauf hin. Genau jene Leute, die damals meine Worte hörten und sagten, ich würde mich über die Welt sehr pessimistisch äußern und eine negative Sichtweise pflegen, indem ich davor warne, dass die Welt in einen gefährlichen Krieg verwickelt werden wird – genau diese Leute fangen heute selbst an zu sagen, dass das, was wir noch vor einigen Jahren für unmöglich hielten, nun zur Realität geworden ist und die Kriege bereits begonnen haben. Ihre eigenen Analysten, die in Amerika und Europa sitzen, schreiben nun, dass die Anfänge eines Weltkriegs, wie ich bereits erwähnte, gemacht sind und dieser sich weiter ausbreiten wird. Solange diese Menschen weiterhin versuchen, ihre falschen Interessen durchzusetzen, gibt es nicht die geringste Aussicht darauf, dass sich diese Gefahr verringert. Wenn es zu einem Krieg kommt, erleiden beide Seiten Verluste.

Die Auswirkungen des Krieges gegen den Iran

Was den derzeitigen Krieg im Nahen Osten angeht, so hat Amerika diesen Krieg nominell mit einem Angriff auf den Iran begonnen. Der Iran hatte jedoch im Vorfeld eine deutliche Warnung ausgesprochen: Sollten sie angegriffen werden, würden sie die amerikanischen Stützpunkte in den arabischen Ländern angreifen – Stützpunkte, die sie für einen bestimmten Zweck errichtet hatten und diesen Zweck nun auch erfüllen. Das hatte der Iran klar formuliert. Als der Krieg dann ausbrach, wurde der Iran bombardiert, seine Städte wurden in Schutt und Asche gelegt, Unschuldige und Kinder wurden getötet. Die Residenz ihres geistlichen Führers wurde angegriffen und das Leben der meisten seiner Familienmitglieder ausgelöscht. Diese Mächte glaubten und proklamierten: „Wenn wir dieses Regime stürzen, werden die Iraner ihre Freiheit erlangen.“

Aber welche Wirkung hatte das? Selbst die wenigen, die zuvor noch gewisse Vorbehalte hatten, haben sich nun auf deren Seite gestellt. Und ihr Führer – sein Name ist Khamenei –, er hat nun den Rang des Märtyrertums erlangt, wodurch sein Ansehen innerhalb der Nation nur noch weiter gewachsen ist. Auch seine Kinder wurden getötet, die gesamte Verwandtschaft wurde attackiert. Welche Art von Regimewechsel sollte hier geschehen? Sein Respekt und sein Ansehen sind lediglich noch größer geworden. Wie dem auch sei, als Reaktion darauf griff der Iran ebenfalls diese Stützpunkte in den arabischen Ländern an, die Stützpunkte der westlichen Mächte und Amerikas waren. Darüber hinaus gibt es bestimmte Orte wie Ölquellen, bezüglich derer Amerika anfing zu drohen: „Wenn der Iran dieses oder jenes Ölgebiet in Saudi-Arabien angreift, dann werden wir dies und das tun.“ An einigen Stellen behaupteten sie sogar, ein Angriff habe bereits stattgefunden, weshalb sie nun bestimmte Maßnahmen ergreifen würden. Daraufhin erklärte der Iran ausdrücklich, dass er weder solche Orte angegriffen habe noch die Absicht dazu hege. Dies ist eine weitere List, um in den Herzen der Muslime Hass gegen andere Muslime zu säen. Der Krieg tobt bereits, und durch solche Aussagen wird lediglich versucht, diesen Hass weiter zu entfachen.

Wirtschaftliche Erpressung und der Mangel an Gerechtigkeit

Wie ich bereits erwähnte, muss die muslimische Welt unter solchen Umständen sehr bedachte Schritte unternehmen. Doch wir als Ahmadis sind, obwohl wir mit Schmerz gefüllt sind, machtlos; wir können nichts anderes tun, als sie zu warnen, für sie zu beten und zu versuchen, ihnen verständlich zu machen, dass das, was geschieht, falsch ist. Wenn die muslimischen Regierungen nun zur Vernunft kämen und nicht nur ihre nationalen Interessen, sondern die Interessen der muslimischen Umma in den Vordergrund stellen würden und sich keinerlei Form von Verrat zuschulden kommen ließen, könnte immer noch Schlimmeres bis zu einem gewissen Grad abgewendet werden.

Was die arabischen Länder im Nahen Osten betrifft, so verfügen zwar einige von ihnen über Ölreichtum, doch sie besitzen weder Verteidigungsfähigkeiten, noch entwickelt sich ihre Industrie weiter. Einzig durch Ölreichtum oder an einigen Orten durch die Förderung und Entwicklung des Tourismus kann kein wahrer Fortschritt erzielt werden. Sie sind völlig von der westlichen Welt und den westlichen Mächten abhängig. Wie ich bereits sagte, haben die westlichen Mächte genau diese Schwäche ausgenutzt, um dort ihre Stützpunkte zu errichten. Als dann der Krieg gegen den Iran ausbrach, begann auch der Iran mit Angriffen auf die arabischen Länder. Nein, er hat nicht die arabischen Länder angegriffen, sondern die amerikanischen Stützpunkte, doch nun wird den Arabern der Eindruck vermittelt: „Man hat euch angegriffen.“ Wie offensichtlich ist, hat dieser Krieg nun eine erschreckende Dimension angenommen.

Von Seiten des Iran werden Raketen abgefeuert. Um diese abzufangen, haben die Amerikaner zwar ihr Verteidigungssystem aufgebaut, doch Analysten schreiben mittlerweile, dass, wenn der Iran eine Rakete für fünfzigtausend Dollar abfeuert, während die Kosten für deren Zerstörung – also durch die Abwehrraketen – sich auf mehrere Millionen Dollar belaufen. Einige Analysten schreiben zwar, dass Amerika dadurch in wirtschaftlicher Hinsicht Schaden erleidet, doch dies ist lediglich eine Mutmaßung. Diese Mächte kalkulieren alles im Voraus und analysieren die Situation gründlich. Sie haben all dies genauestens geplant, und ich glaube nicht, dass diese Mächte diesen Verlust jemals selbst tragen würden; vielmehr werden sie dieses Geld von jenen arabischen Ländern eintreiben mit der Begründung: „Wir verteidigen euch.“ Einerseits werden ihre Ölquellen stillgelegt, die Inflation steigt und die Ölproduktion sinkt, und andererseits werden sie auch diesen finanziellen Schaden kompensieren müssen, wodurch ihre Reserven erheblich schrumpfen oder gänzlich aufgebraucht werden. Letztendlich wird die Wirtschaft der arabischen Welt massiven Schaden nehmen. Wenngleich auch die westliche Welt oder die Großmächte Schaden erleiden werden, so werden doch die Araber am schwersten getroffen werden, und diese Tatsache müssen sie nun endlich begreifen.

Geopolitische Zwänge und die Heuchelei der Weltmächte

Wir sehen nun, dass der derzeitige amerikanische Präsident lediglich die Politik seiner Vorgängerregierungen in die Praxis umsetzt. Dies ist nicht nur die Politik der heutigen Regierung, sondern es war schon immer ihre Vorgehensweise, sich gewaltsam die Ressourcen jener Länder anzueignen, wo immer es ihnen beliebt, und dann unter irgendeinem Vorwand zu versuchen, dies zu rechtfertigen, indem sie behaupten, dies oder jenes sei der Grund gewesen. Nun hat der gegenwärtige Vizepräsident Amerikas sich sogar soweit geäußert, dass, wenn ein bestimmtes Land sich ihnen nicht anschließt, sie sich gewaltsam an dessen Ressourcen vergreifen und es zwingen würden, sich ihnen anzuschließen.

Gegen Länder, die sich nicht am Krieg beteiligen, werden Restriktionen und Sanktionen verhängt. Kürzlich bewies der spanische Premierminister den Mut und erklärte, dass sie sich an diesem Krieg nicht beteiligen und auch ihre Stützpunkte nicht zur Verfügung stellen würden. Daraufhin wurde ihm gedroht, dass Amerika die Handelsbeziehungen zu ihnen abbrechen werde. So werden Länder und Menschen durch Einschüchterung und den Versuch, ihnen auf unlautere Weise Schaden zuzufügen, gezwungen, sich ihnen anzuschließen. In dieser Situation bleibt von der Gerechtigkeit nichts mehr übrig, und wenn keine Gerechtigkeit mehr existiert, dann folgt die Zerstörung.

Kürzlich hat eine spanische Abgeordnete im Europäischen Parlament – eine Frau – sehr offen erklärt, dass keine Frau jemals durch einen amerikanischen Krieg die Freiheit gewonnen hat. Da sie selbst eine Frau ist, hob sie die Perspektive der Frau hervor. Sie sagte, die Behauptung der Amerikaner, sie würden für die Freiheit der iranischen Frauen kämpfen, sei schlichtweg gelogen. Dadurch würde die iranische Frau niemals Freiheit erlangen; Amerika habe weder jemals einen Krieg für die Freiheit der Frau geführt, noch sei es ihnen jemals gelungen, ihnen diese Freiheit zu verschaffen.

Die Zusammenfassung lautet jedenfalls, dass Amerika in diesen Ländern zwar schon immer eine gewisse Vormachtstellung genoss, diese Vorherrschaft nun aber durch die offene Einbindung Israels noch weiter gefestigt wird. Die arabischen und islamischen Länder scheinen nicht zu begreifen, dass wir durch Gewalt, Einschüchterung, unlautere Methoden und die Listen des Dajjal in eine Lage manövriert werden, in der wir gegen ein anderes unserer muslimischen Länder in den Krieg ziehen. Muslime werden gegen Muslime aufgehetzt. Wie dem auch sei, mittlerweile bilden auch Russland und China ihren eigenen Block, und es liegt auf der Hand, dass die Blöcke, die sich jetzt formieren, in Zukunft weiter wachsen und sich vergrößern werden; es werden sich noch weitere bilden, und sie werden immer mächtiger werden. Die islamische Welt wird auch in Zukunft ein Schlachtfeld bleiben, da sie über eben jene Ressourcen verfügt, die diese Leute an sich reißen wollen.

Die Doppelmoral westlicher Reaktionen auf muslimisches Leid

Wenn die Muslime dies doch nur verstünden und Vernunft walten ließen! Nun behaupten sie – also Amerika und seine Verbündeten –, sie hätten den Iran nur deshalb angegriffen, weil er dieses oder jenes beabsichtigt habe, und wenn er dies getan hätte, wäre dies und jenes passiert; er hätte eine Atombombe gebaut oder was auch immer. Das heißt, sie haben allein aufgrund einer Vermutung einen Krieg begonnen, nach dem Motto: „Wenn dies geschehen wäre, hätte jenes passieren können.“ Das ist eine reine Willkür. Inzwischen haben sogar ihre eigenen westlichen Analysten begonnen zu sagen, dass es nicht so einfach sei, den Iran zu zerstören oder einen Krieg gegen ihn zu führen, wie sie geglaubt hatten. Der Iran ist ein sehr großes und weitläufiges Land. Sie verfügen über eine gewisse militärische Stärke, und dieser Krieg könnte sich auch in die Länge ziehen. Obwohl dies Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft haben wird, wird die muslimische Welt davon am stärksten betroffen sein.

Doch das Allerschlimmste und Bedauerlichste daran ist, dass hierbei Muslime das Blut anderer Muslime vergießen. Jedenfalls sollten die Muslime die Strafe Allahs fürchten. Hunderte von Kindern wurden getötet, hunderte von Unschuldigen wurden ermordet. Wenn man einen Blick auf die westlichen Länder wirft, so beginnen dortige Kolumnisten bereits zu schreiben, dass, wenn ein Angriff in Israel, Amerika oder einem anderen westlichen Land stattfinden und dort einige unserer Kinder getötet werden würden, in den Zeitungen Kolumne um Kolumne darüber geschrieben würde und dies tagelang so weiterginge. Doch hier wird eine Schule bombardiert und Hunderte von Kindern werden getötet, ohne dass dort jemand ein Wort darüber verliert. Zuerst hat man Palästina in diesen Zustand versetzt, und jetzt geschieht im Iran dasselbe. Es scheint, als hätte das Leben eines Muslims in ihren Augen keinerlei Wert.

Die Notwendigkeit der Einheit Gottes und der Brüderlichkeit

Wie dem auch sei, möge Allah den Muslimen Verstand geben, auf dass sie Vernunft walten lassen und sich zusammensetzen, um ihre Probleme zu lösen. Wenn sie beanspruchen, an die Einheit Gottes zu glauben, dann sollten sie sich auch zur Etablierung der Einheit Gottes vereinen. Es besteht keinerlei Notwendigkeit, durch bloße Schuldzuweisungen Konflikte zu schüren und zu behaupten, die Spannungen würden aufgrund der Glaubenslehren dieser oder jener Gruppe zunehmen. Zwar eskalieren Streitigkeiten manchmal tatsächlich aufgrund von Glaubensunterschieden, und man kann behaupten, was man will. Die Spannungen unter den Muslimen haben auch darin ihre Ursache, obwohl der Heilige Prophet (saw) so bedacht und so voller Mitgefühl war, dass, wenn die Gefährten manchmal vor ihm äußerten, eine bestimmte Person sei ein Heuchler, er entgegnete: „Solange er

لا الہ الا اللہ

[niemand ist anbetungswürdig außer Allah]

spricht, kann ich ihm nichts tun, und auch ihr sollt ihn nicht als Heuchler bezeichnen.“ Wegen Kleinigkeiten in Streit zu geraten, bedeutet in Wahrheit nur, sich selbst Schaden zuzufügen. Möge Allah der muslimischen Welt auch in dieser Hinsicht Vernunft verleihen. Sie sollten jetzt zur Einsicht gelangen und sich nicht allein aufgrund von Glaubensunterschieden gegen den Iran wenden. Der Islam ist gekommen, um die Einheit Gottes zu etablieren. Deshalb muss man sich dafür anstrengen. Sie sollten die Großmächte nicht für ihre Götter halten, denn die einzige Macht, die ewig währt, ist die von Allah, dem Erhabenen. Wenn man diese Großmächte für alles hält, dann werden diese Leute nach und nach die gesamte islamische Welt unter ihre Kontrolle bringen, und auch diese scheinbar [gefestigten] Regierungen werden verschwinden. Es ist also noch Zeit, man muss zur Besinnung kommen und sich Gott, dem Erhabenen, zuwenden.

Quranische Anweisungen zum Frieden unter Gläubigen

Diese weltlich gesinnten Menschen haben den Frieden und die Ruhe in der Welt und insbesondere in der muslimischen Welt zerstört, und sie werden dies auch in Zukunft tun. Im Heiligen Qur'an gibt Allah den Muslimen die folgende Anweisung:

وَاِنۡ طَآئِفَتٰنِ مِنَ الۡمُؤۡمِنِیۡنَ اقۡتَتَلُوۡا فَاَصۡلِحُوۡا بَیۡنَہُمَا ۚ فَاِنۡۢ بَغَتۡ اِحۡدٰٮہُمَا عَلَی الۡاُخۡرٰی فَقَاتِلُوا الَّتِیۡ تَبۡغِیۡ حَتّٰی تَفِیۡٓءَ اِلٰۤی اَمۡرِ اللّٰہِ ۚ فَاِنۡ فَآءَتۡ فَاَصۡلِحُوۡا بَیۡنَہُمَا بِالۡعَدۡلِ وَاَقۡسِطُوۡا ؕ اِنَّ اللّٰہَ یُحِبُّ الۡمُقۡسِطِیۡنَ

„Wenn zwei Parteien der Gläubigen miteinander streiten, dann stiftet Frieden unter ihnen; wenn aber eine von ihnen sich gegen die andere vergeht, so bekämpft die Partei, die sich verging, bis sie zu Allahs Befehl zurückkehrt. Kehrt sie zurück, dann stiftet Frieden zwischen ihnen nach Gerechtigkeit, und handelt billig. Wahrlich, Allah liebt die billig Handelnden.“

Dies ist also das Konzept, dies ist der Punkt, der zwar für den Weltfrieden unerlässlich ist, doch insbesondere die muslimische Welt sollte danach handeln, da Allah ihnen diese klare Anleitung im Heiligen Qur'an gegeben hat. Sie sollten daher den Anforderungen an Gerechtigkeit und Fairness nachkommen, und auch die Organisation der islamischen Länder sollte hierbei ihre Rolle spielen. Es muss auch deutlich gemacht werden, dass bei Friedensvermittlungen keine persönlichen Interessen im Vordergrund stehen dürfen; stattdessen muss über das eigentliche Problem entschieden und nach dessen Ursachen gesucht werden. Und die Ursachen sind eben jene, die wir klar vor uns sehen: dass die Dajjal-Mächte uns gegeneinander aufhetzen wollen.

Die Vereinten Nationen (UN) und ähnliche Organisationen, die gegründet wurden, haben ebenfalls keine positive Rolle gespielt, vielmehr beginnen nun selbst diese Leute, sich dagegen auszusprechen. Nur wenn wir also fernab von egoistischen Interessen und nationalen Belangen handeln, können wir gerettet werden; andernfalls werden wir in den Schoß dieser Dajjal-Mächte fallen. Deshalb müssen sich alle muslimischen Länder zusammensetzen und beraten. Ebenso sagt Allah im Anschluss an diesen Vers:

اِنَّمَا الۡمُؤۡمِنُوۡنَ اِخۡوَۃٌ فَاَصۡلِحُوۡا بَیۡنَ اَخَوَیۡکُمۡ وَاتَّقُوا اللّٰہَ لَعَلَّکُمۡ تُرۡحَمُوۡنَ

„Die Gläubigen sind ja Brüder. Stiftet drum Frieden zwischen euren Brüdern und nehmet Allah zu eurem Beschützer, auf dass euch Barmherzigkeit erwiesen werde.“ Selbst wenn es unter Muslimen zu Differenzen kommen sollte – wie man es von den Diskrepanzen zwischen dem Iran und bestimmten arabischen Ländern oder auch unter anderen muslimischen Ländern hört –, so müssen sie sich ins Gedächis rufen, dass ihre eigentliche Verbindung in islamischer Brüderlichkeit und Kameradschaft besteht. Kleinere Streitigkeiten dürfen kein Anlass sein, diese islamische Bruderschaft zu brechen. Diesem Umstand müssen die muslimischen Länder besondere Beachtung schenken, andernfalls werden, wie ich bereits betonte, islamfeindliche Mächte daraus Profit schlagen. Die arabischen Länder sowie die Regierung des Iran sollten daher eine friedliche Lösung anstreben. China und einige andere Länder, darunter auch Pakistan, haben ihre Vermittlung für den Frieden angeboten.

Möge die muslimische Welt dies doch begreifen; möge Allah ihnen Verstand gewähren. Wie dem auch sei, unsere Aufgabe ist es nun, insbesondere für die muslimische Welt und für die Unschuldigen zu beten. Im Monat Ramadan sollten wir unsere Aufmerksamkeit nicht nur auf unsere persönlichen Gebete richten, sondern auch für die muslimische Umma beten. Möge Allah ihnen Verstand geben, auf dass in der Welt, und ganz besonders in der muslimischen Welt, Frieden herrschen möge und der Muslim dem Muslim nicht mehr die Kehle durchschneidet. Jene, die sich untereinander bekämpfen und sich zu Unrecht gegenseitig töten, ziehen durch diese Tat den Zorn Allahs auf sich. Solche Menschen werden nicht nur in dieser Welt Verlust erleiden, sondern sie werden auch im Jenseits zu den Verlierern gehören. Daher ist es unabdingbar, dieser Angelegenheit besondere Aufmerksamkeit zu widmen, und hierfür bedarf es unseres eindringlichen Gebets. Möge Allah uns befähigen, im wahren Sinne beten zu können.

Totengebet in Abwesenheit: Sahibzadi Amatul Jameel Sahiba

Heute werde ich auch das Totengebet in Abwesenheit verrichten und einige der Verstorbenen erwähnen. Die erste Erwähnung gilt der geehrten Sahibzadi Amatul Jameel Sahiba, die die jüngste Tochter von Hadhrat Khalifatul Masih II. (ra) und die Ehefrau des verstorbenen Nasir Muhammad Sial Sahib war. Sie war die Schwiegertochter von Chaudhry Fateh Muhammad Sial Sahib, der hier auch als Missionar tätig war. Sie verstarb kürzlich im Alter von etwa 89 Jahren.

اِنَّا لِلّٰہِ وَاِنَّاۤ اِلَیۡہِ رٰجِعُوۡنَ

[„Wahrlich, Allahs sind wir und zu Ihm kehren wir heim.“]

Die Verstorbene war Musia [Mitglied des Nizam-e-Wasiyyat]. Sie war die jüngste Tochter von Hadhrat Syeda Maryam Begum Sahiba (Umm-e-Tahir) und ebenfalls das jüngste Kind von Hadhrat Musleh Mau'ud. Ihren Nikah (Eheschließung) vollzog Hadhrat Musleh Mau'ud (ra) im Jahr 1955, und da Hudhur krank war, hielt er die Nikah-Khutba liegend im Bett ab und leitete das Gebet. Es waren einige Familienmitglieder zugegen, aber ein Schreiber hat notiert, dass Hadhrat Khalifatul Masih II. während der gesamten Zeremonie, von Anfang bis Ende, in einem besonderen spirituellen Zustand versunken war. Und im Jahr 1956 vollzog dann Hadhrat Musleh Mau'ud selbst ihre Hochzeit und verabschiedete sie mit Gebeten.

Sie hat vier Kinder. Ihr erster Sohn ist Zair Mustafa, den sie ihrer Schwester, Sahibzadi Amatul Qayyum Sahiba, zur Adoption gab, die ihn von Kindheit an aufzog. Eine Tochter, Yasmin Malik, lebt ebenfalls in Kanada. Sadia Ahmad lebt hier im Vereinigten Königreich. Sophia Ahmad lebt in Rabwah und ist die Ehefrau von Mirza Samad Ahmad, dem Nazir Khidmat-e-Darweshan. Der geehrte Nasir Muhammad Sial Sahib war ein Waqf-e-Zindagi. Als Hadhrat Musleh Mau'ud das „Fazl-e-Umar Research“ initiierte, teilte er ihn dort für die Forschung ein. Als die Forschungsarbeit später eingestellt wurde, gab ihm die Jamaat die Erlaubnis, seiner eigenen Arbeit nachzugehen.

Ihre Tochter Sophia schreibt, dass sie sich stets um die Armen kümmerte, und auch andere haben mir geschrieben, dass sie sich um sie sorgte und bemüht war, ihre Bedürfnisse zu erfüllen. In ihrer Kindheit gab es einige Begebenheiten mit Hadhrat Musleh Mau'ud, und es existieren auch bestimmte Träume von Hadhrat Musleh Mau'ud, in denen sie erwähnt wird. In dieser Hinsicht schwingt mit ihrer Erwähnung zugleich ein Stück alter Geschichte mit. Ein häusliches Ereignis schilderte sie selbst, welches die Prinzipientreue von Hadhrat Musleh Mau'ud zeigt und verdeutlicht, wie sehr er auf die Ehre der Mitarbeiter der Jamaat achtete: Die Schuhe von Hadhrat Musleh Mau'ud standen draußen und wurden stets (von einem Mitarbeiter) geputzt; da stellte sie auch ihre eigenen Schuhe dorthin. Hadhrat Musleh Mau'ud brachte die Schuhe mit herein und fragte: „Wessen Schuhe sind das?“ Da er offensichtlich wütend war, traute sich zunächst niemand etwas zu sagen, aber schließlich sagte er: „Also gut, sag mir, wem sie gehören, ich werde nichts tun.“ Daraufhin antwortete sie, obwohl sie eigentlich das besondere Schoßkind von Hadhrat Musleh Mau'ud war: „Es sind meine.“ Hadhrat Musleh Mau'ud erwiderte: „Wenn du sie in Zukunft nicht selbst putzen kannst, dann gib sie mir, aber lass sie auf keinen Fall von einem Mitarbeiter der Jamaat putzen.“

Jedenfalls war sie jemand, der Almosen und Spenden gab und sich um die Armen sorgte. Sie (die Tochter) berichtet, als sie die alten Rechnungsbücher ihrer Mutter durchgesehen habe, seien dort viele Ausgaben ganz klar vermerkt gewesen, die regelmäßig für die Unterstützung der Armen getätigt wurden. Als sie sieben Jahre alt war, verstarb ihre Mutter, Hadhrat Maryam Sahiba (Umm-e-Tahir). Hadhrat Musleh Mau'ud schreibt darüber: „Als wir mit dem Leichnam der Verstorbenen das Haus von Sheikh Bashir Ahmad Sahib erreichten, sah ich das kleine Mädchen Amatul Jameel – die ihr und mein absoluter Liebling und erst sieben Jahre alt war –, wie sie ‚Oh Ammi, oh Ammi [Mama]‘ schreiend weinte. Ich ging zu diesem Kind hin und sagte zu ihr: ‚Jimi‘ – wir nannten sie aus Zuneigung Jimi –, Hadhrat Musleh Mau'ud fährt fort, ‚ich sagte zu ihr: Ammi ist zu Allah, dem Erhabenen, gegangen. Dort wird sie mehr Ruhe finden, und es war der Wille Allahs, des Erhabenen, dass sie nun dorthin geht. Schau, der Heilige Prophet (saw) ist gestorben, dein ehrenwerter Großvater ist gestorben; war deine Mutter denn größer als sie?‘“

Daraufhin sagt Hadhrat Musleh Mau'ud: „Möge der Schatten meines Gottes nicht eine Minute von diesem Kind weichen! Nach meinem Satz hat sie bis heute keinen einzigen Schrei mehr für ihre Mutter ausgestoßen; als sie diesen Satz hörte, verstummte sie sofort. Mehr noch, als ihre ältere Schwester am nächsten Tag während des Trauergebets vor Schock schrie und ohnmächtig wurde, ging meine Jimi zu meiner jüngsten Ehefrau Maryam Siddiqa hin – die Kinder nannten Hadhrat Maryam Siddiqa Sahiba ‚Choti Aapa‘ (kleine Schwester) – und sagte zu ihr: ‚Choti Aapa, wie dumm ist die Schwester. Abba Jan sagt doch, dass es beim Tod von Ammi der Wille Allahs war, und trotzdem weint sie.‘“ Daraufhin sagt Hadhrat Musleh Mau'ud: „Oh mein Herr, oh mein Herr! Wird von dir jene Person, deren kleines Kind, das um Deines Wohlgefallens willen über den Tod seiner Mutter nicht getrauert hat, von Dir im nächsten Leben nicht vor jedem Kummer bewahrt werden?“ Er betete dann für Hadhrat Maryam Sahiba (Hadhrat Umm-e-Tahir Sahiba): „Oh mein barmherziger Gott, eine solche Hoffnung in Dich zu setzen, ist das Recht Deiner Diener, und diese Hoffnung zu erfüllen, steht Deiner Majestät an.“

Jedenfalls war sie bei den Spendenbeiträgen sehr regelmäßig. Ihren Anteil für den Nachlass hatte sie bereits mit einer sauberen Abrechnung vorbereitet. Beim Ableben von Nachbarn pflegte sie an deren Häuser regelmäßig Essen zu schicken. Besuchern sagte sie stets – und auch zu mir hat sie es oft gesagt: „Bete, dass mein Ende ein gutes sein möge.“ Ihre Enkelin Nusrat erzählt, dass ihre Großmutter sich schon vor der Gebetszeit vorbereitete, hinsetzte und voller Unruhe auf die Zeit wartete. Sie verrichtete sehr lange Gebete und hatte sogar eine Liste der Personen erstellt, für die sie beten wollte. Die Enkelin sagt: „Als ich klein war, erschrak ich manchmal, wenn ich die langen und inbrünstigen Gebete meiner Großmutter hörte, aber jedenfalls pflegte sie intensiv für diese Menschen zu beten.“

Hadhrat Hadi Ali Sahib schreibt – wie ich bereits anmerkte, sind mit ihr einige alte Erinnerungen und Begebenheiten sowie auch einige Träume von Hadhrat Musleh Mau'ud verbunden. Wie dem auch sei, Hadhrat Hadi Ali Sahib berichtet, dass sie ihm erzählte: „Ich war einmal mit Hadhrat Khalifatul Masih II. im Auto unterwegs und saß neben Hudhur auf dem Rücksitz. Ich beobachtete, wie Hadhrat Musleh Mau'ud immer wieder etwas an seinen Fingern abzählte. Ich fragte ihn: ‚Abba Jan [Papa], was zählen Sie?‘ Hudhur antwortete: ‚Ich schätze die Anzahl meiner Missionare in allen Ländern der Welt ab, und ich benötige auf der ganzen Welt mindestens so und so viele Hunderttausend Missionare; erst dann können wir die Welt über den wahren Islam aufklären.‘“ Dies offenbart das tiefe Sehnen von Hadhrat Musleh Mau'ud und auch einige der durch sie überlieferten Erzählungen.

Es gibt auch einen Traum von Hadhrat Musleh Mau'ud, den ich, da er mit ihr in Verbindung steht, hier erwähnen möchte. Es ist ein Traum aus dem Juni 1948. Er erzählte: „Im Juni befand ich mich in Nasirabad, Sindh. Dort sah ich ein sehr hohes, weißes Minarett, das in seiner Form dem Minarett von Qadian ähnelte. Auf dem Sims der unteren Etage, neben der Tür, saß meine Tochter Amatul Jameel und ließ ganz ungezwungen ihre Füße über den Rand des Sims baumeln. In diesem Moment fiel mein Blick auf das Minarett, und ich sah, dass aus der Tür der obersten Etage – also der Etage darunter – eine riesige Schlange, viele Fuß lang, anderthalb Fuß dick, nein, viele Ellen lang und anderthalb Fuß dick, von grüner Farbe, ihren Kopf herausstreckte und auf die untere Etage zukam. Auf diese Weise kam sie auf die untere Etage, glitt hinab.“ Ich fasse dies kurz zusammen. Die Schilderung ist an sich recht lang. Sie erreichte schließlich die Etage direkt über dem Erdgeschoss und wandte sich dann dem Dach des Erdgeschosses zu.

Zu diesem Zeitpunkt, so sagt Hadhrat Musleh Mau'ud, schoss mir der Gedanke durch den Kopf: „Amatul Jameel sitzt doch auf dem Sims in der Nähe der Tür. Nicht dass die Schlange sich umdreht und sie beißt!“ Gleichzeitig hatte ich Angst, dass, wenn das Mädchen sich bewegte, sie herunterfallen und sich verletzen könnte. Daraufhin begann ich mit tiefster Inbrunst vor Allah, dem Erhabenen, zu flehen. An diesen Satz erinnere ich mich:

اللھم اعزھا لي وللجماعة الاحمدیة ولغربائھا۔

Oh unser Allah, beschütze sie vor diesem Unheil, um meinetwillen, um der Ahmadiyya Jamaat willen und um ihrer ‚Ghuraba‘ willen. Hadhrat Musleh Mau'ud merkt an: „Auf Arabisch bedeutet ‚Ghuraba‘ Reisende, während es auf Urdu ‚Miskeen‘ [die Bedürftigen] bedeutet. Allah weiß am besten, ob hier die urdusprachige oder die arabische Bedeutung Anwendung findet und ob damit auch auf bestimmte Reisende verwiesen wird.“ Wie dem auch sei, er berichtet: „Ich betete immer weiter, und ich sah, wie Amatul Jameel instinktiv die Gefahr spürte und begann, vom Rand des Sims zurückzurutschen. Sie rutschte immer weiter zurück, bis sie sich mehrere Ellen von der Tür entfernt hatte. In diesem Augenblick glitt die Schlange von jener Tür herab und wandte sich Jameel zu. Doch da sie nun etwas weiter weg war, verfolgte die Schlange sie nicht, sondern begann, sich in Richtung Boden hinabzubewegen.“ Er schreibt: „Dieser Traum ist offenbar sehr gesegnet für das Mädchen, da er ein Gebet beinhaltet. Sie wird nicht nur für mich ein Quell der Freude sein, sondern auch für die Jamaat und die ‚Ghuraba‘ nützlich sein. Wallahu A'lam (Und Allah weiß es am besten).“ Es gibt noch weitere Träume von Hadhrat Musleh Mau'ud, in denen sie erwähnt wird. Möge Allah der Erhabene ihr mit Vergebung und Barmherzigkeit begegnen.

Totengebet in Abwesenheit: Dr. Rashid Ahmad Khan Sahib

Das zweite Totengebet, das ich erwähnen möchte, ist das von Dr. Rashid Ahmad Khan Sahib hier aus Holland, dem Sohn des geehrten Nizamuddin Sahib. Er verstarb kürzlich im Alter von 91 Jahren.

اِنَّا لِلّٰہِ وَاِنَّاۤ اِلَیۡہِ رٰجِعُوۡنَ

[„Wahrlich, Allahs sind wir und zu Ihm kehren wir heim.“]

Durch die Gnade Allahs war er ein Musi, und er hinterlässt vier Söhne und vier Töchter. Der Vater von Dr. Rashid Sahib, Nizamuddin Sahib, war der jüngere Bruder von Dr. Fatehuddin Sahib, dem ehemaligen Amir der Region Sarhad. Durch ihn hielt die Ahmadiyya Einzug in ihre Familie. Im Jahr 1905 hielt der Verheißene Messias (as) eine Ansprache in Ludhiana; zu jener Zeit ging Fatehuddin Sahib noch zur Schule. Die Lehrer der Schule hatten den Schülern strengstens verboten: „Geht niemals dorthin, um seine Rede anzuhören! Er ist ein Magier und wird euch in seinen Bann ziehen.“ Dieser Vorwurf wurde Propheten schon immer gemacht, und die Maulawis erhoben ihn auch gegen den Verheißenen Messias. Jedenfalls berichtet Fatehuddin Sahib, dass er trotzdem hinging, um die Ansprache des Verheißenen Messias (as) zu hören. Allein durch den Anblick des gesegneten Antlitzes des Verheißenen Messias (as) gewann er schon in jungen Jahren die tiefe Überzeugung, dass er wahrhaftig ist. Und so legte er nach seinem Bildungsabschluss im Jahr 1914, in der Zeit von Hadhrat Khalifatul Masih I., das Bai’at ab.

Der verstorbene Rashid Sahib war von Natur aus ein sehr rechtschaffener Mensch; er war gutmütig, gesellig, gottesfürchtig und pflegte die Verwandtschaftsbande, auch wenn er sich dafür selbst Unannehmlichkeiten bereiten musste. Er war überaus furchtlos und mutig, ein Verehrer des Khilafat und stets zu jedem Opfer bereit. Er übernahm die Patenschaft für Arme und half Bedürftigen, ohne es jemandem zu sagen. Für viele Neukonvertierte, gegen die von Gegnern falsche Gerichtsverfahren angestoßen wurden, leistete er die Bürgschaft. Er war auch Mitglied der Furqan Force. Er hatte zudem das Glück, dass er, sein Schwiegervater Abbas Khan Sahib und sein Bruder Manzoor Sahib von Hadhrat Khalifatul Masih II. im Rahmen von Waqf-e-Jadid in verschiedene Gebiete der Grenzprovinz entsandt wurden, mit der Aufgabe, den Kontakt zu alten Ahmadi-Familien wiederherzustellen und Tabligh-Arbeit zu betreiben. Sie führten diese Aufgabe in hervorragender Weise aus.

Er hegte eine große Leidenschaft für die Tabligh-Arbeit. Einem Freund, Daulat Khan Sahib, überbrachte er die Botschaft, woraufhin dieser das Bai’at (Treuegelübde) ablegte. Daraufhin wurde ein Verfahren gegen ihn (Daulat Khan) eingeleitet, aber auch gegen ihn selbst (Rashid Kahn Sahib), was zur Verhaftung (von Daulat Khan) führte. Niemand meldete sich als Bürge; die Bürgschaften wurden nicht akzeptiert. Da machte sich Rashid Sahib selbst zusammen mit seinem Schwiegersohn auf den Weg dorthin. Dort gab es einen Aufmarsch von fünftausend Maulawis, die anfingen, sie mit Steinen zu bewerfen. Sein Schwiegersohn wurde von einem Stein am Kopf getroffen, stürzte zu Boden und wurde zusammengeschlagen, bis er schließlich an Ort und Stelle den Märtyrertod fand. Die Polizei handelte ganz nach der Vorgehensweise dieser Teufel, die behaupteten: „Wir erlangen dadurch spirituelle Belohnung.“ Auch die Polizei begann, auf den Leichnam einzutreten, mit den Worten: „Auch wir wollen uns diese Belohnung verdienen.“

Jedenfalls schlugen sie auch Rashid Khan Sahib zusammen und brachen ihm beinahe jeden Knochen im Leib. Er erlitt schwere Verletzungen; die Narben davon habe ich auch später noch gesehen. Es gab Narben in seinem Gesicht, und auch seine Arme waren verdreht – sie blieben aufgrund dieser Verletzungen deformiert. Doch Allah rettete ihn. Man hatte ihn so lange geschlagen, bis man ihn für tot hielt und ihn liegen ließ. Später brachte die Polizei ihn fort, in dem Glauben, es sei eine Leiche. Als sie sich in der Nähe des Krankenhauses befanden, sagte er: „Ich lebe noch, bringt mich an diesen bestimmten Ort.“ Als die Ärzte ihn untersuchten, waren auch sie erstaunt, wie er überhaupt noch am Leben sein konnte.

Wie dem auch sei, Allah hatte es bestimmt, ihn am Leben zu erhalten. Danach lebte er noch mehr als dreißig Jahre lang, und trotz dieser Verletzungen blieb er überaus aktiv. Jedenfalls bat er die Polizei, ihn nach Peschawar zu bringen. Die dortige Polizei war feindselig, sodass der Transport schwierig war. Doch in solchen Situationen erweist sich ein Umstand als vorteilhaft für einige Menschen: Wenn man der Polizei Geld zahlt, lässt sich einiges regeln. Er sagte zu ihnen: „Nehmt von mir den Betrag, den ihr wollt, aber bringt mich dorthin.“ Daraufhin erklärte sich der dortige Polizeibeamte einverstanden und brachte ihn nach Peschawar. Anschließend kam er nach Rabwah, wo er behandelt wurde, und durch die Gnade Allahs schenkte Er ihm ein neues Leben. Zunächst hatte man ihn in eine Leichenhalle bringen wollen, doch dann ließ Allah ihn danach noch volle dreißig Jahre am Leben, und das auf überaus aktive Weise.

Er lebte auch in Holland und war dort für die Jamaat tätig. Im Jahr 1974 richteten Feinde ebenfalls eine Pistole auf ihn, und in diesem Moment trat er ihnen voller Mut entgegen. Als die Maulawis ihn aufforderten: „Sprich die Kalima [Glaubensbekenntnis] und werde ein Muslim!“, antwortete er:

لا الہ الا اللہ محمد رسول اللہ

[Niemand ist anbetungswürdig außer Allah und Muhammad ist Sein Gesandter]

spreche ich bereits, genau darauf beruht mein Glaube. Wie soll ich denn noch Muslim werden?“ Sie entgegneten: „Nein, du musst Mirza Sahib beschimpfen.“ Er sagte: „Ich werde ihn nicht beschimpfen; das hat mit dem Islam nichts zu tun.“ Er fügte hinzu: „Ich rezitiere das Durood [Segensgebet] und folge den Lehren des Heiligen Propheten Muhammad (saw); ich kann mich nicht zu solchen Taten hinreißen lassen.“ Dann erzählte er: „Ich berichtete ihnen von dem Vorfall eines Gefährten in der Schlacht von Uhud, als sich das Gerücht verbreitete, der Gesandte Allahs (saw) sei als Märtyrer gefallen. Jener Gefährte hatte gesagt: ‚Zwischen mir und dem Paradies steht nichts weiter als eine Dattel!‘ Er warf die Dattel beiseite, stürmte allein auf den Feind los, und sein Körper wurde in Stücke geschlagen.“ Rashid Sahib erzählte weiter: „Diesen Vorfall berichtete ich ihnen und sagte: ‚Zwischen mir und euch steht nicht einmal eine Dattel – nicht einmal ein Hauch von Luft –, denn ihr habt die Waffe bereits auf meine Brust gerichtet. Drückt einfach ab und macht mich zum Märtyrer. Aber das, was ihr verlangt, nämlich den Verheißenen Messias (as) zu beschimpfen, das werde ich nicht tun!‘“ So legte er ein Zeugnis von enormer Tapferkeit ab. Möge Allah der Erhabene ihm mit Vergebung und Barmherzigkeit begegnen, seinen Rang erhöhen und seinen Kindern ermöglichen, diese Tugenden aufrechtzuerhalten.

Totengebet in Abwesenheit: Zainab Bibi Sahiba

Der dritte Todesfall, den ich erwähnen möchte, ist von Zainab Bibi Sahiba. Sie war die Ehefrau des verstorbenen Bashir Ahmad Sahib, dem ehemaligen Präsidenten der Jamaat und Imam der Moschee in Chak 275, Kartarpur. Auch sie verstarb kürzlich im Alter von 85 Jahren.

اِنَّا لِلّٰہِ وَاِنَّاۤ اِلَیۡہِ رٰجِعُوۡنَ

[„Wahrlich, Allahs sind wir und zu Ihm kehren wir heim.“]

Durch die Gnade Allahs war sie Musia [Mitglied des Nizam-e-Wasiyyat], und ihr Vater, Ali Muhammad Sahib, diente als Bediensteter der Darul Zikr Moschee in Faisalabad. Sie war eine fromme Frau, die sehr viel betete, das Tahajjud-Gebet sowie die Pflichtgebete regelmäßig verrichtete, den Heiligen Qur'an täglich rezitierte, außerordentlich gastfreundlich war und eine tiefe, aufrichtige Verbundenheit zum Khilafat besaß. Sie stand auch den Armen helfend zur Seite. Die Freitagsansprache hörte sie stets mit großer Regelmäßigkeit und rief sogar die anderen Familienmitglieder herbei, um sie gemeinsam anzuhören.

Sie hinterlässt drei Söhne und vier Töchter. Mehrere ihrer Enkel und Enkelinnen sind Waqf-e-Zindagi. Ihr Sohn, Tahir Ahmad Saifi Sahib, dient als Missionar in Lusaka, Sambia, und sie war dort … Nein, ihre Tochter, Amatul Rasheed Sahiba, ist die Ehefrau eines Missionars in Lusaka. Sie befindet sich derzeit dort und war auch in Lusaka, als ihre Mutter verstarb, weshalb diese Tochter nicht an der Beisetzung ihrer Mutter teilnehmen und den Trauerzug nicht sehen konnte. Möge Allah der Erhabene auch ihr Standhaftigkeit und Trost verleihen und der Verstorbenen mit Vergebung und Barmherzigkeit begegnen.

TauhidDie Einheit und Einzigartigkeit Gottes im Islam.
UmmaDie weltweite Gemeinschaft der Muslime.
DajjalWörtlich 'der Täuscher'; im Islam eine Figur oder eine Macht, die in der Endzeit durch Lug und Trug die Menschen vom Glauben abbringt.
Bai'atDas Treuegelübde, das ein Mitglied der Ahmadiyya Muslim Jamaat gegenüber dem Kalifen ablegt.
Waqf-e-ZindagiJemand, der sein gesamtes Leben in den Dienst der Religion gestellt hat.
MusiaEin Mitglied des 'Wasiyyat'-Systems, das einen Teil seines Erbes und Einkommens der Gemeinschaft vermacht.
TahajjudEin freiwilliges Gebet, das im letzten Drittel der Nacht vor dem Morgengebet verrichtet wird.
GhurabaWörtlich 'Fremde' oder 'Reisende'; im Text auch im Sinne von Bedürftigen oder 'Miskeen' verwendet.
NikahDie islamische Heiratszeremonie bzw. der Ehevertrag.
TablighDie Verbreitung oder Verkündigung der Botschaft des Islam.
Themen:
Die Notwendigkeit der Einheit der muslimischen UmmaDie Rolle des Verheißenen Messias (as) bei der Vereinigung der MuslimeGeopolitische Ausbeutung islamischer Ressourcen durch westliche MächteDie Gefahr eines drohenden WeltkriegsKritik an der Doppelmoral internationaler Organisationen wie der UNDie Bedeutung von Gebeten für den WeltfriedenGerechtigkeit und Rechtegewährung als Fundament für FriedenVorbilder im Glauben: Standhaftigkeit, Opferbereitschaft und Dienst an der Menschheit

Aktionsplan Missionary Incharge Büro

Wöchentlicher Umsetzungsplan basierend auf der Khutba

Der Iran-Krieg Und Die Verantwortung Der Muslimischen Staaten

Die vom Islam angestrebte Brüderlichkeit unter den Muslimen:

اِنَّمَا الۡمُؤۡمِنُوۡنَ اِخۡوَۃٌ فَاَصۡلِحُوۡا بَیۡنَ اَخَوَیۡکُمۡ وَاتَّقُوا اللّٰہَ لَعَلَّکُمۡ تُرۡحَمُوۡنَ

Die Gläubigen sind ja Brüder. Stiftet drum Frieden zwischen euren Brüdern und nehmet Allah zu eurem Beschützer, auf dass euch Barmherzigkeit erwiesen werde.

Kurzum ist es nun unsere Pflicht, dass wir insbesondere für die muslimische Welt und alle Unschuldigen beten. Insbesondere im Monat Ramadhan sollten unsere Gebete nicht auf die eigene Person begrenzt sein, sondern beten Sie auch für die muslimische Gemeinschaft. Möge Allah der Erhabene ihnen Vernunft gewähren.


Unsere Aufgabe ist es nun, dass wir uns heute mit Gebeten besonders vor Gott niederwerfen und insbesondere für die muslimische Gemeinschaft beten; dies ist derzeit sehr von Nöten!

Umsetzungsplan für diese Woche

1
Aufruf zu Bittgebeten: im Monat Ramadhan sollten diese nicht nur persönlicher Natur sein
2
Mittels Gebeten sich besonders vor Gott niederwerfen (auch das Gebet für das gute Ende)
3
Muslimische Gemeinschaft: ihre Einheit, ihr Schutz vor den Übeln, Vernunft und Verstand
4
Gebete für alle Unschuldigen
5
Die Eigenen und Fremden zu informieren und zu warnen, sodass vom Unrecht abgehalten werde
6
Einen Bedürftigen oder Armen unterstützen und helfen
7
In jeder Angelegenheit Geduld an den Tag legen

Tatplan der Woche

Checkliste für den Alltag

  • Bete in dieser Woche besonders intensiv für die Einheit der muslimischen Welt und den Frieden im Nahen Osten.
  • Identifiziere eine bedürftige Person in deinem Umfeld und unterstütze sie diskret mit einer Spende oder praktischer Hilfe.
  • Vermeide bewusst jeden Streit über Kleinigkeiten und setze stattdessen auf Versöhnung und Vergebung gegenüber deinen Mitmenschen.
  • Nimm dir täglich Zeit für ein zusätzliches Gebet (z.B. Tahajjud), um Allah um Schutz vor den Unruhen der heutigen Zeit zu bitten.
  • Reflektiere über die eigenen Vorurteile gegenüber anderen muslimischen Gruppierungen und ersetze diese durch das Ideal der islamischen Brüderlichkeit.

📚 Wortschatz-Kiste

Die Einheit Gottes Tauhid توحید
Die weltweite Gemeinschaft der Muslime Ummah امت
Der Antichrist oder betrügerische Mächte Dajjal دجال
Das Treuegelübde gegenüber dem Kalifen Bai'at بیعت
Das System der Nachfolge (Kalifat) Khilafat خلافت
Die lebenslange Widmung für den Dienst an Gott Waqf-e-Zindagi وقف زندگی
Ein Teilnehmer am Wasiyyat-System (islamisches Testament) Musi موصی
Die Verkündigung oder Verbreitung des Glaubens Tabligh تبلیغ
Ein besonderes freiwilliges Gebet in der Nacht Tahajjud تہجد
Segenswünsche für den Heiligen Propheten Muhammad (saw) Durood درود

Khutba für Kinder

MTA Germany
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